Kann EBV wieder kommen?
Gefragt von: Marcus Altmann | Letzte Aktualisierung: 29. Januar 2026sternezahl: 4.4/5 (64 sternebewertungen)
Ja, das Epstein-Barr-Virus (EBV) kann wiederkommen, aber nicht als neue Infektion, sondern durch Reaktivierung der schlummernden Viren im Körper, besonders bei geschwächtem Immunsystem, etwa durch Stress, Krankheiten oder Medikamente, wobei die Viren dann wieder Symptome auslösen können oder auch symptomlos ausgeschieden werden. Eine echte erneute Ansteckung ist unwahrscheinlich, da man nach Erstinfektion lebenslang Träger bleibt und eine Immunität entwickelt, aber das Virus kann reaktiviert werden, was zu Müdigkeit, Fieber und anderen Symptomen führen kann, aber selten ein zweites „Pfeiffersches Drüsenfieber“ auslöst.
Kann das Epstein-Barr-Virus reaktiviert werden?
Kurzfristig macht das Epstein-Barr-Virus nicht sehr krank, langfristig kann das Virus, das nach Erstinfektion ein Leben lang im Körper bleibt und von Zeit zu Zeit reaktiviert wird, erhebliche Folgen haben: von Autoimmunerkrankungen über Krebs bis hin zu dem schweren Entzündungsschock PIMS.
Kann man sich nochmal mit Pfeifferschem Drüsenfieber anstecken?
Eine echte Neuinfektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV), dem Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers, ist nach einer ersten Durchinfektion unwahrscheinlich, da eine lebenslange Immunität besteht. Allerdings bleibt das Virus latent im Körper und kann bei geschwächtem Immunsystem, Stress oder hormonellen Veränderungen reaktiviert werden, was zu wiederkehrenden Symptomen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder Fieberschüben führen kann, oft aber milder verläuft.
Ist man immun gegen EBV, wenn man es einmal hatte?
Hat man sich einmal mit EBV angesteckt, ist man ein Leben lang immun gegen eine erneute Ansteckung. Allerdings verbleiben die Viren nach der Erstinfektion im Körper in einem „Ruhezustand“ und können bei einer geschwächten Immunabwehr wieder aktiviert werden („Reaktivierung“).
Welche Organe greift EBV an?
Beim Pfeifferschen Drüsenfieber sind vor allem Lymphknoten, Milz und Leber betroffen, die durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) anschwellen können, was Schmerzen und Druckgefühle verursacht; auch der Rachenraum ist entzündet und Mandeln schwellen an, während Müdigkeit und Fieber allgemeine Symptome sind, wobei die Milz- und Leberschwellungen im Vordergrund stehen.
Epstein-Barr Virus Behandlung - was kann man tun?!
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Wie oft kann man Epstein-Barr-Virus bekommen?
Das Epstein-Barr-Virus (EBV) ist extrem verbreitet, fast jeder Mensch infiziert sich irgendwann im Leben – oft schon im Kindesalter unbemerkt, aber auch bei 10-20% der Jugendlichen/jungen Erwachsenen kommt es zu Pfeifferschem Drüsenfieber. Hat man sich einmal angesteckt, bleibt das Virus lebenslang latent im Körper, wird aber normalerweise vom Immunsystem in Schach gehalten, sodass es zu keiner erneuten Krankheitssymptomatik kommt, es sei denn, das Immunsystem ist geschwächt.
Kann EBV durch Stress ausgelöst werden?
Ein geschwächtes Immunsystem erhöht die Anfälligkeit für eine Epstein-Barr-Virus-Infektion. Stress, schlechte Ernährung, Schlafmangel und ähnliche Faktoren können die Immunabwehr schwächen und somit den idealen Nährboden für eine aktive Infektion schaffen.
Kann man sich ein zweites Mal mit EBV anstecken?
Nein, eine erneute klassische Erkrankung an Pfeifferschem Drüsenfieber (Mononukleose) ist extrem unwahrscheinlich, da man nach der ersten Infektion lebenslang immun gegen die Symptome ist; das Epstein-Barr-Virus (EBV) bleibt aber latent im Körper und kann bei geschwächtem Immunsystem reaktiviert werden, was oft nur zu milden, unspezifischen Symptomen (Müdigkeit) oder gar keinen Symptomen führt, anstatt zu einem erneuten schweren Ausbruch.
Welche Autoimmunerkrankung ist mit EBV assoziiert?
Eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) ist epidemiologisch mit den Autoimmunerkrankungen systemischer Lupus erythematodes, Sjögren-Syndrom und rheumatoide Arthritis sowie mit anderen Autoimmunerkrankungen, einschließlich Multipler Sklerose , assoziiert.
Welche Vitamine bei EBV-Virus?
Geeignete Nahrungsergänzungsmittel für das Immunsystem sollten die folgenden Vitalstoffe enthalten:
- Vitamine (A, C, E, D3, B1, B2, Niacin (Vitamin B3), Pantothensäure (Vitamin B5), B6, B12, Folsäure, Biotin)
- Spurenelemente (Chrom, Eisen, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen, Zink)
Kann Pfeiffersches Drüsenfieber erneut ausbrechen?
Ja, Pfeiffersches Drüsenfieber (verursacht durch das Epstein-Barr-Virus, EBV) kann theoretisch wieder auftreten, da das Virus nach der Erstinfektion lebenslang im Körper schlummert, aber ein zweiter Ausbruch mit typischen Symptomen ist selten, meist kommt es bei geschwächtem Immunsystem zu einer Reaktivierung mit milderen Beschwerden, da man lebenslang immun gegen eine Neuinfektion ist.
Welche Blutwerte sind bei EBV erhöht?
EBV-Blutwerte zeigen eine aktive Infektion oder frühere Durchseuchung durch Antikörpertests (z.B. IgM und IgG gegen VCA), oft begleitet von erhöhten Lymphozyten im Blutbild und Leberwerten (Transaminasen). Wichtig sind die spezifischen Antikörperprofile: IgM deutet auf eine akute Phase hin, IgG kann auch nach Jahren positiv bleiben (frühere Infektion), während ein positives EBNA-IgG auf eine lang zurückliegende Infektion hindeutet.
Wie lange kann ein Virus im Körper inaktiv bleiben?
Latente Viren verbleiben im Körper und treten in eine Latenzphase ein, in der sie inaktiv sind und sich nicht aktiv vermehren. Später – in manchen Fällen erst nach vielen Jahren – können sie wieder aktiv werden und eine Reaktivierungsphase durchlaufen, in der sie sich erneut vermehren und Zellen infizieren, was zu einer erneuten Infektion führt.
Wie lange darf man bei EBV nicht küssen?
Infektiöse Mononukleose oder Kuss-Krankheit: Mindestens 3 Wochen schonen.
Wie lange ist Epstein-Barr-Virus im Blut nachweisbar?
Das Epstein-Barr-Virus (EBV) bleibt nach einer Infektion lebenslang latent (schlummernd) im Körper, wobei Antikörper (IgG) dauerhaft nachweisbar sind und Immunität anzeigen. Während der akuten Phase und danach können jedoch Antibody-Marker wie IgM-Antikörper nur wenige Monate (ca. 3-6 Monate) nachgewiesen werden, während das Virus selbst in Blut und Speichel noch monatelang, teils Jahre ausgeschieden werden kann, auch wenn die Symptome abgeklungen sind.
Welche Spätfolgen kann Pfeiffersches Drüsenfieber auf Multiple Sklerose haben?
Das Pfeiffersche Drüsenfieber (verursacht durch das Epstein-Barr-Virus, EBV) ist ein großer Risikofaktor für die spätere Entwicklung von Multipler Sklerose (MS), wobei eine Infektion das MS-Risiko um das bis zu 32-Fache erhöhen kann, besonders wenn sie im Jugendalter auftritt. Obwohl nicht jede EBV-Infektion zu MS führt, gilt die Erkrankung als eine wichtige Spätfolge. Forschende vermuten, dass das Virus in den B-Zellen des Immunsystems verbleibt und dort eine Autoimmunreaktion auslöst, die zu den Läsionen bei MS führt.
Hat man EBV für immer?
“ Mehr als 90 Prozent der Menschen tragen dieses Herpesvirus lebenslang in sich. Die Infektion bleibt meist ohne Folgen. Doch die Ruhe ist trügerisch, denn EBV kann verschiedene Krankheiten auslösen.
Welche Tumoren sind mit EBV assoziiert?
Das Epstein-Barr-Virus (EBV) ist mit verschiedenen Krebsarten assoziiert, insbesondere Lymphomen wie dem Burkitt-Lymphom, Hodgkin-Lymphom und Posttransplantationslymphomen (PTLD), aber auch bestimmten Karzinomen, vor allem dem Nasopharynxkarzinom und bestimmten Formen des Magenkarzinoms, wobei die EBV-Assoziation je nach Tumortyp und geografischer Region variiert. Die Krebsentstehung hängt oft von der Interaktion zwischen EBV-Genen und dem Immunsystem des Wirts ab, wobei EBV-DNA in der Tumorzelle nachweisbar ist.
Ist EBV dasselbe wie Pfeiffersches Drüsenfieber?
Ja, das Epstein-Barr-Virus (EBV) ist der Hauptauslöser für das Pfeiffersche Drüsenfieber (auch infektiöse Mononukleose genannt), eine sehr verbreitete Viruserkrankung, die oft mit Fieber, Halsschmerzen und geschwollenen Lymphknoten einhergeht, besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Während viele Menschen das Virus in sich tragen, entwickeln nur manche die typischen Symptome des Pfeifferschen Drüsenfiebers, bei Kindern verläuft die Infektion oft milder oder unbemerkt.
Wie merkt man eine EBV-Reaktivierung?
Eine Reaktivierung des Epstein-Barr-Virus (EBV) äußert sich oft durch anhaltende Müdigkeit und Schwäche, ähnliche Symptome wie bei einer akuten EBV-Infektion (Pfeiffersches Drüsenfieber), aber weniger ausgeprägt, darunter geschwollene Lymphknoten, Fieber, Leber- und Milzvergrößerung, Halsschmerzen und Abgeschlagenheit, wobei diese Symptome chronisch wiederkehren oder bestehen können. Bei vielen Menschen verläuft die Reaktivierung jedoch auch symptomlos oder sehr mild, da das Virus nach der ersten Infektion latent bleibt und bei Immunschwäche wieder aktiv werden kann.
Welche Spätfolgen kann Pfeiffersches Drüsenfieber auf die Leber haben?
Pfeiffersches Drüsenfieber (Epstein-Barr-Virus-Infektion) kann die Leber beeinträchtigen, was zu Leberentzündungen (Hepatitis) führt, mit Symptomen wie Übelkeit, Bauchschmerzen, Gelbsucht und erhöhten Leberwerten, die oft noch Monate bestehen bleiben, aber meist vollständig ausheilen. Langfristig wird ein Zusammenhang mit seltenen Autoimmunerkrankungen wie der primär sklerosierenden Cholangitis (PSC) vermutet.
Welche natürlichen Hausmittel helfen bei Pfeifferschem Drüsenfieber?
Bei Pfeifferschem Drüsenfieber helfen natürliche Hausmittel wie viel Ruhe, ausreichend trinken (Wasser, Tee) und leicht verdauliche Kost, um Symptome wie Fieber und Schluckbeschwerden zu lindern, wobei Wadenwickel und Quarkwickel bei hohem Fieber und geschwollenen Mandeln kühlend wirken können. Wichtig sind außerdem gründliche Mundhygiene (Gurgeln mit Salzwasser) und absolute körperliche Schonung, um Komplikationen wie Milzruptur zu vermeiden.
Wer ist anfällig für Pfeiffersches Drüsenfieber?
Pfeiffersches Drüsenfieber (verursacht durch das Epstein-Barr-Virus) betrifft fast jeden, meistens aber Jugendliche und junge Erwachsene (15-25 Jahre), oft durch den Speichel beim Küssen (daher „Kusskrankheit“), während Kinder oft milde oder symptomlose Verläufe haben. Auch Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind anfälliger, aber die Infektion ist sehr weit verbreitet, fast alle Erwachsenen sind bis 30 Träger.
Was sind Anzeichen für ein schwaches Immunsystem?
Symptome einer Immunschwäche sind vor allem häufige, langwierige oder schwere Infektionen (Atemwege, Haut, Harnwege), die schlecht heilen, sowie anhaltende Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit. Weitere Anzeichen sind gestörte Wundheilung, Hautprobleme (Ekzeme, Pilze), Magen-Darm-Beschwerden, unerklärlicher Gewichtsverlust und eine allgemeine Leistungsminderung.
Welche Spätfolgen kann EBV haben?
Das Epstein-Barr-Virus (EBV) verursacht oft das Pfeiffersche Drüsenfieber, dessen Spätfolgen starke, langanhaltende Müdigkeit (Fatigue), Abgeschlagenheit, Konzentrationsprobleme ("Hirnnebel") und depressive Verstimmungen sein können, die Monate andauern. In seltenen Fällen kann EBV auch mit schwereren Langzeiterkrankungen wie Multipler Sklerose (MS) oder bestimmten Lymphomen (z.B. Hodgkin-Lymphom) in Verbindung gebracht werden, wobei das Virus auch zu Komplikationen wie Milz- oder Leberentzündungen führen kann.
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