Ist ein Bausparvertrag für Rentner sinnvoll?
Gefragt von: Karl-Ernst Binder | Letzte Aktualisierung: 27. April 2026sternezahl: 4.2/5 (61 sternebewertungen)
Ja, ein Bausparvertrag kann für Rentner sinnvoll sein, vor allem zur Finanzierung von Modernisierungen (barrierefrei, energetisch), als Alternative zu teuren Krediten oder zur Absicherung zukünftiger Zinsen für einen Umbau, aber als reine Geldanlage ist er wegen der geringen Rendite oft nicht optimal, es sei denn, es gibt hohe staatliche Förderungen (Wohnungsbauprämie), die die Rendite verbessern.
Ist Bausparen für Rentner lohnenswert?
Ja, ein Bausparvertrag ist auch für Rentner sinnvoll, oft sogar vorteilhaft, da er finanzielle Sicherheit für altersgerechte Umbauten (barrierefrei, energetisch) bietet, staatliche Förderung (Wohnungsbauprämie) ermöglicht, weil Renteneinkommen oft unter den Einkommensgrenzen liegen, und flexible Darlehen mit niedrigen Zinsen sichert – auch ohne dass die Immobilie schon abbezahlt ist. Es gibt keine Altersgrenze für den Abschluss, der Fokus liegt auf wohnwirtschaftlichem Zweck, z.B. Umbau, Sanierung oder Schenkung an Nachkommen.
Wann lohnt sich ein Bausparvertrag nicht?
Bei Modernisierungen bis zu 50.000 € lohnt sich ein Bausparvertrag anstelle eines teureren Ratenkredits. Ein Vorausdarlehen, eine Kombination aus Bausparvertrag und Immobiliendarlehen, ist sinnvoll. Als Sparanlage ist ein Bausparvertrag aktuell nicht sinnvoll.
Haben Rentner Anspruch auf Wohnungsbauprämie?
Ja, Rentner können die Wohnungsbauprämie erhalten, wenn sie die Einkommensgrenzen einhalten und einen Bausparvertrag besparen, was oft durch die niedrigere Rente möglich wird; gefördert werden 10 % der Sparleistung (max. 70 € für Singles, 140 € für Paare), wenn das zu versteuernde Einkommen unter 35.000 € (Singles) bzw. 70.000 € (Paare) liegt und mindestens 50 € pro Jahr gespart werden.
Wie viel sollte man monatlich in einen Bausparvertrag einzahlen?
Die monatliche Einzahlung in einen Bausparvertrag hängt von der vereinbarten Bausparsumme ab und liegt oft bei 3 bis 6 Promille (‰) der Summe, also etwa 3 bis 6 Euro pro 1.000 Euro Bausparsumme, aber auch individuelle Raten sind möglich, wobei ein Ziel von 40-50% der Summe angestrebt wird, um den Vertrag zuteilungsreif zu bekommen. Bei einer Bausparsumme von 50.000 € wären das beispielsweise 150 € bis 300 € pro Monat. Die Rate kann angepasst werden und staatliche Förderungen (Wohnungsbauprämie, Arbeitnehmersparzulage) fließen zusätzlich mit ein.
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Wann ist ein 10.000 € Bausparvertrag zuteilungsreif?
Wann ist ein Bausparvertrag mit 10.000 Euro zuteilungsreif? Bei einer Bausparsumme von 10.000 Euro musst du in der Regel 4.000 bis 5.000 Euro angespart haben, um die Zuteilung zu erreichen. Wenn du monatlich 100 Euro sparst, dauert dies etwa 40 bis 50 Monate – also etwa dreieinhalb bis vier Jahre.
Welche Alternativen gibt es zum Bausparvertrag?
Alternativen zum Bausparvertrag umfassen flexible Sparformen wie ETF- und Fondssparpläne für höhere Renditen, sichere Optionen wie Tages- und Festgeld für kurz- bis mittelfristige Anlagen, spezielle staatlich geförderte Produkte wie Wohn-Riester sowie die direkte klassische Baufinanzierung oder Modelle wie den Mietkauf zur Vermögensbildung für den Immobilienerwerb, je nach Priorität zwischen Sicherheit, Flexibilität und Rendite.
In welchem Alter Bausparvertrag?
Prinzipiell gibt es für das Bauspardarlehen keine Altersbeschränkung. „Im Mittelpunkt steht die Bedarfsorientierung“, erklärt Andreas Eck. Der Bausparvertrag, den Sie abschließen, wird also auf Ihre individuelle Situation und Ihre persönlichen Wünsche zugeschnitten.
Wie hoch sind die Einkommensgrenzen für die Wohnungsbauprämie 2025?
Für die Wohnungsbauprämie 2025 gelten weiterhin die bekannten Einkommensgrenzen: 35.000 € zu versteuerndes Einkommen für Alleinstehende und 70.000 € für Verheiratete/Verpartnerte, wobei sich diese Grenzen bei Kindern erhöhen können. Wichtig ist dabei das zu versteuernde Einkommen des Sparjahres, nicht das Bruttoeinkommen, und es müssen auch die Mindestsparvorgaben (50 €/Jahr) sowie die wohnwirtschaftliche Verwendung erfüllt werden.
Wie hoch ist die maximale Einzahlung in einen Bausparvertrag?
Beim Bausparvertrag gibt es keine gesetzliche Obergrenze für die Gesamteinzahlung, aber für die staatliche Förderung (Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage) gelten spezifische jährliche Höchstbeträge und Einkommensgrenzen: Gefördert werden maximal 700 € pro Jahr für Singles (10% Prämie = 70 €) und 1.400 € für Verheiratete (10% Prämie = 140 €) bei der Wohnungsbauprämie, wobei die Einkommensobergrenzen (für 2023/2024: 35.000 € für Singles, 70.000 € für Paare) nicht überschritten werden dürfen. Die Arbeitnehmersparzulage hat andere Beträge (oft 470 €/940 € bei vL), aber ebenfalls Einkommensgrenzen, die abhängig von der Einkommensart sind, wie LBS.de, Schwäbisch Hall und Alte Leipziger zeigen.
Was ist eine bessere Alternative zu einem Bausparvertrag?
Die bessere und günstigere Alternative ist der Fonds- und ETF-Sparplan. Auch hier kann man monatlich Geld zur Seite legen. Mittel- bis langfristig kann man hier mit einer Rendite von 4 bis 6 % pro Jahr rechnen.
Was bedeutet Bausparsumme 10.000 Euro?
Beispiel: Um eine Bausparsumme von 10.000 Euro zu bekommen, zahlen Sie in dieser Phase 50 Euro monatlich ein. Nach 8,5 Jahren ist der Vertrag dann zuteilungsreif, das heißt, Sie haben genug angespart, um das Bauspardarlehen in Anspruch zu nehmen. Ihr Guthaben beträgt zu diesem Zeitpunkt 5.100 Euro plus Guthabenzinsen.
Was ändert sich bei Bausparverträgen 2025?
Werden 700 € oder mehr jährlich in den Bausparvertrag eingezahlt, beträgt die maximale Höhe der Wohnungsbauprämie 70 € bei Singles. Bei verheirateten Paaren oder Lebenspartnerschaften beläuft sich der Betrag auf 1.400 € jährliche Sparleistung und eine maximale Wohnungsbauprämie von 140 €.
Wie sollte man als Rentner sein Geld anlegen?
Für Rentner eignen sich sichere Anlagen wie Tages- und Festgeld für kurzfristige Bedürfnisse, während Anleihen, dividendenstarke Aktien und ETFs für eine stabilere Ertragsquelle sorgen, wobei eine Mischung aus Sicherheit und Rendite (z.B. 50/50) oft ratsam ist, um Kapitalerhalt und Inflationsschutz zu gewährleisten und gleichzeitig Liquidität für Notfälle zu haben. Wichtig ist, das Geld zu splitten: Ein Teil für den laufenden Bedarf (sicher) und ein Teil für langfristige Rendite (risikobewusster).
Was ist der Nachteil von Bausparverträgen?
Die größten Nachteile eines Bausparvertrags sind die hohe Abschlussgebühr und die geringen Zinsen auf das Bausparguthaben. Trotz der Nachteile kann das Bausparen als Ergänzung sinnvoll sein, wenn du in einigen Jahren eine Immobilie erwerben oder bauen möchtest.
Ist man als Rentner noch kreditwürdig?
Ja, Rentner sind grundsätzlich kreditwürdig, wenn sie eine ausreichende, gesicherte Rente und eine gute Bonität (SCHUFA) nachweisen können, aber das Alter spielt eine Rolle: Viele Banken setzen eine Altersgrenze (z.B. 70 oder 75 Jahre), da die Restschuld bis zum Lebensende getilgt sein muss; aber mit Sicherheiten wie einer Immobilie, einem solventen Bürgen oder einer Restschuldversicherung sind auch ältere Rentner oft erfolgreich, wobei Kredite mit Verwendungszweck (z.B. Umbau) bessere Chancen bieten.
Wann bekommt man keine Wohnungsbauprämie?
Von der Wohnungsbauprämie wird der Erwerb eines Eigenheims aber sicher nicht abhängen: Sie beträgt maximal 70 Euro pro Jahr, für Ehepaare 140 Euro. Anspruch auf die Prämie haben Sie nur, wenn Ihr zu versteuerndes Einkommen unter 35.000 Euro liegt, bei Ehepaaren 70.000 Euro, und ab dem 16. Lebensjahr.
Wie hoch ist die staatliche Bausparprämie im Jahr 2025?
Die Bausparprämie 2025 (Wohnungsbauprämie) in Deutschland beträgt 10 % der geförderten Sparleistungen, maximal 70 € für Ledige und 140 € für Verheiratete, unter bestimmten Einkommensgrenzen (≤ 35.000 € / ≤ 70.000 € zu versteuerndes Einkommen). Wichtig ist, dass ab 2024 keine vermögenswirksamen Leistungen (vL) mehr gefördert werden, daher müssen eigene Einzahlungen erfolgen, und die Prämie muss rückwirkend für das Vorjahr beantragt werden, wobei der Antrag für 2023 bis Ende 2025 gestellt werden kann.
Ist ein Bausparvertrag zweckgebunden?
Ein Bausparvertrag ist primär für wohnwirtschaftliche Zwecke (Bau, Kauf, Modernisierung einer Immobilie) bestimmt, aber das angesparte Guthaben kann oft auch ohne diese Bindung genutzt werden, wenn man auf staatliche Förderung wie die Wohnungsbauprämie verzichtet oder bestimmte Altersgrenzen (unter 25 Jahre) erfüllt. Das Bauspardarlehen selbst bleibt jedoch strikt an wohnwirtschaftliche Verwendung gebunden, während nur das angesparte Guthaben flexibel einsetzbar ist, besonders bei Verzicht auf Förderung oder wenn man das Darlehen gar nicht erst beansprucht, sondern nur das Guthaben auszahlen lässt.
Kann man als Rentner einen Bausparvertrag abschließen?
Ein klassischer Bausparvertrag ist auch für Rentner sinnvoll. Dies gilt insbesondere, wenn eine Immobilie vorhanden ist und das Guthaben und/oder ggf. das Bauspardarlehen dafür verwendet werden soll. Viele Rentner bekommen auch wieder staatliche Förderung in Form von Wohnungsbauprämie.
Soll man heute noch einen Bausparvertrag abschließen?
Ja, Bausparen lohnt sich oft noch, aber nicht als reine Geldanlage, sondern primär zur Zinssicherung für zukünftige Immobilienvorhaben oder zur Nutzung staatlicher Förderungen, besonders bei steigenden Zinsen, da es günstige Darlehenszinsen langfristig festschreibt, obwohl die Guthabenzinsen niedrig sind. Es bietet Planungssicherheit, aber als reine Sparform sind Alternativen wie ETFs oder Tagesgeld meist rentabler.
Was passiert mit meinem Bausparvertrag nach 7 Jahren?
Nach 7 bis 10 Jahren haben Sie je nach Tarifvariante zwischen 30 % und 50 % der Bausparsumme angespart. Im Anschluss erhalten Sie die komplette Bausparsumme ausgezahlt. Den bisher nicht angesparten Teil zahlen Sie als Darlehen in regelmäßigen Raten an die Bausparkasse zurück.
Wie kann ich 2000 € verdoppeln?
Zum Vermehren der 2.000 Euro eignen sich zum Beispiel Aktien, ETFs, Fonds, Sparpläne, Crowdinvesting oder digitale Immobilien Investments. Prinzipiell gilt bei den Geldanlagen: Je höher das Risiko ist, desto höher ist auch die potenzielle Rendite.
Was ist besser als Bausparvertrag?
ETFs und Bausparverträge sind zwei grundverschiedene Finanzprodukte, die ganz unterschiedliche Sparziele bedienen. ETFs stehen für mehr Ertrag bei höherem Risiko, Bausparverträge für Sicherheit und die Erfüllung von Wohnwünschen.
Was ist derzeit die beste Geldanlage?
Die "beste" Geldanlage hängt von Ihrer Risikobereitschaft und dem Anlagehorizont ab, aber aktuell sind breit gestreute ETFs (z.B. auf den MSCI World), Immobilien und Sachwerte (Gold) für langfristige Ziele attraktiv, während Tages- und Festgeld kurzfristige Sicherheit mit gesetzlicher Einlagensicherung bieten. Für kurzfristige Sicherheit sind Tages- und Festgeldkonten ideal, aber aufgrund niedriger Zinsen kaum inflationsbereinigt; langfristig bieten ETFs oder Immobilien höhere Renditechancen, aber auch höhere Risiken.
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