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Kann ein geschiedener Taufpate sein?

Gefragt von: Herr Prof. Dr. Leonid Zander  |  Letzte Aktualisierung: 2. April 2026
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Ja, geschiedene Personen dürfen Taufpaten sein, sowohl in der katholischen als auch in der evangelischen Kirche, solange sie getauft, gefirmt (katholisch) oder konfirmiert (evangelisch) sind und nicht aus der Kirche ausgetreten sind; eine Scheidung selbst ist kein Hindernis für das Patenamt, auch wenn wiederverheiratete Geschiedene (katholisch) nicht zur Kommunion zugelassen werden, aber weiterhin Patenfunktionen ausüben können. Die entscheidenden Kriterien sind die Zugehörigkeit zur Kirche und das aktive Bekenntnis zum Glauben, nicht der Zivilstand.

Wer darf kein Taufpate werden?

Da das Patenamt mit der Verantwortung einhergeht, den Glauben des Kindes an Gott zu stärken, gilt grundsätzlich: Wer nicht getauft ist, keiner christlichen Kirche angehört oder ausgetreten ist, kann nicht Taufpate werden.

Können Geschiedene zur Kommunion gehen?

Ja, Geschiedene dürfen in der katholischen Kirche die Kommunion empfangen, aber für wiederverheiratete Geschiedene gilt dies nur unter bestimmten Bedingungen, nach einer „Gewissensentscheidung“ und oft nach Rücksprache mit einem Priester, da die Kirche eine zweite Ehe als Bruch der ersten Ehe sieht, aber durch die „Amoris laetitia“-Lehre nun auch Einzelfälle zulässt, bei denen die Gläubigen die Sakramente empfangen dürfen, wenn sie sich dazu ermächtigt fühlen, beispielsweise durch Verzicht auf Sex in der neuen Beziehung. 

Was ist ein stiller Taufpate?

die nicht getauft und gefirmt sind Paten werden, so können diese als Taufzeugen oder sogenannte stille Paten benannt werden.

Welche Voraussetzungen muss man als Taufpate erfüllen?

Um Taufpate zu werden, muss man in der Regel getauft, mindestens 16 Jahre alt (evangelisch 14) und Mitglied einer christlichen Kirche sein, die Taufe und ggf. Konfirmation/Firmung empfangen haben, ein christliches Leben führen und darf nicht aus der Kirche ausgetreten sein, wobei für katholische Taufen oft ein katholischer Pate vorgeschrieben ist und Nicht-Katholiken als Taufzeugen fungieren dürfen. 

Taufpaten - Worauf kommt es an? (Vorbereitung & Taufe)

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Kann ein Elternteil Taufpate sein?

Nein, in der katholischen und meist auch in der evangelischen Kirche dürfen Eltern nicht gleichzeitig Taufpaten für ihr eigenes Kind sein, da die Paten eine unterstützende Rolle außerhalb der direkten Erziehung übernehmen sollen und das Patenamt oft als Absicherung für den Fall des Todes der Eltern gedacht ist; es gibt aber die Möglichkeit, auch ohne formelle Paten eine Patenschaft zu gestalten, indem man gute Freunde wählt, die eine wichtige Bezugsperson werden, auch ohne offizielle kirchliche Bezeichnung.
 

Was braucht man als Taufpate für Unterlagen?

Welche Unterlagen benötigen wir? Zur Taufanmeldung benötigen Sie eine Kopie der Geburtsurkunde des Taufkindes vom Standesamt. Ebenfalls müssen die Paten des Kindes einen Patenschein beim Pfarramt ihrer Heimatgemeinde beantragen.

Wer ist der Taufpate, der 1 oder 2 Pate sein sollte?

In der Regel werden zwei Taufpaten benötigt, wobei ein Pate/eine Patin evangelisch sein sollte. Pate kann jeder/jede werden, wer getauft und konfirmiert ist und einer christlichen Konfession angehört.

Wie viel Geld verdient ein Patenkind bei Taufe?

Patenonkel / Patentante - 100 bis 150 Euro. Enger Familienkreis (Großeltern, Onkel, Tante, etc.) - 50 bis 100 Euro. Freunde - 20 bis 50 Euro.

Kann man trotz Kirchenaustritt Taufpate werden?

Nein, wer aus der Kirche ausgetreten ist, kann in der Regel nicht Taufpate werden, da das Amt eine Mitgliedschaft in einer christlichen Konfession erfordert, um das Kind im Glauben begleiten zu können. Wenn Sie bereits Pate waren und austreten, ruht das Patenamt, aber Sie können mit dem Pfarrer sprechen, um als Taufzeuge (zusätzlich zu einem Kirchenmitglied) dabei zu sein, was oft möglich ist. 

Sind Geschiedene Angehörige?

Zusammenfassung. Als Familienangehörige gelten z. B. Ehegatten, Verlobte, Lebenspartner, geschiedene Ehegatten, Verwandte, Verschwägerte und sonstige Familienangehörige.

Wie geht die katholische Kirche mit Geschiedenen um?

Die herkömmliche kirchliche Lehre und Praxis

Nach dieser Lehre sind Geschiedene, die vor dem Standesbeamten eine neue Ehe eingehen, nicht von der Kirche ausgeschlossen. Als Getaufte können sie weiterhin am kirchlichen Leben teilnehmen.

Was passiert, wenn der Geschiedene Partner wieder heiratet?

Bei einer Wiederheirat nach Scheidung schließen Geschiedene eine neue Ehe mit einem neuen oder alten Partner. Gemäß § 1586 BGB entfällt der Anspruch auf nachehelichen Unterhalt des Ex-Partners, wenn der unterhaltsberechtigte Ehegatte eine neue Ehe mit einem neuen Partner eingeht.

Was ist eine heimliche Taufe?

Die Nottaufe (auch Taufe in der Not) ist in mehreren Konfessionen eine Taufe, die bei Lebensgefahr des Täuflings abweichend von der üblichen Praxis nicht von einem Geistlichen, sondern einem Laien ausgeführt werden kann.

Wie lange ist man Patentante?

Man ist Patentante offiziell bis zur Konfirmation (ca. 14 Jahre) in der evangelischen Kirche, aber die Beziehung besteht oft ein Leben lang, während in der katholischen Kirche das Amt mit der Firmung erneuert werden kann und dann lebenslang gilt; zudem gibt es auch nicht-kirchliche Patenschaften, die oft bis zur Volljährigkeit dauern. Das Ende der offiziellen Verpflichtung bedeutet nicht das Ende der persönlichen Verbindung, die meist über die Jahre hinaus besteht. 

Wie viel kostet eine Taufe?

Eine kirchliche Taufe ist für Gemeindemitglieder meist kostenlos, da Sakramente nicht verkauft werden dürfen; Kosten können aber für freiwillige Spenden (z. B. 50 €) oder zusätzliche Leistungen (Organist, Küster) entstehen, besonders wenn man einen Sondertermin wünscht. Die eigentlichen Kosten fallen bei der anschließenden Feier (Raum, Essen, Deko, Taufkleidung, Kerze, ca. 40-100 €) und für Taufgeschenke (20-150 € je nach Verwandtschaft) an, während eine freie Taufe mit Redner zwischen 700 und 1.200 € kosten kann.
 

Wie viel Geld braucht man zur Taufe von Oma und Opa?

Großeltern schenken zur Taufe oft zwischen 50 und 150 Euro, wobei der Betrag stark von der eigenen finanziellen Situation und dem familiären Verhältnis abhängt; Paten geben tendenziell mehr (100–200€), während der allgemeine Fokus auf der Geste und der Unterstützung für die Zukunft des Kindes liegt, nicht nur auf der Höhe des Geldes. 

Welche Aufgaben hat ein Taufpate?

Die Aufgaben eines Paten sind vielfältig und hängen vom Kontext ab (Kind, Beruf), aber grundsätzlich ist es, eine vertrauensvolle Begleitperson, Mentor und Ansprechpartner zu sein, der unterstützt, Ratschläge gibt und hilft, sich zu orientieren und Probleme zu bewältigen, sei es in der persönlichen Entwicklung (Taufpate, Kinderpate) oder im beruflichen Wiedereinstieg (Pate bei der Einarbeitung). Ein Pate bietet emotionale Unterstützung, ist ein Vorbild und hilft bei der Integration und dem Wissenserwerb. 

Wie viel Geld braucht ein Patenkind zum Geburtstag?

Für ein Patenkind zum Geburtstag gibt es keine feste Regel, aber üblich sind je nach Alter und Beziehung 10 € (jüngere Kinder) bis 50 € (Teenager/enge Bindung), oft aber auch 20 € bis 30 €, wobei ein größerer Betrag wie 100 € für besondere Anlässe (z.B. großer Geburtstag) oder als Beitrag zu einem größeren Wunsch drin sein kann. Die Geste zählt, und oft ist eine Mischung aus Geld und einem kleinen, persönlichen Geschenk oder einem Sparplan ideal.
 

Wie oft darf man Taufpate sein?

In der katholischen Kirche kann der Pate bei der Firmung entweder bestätigt oder neu bestellt werden. Dann gilt das Amt lebenslang. In der evangelischen Kirche endet das Patenamt offiziell mit der Konfirmation.

Was ist der Unterschied zwischen Pate und Taufpate?

Pate ist ein Ehrenamt in verschiedenen Konfessionen des Christentums. Der Taufpate bzw. die Taufpatin begleitet oder trägt den Täufling bei der Taufe und ist Zeuge der Sakramentsspendung. Paten sollen die Eltern bei der christlichen Erziehung des Patenkindes unterstützen.

Kann ich Taufpate sein, ohne in der Kirche zu sein?

Nein, in der Regel kann man nicht Taufpate werden, wenn man keiner christlichen Kirche angehört oder ausgetreten ist, da ein Pate ein geistliches Vorbild sein soll und eine Verbindung zur Glaubensgemeinschaft braucht. In der katholischen Kirche müssen Paten getauft, gefirmt und Mitglied sein, während in der evangelischen Kirche auch Nicht-Mitglieder (z.B. von ACK-Kirchen) oder „Taufzeugen“ möglich sind, aber eine Kirchenmitgliedschaft oft Voraussetzung ist. Es hängt aber stark vom jeweiligen Pfarrer und der Kirchengemeinde ab, da manche Ausnahmen zulassen. 

Ist es möglich, eine Taufpatin oder einen Taufpaten nachträglich zu ändern?

"Die Taufpaten können nicht gewechselt werden.

Kann man ein Kind auch ohne Pate taufen?

Ja, eine Taufe ohne Paten ist in der Regel möglich, auch wenn Paten erwünscht sind; oft wird dann eine Taufe ohne kirchliche Vorgaben (freie Taufe) oder mit Taufzeugen gefeiert, wobei die Eltern oder andere Vertrauenspersonen die Begleitung der christlichen Erziehung übernehmen. Sowohl in der evangelischen als auch in der katholischen Kirche gibt es Ausnahmen und Lösungen, wenn keine passenden Paten gefunden werden können, aber eine Unterstützung durch Paten wird als wertvoll angesehen. 

Wie schnell bekommt man einen Pateschein?

Normalerweise reicht ein Anruf im Pfarramt und Sie bekommen den Patenschein zugeschickt. Die katholischen Pfarrämter handhaben es ähnlich. Bitte denken Sie daran, dass das ein paar Tage dauern kann.