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Kann hoher Blutdruck vom Magen kommen?

Gefragt von: Renate Schmidt  |  Letzte Aktualisierung: 25. Januar 2026
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Ja, Magen-Darm-Probleme können indirekt mit Bluthochdruck zusammenhängen, aber es ist selten eine direkte Ursache; eher eine komplexe Wechselwirkung, wie z.B. bei Pfortaderhochdruck durch Leberprobleme (die auch den Magen betreffen), Stress-bedingte Beschwerden wie das Roemheld-Syndrom, bei dem Blähungen Herzbeschwerden auslösen, oder eine gestörte Darmflora (Mikrobiom), die bei Frauen mit Bluthochdruck assoziiert ist. Meistens sind aber andere Faktoren wie Lebensstil, Stress oder Nierenprobleme die Hauptursachen für Hypertonie.

Kann hoher Blutdruck auch vom Magen kommen?

In puncto Hypertonie gibt es deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede. Eine Ursache dafür könnte die Darmflora sein. Denn deren Dysregulation scheint bei Frauen, nicht aber bei Männern, mit einem Bluthochdruck assoziiert. Zahlreiche Studien weisen auf eine Assoziation zwischen Darmmikrobiom und Hypertonie hin.

Welche Magenprobleme verursachen Bluthochdruck?

Die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen auslösen. Viele Faktoren sind an der Entstehung der essentiellen Hypertonie beteiligt, aber ob GERD dabei eine Rolle spielt, bedarf weiterer Untersuchungen.

Welche Organe können hohen Blutdruck auslösen?

Ein unbehandelter Bluthochdruck kann zu verschiedenen Organschädigungen, so genannten Endorganschäden führen. Herz, Gehirn, Nieren, Gefäße und Augen sind besonders gefährdet.

Hat die Verdauung Einfluss auf den Blutdruck?

Ja, die Verdauung beeinflusst den Blutdruck direkt durch die Umverteilung von Blut zu Magen und Darm nach dem Essen (was zu einem leichten Abfall führen kann) und indirekt durch das Mikrobiom und die aufgenommene Nahrung (z.B. Salz, Ballaststoffe), was langfristig Bluthochdruck fördern oder senken kann. Das Darmmikrobiom spielt eine wichtige Rolle, da eine Störung die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen kann.
 

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Ist der Blutdruck höher, wenn man gegessen hat?

Ja, der Blutdruck kann nach dem Essen ansteigen, insbesondere nach großen oder salzreichen Mahlzeiten, da der Körper Blut in den Verdauungstrakt umleitet, was eine Anpassung der Gefäße und des Herzschlags bewirkt; bei manchen Menschen kann es aber auch zu einem Blutdruckabfall (postprandiale Hypotonie) kommen, besonders bei älteren oder Diabetikern. Ein Anstieg ist normal, aber bei starker Erhöhung oder Symptomen wie Herzrasen sollte man einen Arzt aufsuchen. 

Steigt oder sinkt der Blutdruck während der Verdauung?

Die Verdauung kann den Blutdruck senken . Messen Sie Ihren Blutdruck daher morgens vor dem Essen. Falls Sie vorher etwas essen müssen, warten Sie mindestens 30 Minuten, bevor Sie messen. Ungenaue Messwerte können entstehen, wenn die Manschette Ihres Blutdruckmessgeräts nicht richtig am Oberarm sitzt.

Woher kommt plötzlich sehr hoher Blutdruck?

Plötzlicher Bluthochdruck wird oft durch Stress, Panikattacken, das plötzliche Absetzen blutdrucksenkender Medikamente, Schmerzen, Alkohol, Drogen oder bestimmte Medikamente (z.B. Pille) ausgelöst; auch Hormonstörungen, Nierenerkrankungen, Schlafapnoe oder eine ungesunde Lebensweise (Übergewicht, Salz, wenig Bewegung) können eine Rolle spielen. Oft sind es eine Kombination aus Lebensstilfaktoren und Vorerkrankungen, die zu einer hypertensiven Krise führen können.
 

Welcher Mangel löst hohen Blutdruck aus?

Bei Bluthochdruck (Hypertonie) bestehen häufig Mängel an Kalium und Magnesium, die wichtig für die Gefäßfunktion sind, sowie an bestimmten B-Vitaminen (B6, B9, B12) und Vitamin D. Auch Omega-3-Fettsäuren, Taurin, Zink und Arginin sind relevante Mikronährstoffe, deren Mangel Bluthochdruck begünstigen kann, wobei Kalium als Gegenspieler zu Natrium fungiert und Magnesium die Muskelfunktion unterstützt.
 

Was kann ich sofort gegen hohen Blutdruck machen?

Bei akut hohem Blutdruck helfen oft schnelle Bewegung (kurzer Spaziergang), Atemübungen, ein Glas Wasser oder Rote-Bete-Saft sowie dunkle Schokolade. Langfristig sind gesunde Ernährung (z.B. mit Knoblauch, Zitrone) und regelmäßige Bewegung entscheidend, doch bei sehr hohen Werten oder Symptomen wie Schwindel ist sofort ein Arzt zu rufen!

Kann Gastritis den Blutdruck erhöhen?

Eine verstärkte Magenentzündung und anhaltende Angstzustände können den Blutdruck erhöhen . Ein Puls von über 100 Schlägen pro Minute gilt bei Erwachsenen als erhöht. Kurzatmigkeit, Herzklopfen und Brustschmerzen sind weitere Warnzeichen.

Welche Krankheiten löst Bluthochdruck aus?

Bluthochdruck (Hypertonie) wird oft durch Nierenerkrankungen, Hormonstörungen (z. B. Schilddrüsenüberfunktion, Nebennierenprobleme), das Schlafapnoe-Syndrom und Gefäßkrankheiten verursacht (sogenannte sekundäre Hypertonie), wobei er bei etwa 90 % der Fälle keine einzelne Ursache hat, sondern durch Risikofaktoren wie Übergewicht, Diabetes, Stress, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel begünstigt wird, die zusammen das Metabolische Syndrom bilden können. Auch bestimmte Medikamente (Pille, Kortison) und genetische Veranlagung spielen eine Rolle.
 

Kann Reflux hohen Blutdruck verursachen?

Ja, Reflux (GERD) kann indirekt mit Bluthochdruck zusammenhängen, oft durch gemeinsame Risikofaktoren wie Stress, Übergewicht, schlechte Ernährung und Lebensstilfaktoren (Alkohol, Nikotin), die sowohl Sodbrennen als auch Hypertonie begünstigen; zudem können Nierenprobleme durch Reflux entstehen und selbst Bluthochdruck auslösen, aber eine direkte Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen Reflux und Hypertonie ist komplex und wird noch erforscht. 

Können Magenprobleme den Blutdruck erhöhen?

Unmittelbar nach dem Schlucken von Nahrung entspannt sich die Magenwand und wird durch den Nahrungsbolus gedehnt. Dies könnte der Auslöser für die Aktivierung des Herz-Kreislauf-Systems sein. Eine schrittweise Dehnung des proximalen Magenabschnitts führt bei jungen, gesunden Probanden zu einem Anstieg der sympathischen Muskelnervenaktivität (MSNA) und des Blutdrucks .

Hat man bei Gastritis hohen Blutdruck?

Die akute Magenschleimhautentzündung

Die akute Gastritis kann zusammen mit einer Lebererkrankung auftreten, wenn diese mit Bluthochdruck in der Pfortader einhergeht (portale Hypertension).

Was tun, wenn der Blutdruck trotz Tabletten nicht runtergeht?

Wenn der Blutdruck trotz Tabletten hoch bleibt, liegt oft eine therapieresistente Hypertonie vor, was eine engmaschige Abklärung durch den Arzt erfordert, um Ursachen wie falsche Einnahme, unerkannte Folgeerkrankungen (z.B. Nierenprobleme) oder unzureichende Lebensstiländerungen zu finden, wobei dann oft eine Dosisanpassung, ein Zusatzmedikament (wie ein Aldosteron-Antagonist) oder spezielle Verfahren wie die Renale Denervation in Betracht kommen. Suchen Sie sofort Ihren Arzt auf oder rufen Sie den Notruf (112), wenn starke Symptome wie Brustschmerzen oder Atemnot auftreten. 

Welche 2 Mineralstoffe senken den Blutdruck?

Zu den wichtigsten blutdrucksenkenden Mikronährstoffen gehören: Magnesium entspannt die Muskulatur der Blutgefäße. Taurin reguliert den Herzschlag und Wasserhaushalt. Kalium unterstützt die Ausscheidung von Natrium.

Kann ein niedriger Magnesiumspiegel den Blutdruck senken?

Magnesium aus der Nahrung – ein essentielles Mineral, das in Lebensmitteln wie Bohnen, Nüssen und Spinat vorkommt – beeinflusst den Blutdruck. Hohe Magnesiumwerte im Blut korrelieren mit niedrigerem Blutdruck , was darauf hindeutet, dass ein häufig auftretender Magnesiummangel zur Entstehung von Bluthochdruck beitragen kann.

Wie kann ich meinen Blutdruck in 3 Minuten senken?

Um den Blutdruck schnell zu senken, wirken besonders Atemübungen (z.B. 4-6-Atmung), Kälteanwendungen, Summen oder leichte Massagen der Halsschlagader kurzfristig, da sie das Nervensystem beruhigen und die Gefäße beeinflussen, aber langfristig sind eine gesunde Ernährung (wenig Salz, viel Nitrat) und regelmäßige Bewegung entscheidend, betont onmeda.de und NDR.de. 

Welches Organ löst Bluthochdruck aus?

Bluthochdruck (Hypertonie) ist ein dauerhaft hoher Druck in den Arterien. Die Ursache für Bluthochdruck ist oft nicht bekannt, aber manchmal tritt er infolge einer zugrundeliegenden Erkrankung der Nieren oder aufgrund einer Hormonstörung auf.

Welches Getränk senkt schnell den Blutdruck?

Pfefferminztee als Sofortmaßnahme, um den Blutdruck zu senken. Der Pfefferminztee wird oft wegen seiner beruhigenden Wirkung auf den Magen und zur Linderung von Kopfschmerzen getrunken. Aber wussten Sie, dass der Pfefferminztee auch als Sofortmaßnahme beitragen kann, um den Blutdruck zu senken?

Wie fühlt man sich bei sehr hohem Blutdruck?

Bluthochdruck (Hypertonie) fühlt sich oft lange Zeit gar nicht an, da er schleichend verläuft; typische Symptome, die erst bei höheren Werten auftreten, sind Kopfschmerzen (oft im Hinterkopf), Schwindel, Ohrensausen, Nervosität, Schlafstörungen, Nasenbluten oder Kurzatmigkeit bei Anstrengung. Diese unspezifischen Beschwerden können leicht mit anderen Dingen verwechselt werden, daher ist eine regelmäßige Blutdruckmessung wichtig, um die Ursache zu klären und Spätfolgen zu vermeiden.
 

Kann Bluthochdruck vom Darm kommen?

Ja, Darmprobleme können hohen Blutdruck begünstigen oder verschlimmern, hauptsächlich durch chronische Entzündungen, eine geschwächte Darmbarriere, die Bakterienbestandteile ins Blut lässt, und ein Ungleichgewicht der Darmflora (Mikrobiom), was die Blutdruckregulation stört. Störungen wie das Reizdarmsyndrom oder Gasansammlungen können indirekt Symptome auslösen, während ernstere Darmarterienprobleme direkt zu Bluthochdruck führen können. 

Ist der Blutdruck höher, wenn man aufs Klo muss?

Folgen des nächtlichen Harndrangs

Darüber hinaus fördert ein nicht erholsamer Schlaf Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen. Zudem ist gerade bei älteren Menschen beim nächtlichen Gang zur Toilette auch eine vermehrte Sturzgefahr gegeben.

Hat zu wenig Essen Einfluss auf den Blutdruck?

Wenig essen kann bei Bluthochdruck helfen, wenn es bedeutet, die Kalorien zu reduzieren und Gewicht zu verlieren, aber es ist wichtig, nicht hungern, da Mangelernährung zu niedrigem Blutdruck (Hypotonie) führen kann. Die richtige Ernährung bei Bluthochdruck fokussiert sich auf weniger Salz, Zucker und Fett, dafür mehr Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und Kalium (z. B. durch Kartoffeln). Bei niedrigem Blutdruck nach dem Essen (postprandiale Hypotonie) hilft es, kleine, kohlenhydratarme Mahlzeiten zu essen, langsam zu kauen und viel zu trinken, um den Blutdruck stabil zu halten.
 

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