Kann man Legionellen im Urin nachweisen?
Gefragt von: Josefa Will-Kramer | Letzte Aktualisierung: 17. April 2026sternezahl: 4.8/5 (70 sternebewertungen)
Ja, Legionellen können durch einen speziellen Urin-Antigen-Test (UAT) im Urin nachgewiesen werden, was eine schnelle und nicht-invasive Methode zur Diagnose einer akuten Infektion ist, insbesondere der häufigsten Serogruppe 1. Der Test weist spezielle Bakterien-Antigene nach, die bereits kurz nach Beginn der Symptome im Urin ausgeschieden werden, oft schon innerhalb eines Tages. Es gibt auch Schnelltests, die schnell ein Ergebnis liefern.
Wie kann ich Legionellen im Urin testen?
Ein Legionellen-Urintest (Legionella Urinary Antigen Test, LUA) ist ein schneller Nachweis für eine Infektion, meist bei Lungenentzündung (Legionärskrankheit). Er sucht im Urin nach Antigenen von Legionella pneumophila Serogruppe 1, dem häufigsten Erreger. Der Test liefert oft innerhalb von Minuten ein Ergebnis und hilft bei der schnellen Diagnose, ist aber nur für Serogruppe 1 spezifisch.
Kann man Legionellen mit einem Urintest nachweisen?
Wenn die Lunge betroffen ist, kann dies zu einer schweren Lungenentzündung, der sogenannten Legionärskrankheit, führen. Legionellentests suchen nach diesen Bakterien im Urin, im Auswurf oder in manchen Fällen im Lungengewebe . Ein Bluttest kann zwar feststellen, ob eine Exposition gegenüber den Bakterien stattgefunden hat, er kann jedoch keine Legionelleninfektion diagnostizieren.
Wie lange kann man Legionellen im Urin nachweisen?
Die Antigenausscheidung im Urin setzt bereits 24 Stunden nach dem Auftreten erster Symptome ein und persistiert meist 2-6 Wochen, in seltenen Fällen sogar Monate [21]. Auch unter bereits eingeleiteter Antibiotikatherapie kann ein UAT noch längere Zeit positiv ausfallen.
Wie kann man Legionellen im Körper feststellen?
Um Legionellen im Körper nachzuweisen, werden primär Urin-Schnelltests (Antigen-Nachweis), PCR-Tests (DNA-Spuren) sowie Bluttests (Antikörper-Nachweis) eingesetzt, oft ergänzt durch eine Röntgenaufnahme der Lunge; auch eine Untersuchung von Lungensekret ist möglich, um die Diagnose zu sichern. Der Schnelltest im Urin ist dabei eine gängige erste Methode.
Ein Legionellen-Film, der Wissen schafft
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Was bedeuten Legionellen im Urin?
Ein positiver Legionellen-Schnelltest im Harn bedeutet einen Hinweis auf eine Legionelleninfektion ( z.B. atypische Pneumonie).
Kann man sich selbst auf Legionellen testen?
Legionellen Testkits
ZELLER hydrosense ist der weltweit einzige Test, der Legionella pneumophila Serogruppe 1 - 15 in 25 Minuten vor Ort nachweisen kann (im Vergleich zu 7 bis 14 Tagen bei herkömmlichen Labor - Methoden) und dennoch von jedem Anwender einfach selbst durchgeführt werden kann.
Welche Symptome treten bei der Legionellenkrankheit auf?
Legionellen-Infektionen äußern sich entweder als mildes Pontiac-Fieber (grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf-/Gliederschmerzen, trockener Husten) oder als schwere Legionärskrankheit (Lungenentzündung) mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Atemnot, Husten, Brustschmerzen, Bauchschmerzen, Durchfall und Verwirrtheit; letztere benötigt dringend antibiotische Behandlung. Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 10 Tage, und die Symptome ähneln oft einer schweren Grippe.
Was tun, wenn der Wassertest positiv auf Legionellen ist?
Was ist bei einem Legionellenbefall zu tun? Liegt für die entnommenen Trinkwasserproben ein positiver Test vor, werden verschiedene Maßnahmen zur Abtötung der Legionellen ergriffen. Dazu gehört zum Beispiel die sogenannte thermische Desinfektion, bei der das Trinkwasser in den Rohren auf 70 Grad erhitzt wird.
Wie viele Tote gab es durch Legionellen in Deutschland?
In Deutschland gibt es jährlich eine nicht genau bezifferbare, aber signifikante Zahl von Todesfällen durch Legionellen (Legionellose), die schwere Lungenentzündungen auslösen können; Schätzungen gehen von bis zu über 1000 Todesfällen pro Jahr aus, wobei die Sterblichkeitsrate je nach Infektionsart (z.B. krankenhausbedingt höher) variiert, mit bekannten Ausbrüchen, die mehrere Todesopfer forderten, wie 2010 in Ulm. Die Infektionen nehmen zu, teilweise durch bessere Erkennung, aber auch durch Klimaveränderungen begünstigt, mit regionalen Zunahmen und Todesfällen, z.B. in Baden-Württemberg und Thüringen.
Wie teste ich auf Legionellen?
Der Nachweis von Legionellen erfolgt durch Tests am Menschen (z.B. Legionellen-Schnelltest im Urin, PCR oder Antikörper-Test im Blut) bei Verdacht auf eine Infektion oder durch Wasseruntersuchungen (Laboranalyse von Wasserproben), die gesetzlich vorgeschrieben sind, um die Einhaltung der Grenzwerte in Trinkwasseranlagen zu prüfen, besonders bei Erreichen kritischer Konzentrationen von >100 KBE/100 ml. Schnelltests ermöglichen einen schnellen Nachweis im Wasser, während die Kultivierung im Labor als Goldstandard gilt, aber länger dauert.
Wie lange dauert ein Legionellen-Test?
Mit diesem Schnelltest kann eine Wasserprobe auf krankheitserregende Legionellen (Legionella pneumophila sowie 16 Serotypen) untersucht werden. Innerhalb von 48 Stunden liegt ein Ergebnis als JA/NEIN-Aussage ähnlich einem Schwangerschaftstest vor.
Können Legionellen im Blut nachgewiesen werden?
Um bei einer mittelgradigen oder schweren Lungenentzündung die auslösenden Erreger zu ermitteln, hilft die Laboruntersuchung einer Blut- und Urinprobe. Speziell Legionellen lassen sich auf verschiedenen Wegen nachweisen; am gängigsten ist aber ein Urin-Antigen-Test.
Was kostet ein Legionellen Schnelltest?
✓ Legionellentest (49,70 €): Gefährliche Legionellen-Bakterien können gezielt aufgespürt werden – besonders wichtig bei Großanlagen und öffentlichen Warmwasserinstallationen.
Wie läuft eine Legionellenprüfung ab?
Eine Legionellenprüfung läuft in mehreren Schritten ab: Fachpersonal plant die Entnahmestellen (Warmwasserbereiter, entfernteste Punkte), nimmt unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften Wasserproben, sendet diese in ein Labor zur mikrobiologischen Analyse, die ca. 10 Tage dauert, und dokumentiert das Ergebnis, wobei ein Wert über 100 KBE/100 ml als Überschreitung gilt und Maßnahmen erfordert.
Welche Blutwerte bei Legionellen?
Legionellen-Blutwerte zeigen eine Infektion durch Antikörper (IgM/IgG) oder durch unspezifische Entzündungsparameter (CRP, Leukozyten) sowie Leberschäden (Transaminasen) und Elektrolytstörungen (Natrium), aber der zuverlässigste Weg ist der Urin-Antigen-Test oder PCR-Tests aus Atemwegsmaterial; Antikörper sind für die Akutdiagnose verzögert, dienen aber zur Abklärung älterer Infektionen, während Blutwerte oft unspezifisch sind, aber eine Legionellen-Pneumonie mit Hyponatriämie und erhöhten Leber-/Nierenwerten einhergehen kann.
Wie lange sind Legionellen im Urin nachweisbar?
Legionella-Antigen ist in der Regel einen Tag nach Übertragung und dann für mehrere Wochen im Urin nachweisbar.
Kann man Legionellen befallenes Wasser Trinken?
Ja, normalerweise ist legionellenbelastetes Leitungswasser trinkbar, da die Magensäure die Bakterien abtötet; die Gefahr besteht im Einatmen von Aerosolen (z.B. beim Duschen), die zu Lungenentzündungen führen können. Um eine Infektion zu vermeiden, sollte man vernebeltes Wasser meiden (Duschen, Luftbefeuchter) und das kalte Wasser zunächst ablaufen lassen, da sich Legionellen in warmem Wasser vermehren.
Was tun, wenn ein Wassertest positiv auf Legionellen ausfällt?
Eine gründliche Desinfektion und Durchspülung des gesamten Systems, gegebenenfalls verbunden mit intensiver Reinigung und Wartung , ist in diesem Fall oft die einzige Lösung. Auch die regelmäßige Zugabe von Desinfektionsmittel zum System kann erforderlich sein.
Wie schnell merkt man eine Legionellen-Erkrankung?
Symptome von Legionellen zeigen sich meist 2 bis 10 Tage nach der Infektion bei der schweren Legionärskrankheit (Lungenentzündung) als grippeähnliche Symptome, hohes Fieber, Husten, Gliederschmerzen und später Atemnot; beim milderen Pontiac-Fieber (ohne Lungenentzündung) treten sie schon nach 5 Stunden bis 3 Tagen mit Fieber und Kopfschmerzen auf, heilt aber meist schnell aus. Die Inkubationszeit ist entscheidend für die Art der Erkrankung.
Was ist der häufigste Ansteckungsweg mit Legionellen?
Wie man sich mit der Legionärskrankheit ansteckt. Man kann sich mit der Legionärskrankheit infizieren, wenn man kleinste Wassertröpfchen einatmet, die Bakterien enthalten, die die Infektion auslösen . Die Ansteckung erfolgt meist an Orten wie Hotels, Krankenhäusern oder Büros, wo die Bakterien ins Trinkwasser gelangt sind. Eine Ansteckung zu Hause ist seltener.
Welche Organe befallen Legionellen?
Eine Legionelleninfektion von anderen Organen anstelle der Lunge ist äußerst selten, verläuft allerdings sehr problematisch und tritt fast nur in Krankenhäusern auf. Meistens sind Herz oder Nieren betroffen. Solche Infektionen erfolgen vermutlich über verunreinigte Operationswunden oder Versorgungsschläuche.
Wie teste ich, ob ich Legionellen habe?
Der Nachweis von Legionellen erfolgt durch Tests am Menschen (z.B. Legionellen-Schnelltest im Urin, PCR oder Antikörper-Test im Blut) bei Verdacht auf eine Infektion oder durch Wasseruntersuchungen (Laboranalyse von Wasserproben), die gesetzlich vorgeschrieben sind, um die Einhaltung der Grenzwerte in Trinkwasseranlagen zu prüfen, besonders bei Erreichen kritischer Konzentrationen von >100 KBE/100 ml. Schnelltests ermöglichen einen schnellen Nachweis im Wasser, während die Kultivierung im Labor als Goldstandard gilt, aber länger dauert.
Welches Antibiotikum tötet Legionellen?
Als Erstlinientherapie bei Legionärskrankheit wird entweder ein Fluorchinolon (Levofloxacin oder Moxifloxacin) oder ein Makrolid (vorzugsweise Azithromycin) empfohlen. Eine verzögerte Antibiotikatherapie bei Legionellenpneumonie ist mit einer schlechteren Prognose verbunden.
Was passiert, wenn man keine Legionellenprüfung macht?
Welche Strafen drohen, wenn keine Legionellenprüfung erfolgt? durchgeführt werden, begeht gemäß § 25 Nr. 4 TrinkwV eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 € geahndet werden kann.
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