Ist ein Plattfuß schlimm?
Gefragt von: Vitali Hiller | Letzte Aktualisierung: 16. Januar 2026sternezahl: 4.8/5 (17 sternebewertungen)
Plattfüße sind nicht per se "schlimm", aber sie können zu ernsthaften Folgeproblemen wie Schmerzen in Fuß, Knie, Hüfte und Rücken sowie Arthrose führen, wenn sie Beschwerden verursachen, die Körperstatik negativ beeinflussen und unbehandelt bleiben. Leichte, schmerzfreie Plattfüße (besonders bei Kindern) sind oft harmlos und bilden sich zurück, während sich ausgeprägte Formen mit der Zeit verschlimmern können. Eine Behandlung mit Einlagen, Physiotherapie oder Übungen ist ratsam, um Beschwerden zu lindern und langfristige Schäden zu vermeiden.
Wie bekomme ich Plattfüße wieder weg?
Gezielte Fußgymnastik kann einem beginnenden Senk- oder Plattfuß entgegenwirken. In manchen Fällen ist eine Physiotherapie sinnvoll, die verschiedene Übungen für die Füße beinhaltet. Tägliche und ausreichende Bewegung fördert bei Kindern und Erwachsenen eine starke Fußmuskulatur.
Kann man mit Plattfüßen ein normales Leben führen?
Oftmals verursacht die Erkrankung keine Beschwerden, sodass die meisten Menschen mit Plattfüßen ein normales, schmerzfreies Leben führen können . Manche Menschen leiden jedoch unter Schmerzen oder Beschwerden im Zusammenhang mit Plattfüßen und können infolge der Erkrankung Knie- oder Sprunggelenkprobleme entwickeln.
Ist ein Plattfuß eine Behinderung?
Ein Plattfuß ist nicht per se eine Behinderung, sondern eine Fußfehlstellung; er wird erst dann als Behinderung eingestuft, wenn er zu erheblichen Schmerzen, eingeschränkter Beweglichkeit oder Folgeproblemen wie Arthrose führt und eine ärztliche Begutachtung einen Grad der Behinderung (GdB) feststellt. Leichte Formen sind oft harmlos und korrigieren sich, während schwere Fälle (wie der angeborene Talus verticalis) oder erworbene Formen mit Sehnenproblemen eine intensive Behandlung erfordern können und zu Funktionseinschränkungen führen.
Wann ist eine Operation bei Plattfüßen notwendig?
Ja, ein Plattfuß kann operiert werden, besonders wenn konservative Methoden wie Einlagen und Physiotherapie bei starken Schmerzen oder ausgeprägten Fehlstellungen nicht helfen; die Operationen reichen von minimalinvasiven Wachstumslenkungen bei Kindern (z.B. mit Subtalaren Schraubenarthrorise) bis zu komplexeren Eingriffen wie Knochenverlängerungen (Evans Osteotomie) oder Gelenkversteifungen bei Erwachsenen, zielt aber immer darauf ab, Schmerzen zu lindern, die Funktion zu verbessern und die Lebensqualität wiederherzustellen.
So erkennst du einen Plattfuß! | #trivialgenial | DAK-Gesundheit
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Was ist der Nachteil an Plattfüßen?
Ein Plattfuß führt oft zu Schmerzen in Füßen, Knöcheln, Knien, Hüften und Rücken durch die veränderte Körperstatik und ungleichmäßige Belastung. Weitere Nachteile sind Müdigkeit, eingeschränkte Beweglichkeit, eine verkürzte Lebensdauer der Schuhe sowie ein erhöhtes Risiko für Überlastungsschäden wie Sehnenentzündungen, Fersensporn oder Arthrose in den betroffenen Gelenken. Bei Kindern kann die Entwicklung des Bewegungsapparates beeinträchtigt werden, und es kann schwieriger sein, passende Schuhe zu finden.
Wie schmerzhaft ist eine Fuß-OP?
Je nach durchgeführter Operation ist eine individuelle Behandlung erforderlich. Meist wird Ihnen ein Schmerzkatheter für circa zwei bis drei Tage zur perioperativen (vor, während und nach der Operation) Schmerztherapie angelegt. Wenn dieser optimal liegt, sind die Schmerzen nach der Operation meist sehr gering.
Ist ein Senkfuß aus Plattfuß?
Ja, ein Senkfuß ist eine frühere oder leichtere Form des Plattfußes; beide beschreiben die Absenkung des Fußlängsgewölbes, wobei der Plattfuß die stärkere Ausprägung ist, bei der die gesamte Fußsohle den Boden berührt, während beim Senkfuß das Gewölbe nur teilweise abgesenkt ist, was oft noch eine Vorstufe ist. Umgangssprachlich werden die Begriffe oft synonym verwendet, aber medizinisch gibt es einen Gradunterschied: Senkfuß (leicht) bis Plattfuß (stark).
Kann ich wegen Arthrose früher in Rente gehen?
Ja, man kann mit Arthrose unter bestimmten Voraussetzungen in Frührente gehen, entweder über die gesetzliche Erwerbsminderungsrente (wenn Sie weniger als 3 Stunden täglich arbeiten können) oder durch eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU), falls Sie diese abgeschlossen haben, oder über die Altersrente für langjährig Versicherte mit Schwerbehinderung, die frühere abschlagsfreie Rente ermöglicht. Der Schlüssel liegt in der Schwere der Einschränkung und dem Nachweis, dass Sie Ihren Beruf oder überhaupt keine Tätigkeit mehr ausüben können.
Wie sieht ein gesunder Fuß aus?
Ein gesunder Fuß ist schmerzfrei, beweglich und hat eine harmonische Form mit deutlichem Längs- und Quergewölbe, gerader Zehenstellung (ohne Überlappung), gleichmäßiger Druckverteilung, gesunder Haut ohne Schwellungen, Druckstellen oder Pilzbefall, und er zeigt stabile, aber flexible Auflagepunkte (Ferse, Ballen, kleiner Zeh) beim Gehen, was auf gute Durchblutung und kräftige Muskeln hindeutet.
Ist Barfußlaufen bei Plattfüßen gesund?
Regelmäßiges Barfußlaufen reduziert das Risiko für Spreiz-, Knick-, Plattfuß oder Hallux valgus. Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen muss die Fußmuskulatur ohne Schuhe viel mehr „arbeiten“. Ohne eine schützende Schuhsohle müssen sich die Füße konstant an Unebenheiten im Boden anpassen.
Wie viel Prozent der Menschen haben Plattfüße?
Plattfuß-Behandlung einfach erklärt
Bei Kleinkindern sind Plattfüße eher die Regel als die Ausnahme. Im Erwachsenenalter treten sie nur noch bei rund 10 bis 20 Prozent auf.
Kann man Plattfüße trainieren?
Ja, Plattfüße lassen sich oft durch gezieltes Training der Fußmuskulatur verbessern oder korrigieren, besonders wenn die Fehlstellung durch schwache Muskeln verursacht wird, was bei erworbenen Plattfüßen (Senkfüße) der Fall ist. Übungen wie Barfußlaufen auf unterschiedlichen Untergründen, das Greifen von Gegenständen mit den Zehen und spezifische Fußgymnastik stärken das Gewölbe und können Beschwerden lindern, wobei Einlagen und Physiotherapie oft unterstützend wirken.
Was verursacht Plattfuß?
Ein Plattfuß entsteht durch vielfältige Ursachen, oft eine Kombination aus schwacher Fuß- und Unterschenkelmuskulatur, insbesondere der Tibialis-posterior-Sehne, sowie Überlastung und Bewegungsmangel. Risikofaktoren sind Übergewicht, ungünstiges Schuhwerk, Fehlstellungen der Knochen (angeboren oder durch Verletzungen) oder auch neurologische Erkrankungen und Alterungsprozesse, die Sehnen schwächen. Bei Kindern ist es oft ein normaler Entwicklungszustand, der sich verwächst.
Ist Plattfuß vererbbar?
Der angeborene Knick-Plattfuß ist meist erblich bedingt. Während ihm eine Fehlbildung des Fußes bereits im Mutterleib zugrunde liegt (siehe oben), entsteht der erworbene Knick-Plattfuß erst im Laufe des Lebens.
Welche Schuhe bei Plattfüßen?
Schuhe für Menschen mit Plattfüßen brauchen eine gute Stützfunktion, vor allem aber eine gute Bettungsfunktion, um die Belastung auf den Fuß zu reduzieren. Geeignete Schuhe sollten Abrollsohlen und gepolsterte Fußbettungen haben, um den Fuß beim Gehen zu entlasten.
Wie hoch ist der Behinderungsgrad bei Fußarthrose?
Die GdB Einschätzung bei Arthrose im Fuß variiert signifikant und ist ein zentraler Faktor in der Fußarthrose Bewertung. Abhängig von der Schwere der Symptome und der Funktionseinschränkungen kann der Behinderungsgrad zwischen 20 und 100 liegen.
Kann ich mit 55 schon in Rente gehen?
Nein, eine reguläre Rente mit 55 ist in Deutschland nicht möglich, da das gesetzliche Rentenalter höher liegt (meist 67 Jahre, gestaffelt nach Geburtsjahr) und frühere Renten (z.B. Rente mit 63) spezielle Voraussetzungen für langjährig Versicherte haben. Allerdings können Sie mit 55 in die Altersteilzeit gehen, wenn Ihr Arbeitgeber dies anbietet und Sie bestimmte Bedingungen erfüllen (Alter 55+, 1080 Tage versicherungspflichtige Arbeit in den letzten 5 Jahren), was einen gleitenden Übergang in die Rente ermöglicht, aber nicht dem vollen Ausstieg gleichkommt. Eine Rente mit 55 lässt sich nur durch sehr hohe private Vorsorge oder durch Erwerbsminderungsrente realisieren, wobei letztere medizinische Gründe hat.
Kann man trotz Arthrose alt werden?
Ja, man kann mit Arthrose alt werden, denn sie ist an sich nicht lebensbedrohlich, beeinträchtigt aber stark die Lebensqualität und kann indirekt das Risiko für andere Erkrankungen erhöhen, wie Herz-Kreislauf-Probleme, weshalb eine gute Behandlung mit Bewegung, Gewichtsmanagement und ggf. Medikamenten wichtig ist, um die Lebensqualität zu erhalten und Komplikationen zu vermeiden.
Ist es schlimm, wenn man einen Plattfuß hat?
Plattfüße sind nicht per se "schlimm", aber sie können zu ernsthaften Folgeproblemen wie Schmerzen in Fuß, Knie, Hüfte und Rücken sowie Arthrose führen, wenn sie Beschwerden verursachen, die Körperstatik negativ beeinflussen und unbehandelt bleiben. Leichte, schmerzfreie Plattfüße (besonders bei Kindern) sind oft harmlos und bilden sich zurück, während sich ausgeprägte Formen mit der Zeit verschlimmern können. Eine Behandlung mit Einlagen, Physiotherapie oder Übungen ist ratsam, um Beschwerden zu lindern und langfristige Schäden zu vermeiden.
Wie fühlt sich ein überlasteter Fuß an?
Überlastung im Fuß äußert sich oft durch dumpfe bis stechende Schmerzen, die belastungsabhängig sind und nach Ruhe nachlassen können, begleitet von Schwellungen, Rötungen oder Überwärmung. Weitere Symptome sind Kribbeln, Taubheitsgefühle, Druckstellen wie Hühneraugen oder Schwielen, eingeschränkte Beweglichkeit, ein „Ameisenlaufen“ sowie Müdigkeit und Steifheit, besonders nach intensiver Aktivität oder bei schlechtem Schuhwerk.
Sind Einlagen bei Plattfuß sinnvoll?
Bei einem Plattfuß sind Einlagen oft eine gute Lösung, um Schmerzen zu lindern und die Fehlstellung zu korrigieren, besonders wenn Beschwerden bestehen, aber sie sollten individuell angepasst sein und nicht pauschal verschrieben werden, da manche Experten eine Überversorgung und eine Abhängigkeit der Fußmuskulatur sehen; daher ist eine Abklärung durch einen Arzt und Orthopädie-Schuhmacher wichtig, kombiniert mit gezieltem Fußtraining und Barfußlaufen, um die Muskulatur zu stärken, statt sich nur auf passive Stützen zu verlassen.
Warum Vollnarkose bei Fuß-OP?
Bei manchen Fußoperationen wird zusätzlich eine Narkose am Fuß gesetzt, die auch nach der Operation noch zu einem Taubheitsgefühl am Fuß führt. Wenn Sie also nach dem Aufwachen Ihre Zehen nicht normal spüren, so liegt es an dieser Betäubung, die gleichzeitig auch zu einer deutlichen Schmerzlinderung führt!
Was trägt man bei einer ambulanten OP?
Für eine ambulante OP sollten Sie frische, lockere und bequeme Kleidung wie einen Jogginganzug oder Pyjama anziehen, die leicht aus- und anzuziehen ist, da Sie nach der OP oft müde sind. Verzichten Sie unbedingt auf Schmuck, Make-up, Nagellack und Lippenstift, bringen Sie keine Wertsachen mit und duschen Sie vorher frisch.
Wie lange muss man im Krankenhaus bleiben nach Fuß-OP?
Nach einer Fuß-OP variiert die Krankenhausdauer stark: Viele kleinere Eingriffe (z.B. Hallux Valgus) sind ambulant oder erfordern nur 1-2 Tage, da man oft mit Spezialschuh bald nach Hause kann. Komplexere OPs, wie am Sprunggelenk, können 5-7 Tage stationären Aufenthalt bedeuten, um Schmerzkontrolle und Wundheilung zu überwachen, bevor die Reha beginnt, die oft mehrere Wochen dauert.
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