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Kann man ein Kind abtreiben?

Gefragt von: Wolf Reimann  |  Letzte Aktualisierung: 13. Juli 2026
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Ja, eine Abtreibung ist in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt und straffrei: Hauptsächlich nach einer verpflichtenden Beratung bei einer staatlich anerkannten Stelle innerhalb der ersten 12 Wochen nach Empfängnis, oder bei medizinischer/kriminologischer Indikation (z.B. Vergewaltigung oder Gefahr für das Leben/Gesundheit der Schwangeren), wobei die Fristen hier länger sein können, jedoch immer durch eine Ärztin oder einen Arzt durchgeführt werden muss.

In welchen Fällen darf man abtreiben?

Frauen dürfen straffrei abtreiben, wenn seit der Empfängnis nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sind, der Abbruch durch einen Arzt erfolgt und sie sich zuvor haben beraten lassen – dies entschied der Deutsche Bundestag am 29. Juni 1995 in der Neufassung des Schwangeren- und Familienhilfeänderungsgesetzes.

Wie lange darf man ein Kind abtreiben?

Eine Ärztin oder ein Arzt muss den Schwangerschaftsabbruch innerhalb von zwölf Wochen nach der Empfängnis vornehmen. Das entspricht dem Ende der 14. Schwangerschaftswoche, gerechnet ab dem Beginn der letzten Regelblutung (Menstruation).

Wie viel kostet ein Abtreiben?

Die Kosten eines Schwangerschaftsabbruchs

Die Kosten für den eigentlichen Schwangerschaftsabbruch werden von der Krankenkasse nicht übernommen. Die von Ihnen zu tragenden Kosten belaufen sich auf ungefähr 300 bis 800 € je nach Praxis, Methode und Versicherung.

Wie funktioniert eine Abtreibung bei einem Baby?

Das Standardverfahren ist die Absaugmethode (Vakuumaspiration oder Saugkürettage). Dabei wird unter Kurznarkose oder örtlicher Betäubung ein schmales Röhrchen durch die Vagina (Scheide) in die Gebärmutterhöhle eingeführt. Durch dieses Röhrchen wird die Gebärmutterschleimhaut dann mit dem Embryo abgesaugt.

Schwangerschaftsabbruch: Was Ärzte nicht sagen dürfen | Quarks Exklusiv

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Ist Abtreibung schmerzhaft für das Kind?

Diese neue Studie deutet darauf hin, dass Föten auch nach 20 Wochen, dem Zeitpunkt, bis zu dem in den meisten Ländern ein Schwangerschaftsabbruch vorgenommen werden darf, noch keinen Schmerz empfinden.

Was tun, wenn ich schwanger bin und es nicht will?

Eine erste Anlaufstelle kann das kostenlose zentrale Hilfetelefon Schwangere in Not 0800 40 40 020 sein. Hier finden Sie weitere Informationen zur Bundeskampagne und zum Beratungsangebot. Wichtig und hilfreich sind auch die Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen in Ihrer Nähe .

Welche Strafe droht bei Abtreibung?

(1) Wer eine Schwangerschaft abbricht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Handlungen, deren Wirkung vor Abschluß der Einnistung des befruchteten Eies in der Gebärmutter eintritt, gelten nicht als Schwangerschaftsabbruch im Sinne dieses Gesetzes.

Kann man im 2. Monat abtreiben?

Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch („Abtreibung“) ist bis zum Ende der 9. Schwangerschaftswoche (63. Tag) seit Beginn der letzten Monatsblutung möglich.

Ist die erste Abtreibung gratis?

Die Kosten für einen Schwangerschaftsabbruch sind privat zu zahlen. Die Krankenversicherung übernimmt die Kosten nur bei medizinischen Gründen und bei Mädchen unter 14 Jahren. In einem privaten Ambulatorium kostet ein Schwangerschaftsabbruch zwischen 490 und 660 Euro (Stand: Juni 2025).

Wann ist die Abtreibung zu spät?

Im Allgemeinen wird ein nach der 12. Schwangerschaftswoche nach Empfängnis vorgenommener Schwangerschaftsabbruch als Spätabbruch bezeichnet.

Wann ist die Spättabtreibung?

Schwangerschaftsabbrüche nach der 25. Woche werden oft als „Spätabtreibung“ bezeichnet, was eine Verkürzung von ‚Spättrimesterabtreibung' ist.

Kann man in der 4. SSW schon abtreiben?

Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch ist bis zur 9. Schwangerschaftswoche (SSW) möglich.

Was muss ich tun, wenn ich abtreiben will?

Die Schwangere muss den Schwangerschaftsabbruch verlangen. Sie muss mindestens drei Tage vor dem Eingriff eine Schwangerschaftskonfliktberatung durch eine staatlich anerkannte Beratungsstelle wahrgenommen und von dort den für einen Abbruch vorgeschriebenen Beratungsschein erhalten haben.

Welche Gefühle erleben Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch?

Die meisten Frauen fühlen sich nach dem Abbruch erleichtert. Viele erleben aber nebeneinander ganz unterschiedliche oder wechselnde Gefühle – zum Beispiel Trauer, Verlust oder Befreiung. All dies ist völlig normal. Eine dauerhafte Belastung ist ein Abbruch für die meisten Frauen jedoch nicht.

Was sind Gründe für eine Abtreibung?

Gründe für eine Abtreibung

  • Persönliche Gründe. Ungeplante Schwangerschaft. Kein Partner oder instabile Partnerschaft. Belastung durch bereits vorhandene Kinder. Instabiles Lebensumfeld.
  • Medizinische Gründe. Körperliche Behinderung des Embryo. Gefährdung der Gesundheit der Frau.
  • Kriminologische Gründe.

Wie viel kostet abtreiben?

Schwangerschaftsabbruch auf eigenen Wunsch

Die Kosten für eine ambulante Abtreibung liegen zwischen 350 und 500 Euro. Ein stationärer Schwangerschaftsabbruch kostet mehr als 500 Euro. Die Kosten können nicht von der AOK übernommen werden; sie sind von der Frau selbst zu bezahlen.

Kann man im 4. Monat abtreiben?

Das bedeutet, dass eine Schwangerschaft innerhalb der ersten drei Schwangerschaftsmonate ohne Vorliegen eines medizinischen Grundes abgebrochen werden kann. Voraussetzung ist, dass vor dem Abbruch ein Aufklärungsgespräch stattfindet und der Abbruch von einer Ärztin oder einem Arzt durchgeführt wird.

Wie lange ist man krank nach einer Abtreibung?

Nimm dir nach deiner Abtreibung mindestens 1-2 Tage frei, um dich körperlich zu erholen, wenn deine Arbeit schwere körperliche Arbeit beinhaltet. Wenn du von Zuhause aus arbeitest oder es einrichten kannst, tagsüber größtenteils zu sitzen, kannst du wahrscheinlich am Tag nach der Abtreibung wieder zur Arbeit.

Was passiert bei einer Abtreibung mit dem Baby?

Bei einem Abbruch nach der 20. Schwangerschaftswoche wird dem Fötus eine Kaliumchlorid-Lösung gespritzt, die zum Herzstillstand führt. Anschließend wird mit Medikamenten die Geburt eingeleitet. Der Fötus wird auf natürlichem Wege geboren.

Wer entscheidet bei Abtreibung?

Eine Abtreibung ist ohne Einwilligung der Eltern möglich, wenn die Schwangere mindestens 14 Jahre alt ist und der*die Ärztin sie für einwilligungsfähig hält. Sie muss also die Tragweite ihrer Entscheidung überblicken können. Auch jugendliche Schwangere dürfen selbst über ihren Körper bestimmen.

Welche Arten von Abtreibung gibt es?

Ein operativer Schwangerschaftsabbruch wird oft als Dilatation und Evakuierung (D und E) oder als Dilatation und Absaugung (Vakuumkürettage) bezeichnet. Bei einem medikamentösen Schwangerschaftsabbruch erhalten Sie vom Arzt ein Medikament, das dafür sorgt, dass die Gebärmutter sich zusammenzieht und den Fötus ausstößt.

Was führt zu einem natürlichen Abort?

Medizinische Probleme wie z.B. ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), hormonelle Veränderungen, anatomische Veränderungen der Gebärmutter, Gerinnungsstörungen und Infektionen können eine Rolle spielen.

Kann Petersilie zur Abtreibung verwendet werden?

Die Wirkung von Petersiliensud auf die Gebärmutter wurde bereits im Mittelalter in der Gynäkologie und Geburtshilfe genutzt. Zur Anwendung kam er bei Menstruationsbeschwerden, ausgebliebener Regelblutung und zur Abtreibung. Schwangere sollten speziell Petersilien-Öl meiden, da es abortiv wirken kann.

Wie geht man mit ungewollter Schwangerschaft um?

Erste Anlaufstelle bei einer ungewollten Schwangerschaft kann der/die Gynäkolog*in oder Hausärzt*in sein. Sie können sich auch direkt an eine Beratungsstelle wenden. Ein Schwangerschaftsabbruch nach Beratungsregelung ist bis zur 14. Schwangerschaftswoche möglich.

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