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Kann man ein altes Haus auf Erdwärme umrüsten?

Gefragt von: Wilma Singer  |  Letzte Aktualisierung: 17. Februar 2026
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Ja, ein altes Haus kann auf Erdwärme umgerüstet werden, aber es ist eine komplexe Aufgabe, die gute Dämmung, ausreichend Platz (für Kollektoren oder Bohrungen), passende Heizkörper (oder Fußbodenheizung) und eine fachkundige Planung erfordert, da die Effizienz stark vom Sanierungszustand abhängt, aber es gibt oft Hybridlösungen oder Luft-Wasser-WP als Alternative, wobei eine Umrüstung mit einer Wärmepumpe (auch mit Heizkörpern) machbar ist, wenn die Voraussetzungen stimmen.

Wie hoch sind die Kosten für eine Erdwärmeheizung in einem Altbau?

Ja, eine Geothermie-Heizung lässt sich auch im Altbau nachrüsten, wenn das Haus gut gedämmt ist und die Heizkörper mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten, da moderne Wärmepumpen oft mit bestehenden Heizkörpern kombiniert werden können und keine Fußbodenheizung zwingend erforderlich ist; die Installation ist technisch machbar, erfordert aber Platz für Erdkollektoren oder eine Tiefenbohrung und die Umrüstung ist besonders bei älteren, unsanierten Bauten eine Investition, die sich langfristig durch hohe Einsparungen bei Heizkosten und CO2-Emissionen auszahlt.
 

Was kostet der Umbau auf Erdwärme?

Der Einbau von Erdkollektoren kostet rund 3.500 bis 5.500 Euro. Der Preis pro Grabmeter liegt bei circa 25 bis 50 Euro. Das Verlegen von Erdwärmekollektoren ist günstiger und mit weniger Aufwand verbunden im Vergleich zur Erdsondenbohrung. Große Teile der Arbeiten sind auch in Eigenleistung möglich.

Welche Voraussetzungen gibt es für Erdwärme?

Wie tief muss eine Erdwärmebohrung reichen? Die Frostgrenze liegt schon wenige Meter unter der Erdoberfläche. In wenigen Metern Bodentiefe herrscht das ganze Jahr über eine Temperatur von 10 °C. Sogenannte oberflächennahe Geothermie mit Erdkollektoren funktioniert schon ab einer Tiefe von etwa 1,5 m.

Kann man Erdwärme nachträglich einbauen?

Ihre nachträgliche Errichtung ist nicht bei allen Altbauten möglich. Vor allem in eng bebauten Gebieten gestaltet sich eine Erschließung im Nachhinein schwierig. Die Anschaffungskosten beim Nachrüsten von Erdwärme betragen circa 18.000 Euro zuzüglich Installationskosten.

Wärmepumpe ohne Dämmung im Altbau [mit @Energiesparkommissar ]

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Was kostet eine 100 m Bohrung für Erdwärme?

Erdaushub-Entsorgung: 400 – 500 Euro Die Gesamtkosten für ein 100-Meter-Loch liegen damit oft zwischen 5.000 und über 10.000 Euro (exklusive der Wärmepumpe selbst). Diese Kosten sind jedoch im Rahmen der Bundesförderung (bis zu 70 Prozent) förderfähig.

Kann man Heizkörper mit Erdwärme betreiben?

Ja, Erdwärme (über eine Wärmepumpe) lässt sich mit Heizkörpern kombinieren, funktioniert aber am effizientesten mit großen Heizflächen oder speziellen Niedertemperatur-Heizkörpern; bei bestehenden, kleinen Heizkörpern ist oft eine Optimierung (hydraulischer Abgleich, Dämmung) oder der Austausch nötig, um die niedrigen Vorlauftemperaturen zu ermöglichen, mit denen Wärmepumpen optimal arbeiten.
 

Für wen lohnt sich Erdwärme?

Besonders lohnt sich eine Erdwärmeheizung bei Gebäuden mit einer guten Wärmedämmung und einem daraus resultierenden niedrigen Energiebedarf – dies trifft meist auf Neubauten zu. Außerdem sollte das Haus über eine geringe Heizwassertemperatur verfügen, die durch Niedertemperaturtechnik ermöglicht wird.

Kann man eine Wärmepumpe auch mit normalen Heizkörpern betreiben?

Ja, eine Wärmepumpe funktioniert grundsätzlich auch mit Heizkörpern, aber die Effizienz hängt stark von der Art der Heizkörper und der Dämmung des Gebäudes ab. Moderne Niedertemperatur-Heizkörper oder größere Plattenheizkörper sind ideal, da sie auch bei den niedrigeren Vorlauftemperaturen einer Wärmepumpe (oft 35-55°C) genug Wärme abgeben; ältere, kleinere Heizkörper benötigen höhere Temperaturen und müssen eventuell durch einen hydraulischen Abgleich optimiert oder gegen größere Modelle ausgetauscht werden, um effizient zu sein.
 

Was kostet Erdwärme in der Anschaffung?

Bei den Kosten für eine Erdwärmepumpe summieren sich verschiedene Faktoren. Zum einen ist hier natürlich der eigentliche Anschaffungspreis des Gerätes zu nennen, der etwa zwischen 15.000 und 20.000 € liegt.

Welche Nachteile hat die Erdwärme-Tiefenbohrung?

Nachteile von Erdwärme-Tiefenbohrungen sind hohe Anfangskosten (Bohrung ist teuer & riskant), standortabhängige Eignung (Bodenbeschaffenheit & Geologie müssen passen), Genehmigungsverfahren (behördliche Auflagen) sowie potenzielle Umweltrisiken wie Grundwasserbeeinflussung oder minimale Bodensenkungen, wobei Risiken bei modernen Verfahren minimiert werden sollen.
 

Wie hoch sind die Heizkosten bei Erdwärme?

Die Kosten für eine Erdwärmeheizung liegen bei insgesamt etwa 19.000 bis 40.000 €, wobei die Hauptunterscheidung zwischen günstigerem Flächenkollektor (ca. 17.000–25.000 €) und teurerer Erdsonde (ca. 20.000–40.000 €) liegt, da Bohrungen teuer sind. Hinzu kommen jährliche Stromkosten von rund 700–900 € und Wartung. Staatliche Förderungen können die Anschaffung deutlich reduzieren.
 

Wie groß muss eine Photovoltaikanlage sein, um eine Wärmepumpe zu betreiben?

Um eine Wärmepumpe zu betreiben, braucht man meist eine PV-Anlage mit 8 bis 12 kWp, da eine Wärmepumpe zusätzlich zum Haushaltsstrom 2.000-4.000 kWh/Jahr benötigt, was bei einer Faustregel von 1 kWp pro 1.000 kWh zu einer Gesamtleistung von 8-12 kWp führt, abhängig von Dämmung und Verbrauch. Eine größere Anlage (>10 kWp) erhöht den Eigenverbrauch und die Wirtschaftlichkeit, besonders mit Stromspeicher und E-Auto.
 

Welche Heizung hat Zukunft im Altbau?

Die Heizung der Zukunft für Altbauten ist oft eine Wärmepumpe, idealerweise in Kombination mit Photovoltaik für niedrige Kosten, aber auch Hybridheizungen (Wärmepumpe + Gas/Öl), Pelletheizungen (bei Platz) oder zukünftige H₂-ready Gasheizungen sind Optionen, abhängig von Dämmung und vorhandenen Heizflächen; eine professionelle Energieberatung ist entscheidend für die optimale Lösung. 

In welchen Häusern scheitert die Wärmepumpe?

In welchen Häusern scheitert die Wärmepumpe? In Gebäuden mit hohem Alter und Vorlauftemperaturen über 70 Grad Celsius, kann eine Wärmepumpe unwirtschaftlich werden. Auch bei fehlenden Stellflächen für die Außeneinheit oder sehr kleinen Heizkörpern sind Anpassungen nötig.

Was kostet eine Erdwärmepumpe für 120 Quadratmeter Haus?

Für Häuser mit 120 qm eignen sich verschiedene Wärmepumpen: Luft-Wasser (27.000 - 40.000 Euro), Sole-Wasser bzw. Erdwärme (bis 50.000 Euro) und Wasser-Wasser (ca. 15.000 Euro). Die Kosten variieren je nach Hausgröße und Isolation.

Was ist der größte Nachteil einer Wärmepumpenanlage?

Wärmepumpen wird oft eine erhebliche Geräuschentwicklung nachgesagt, die von Menschen als belastend empfunden werden kann. Richtig ist: Luftwärmepumpen sind hörbar, weil sie im Betrieb Außenluft ansaugen. Gegenüber den praktisch nicht hörbaren Erdwärme- und Grundwasserwärmepumpen sind Luftwärmepumpen damit im Nachteil.

Welche Heizung für Altbau ohne Dämmung?

Für einen Altbau ohne Dämmung eignen sich vor allem Hochtemperatur-Wärmepumpen (die auch große Heizkörper versorgen können), Hybrid-Systeme (Wärmepumpe + bestehender Kessel) oder auch Pelletheizungen, die hohe Vorlauftemperaturen liefern. Einfache Dämmmaßnahmen (Fenster, Fugen) erhöhen die Effizienz erheblich, aber auch ohne sie ist eine Wärmepumpe machbar, wenn sie mit den höheren Wärmebedarfen (ca. 0,12 kW/m²) kalkuliert wird, betont Bosch Home Comfort. Eine Wirtschaftlichkeitsanalyse und Beratung durch Fachleute sind unerlässlich. 

Kann ich bei einer Wärmepumpe meine alten Heizkörper behalten?

Die kurze Antwort: Ja, in den allermeisten Fällen kannst du deine alten Heizkörper behalten. Auch, wenn sich weiterhin hartnäckig der Mythos hält, dass man im Bestandsbau eine Wärmepumpe mit einer Fußbodenheizung oder einer anderen Flächenheizung betreiben muss.

Was sind Nachteile der Erdwärme?

Die Nachteile von Erdwärme (Geothermie) sind vor allem hohe Anfangsinvestitionen für Bohrungen/Installation, Standortabhängigkeit (nicht überall geeignet), potenzielle Umweltrisiken wie Bodenbewegungen/Mikrobeben (bei Tiefengeothermie), Platzbedarf für Kollektoren (oberflächennahe Geothermie) und die Notwendigkeit guter Dämmung bei älteren Gebäuden, um effizient zu sein. Zudem sind Genehmigungsverfahren oft komplex und es gibt Einschränkungen in Wasserschutzgebieten oder Altbergbau.
 

Wie viel kostet ein Erdwärmekorb?

Erdwärmekörbe kosten für ein Einfamilienhaus typischerweise zwischen 20.000 und 35.000 € (inkl. Wärmepumpe, Körbe & Installation), wobei die Materialkosten für die Körbe selbst 6.000 bis 12.000 € betragen können und die Erdarbeiten 3.000 bis 8.000 € kosten; staatliche Förderung (BEG) reduziert den Eigenanteil erheblich, oft auf 6.000 bis 10.500 €.
 

Was ist das größte Problem bei einer Wärmepumpe?

Das größte Problem bei einer Wärmepumpe ist, dass sie nur so gut ist wie das Gebäude und die Planung, in die sie eingebaut wird. Wenn Haus, Heizsystem und Wärmepumpe nicht zusammenpassen, entstehen Komfortprobleme, hohe Kosten oder sogar Schäden.

Wo darf eine Wärmepumpe nicht stehen?

Eine Wärmepumpe darf nicht an Orten stehen, die eine unzureichende Luftzirkulation ermöglichen (z.B. in Nischen oder Ecken), direkt vor Fenstern oder Türen von Aufenthaltsräumen (wegen Lärm und kalter Abluft) und zu nah an Nachbargrundstücken (meist mind. 3 Meter, wegen Lärm und Brandschutz, abhängig vom Bundesland). Auch die Ausblasrichtung sollte nicht auf Wege oder parkende Autos zeigen, um Frostbildung zu vermeiden, und der Standort muss frei zugänglich für Wartung sein. In Wasserschutzgebieten sind Grundwasser-Wärmepumpen verboten. 

Wann macht Erdwärme Sinn?

Erdwärmepumpen lohnen sich für Gebäude mit niedrigem Wärmebedarf und ausreichend Platz für Erdwärmetauscher. Bei größeren Grundstücken eignen sich Flächenkollektoren oder Erdwärmekörbe, da sie sich schneller rentieren.

Kann man Erdwärme nachrüsten?

Die Kosten für das Nachrüsten einer Erdwärmepumpe im Bestandsbau liegen zwischen 15.000 und 25.000 €. Zu den Kosten gehören die Anschaffungs- und Installationskosten der Erdwärmepumpe sowie Kosten für die Erschließung der Erdwärme. Mithilfe einer Förderung können die Kosten deutlich reduziert werden.