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Kann eine Bodenplatte brechen?

Gefragt von: Frau Dr. Ilona Braun B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 27. Januar 2026
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Ja, eine Bodenplatte kann brechen, was häufig durch Risse verursacht wird, die durch ungleichmäßige Belastung, Setzungen des Untergrunds, Schwinden des Betons, Frost oder fehlerhafte Ausführung entstehen können; diese Risse können die Funktionalität und Stabilität eines Gebäudes gefährden und erfordern oft eine fachgerechte Sanierung.

Kann eine Bodenplatte reissen?

Wenn die Bewehrung nicht richtig dimensioniert oder ungleichmäßig verlegt wurde, können Belastungen die Bodenplatte überfordern und zu Rissen führen. Feuchtigkeit, die in den Untergrund oder die Bodenplatte eindringt, kann durch Frost erhebliche Schäden verursachen.

Wie lange hält eine Bodenplatte?

Eine Bodenplatte kann 50 bis 100 Jahre halten, wenn sie richtig eingebaut wird.

Was muss man bei einer Bodenplatte beachten?

Eine Bodenplatte muss folgende Anforderungen erfüllen:

  • Gleichmäßige Gewichtsverteilung des Gebäudes auf den Boden.
  • Vermeidung von Bodenverformungen und Risse im Bauwerk.
  • Schutz vor Eigenbewegungen des Hauses (zum Beispiel durch Kälte oder Wärme verursacht)

Kann man eine Bodenplatte reparieren?

Reparieren Sie vorhandene Risse, Löcher oder Beschädigungen in der Bodenplatte mit geeigneten Reparaturmaterialien (z. B. Betonreparaturmörtel). Sind die Beschädigungen stark, sollten Sie Nivelliermasse anwenden, um einen glatten Untergrund zu erhalten.

Abbruch einer Betonplatte (armiertes Betonfundament) mit Dynacem

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Kann man eine zerbrochene Betonplatte reparieren?

Kleinere oberflächliche Risse (unter 50 mm) lassen sich oft mit Ausbesserungsmörtel beheben . Achten Sie auf vertikale Risse, die in die Bodenplatte hineinreichen – diese können auf strukturelle Bewegungen oder Frostschäden hinweisen. Prüfen Sie außerdem, ob die Schäden durch mangelhafte Verdichtung unter der Bodenplatte oder durch wiederholte Stöße verursacht wurden.

Wie viel kostet eine neue Bodenplatte?

Kosten für ein Plattenfundament

Ein etwa 20 Zentimeter dickes Plattenfundament erhalten Sie ab etwa 70 Euro pro m². Bei einer Grundfläche von etwa 100 m² kostet die Bodenplatte zwischen 7.000 und 10.000€. Je nach Bodenbeschaffenheit und Forderungen von Architekt und Statiker variieren die Preise stark.

Sind Bodenplatte und Fußbodenplatte dasselbe?

Eine Bodenplatte ist ein Bauteil; Bodenplatten werden zur Konstruktion von Böden und Decken verwendet . Der Boden ist der Bereich, auf dem man stehen kann, und die Decke ist das, was sich über dem Kopf befindet, wenn man auf dem Boden steht.

Wie hoch ist der Schotter unter der Bodenplatte?

Die Schotterhöhe unter einer Bodenplatte variiert je nach Anforderung, beträgt aber meist 15 bis 20 cm verdichtet (lose oft 18-20 cm, da es sich verdichtet), dient als kapillarbrechende Schicht und Frostschutz und kann je nach Statik und Baugrund auch 30 cm oder mehr betragen. Man verwendet dafür oft eine Körnung von 0/32 oder 0/45 und verdichtet die Schicht gründlich mit einer Rüttelplatte.
 

Warum Folie unter Bodenplatte?

Warum kommt eine PE-Folie unter die Bodenplatte? Die Baufolie legst du direkt auf dem verdichteten Boden aus. Diese sorgt dafür, dass der Beton nicht zu schnell austrocknet. Je langsamer der Boden trocknet, desto besser ist die Qualität der Bodenplatte.

Kann eine Bodenplatte undicht werden?

Die Abdichtung der Bodenplatte von innen

Ist der Boden eines Kellers feucht geworden, dann ist dies ein klares Indiz dafür, dass die Sperrschicht unterhalb des Fundaments entweder undicht geworden ist oder sogar vollständig fehlt (siehe auch feuchte Wand abdichten).

Was besagt die 90-Minuten-Regel für Beton?

Die Norm ASTM C 94, Spezifikation für Transportbeton, schreibt vor, dass der Beton innerhalb von 90 Minuten und vor 300 Umdrehungen nach Zugabe von Wasser zum Zement auf der Baustelle entladen werden muss . Der Käufer kann unter bestimmten Umständen auf diese Vorgabe verzichten.

Wie erkenne ich einen Spannungsriss?

Wie erkenne ich einen thermischen Spannungsriss? Charakteristisch für einen thermischen Spannungsriss ist der Verlauf des Risses. In der Regel beginnt der Riss am Rand der Scheibe und läuft im 90° Winkel Richtung Zentrum der Scheibe.

Warum bricht Beton?

Risse im Frischbeton entstehen durch rasche Volumen- verminderung der oberflächennahen Betonschicht infolge Wasserentzugs. Dieses Austrocknen wird durch geringe Luftfeuchte, Wind, Sonneneinstrahlung und ungünstige Temperaturen begünstigt.

Kann Wasser durch die Bodenplatte eindringt?

Sobald das Grundwasser in die Höhe des Kellerbodens steigt, entstehen sogenannte Auftriebskräfte. Diese wirken von außen auf das Gebäude und führen dazu, dass Wasser durch Fugen, Risse oder sonstige Undichtigkeiten in Kellerwänden oder der Bodenplatte eindringt.

Kann man direkt auf die Erde betonieren?

Grundsätzlich darf man direkt auf die Erde betonieren. Allerdings ist es nicht unbedingt empfehlenswert. Humusreiche Böden können etwa das Aushärten der äußersten Betonschicht behindern.

Welche Dicke sollte die Tragschicht unter der Bodenplatte haben?

Die Tragschicht unter einer Bodenplatte ist eine tragfähige Schicht aus Schotter oder Kies, die Wasser ableitet, Frostschutz bietet und eine stabile Basis schafft. Sie wird meist aus Frostschutzschotter (z.B. 0/32 oder 0/45 mm) lagenweise verdichtet, oft 15-30 cm dick (je nach Belastung) und dient als kapillarbrechende Schicht, bevor Dämmung und Betonplatte folgen. 

Wie tief muss man eine Bodenplatte ausheben?

Für eine Bodenplatte gräbt man mindestens 30 cm tief aus, um Platz für eine frostsichere Kiesschicht (ca. 15 cm) und die eigentliche Bodenplatte zu schaffen; in Regionen mit starkem Frost oder bei unsicherem Boden können aber auch 80 cm bis 150 cm nötig sein, um tief genug für die Dämmung und gegen Frostschäden zu arbeiten. Der Aushub muss die gesamte Fläche umfassen und der Boden darunter verdichtet werden, um Stabilität zu gewährleisten.
 

Wann kann eine Betonbodenplatte belastet werden?

Zum Aushärten benötigt der Beton nach dem Verdichten des Fundaments ein bis zwei Tage. Erst nach zwei bis drei Wochen kann das Fundament voll belastet werden.

Was kommt unter einer Bodenplatte?

Unter einer Bodenplatte kommen hauptsächlich Verdichteter Kies/Schotter (Tragschicht), eine Sauberkeitsschicht (oft Magerbeton), eine Feuchtigkeitssperre (PE-Folie) und bei Bedarf eine Wärmedämmung (z.B. Schaumglas, Perimeterdämmung), um den Baugrund zu stabilisieren, aufsteigende Feuchtigkeit abzuhalten und Wärmeverluste zu minimieren. Darauf folgen die Bodenplatte selbst (Stahlbeton) und darüber die eigentlichen Bodenaufbauten des Hauses.
 

Welche Dicke sollte eine Betonbodenplatte haben?

Die Dicke einer Bodenplatte variiert je nach Belastung, liegt aber meist zwischen 15 und 40 cm: Leichte Bauten wie Terrassen oder Gartenhäuser benötigen 8-20 cm, Garagen 15-20 cm, während Massivhäuser oft 30-40 cm dicke, bewehrte Platten (Stahlbeton) haben, da sie höheren Lasten und bauphysikalischen Anforderungen standhalten müssen. Ein Statiker berechnet die exakte Dicke, basierend auf dem Bodengutachten, Gebäudetyp (Fertig- vs. Massivhaus) und der zu erwartenden Last. 

Kann man die Bodenplatte nachträglich abdichten?

Eine nachträgliche Abdichtung der Bodenplatte erfolgt meist von innen (einfacher) mit Materialien wie Dichtschlämme, Bitumen-Dickbeschichtungen, Flüssigkunststoff oder speziellen Harzen, wobei der Untergrund tragfähig und sauber sein muss; oft ist eine Grundierung nötig, und bei starker Feuchtigkeit kann eine Schleierinjektion von unten nötig sein, was Profi-Arbeit ist. Alternativ kann auch von außen abgedichtet werden, was aber aufwendiger ist. Wichtig ist, die Ursache der Feuchtigkeit zu beseitigen und auf eine fachgerechte Ausführung zu achten, um Schäden zu vermeiden.
 

Haben alte Häuser eine Bodenplatte?

Tatsächlich sind insbesondere alte Häuser manchmal ohne Fundament errichtet worden. Das ist aber nicht unbedingt ein Grund zur Sorge. In den meisten Fällen kann man davon ausgehen, dass ältere Häuser ohne Fundament, die schon schadlos durch hunderte Jahre gekommen sind, auch noch weitere Jahre problemlos stehen werden.

Warum ist eine Bodenplatte so teuer?

Grundsätzlich setzt sich der Preis für Ihre Bodenplatte aus den Kosten für den Aushub des Erdreichs, den Schalungsarbeiten sowie den Kosten für Beton und Bewehrung zusammen. Teuer wird es, wenn sich der Erdaushub auf Ihrem Grundstück schwierig gestaltet oder die Bodenbeschaffenheit nicht die beste ist.