Kann der Vermieter den Arbeitgeber kontaktieren?
Gefragt von: Monique Klose-Bühler | Letzte Aktualisierung: 20. Februar 2026sternezahl: 4.1/5 (54 sternebewertungen)
Nein, ein Vermieter darf den Arbeitgeber eines Mietinteressenten oder Mieters grundsätzlich nicht ohne dessen ausdrückliche Zustimmung kontaktieren, da dies gegen das Persönlichkeits- und Datenschutzrecht verstößt. Er darf nur nach den allgemeinen Vermögensverhältnissen fragen (z.B. Einkommenshöhe), aber nicht die Dauer des Arbeitsverhältnisses, die genaue Adresse oder Kontaktdaten des Arbeitgebers erfragen oder gar dort anrufen.
Kann der Vermieter meinen Arbeitgeber kontaktieren?
Vermieter dürfen grundsätzlich nach Vermögensverhältnissen und aktuellem Arbeitgeber fragen. Allerdings darf der Vermieter ohne Zustimmung des Mieters keine Details beim Arbeitgeber erfragen und der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet Auskunft zu geben.
Was darf der Vermieter nicht tun?
Hausordnung: Diese 13 Vorschriften vom Vermieter sind unzulässig
- Duschen oder Baden nur zu bestimmten Uhrzeiten.
- Verbot einer Waschmaschine in der Wohnung und die Vorgabe der Waschzeiten.
- Ein Besuchs- oder Übernachtungsverbot.
- Generelles Verbot, Tiere zu halten oder Tierbesuch zu bekommen.
- Ein generelles Musizierverbot.
Was fragt der Vermieter den Arbeitgeber?
Dazu zählt der EDÖB folgende Fragen: Fragen zum Zivilstand, zum Bürgerort, zur Nationalität oder zur Konfession des Mietinteressenten. Fragen nach der Dauer des aktuellen Mietverhältnisses des Mietinteressenten, dem Namen der jetzigen Verwaltung oder dem gegenwärtigen Mietzins des Mietinteressenten.
Wann darf der Arbeitgeber anrufen?
Als Arbeitgeber müssen Sie Ihre Mitarbeiter erreichen können, wenn sie Rufbereitschaft haben. Die Arbeitnehmer müssen also auch außerhalb ihrer regulären Arbeitszeit erreichbar sein. Mitarbeiter in Rufbereitschaft erhalten vom Arbeitgeber in der Regel ein Diensthandy oder Pager.
Abfindungskiller: Sage NIE diese 3 Wörter!
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Dürfen sie meinen derzeitigen Arbeitgeber kontaktieren?
Aktuelle Arbeitgeber:
Die meisten Personalvermittler und Interviewer verstehen, dass Stellensuche vertraulich sein kann und kontaktieren Ihren aktuellen Arbeitgeber erst nach Ihrer Zustimmung . Daher ist ein „Nein“ auf die Frage „Dürfen wir diesen Arbeitgeber kontaktieren?“ weder ungewöhnlich noch inakzeptabel.
Bin ich verpflichtet, meinen Arbeitgeber zurückzurufen?
Die Frage, ob man für den Arbeitgeber im Urlaub erreichbar sein muss, lautet also prinzipiell: Nein! Auch „betriebliche Engpässe“ oder Ähnliches berechtigen den Arbeitgeber nicht, Sie aus Ihrem Urlaub oder Ihrer freien Zeit zurückzurufen. Das Direktionsrecht des Arbeitgebers erstreckt sich nicht auf die Freizeit.
Was darf der Vermieter nicht fragen?
Ein Vermieter darf keine Fragen zu höchstpersönlichen Bereichen wie Religion, sexueller Orientierung, ethnischer Herkunft, Schwangerschaft, Familienplanung, Krankheiten, politischen Ansichten, Gewerkschaftszugehörigkeit oder Rauchen stellen. Auch Vorstrafen (außer bei direktem Bezug zum Mietobjekt), die genaue Höhe des Einkommens der Kinder (wenn sie nicht mit einziehen) oder das Musizieren auf Instrumenten sind tabu. Unzulässige Fragen müssen Mieter nicht wahrheitsgemäß beantworten, um sich nicht selbst zu benachteiligen, wobei das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vor Diskriminierung schützt.
Kann der Vermieter wegen Unordnung kündigen?
✔ Das Wichtigste in Kürze. Das Landgericht Berlin entschied, dass starke Verschmutzung und Unordnung allein keine Kündigung des Mietverhältnisses rechtfertigen. Menschliche Exkremente und Unordnung sowie die Gefahr eines Kakerlakenbefalls stellen keine ausreichende Begründung für eine Kündigung dar.
Ist der Vermieter verpflichtet, erreichbar zu sein?
Ein Mieter ist gesetzlich nicht verpflichtet, bestimmte Kommunikationswege wie E-Mail oder Mobiltelefon für den Vermieter offenzuhalten. Die einzige Pflicht des Mieters besteht darin, dem Vermieter eine gültige Postanschrift mitzuteilen, unter der er postalisch erreichbar ist.
Wann ist man als Mieter unkündbar?
Ein Mieter ist faktisch unkündbar, wenn ein lebenslanges Wohnrecht besteht, der Mietvertrag auf Lebenszeit geschlossen wurde, ein vertraglicher Kündigungsverzicht (oft nach langer Zeit) vereinbart ist, oder wenn der Mieter durch die Sozialklausel (Härtefall) (§ 574 BGB) geschützt ist, z.B. wegen Alter (über 60/schwerbehindert) und langer Mietdauer (mind. 15 Jahre) bei fehlender Ersatzwohnung. Auch ein Zeitmietvertrag mit einer unwirksamen Laufzeit über vier Jahren (wird unbefristet) oder ein Vermieter ohne berechtigtes Interesse machen den Mieter unkündbar.
Was muss man sich vom Vermieter gefallen lassen?
Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich genau über Ihre Rechte als Vermieter informieren.
- Kündigung des Mieters. ...
- Kautionszahlung. ...
- Mieterhöhung. ...
- Betriebskosten. ...
- Wohnungsschlüssel der vermieteten Wohnung. ...
- Besichtigungsrecht des Vermieters. ...
- Halten von Haustieren.
Wie oft darf der Vermieter die Wohnung kontrollieren?
Der Vermieter darf die Wohnung nur bei konkretem Anlass und mit Vorankündigung besichtigen; ein Recht auf regelmäßige Routinekontrollen gibt es nicht, wobei Gerichte bei Verkauf oder Neuvermietung etwa 1-2 Besuche pro Woche für eine angemessene Zeit (ca. 30-45 Min.) als zumutbar ansehen, während ohne Anlass eher nur alle paar Jahre eine Besichtigung (z.B. alle 5 Jahre laut LG München) als verhältnismäßig gilt, um die Mieter nicht zu sehr zu stören.
Was darf der Vermieter nicht machen?
Ein Vermieter darf nicht willkürlich die Wohnung betreten (nur nach Ankündigung oder bei Gefahr), den Strom abstellen, Mieter diskriminieren, pauschal Haustiere oder Rauchen verbieten, einseitig Mietverträge ändern, Mieter aus der Wohnung werfen oder die Instandhaltungspflichten (z.B. bei defekten Geräten) auf den Mieter abwälzen. Er muss Reparaturen selbst zahlen und darf Mieter nicht bei der Wohnungseinrichtung einschränken (z.B. Wandfarbe).
Was darf ein ehemaliger Arbeitgeber auskunft geben?
Dein früherer Arbeitgeber braucht keine telefonische Auskunft zu geben. Bei einer Auskunft sollte zwischen den Pflichten der Offenheit und des Wohlwollens abwogen werden. Das ehemalige Unternehmen darf nicht von den Aussagen des Arbeitszeugnisses abweichen oder neue widersprüchliche Behauptungen aufstellen.
Können Vermieter Gehaltsnachweise überprüfen?
Durch den Nachweis der Einkünfte können Sie als Vermieter überprüfen, ob der neue Mieter dauerhaft in der Lage ist, die monatliche Miete aufzubringen. Was Sie im Zusammenhang mit dem Einkommensnachweis beachten müssen, was erlaubt und was unzulässig ist, erfahren Sie in folgendem Beitrag.
Was sagt eine unordentliche Wohnung über einen Menschen aus?
Eine unordentliche Wohnung kann auf inneren Stress, Überforderung, Konzentrationsprobleme und Prokrastination hinweisen, da das Gehirn durch visuelles Chaos mental belastet wird; sie kann aber auch Ausdruck kreativer Chaoten sein, die sich in kreativen Phasen befinden, oder schlichtweg eine Folge von Zeitmangel, Hobbys und dem Unvermögen, Dinge loszulassen. Es ist wichtig, zwischen einer temporären Phase und einem tieferliegenden Problem zu unterscheiden, da anhaltende Unordnung oft mit psychischer Belastung korreliert.
Ist ein gestörtes Vertrauensverhältnis ein Kündigungsgrund?
Wann ist das Vertrauensverhältnis gestört? Ein verhaltensbedingter Kündigungsgrund kann im Vertrauensbereich liegen. Dieser ist zumeist dann betroffen, wenn die*der Arbeitnehmer*in z.B. eine Straftat zulasten des Unternehmens begeht. Hier kommen z.B. Spesenbetrug, Diebstahl oder Arbeitszeitbetrug in Betracht.
Wie viel Kündigungsfrist muss ich dem Mieter einräumen?
Sie müssen Ihren Mietern schriftlich mitteilen, dass Sie die Immobilie zurückfordern („Kündigung“) und ihnen das Datum mitteilen, an dem sie ausziehen müssen. Die Kündigungsfrist muss bei Kündigungen nach § 21 mindestens zwei Monate betragen.
Ist eine kalte Räumung strafbar?
Eine "kalte Räumung" durch den Vermieter ist verbotene Selbsthilfe (unerlaubte Eigenmacht nach § 229 BGB), die teure Folgen hat: Der Vermieter muss dem Mieter Schadensersatz (z.B. für beschädigte oder weggeworfene Möbel, Hotelkosten) leisten, oft verschuldensunabhängig, und trägt die Beweislast für die Abwesenheit von Wertgegenständen. Strafrechtlich kann es zu Strafen für Hausfriedensbruch (bis 3 Jahre Haft oder Geldstrafe in der Schweiz) kommen, wenn der Vermieter eigenmächtig eindringt, aber primär drohen hohe zivilrechtliche Forderungen.
Wann darf der Vermieter ungefragt in die Wohnung?
Besichtigungsrecht bei vertragswidrigem Gebrauch: Besteht ein begründeter Verdacht auf Vertragsbruch oder vertragswidrigem Gebrauch, etwa bei nicht genehmigter Tierhaltung oder Untervermietung, darf der Vermieter die Wohnung nach Ankündigung besichtigen.
Was ist das Vermieter-Mieter-Dilemma?
Vermieter tragen die Verantwortung für Sanierungsentscheidungen (Gebäudehülle und Energiesystem) und die damit verbundenen Investitionen. Mieter sehen sich mit steigenden Mieten konfrontiert und profitieren nur geringfügig von sinkenden Energiekosten . In der Fachliteratur wird dieser Konflikt als Vermieter-Mieter-Dilemma bezeichnet.
Ist lästern über den Chef ein Kündigungsgrund?
Ja, Lästern über den Chef kann ein Kündigungsgrund sein, vor allem wenn es sich um ehrverletzende Äußerungen, Schmähkritik oder Verleumdungen handelt, die das Betriebsklima nachhaltig stören oder den Ruf schädigen; während harmloser Klatsch in vertraulichen Gesprächen oft toleriert wird, führen öffentliche Lästereien oder solche in sozialen Medien schnell zu Abmahnung oder Kündigung, da sie eine erhebliche Pflichtverletzung darstellen.
Was besagt die 3-Monats-Regel bei einem Job?
Eine dreimonatige Probezeit ist ein üblicher Testzeitraum, in dem Arbeitgeber die Eignung eines neuen Mitarbeiters für eine Stelle beurteilen . Probezeiten können für Neueinstellungen, Beförderungen, unzureichende Leistungsbeurteilung und mögliche Kündigungen eingesetzt werden.
Bin ich verpflichtet ans Telefon zu gehen, wenn ich frei habe?
Nein, grundsätzlich sind Sie nicht verpflichtet, ans Telefon zu gehen, wenn Sie frei haben, da Ihre Freizeit der Erholung dient. Ausnahmen bestehen bei vertraglich vereinbarter Rufbereitschaft, in bestimmten Schlüsselpositionen mit Notfallverpflichtung oder wenn dies durch eine Betriebsvereinbarung für Ausfallreserve geregelt ist. Ansonsten gilt: Frei ist frei, und Sie dürfen Ihr Handy auch ausschalten.
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