Für wen lohnt sich eine Solarthermie?
Gefragt von: Hans-Wilhelm Pietsch | Letzte Aktualisierung: 8. Juli 2026sternezahl: 4.6/5 (68 sternebewertungen)
Solarthermie lohnt sich besonders für Haushalte mit hohem Warmwasser- und Heizbedarf (z. B. Familien, Hotels, Gewerbe), gut gedämmte Gebäude und Eigenheimbesitzer, die ihre Öl- oder Gasheizung entlasten wollen, sowie für Neubauten oder Sanierungen, wo die Rohrverlegung einfach ist; sie ist auch sinnvoll für die Kombination mit Fußbodenheizungen oder Wärmepumpen, wobei PVT-Systeme (kombiniert PV und Solarthermie) eine noch effizientere Alternative darstellen können.
Ist Solarthermie noch sinnvoll?
Ja, Solarthermie lohnt sich meistens noch, besonders zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, da sie fossile Brennstoffe einspart und staatliche Förderungen die Wirtschaftlichkeit verbessern; die Amortisation dauert oft 10–20 Jahre, aber danach sind die Energiekosten minimal, wobei sich die Effizienz stark durch eine gute Anlagenauslegung (z.B. Röhrenkollektoren) und den Energiemix Ihres Hauses beeinflusst.
Wann lohnt sich Solar nicht?
Wann lohnt sich eine Photovoltaikanlage nicht? Photovoltaik lohnt sich nicht, wenn der Preis pro kWp bei über 2.000 € liegt, beziehungsweise 2.700 € pro kWp für eine Anlage mit Speicher. Die Stromerzeugungskosten sind in diesem Fall zu hoch und beeinträchtigen die Rentabilität der PV-Anlage.
Welche Nachteile hat Solarthermie?
Die Hauptnachteile der Solarthermie sind die Abhängigkeit vom Wetter, was im Winter zu geringer Wärmeleistung führt und eine zusätzliche Heizquelle erfordert; hohe Anfangskosten und Installationsaufwand; sowie der Platzbedarf für Kollektoren und Speicher, da sie meist nur die Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung übernehmen kann, aber nicht komplett ersetzt. Auch die Gefahr der Überhitzung (Stagnation) im Sommer und die Notwendigkeit einer optimalen Dachausrichtung sind wesentliche Aspekte.
Wann rechnet sich eine Solarthermieanlage?
Vergleicht man die Kosten mit den Einsparungen, lohnt sich Solarthermie nach mindestens 14 Jahren. Denn in dieser Zeit erwirtschaftet die Anlage die anfänglichen Anschaffungskosten.
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Warum keine Solarthermie mehr?
Ein wesentlicher Nachteil der Solarthermie sind die hohen Kosten im Verhältnis zum Ertrag. Die Anschaffung und Installation einer Anlage kostet oft einen mittleren bis hohen vierstelligen Betrag, was angesichts der begrenzten Energieeinsparung und der starken Wetterabhängigkeit oft schwer zu rechtfertigen ist.
Was ist sinnvoller, Solarthermie oder Photovoltaik?
Solarthermieanlagen produzieren mithilfe von Solarkollektoren Wärme. Photovoltaik für dein Dach ist in der Anschaffung in der Regel deutlich teurer als eine Solarthermie, allerdings ist die Stromkostenersparnis durch Photovoltaik langfristig deutlich höher als die Heizkostenersparnis durch die Solarthermieanlage.
Wie viel Heizkosten spart man mit Solarthermie?
Ein Beispiel: Ohne Solarthermie werden im Jahr Kosten von 300 Euro für das Warmwasser fällig. Bei einer Einsparung von 60 Prozent, sprich 180 Euro, reduzieren sich mit einer Solarthermieanlage die Energiekosten auf 120 Euro.
Wie oft muss eine Solarthermie gewartet werden?
Solaranlagen sind generell wartungsarm. Es ist jedoch empfehlenswert, jährlich eine Sichtprüfung durchzuführen und die PV-Module reinigen zu lassen oder selbst zu reinigen. Alle zwei bis vier Jahre sollte ein Fachbetrieb eine gründlichere Wartung der Solaranlage durchführen.
Was ist billiger, Solarthermie oder Photovoltaik?
Auf den ersten Blick sind Photovoltaikanlagen teurer. Die höheren Anschaffungskosten können jedoch durch Einsparungen bei den Stromkosten und Einspeisevergütungen ausgeglichen werden. Solarthermie ist günstiger in der Anschaffung, eignet sich jedoch nur für die Wärmegewinnung.
Was spricht gegen Solar auf dem Dach?
Ein Nachteil von Solaranlagen auf dem Dach ist, dass sie hohe Anschaffungskosten verursachen. In den letzten Jahren sind die Preise für Photovoltaik-Anlagen deutlich gesunken. Das liegt daran, dass eine größere Nachfrage besteht und die einzelnen Technologien somit nach und nach massentauglich werden.
Bei welchem Stromverbrauch lohnt sich eine Solaranlage?
Eine Photovoltaik-Anlage lohnt sich finanziell meist ab einem jährlichen Stromverbrauch von etwa 3.000 bis 4.000 kWh, besonders wenn Sie viel selbst nutzen, idealerweise mit Stromspeicher, da Sie so teuren Netzstrom sparen und sich die Investition schneller amortisiert. Bei geringerem Verbrauch (unter 2.500 kWh) kann es sich durch cleveres Nutzungsverhalten trotzdem rechnen, während bei hohem Verbrauch (über 5.000 kWh), z.B. durch E-Auto oder Wärmepumpe, die Rentabilität noch stärker steigt.
Wie lange dauert es, bis sich eine Solaranlage rentiert?
Eine Solaranlage amortisiert sich in Deutschland meist nach 8 bis 15 Jahren, wobei der Durchschnitt oft bei 10 bis 12 Jahren liegt, abhängig von Faktoren wie Eigenverbrauch, Stromspeicher, Anlagengröße, Strompreisen und staatlichen Förderungen. Mit einem Stromspeicher kann die Zeit länger sein (ca. 10-15 Jahre), aber die Ersparnis danach höher, während Leistungsstärkere und eine hohe Eigenverbrauchsquote die Amortisation beschleunigen.
Was ist im Winter besser, Solarthermie oder Photovoltaik?
Im Winter punkten beide Systeme, haben aber unterschiedliche Stärken: Solarthermie liefert direkt Wärme (Heizung/Warmwasser) mit höherem Wirkungsgrad auf kleinerer Fläche, stößt aber bei geringer Sonne an Grenzen. Photovoltaik (PV) erzeugt Strom für vielseitige Nutzung (Haushalt, E-Auto, Wärmepumpe) und ist langfristig oft wirtschaftlicher durch hohe Stromkosteneinsparung, braucht aber mehr Platz. Die Kombination beider ist ideal für maximale Unabhängigkeit, wobei PV im Winter Strom liefert, der Wärmepumpen oder Stromheizungen antreiben kann, während Solarthermie weiterhin Warmwasser unterstützt.
Warum lohnt sich kein Solar?
Wann lohnt sich Photovoltaik nicht? Eine PV-Anlage ist dann nicht empfehlenswert, wenn die Kosten für die Anlage die Einsparungen beim Strom übersteigen würden oder technische Voraussetzungen wie Ausrichtung und Neigung des Daches nicht ideal sind.
Welche Heizung macht Sinn im Altbau?
Für den Altbau sind Wärmepumpen (besonders Luft-Wasser mit bestehenden Heizkörpern) und Hybridheizungen (Wärmepumpe + Gas/Öl-Brennwert) die sinnvollsten Optionen, da sie hohe Förderung, Umweltfreundlichkeit und eine sanfte Umstellung ermöglichen. Auch moderne Pelletheizungen sind eine Alternative bei ausreichend Lagerplatz. Die beste Wahl hängt vom Zustand des Hauses ab: Bei guter Dämmung ist die Wärmepumpe optimal, bei schlechterer Dämmung ist eine Hybridlösung oft besser, um die Effizienz zu steigern, bis eine Sanierung möglich ist.
Was kostet eine Solarthermie mit Einbau?
Die Kosten für eine Solarthermieanlage inklusive Einbau liegen für ein Einfamilienhaus meist zwischen 5.000 € (nur Warmwasser) und 17.000 € (Warmwasser & Heizung), wobei ca. 10.000 € ein gängiger Durchschnitt für die kombinierte Heizungsunterstützung sind. Die Preisspanne hängt stark vom System ab: Warmwasseranlagen sind günstiger, während eine Heizungsunterstützung größere Kollektoren und einen größeren Pufferspeicher (oft 1.000 Liter) benötigt, was die Kosten erhöht. Förderungen können die Investition deutlich senken.
Was passiert nach 20 Jahren mit einer PV-Anlage?
Auch nach 20 geförderten Jahren können Sie Ihren erzeugten PV-Strom weiterhin an das öffentliche Netz verkaufen. Die Volleinspeisung kann auch nach dem Ende der EEG Förderung weiterhin eine wertvolle Einnahmequelle sein.
Wie lange ist die Lebensdauer einer solarthermischen Anlage?
Solare Warmwassersysteme, auch Solarthermieanlagen genannt, haben eine etwas kürzere Lebensdauer als Photovoltaikanlagen. Im Allgemeinen halten sie 20 bis 25 Jahre . Die Lebensdauer hängt von Faktoren wie der Qualität der Komponenten, der Installation und der Wartung ab.
Was sind die Nachteile von Solarthermie?
Die Hauptnachteile der Solarthermie sind die Abhängigkeit vom Wetter, was im Winter zu geringer Wärmeleistung führt und eine zusätzliche Heizquelle erfordert; hohe Anfangskosten und Installationsaufwand; sowie der Platzbedarf für Kollektoren und Speicher, da sie meist nur die Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung übernehmen kann, aber nicht komplett ersetzt. Auch die Gefahr der Überhitzung (Stagnation) im Sommer und die Notwendigkeit einer optimalen Dachausrichtung sind wesentliche Aspekte.
Wie groß muss eine Solarthermie für ein Einfamilienhaus sein?
Für Solarthermie für Warmwasser werden nach einer Faustregel pro Person Flachkollektoren mit einer Fläche von 1,5 m2 benötigt. Bei Röhrenkollektoren genügt 1 m2 pro Person. Für eine Anlage für Warmwasser und Heizung sind es bei Flachkollektoren 3 m2 pro Person, bei Röhrenkollektoren etwa 2 m2.
Für wen lohnt sich Solar?
Eine PV-Anlage lohnt sich vor allem für Eigenheimbesitzer mit hohem Stromverbrauch (über 3.000 kWh/Jahr), viel Sonne auf dem Dach (Südausrichtung optimal) und der Absicht, viel Strom selbst zu verbrauchen (z. B. mit E-Auto, Wärmepumpe), um sich von steigenden Strompreisen unabhängig zu machen und langfristig Kosten zu sparen. Die Investition amortisiert sich meist nach 10 bis 15 Jahren, wobei der Eigenverbrauch entscheidend für die Wirtschaftlichkeit ist.
Ist Solarthermie besser als Solarpaneele?
Hinsichtlich des reinen Wirkungsgrades bei der Energiegewinnung aus der Sonne ist Solarthermie mit rund 70 % effizienter als Photovoltaik (PV) mit etwa 15–20 %. Theoretisch benötigen Solarthermieanlagen daher weniger Dachfläche als Photovoltaikanlagen.
Wie viel Geld spart man mit Solarthermie?
Solarthermie und Pelletheizung
Im Sommer kann die Solarthermie die Warmwasserversorgung vollständig übernehmen. Über das Jahr verteilt kann diese Kombination bis zu 60 Prozent der Energiekosten einsparen.
Was ist effektiver, Solarthermie oder Wärmepumpe?
Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit. Solarthermieanlagen können rund 70 bis 85 Prozent des Sonnenlichts in Wärme umwandeln. Der restliche Anteil wird zurückreflektiert oder als Umgebungswärme zerstreut. Wärmepumpen kommen dagegen auf einen Wirkungsgrad von bis zu 500 Prozent.
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