Bis wann kann man in Österreich abtreiben?
Gefragt von: Peter Hahn | Letzte Aktualisierung: 31. Oktober 2026sternezahl: 4.5/5 (43 sternebewertungen)
In Österreich kann eine Schwangerschaft laut der sogenannten Fristenlösung grundsätzlich innerhalb der ersten drei Monate (bis zur 14. Schwangerschaftswoche, gerechnet ab der letzten Regelblutung) auf Verlangen der Frau abgebrochen werden, sofern eine ärztliche Beratung vorausgegangen ist; ein medikamentöser Abbruch ist bis zur 9. Woche möglich, ein operativer Abbruch bis zur 14. Woche. Bei Vorliegen bestimmter Indikationen (z. B. medizinische Gründe) ist ein Abbruch auch später möglich.
Kann man im 4. Monat noch abtreiben?
Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch („Abtreibung“) ist bis zum Ende der 9. Schwangerschaftswoche (63. Tag) seit Beginn der letzten Monatsblutung möglich.
Wann ist eine Spättabtreibung erlaubt?
Ein Spätabbruch ist straffrei, wenn eine medizinische Indikation vorliegt – beispielsweise, wenn pränataldiagnostische Untersuchungen, die erst nach der 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden können, Hinweise auf schwere Fehlbildungen des ungeborenen Kindes geben.
Wie viel kostet Abtreiben in Österreich?
In einem privaten Ambulatorium kostet ein Schwangerschaftsabbruch zwischen 490 und 660 Euro (Stand: Juni 2025). Im Wiener Gesundheitsverbund wird nach dem jeweils aktuellen Tarif verrechnet. Das sind 417,35 Euro im Jahr 2025.
Ist eine Abtreibung im 7. Monat möglich?
Nach der neuen Rechtslage ist ein Abbruch auch im 7. Bis 8. Monat möglich. Dadurch entsteht die Gefahr, daß auch ein ungewolltes, behindertes Kind eine Abtreibung überlebt.
Hohe Kosten, wenig Angebot: Abtreibung in Österreich
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Kann man im 9. Monat abtreiben?
Obwohl man weiß, dass Ungeborene schon früh außerhalb des Mutterleibs eine Überlebenschance haben können, und annimmt, dass sie noch früher Schmerzen empfinden können, ist in Deutschland schon heute erlaubt, auch späte Abtreibungen vorzunehmen.
Wie läuft eine Spättabtreibung ab?
Ein Spätabbruch (nach der 12. SSW) wird meist bei medizinischer Indikation (schwere Kindesfehlbildung, mütterliche Belastung) nach Beratung und Untersuchung durchgeführt, wobei ab ca. der 20./22. Woche ein Fetozid (Herzstillstand) per Injektion erfolgt, um das Kind vor der Einleitung der Wehen zu töten, da es sonst lebensfähig wäre. Der Ablauf beinhaltet Beratung, Untersuchung, ggf. Fetozid und die Einleitung der Geburt, oft mit Sedierung, und erfordert eine enge psychologische Begleitung für die Eltern.
Kann ich als Deutsche in Österreich abtreiben?
In Österreich ist es ohne einen medizinischen Grund gesetzlich erlaubt bis zur 16. Woche nach dem ersten Tag der letzten Regelblutung einen Schwangerschaftsabbruch (Gestationswoche) vom Arzt durchführen zu lassen – in den meisten Kliniken erfolgt der Eingriff aber nur bis zur 12. oder 14. Woche.
Wie viel kostet die Pille zum Abtreiben?
Die Kosten für eine Abtreibungspille (medikamentöser Abbruch) liegen in Deutschland meist zwischen 300 und 600 Euro, da die Medikamente und die ärztliche Betreuung bezahlt werden müssen, aber eine Narkose entfällt. Kostenübernahmen sind bei geringem Einkommen möglich, wenn ein Beratungsschein vorliegt, oder wenn eine medizinische/kriminologische Indikation besteht; die genauen Kosten variieren je nach Praxis und Region.
Wie läuft eine Abtreibung ab in Österreich?
Bei einem Schwangerschaftsabbruch mit Tabletten werden Mifepriston und Misoprostol verabreicht. Mifepriston wird vor Ort im Beisein des Arztes*der Ärztin nach einem Ultraschall eingenommen. Misoprostol wird dir zusammen mit den Anweisungen zur Einnahme mit nach Hause gegeben.
Wie lange abtreiben Trisomie 21?
Ein Schwangerschaftsabbruch wegen Trisomie 21 (Down-Syndrom) ist in Deutschland bis zur 12. Schwangerschaftswoche (SSW) ohne besondere Begründung möglich (Fristenlösung) und danach bis zur 22. SSW als medizinische Indikation, wenn eine Gefahr für die körperliche oder seelische Gesundheit der Mutter besteht, was durch eine Diagnose der Behinderung des Kindes erfüllt sein kann, wobei bei späten Abbrüchen eine Tötung des Fötus vor der Geburtseinleitung nötig ist. Die Entscheidung hängt von individuellen Faktoren ab und erfordert oft eine intensive Beratung.
Kann man in der 20. Schwangerschaftswoche abtreiben?
Ein derartig begründeter Schwangerschaftsabbruch kann grundsätzlich zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft erfolgen. Aufgrund der gesetzlichen Regelungen können in Deutschland Abbrüche ≥ 12 + 0 SSW p.c. bzw. ≥ 14 + 0 SSW p.m. nur aufgrund dieser Indikation erfolgen.
Was gibt es für Alternativen zur Abtreibung?
Wir haben Informationen über Pflegefamilien für Dich gesammelt!
- Adoption.
- Anonyme Geburt.
- Babyklappe/Babynest.
- Abtreibung.
Kann man im 6. Monat abtreiben?
Ein Schwangerschaftsabbruch mit medizinischer Indikation ist auch nach der zwölften Woche nach Empfängnis (14. Woche nach dem ersten Tag der letzten Monatsblutung) möglich. Der Schwangerschaftsabbruch darf nicht von der Ärztin oder dem Arzt vorgenommen werden, die oder der die Indikation ausgestellt hat.
Bis wann ist die Spättabtreibung?
Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.
Welche ist die späteste natürliche Schwangerschaft?
Statistisch gesehen ist eine Frau in Deutschland bei der Geburt ihres ersten Kindes 30,2 Jahre alt. Zehn Jahre zuvor lag das Durchschnittsalter noch bei 29,0 Jahren. Der EU-Durchschnitt liegt derzeit bei 29,5 Jahren für die erste Geburt – wobei Frauen in Italien und Spanien am spätesten Mutter werden (31,6 Jahre) .
Welche Strafe droht bei Abtreibung?
Ein Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland grundsätzlich nach § 218 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bedroht, aber in der Praxis meist strafbar, wenn er innerhalb von 12 Wochen nach der Empfängnis nach einer verpflichtenden Beratung durch einen Arzt durchgeführt wird (Beratungsregelung, § 218a StGB) oder bei medizinischer/kriminologischer Indikation. Wer den Abbruch durchführt (Arzt/Arzthelfer) wird härter bestraft, wenn die Schwangere nicht einwilligt oder die Regeln verletzt, während die Schwangere selbst bei der „Beratungsregelung“ nicht strafbar ist.
Kann man direkt beim Frauenarzt abtreiben?
Eine Schwangerschaft kann operativ oder mit Medikamenten abgebrochen werden („Abtreibung“). Der operative Schwangerschaftsabbruch (Absaugung) wird in der Regel ambulant in einer Klinik oder Arztpraxis durchgeführt.
Wie schmerzhaft ist die Abtreibungspille?
Die Abtreibungspille kann für manche Frauen eine unangenehme Erfahrung sein. Die Abtreibungspille verursacht Unterleibsschmerzen, die mehrere Stunden andauern können. Etwa so, wie sehr starke Menstruationskrämpfe. Andere mögliche Nebenwirkungen der Abtreibungspille sind Übelkeit, Erbrechen, Schüttelfrost und Durchfall.
Bis wann spätestens abtreiben?
Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.
Wie lange darf man in Österreich legal abtreiben?
In Österreich ist ein Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich innerhalb der ersten drei Monate nach Beginn der Schwangerschaft nach einer Beratung durch eine Ärztin/einen Arzt möglich (sogenannte Fristenlösung).
Wie lange darf man im Ausland abtreiben?
Die Frist von maximal 84 Tagen Schwangerschaft gilt ab dem ersten Tag der letzten Periode der Frau. Eine Ärztin oder ein Arzt muss bestätigen, dass die zwölf Wochen noch nicht vorbei sind. Drei Tage später kann die Abtreibung durchgeführt werden.
Welche Gefühle erleben Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch?
Nach einem Schwangerschaftsabbruch sind die Gefühle sehr individuell und reichen von Erleichterung, Freude oder auch einem Gefühl der Stärke bis hin zu Trauer, Schuld, Angst, Niedergeschlagenheit, Wut und hormonell bedingten Stimmungsschwankungen, die oft auch mit körperlichen Reaktionen wie Schmerzen und Blutungen einhergehen können, wobei die Verarbeitung stark von den persönlichen Umständen (z.B. Druck, Lebenssituation, moralische Einstellung) abhängt. Es gibt keine pauschale "normale" Reaktion, und professionelle Beratung bei Beratungsstellen wie pro familia oder donum vitae ist eine wichtige Anlaufstelle.
Bei welchen Behinderungen darf man abtreiben?
In der Praxis heißt es, dass ein Kind mit Behinderung abgetrieben werden darf, sofern es die körperliche oder seelische Gesundheit der Mutter gefährdet. Egal, ob im zweiten, im fünften oder im neunten Monat.
Kann man in der 4. SSW schon abtreiben?
Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch ist bis zur 9. Schwangerschaftswoche (SSW) möglich.
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