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Ist abtreiben kostenlos?

Gefragt von: Janet Jansen  |  Letzte Aktualisierung: 2. August 2026
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Nein, ein Schwangerschaftsabbruch ist nicht grundsätzlich kostenlos, aber die Kosten können übernommen werden, wenn eine Indikation (medizinisch oder kriminologisch) vorliegt oder bei geringem Einkommen durch eine Antragstellung bei der Krankenkasse. Ohne diese Voraussetzungen müssen die Kosten selbst getragen werden, was je nach Methode zwischen 300 und 700 Euro liegen kann.

Wie viel kostet das Abtreiben?

Die Kosten eines Schwangerschaftsabbruchs

Die Kosten für den eigentlichen Schwangerschaftsabbruch werden von der Krankenkasse nicht übernommen. Die von Ihnen zu tragenden Kosten belaufen sich auf ungefähr 300 bis 800 € je nach Praxis, Methode und Versicherung.

Wann sind Abtreibungen kostenlos?

Eine Abtreibung muss nicht bezahlt werden, wenn sie medizinisch oder kriminologisch indiziert ist (dann übernimmt die Krankenkasse komplett) oder wenn die schwangere Frau sozial bedürftig ist und ihren Antrag vorab bei der Krankenkasse stellt, was bei geringem Einkommen (z.B. unter 1.500 € Netto bei DAK-Gesundheit, Stand 2025) und nach einer staatlich anerkannten Beratung möglich ist. Auch Sozialhilfeempfängerinnen, Asylbewerberinnen oder Personen in Einrichtungen, die von Sozialhilfe getragen werden, haben Anspruch. 

Sind Abtreibungen Kassenleistungen?

Nein, die Krankenkasse übernimmt die Kosten für einen Schwangerschaftsabbruch bei eigener Entscheidung normalerweise nicht; diese müssen selbst getragen werden (ca. 300–800 €). Ausnahmen sind: medizinische oder kriminologische Gründe (z.B. Vergewaltigung), hier zahlt die Kasse komplett, oft über die Gesundheitskarte abgerechnet. Bei geringem Einkommen kann eine Kostenerstattung über das Sozialamt beantragt werden, was ein vorheriges Antragsverfahren bei der Krankenkasse erfordert. 

Was muss ich tun, wenn ich abtreiben will?

Wenn Sie in Deutschland eine Abtreibung planen, müssen Sie zuerst eine staatlich anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatung aufsuchen, um einen Beratungsschein zu erhalten, der den Abbruch bis zur 12. Schwangerschaftswoche straffrei macht; danach müssen Sie eine Ärztin oder einen Arzt finden, der den Abbruch durchführt, der entweder medikamentös oder operativ erfolgen kann, abhängig von der Schwangerschaftswoche. Es gibt zwei Hauptwege: medikamentös (bis ca. 7. SSW) oder operativ (bis ca. 12. SSW), und Sie benötigen dafür eine Bescheinigung der Beratung und müssen sich an eine Praxis oder Klinik wenden. 

Abtreibung - wie funktioniert ein Schwangerschaftsabbruch mit Tabletten?

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Kann man im 1. Monat abtreiben?

Eine Schwangerschaft kann operativ oder mit Medikamenten abgebrochen werden. Ein medikamentöser Abbruch ist bis zum Ende der 9. Schwangerschaftswoche seit Beginn der letzten Menstruation (Monatsblutung) möglich.

Kann man direkt beim Frauenarzt abtreiben?

Eine Schwangerschaft kann operativ oder mit Medikamenten abgebrochen werden („Abtreibung“). Der operative Schwangerschaftsabbruch (Absaugung) wird in der Regel ambulant in einer Klinik oder Arztpraxis durchgeführt.

Warum darf man bis zur 12. Woche abtreiben?

In Deutschland ist der Schwangerschaftsabbruch bis zur 12. Woche (nach der Befruchtung, also ca. 14. SSW) grundsätzlich straffrei, weil er als weniger gravierend angesehen wird, da der Fötus noch keine eigenständige Lebensfähigkeit entwickelt hat und die Risiken für die Schwangere geringer sind, zudem die Schwangere in dieser Phase das Recht auf Selbstbestimmung stärker wiegt, während ein Abbruch danach nur bei medizinischer oder kriminologischer Indikation möglich ist. Es gibt eine Beratungspflicht und eine Wartefrist, aber der Abbruch wird nicht bestraft, wenn diese eingehalten werden. 

Wie viel kostet das Medikament zum Abtreiben?

Allgemein gilt: Die Kosten für einen ambulanten Schwangerschaftsabbruch (egal, ob mit Tabletten oder per Absaugung) liegen zwischen 350 und 600 Euro. Dabei kostet eine medikamentöse Abtreibung weniger als ein instrumenteller Abbruch.

Wann ist eine Spättabtreibung erlaubt?

Ein Spätabbruch ist straffrei, wenn eine medizinische Indikation vorliegt – beispielsweise, wenn pränataldiagnostische Untersuchungen, die erst nach der 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden können, Hinweise auf schwere Fehlbildungen des ungeborenen Kindes geben.

Ist die erste Abtreibung gratis?

Nein, eine erste Abtreibung ist in Deutschland grundsätzlich nicht automatisch kostenlos, aber die Kosten können für Frauen mit geringem Einkommen übernommen werden; die ärztliche Beratung und Nachsorge zahlt die Krankenkasse immer. Die Kosten für den Eingriff selbst (ca. 300–800 €) trägt man selbst, wenn das Einkommen über einer bestimmten Grenze liegt (oft < 1.500 € netto/Monat), aber man kann eine Übernahme beantragen, wenn man bedürftig ist, wobei dann das Bundesland oder die Krankenkasse zahlt. 

Welche Strafe droht bei Abtreibung?

Ein Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland grundsätzlich nach § 218 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bedroht, aber in der Praxis meist strafbar, wenn er innerhalb von 12 Wochen nach der Empfängnis nach einer verpflichtenden Beratung durch einen Arzt durchgeführt wird (Beratungsregelung, § 218a StGB) oder bei medizinischer/kriminologischer Indikation. Wer den Abbruch durchführt (Arzt/Arzthelfer) wird härter bestraft, wenn die Schwangere nicht einwilligt oder die Regeln verletzt, während die Schwangere selbst bei der „Beratungsregelung“ nicht strafbar ist. 

Was tun, wenn man kein Geld für eine Abtreibung hat?

Kostenübernahme Schwangerschaftsabbruch beantragen

Wenn Sie die Kosten für eine Abtreibung nicht selbst tragen können, übernimmt das Bundesland die Kosten. Den Antrag für diese Kostenübernahme stellen Sie bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse. Privat Versicherte wenden sich an eine gesetzliche Krankenkasse ihrer Wahl.

Ist abtreiben umsonst?

Bei einem Schwangerschaftsabbruch nach der sogenannten Beratungsregelung (nach § 218a Abs. 1 StGB) müssen die Kosten für den Schwangerschaftsabbruch und die Nachsorge von der schwangeren Frau selbst getragen werden.

Kann man in der 3. SSW abtreiben?

Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch ist bis zur 9. Schwangerschaftswoche (SSW) möglich.

Wie schmerzhaft ist eine Abtreibung mit Pille?

Die Abtreibungspille kann für manche Frauen eine unangenehme Erfahrung sein. Die Abtreibungspille verursacht Unterleibsschmerzen, die mehrere Stunden andauern können. Etwa so, wie sehr starke Menstruationskrämpfe. Andere mögliche Nebenwirkungen der Abtreibungspille sind Übelkeit, Erbrechen, Schüttelfrost und Durchfall.

Wie lange dauert die Pille zum Abtreiben?

Die Abtreibungspille (medikamentöser Abbruch) ist in Deutschland und Österreich bis zum Ende der 9. Schwangerschaftswoche (63. Tag seit der letzten Regelblutung) möglich; in der Schweiz oft bis zur 9. Woche, manchmal aber auch kürzer, wie bis zur 7. Woche. Die Methode wird durch zwei Medikamente (Mifepriston und Prostaglandin) unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt, um die Schwangerschaft zu beenden.
 

Welche Abtreibung ist schonender?

Die gebräuchlichste und schonendste Methode ist die Absaugung. Ein dünnes Röhrchen wird durch den Muttermund eingeführt und die Schleimhaut und die Fruchtblase werden abgesaugt. Der Eingriff dauert fünf bis zehn Minuten.

Wie läuft eine Abtreibung ab?

Eine Abtreibung läuft entweder medikamentös (mit zwei Medikamenten, bis ca. 9. Woche) ab, was eine Abbruchblutung auslöst, oder operativ (meist Absaugung), meist mit lokaler Betäubung oder Kurznarkose, wobei der Embryo und die Schleimhaut abgesaugt werden. Beide Verfahren können ambulant durchgeführt werden, wobei der operative Abbruch durch eine kurze Absaugung der Gebärmutter (Vakuumaspiration) erfolgt und nach kurzer Erholung die Patientin nach Hause gehen kann.
 

Kann man im 4. Monat abtreiben?

Das bedeutet, dass eine Schwangerschaft innerhalb der ersten drei Schwangerschaftsmonate ohne Vorliegen eines medizinischen Grundes abgebrochen werden kann. Voraussetzung ist, dass vor dem Abbruch ein Aufklärungsgespräch stattfindet und der Abbruch von einer Ärztin oder einem Arzt durchgeführt wird.

Hat ein Embryo Schmerzen bei Abtreibung?

Diese neue Studie deutet darauf hin, dass Föten auch nach 20 Wochen, dem Zeitpunkt, bis zu dem in den meisten Ländern ein Schwangerschaftsabbruch vorgenommen werden darf, noch keinen Schmerz empfinden.

Was hat Abtreibung für Folgen?

Die Folgen einer Abtreibung können kurzfristig körperliche Beschwerden wie Schmerzen und Blutungen sein, während langfristige körperliche Komplikationen wie Unfruchtbarkeit oder Probleme bei späteren Schwangerschaften selten, aber möglich sind. Psychisch können die Reaktionen komplex sein, mit möglichen Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) oder Depressionen, obwohl viele Frauen langfristig keine negativen psychischen Folgen sehen. Wichtig ist die medizinische Nachsorge und psychologische Unterstützung, um mögliche Risiken zu minimieren.
 

Wie viel kostet eine Abtreiben-Pille?

Die Kosten für eine ambulante Abtreibung liegen zwischen 350 und 500 Euro. Ein stationärer Schwangerschaftsabbruch kostet mehr als 500 Euro. Die Kosten können nicht von der AOK übernommen werden; sie sind von der Frau selbst zu bezahlen.

Wie viele Frauen bereuen ihren Schwangerschaftsabbruch?

Die meisten Studien zeigen, dass die überwältigende Mehrheit der Frauen einen Schwangerschaftsabbruch nicht bereut; oft empfinden sie Erleichterung, wobei Langzeitstudien (wie die "Turnaway Study" aus den USA) zeigen, dass über 95 % der Frauen ihre Entscheidung als richtig bewerten, selbst Jahre später, während eine kleinere Gruppe (ca. 6 %) negative Emotionen erlebt und eine bessere Unterstützung wünscht. 

Wo melde ich mich, wenn ich abtreiben will?

Die Schwangerschaftsberatungsstellen der AWO sind gesetzlich anerkannte Beratungsstellen nach § 219 Strafgesetzbuch (StGB) und § 5 Schwangerschaftskonfliktgesetz (SchKG). Wenn Sie eine Schwangerschaft abbrechen lassen möchten, brauchen Sie einen Beratungsschein von einer solchen staatlich anerkannten Beratungsstelle.

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