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Bin mir nicht sicher ob es Wehen sind?

Gefragt von: Osman Hein  |  Letzte Aktualisierung: 18. April 2026
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Wenn Sie unsicher sind, ob es echte Wehen sind, achten Sie auf Regelmäßigkeit und Intensität; echte Geburtswehen kommen in immer kürzeren Abständen, werden stärker und hören nicht durch Bewegung oder ein warmes Bad auf, während Übungswehen oft unregelmäßig sind und bei Entspannung nachlassen. Fühlen Sie ein hart werdendes Bauch- oder Rückenziehen, vergleichen Sie es mit starken Regelschmerzen. Im Zweifelsfall: Testen Sie im warmen Bad; echte Wehen werden stärker, Übungswehen schwächer.

Woher weiß ich, ob es Wehen sind?

Wehen erkennt man an regelmäßigen, stärker werdenden und länger anhaltenden Kontraktionen der Gebärmutter, die sich oft wie starke Menstruationskrämpfe oder Rückenschmerzen anfühlen, den Bauch hart machen und sich durch Bewegung nicht bessern. Im Gegensatz zu Vor- oder Übungswehen, die unregelmäßig sind und nachlassen, werden echte Geburtswehen intensiver und kürzer in ihren Abständen. Achten Sie auf die Frequenz (alle 5-10 Minuten), Dauer (mind. 1 Minute) und Intensität der Schmerzen, um den Geburtsbeginn einzuschätzen.
 

Welcher Schmerz ist mit Wehen vergleichbar?

Wehenschmerzen werden oft mit starken Menstruationskrämpfen, tiefem Ziehen im Unterbauch und Rücken sowie Magen-Darm-Krämpfen verglichen, wobei sich der Schmerz wie eine intensive Spannung anfühlt, die kommt und geht, ähnlich einem vorbeirauschenden Zug, gefolgt von Ruhephasen, bis die nächste Kontraktion einsetzt. Die Intensität variiert je nach Wehenart (Vorwehen, Senkwehen, Geburtswehen), aber der Schmerz ist oft ein intensives, rhythmisches Ziehen, das den gesamten Bauch verhärtet, bevor er wieder abklingt.
 

Kann es sein, dass man Wehen nicht merkt?

Wehen: nicht bei jeder Frau gleich

Aber nicht jede Wehe fühlt sich gleich an. Manche Wehen erlebt die Frau bei der Geburt nur als leichten Druck, andere als intensivsten Schmerz. Wie Gebärende die Wehen und die damit verbundenen Schmerzen empfinden, hängt zum großen Teil auch von der Situation ab.

Kann man unbemerkt Wehen haben?

In unregelmäßigen Abständen treten sie oftmals unbemerkt auf, sie können aber auch schmerzhaft sein. Einige Frauen haben keine Senkwehen und bis zum Geburtsbeginn liegt das Baby bequem über dem Becken. Keine Sorge, auch ohne diese Wehen kann die Geburt natürlich beginnen.

Braxton Hicks contractions, pre-labor contractions and labor contractions – what is the difference?

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Wie fühlen sich echte Geburtswehen an?

Echte Wehen fühlen sich oft an wie starke, rhythmische Muskelkrämpfe und beginnen meist als dumpfes Ziehen im unteren Rücken oder Bauch, ähnlich Menstruationsbeschwerden, die mit der Zeit intensiver werden, in Wellen kommen (beginnen, Höhepunkt erreichen, abschwächen) und sich zu einem starken Druck nach unten, in den Rücken und Oberschenkeln entwickeln, bis eine Unterhaltung während der Wehe kaum noch möglich ist. Der Bauch wird dabei steinhart, und die Wehen treten immer regelmäßiger und länger auf, im Gegensatz zu Vorwehen, die nachlassen können.
 

Kann die Geburt ohne Anzeichen beginnen?

Kann die Geburt ohne Symptome beginnen? Die Geburt muss nicht zwangsläufig durch klare Anzeichen eingeläutet werden. Viele Schwangere merken keine Symptome einer bevorstehenden Geburt und merken bis zum Einsetzen der Geburtswehen nichts davon, dass es bald losgehen könnte.

Wie fühlen sich falsche Wehen an?

Sind Braxton-Hicks-Kontraktionen schmerzhaft? Normalerweise sind Übungswehen nicht schmerzhaft. Aber sie können unangenehm sein und dir manchmal regelrecht den Atem nehmen. Sie sind vergleichbar mit Menstruationskrämpfen oder einem Stich und fühlen sich an wie ein Stechen, Kribbeln oder Ziehen.

Warum spüren manche Frauen keine Wehen?

Manche Frauen bekommen keine Wehen oder nur schwache Wehen, weil der Körper aus verschiedenen Gründen nicht richtig auf den Geburtsstart reagiert, oft durch eine Überdehnung der Gebärmutter (z.B. bei Mehrlingen oder viel Fruchtwasser), hormonelle Ungleichgewichte, eine schwache Muskulatur (z.B. nach vielen Schwangerschaften) oder auch durch psychische Faktoren wie starke Angst. Auch strukturelle Probleme, wie eine Schwäche des Gebärmutterhalses (Zervixinsuffizienz) oder Infektionen, können eine Rolle spielen. 

Warum gehen meine Wehen plötzlich wieder weg?

Wenn Wehen plötzlich wieder weggehen, handelt es sich oft um Vorwehen (Senkwehen), die noch nicht die eigentliche Geburt einleiten, sondern den Körper vorbereiten. Diese Wehen sind meist unregelmäßig und lassen nach, wenn man sich bewegt, hinlegt oder entspannt. Das ist ein normaler Vorgang, aber wenn Sie sich unsicher sind, vor allem bei vorzeitigen Wehen in der Frühschwangerschaft, sollten Sie immer Ihre Hebamme oder Ihren Arzt kontaktieren, um sicherzugehen, dass alles in Ordnung ist.
 

Würde ein Mann Geburtsschmerzen aushalten?

Somit kann auch mit einem gängigen Vorurteil aufgeräumt werden: Männer könnten also durchaus die Schmerzen einer Geburt aushalten – da sie eben Schmerzen nicht so stark empfinden.

Hat man bei Wehen das Gefühl, auf die Toilette zu müssen?

Häufiger Drang, auf die Toilette zu gehen: Wenn dein Baby in dein Becken hinabgleitet, kann es Druck auf deine Blase ausüben, sodass du immer häufiger das Gefühl hast, urinieren zu müssen. Das ist normal und ein Zeichen dafür, dass sich das Baby auf die Geburt vorbereitet.

Wie merke ich, dass die Geburt losgeht?

Sie erkennen den Geburtsbeginn an regelmäßigen, stärker werdenden Wehen (oft im Rücken startend), dem Platzen der Fruchtblase, dem Abgang des Schleimpfropfs ("Zeichnen"), vermehrtem Harndrang oder Durchfall, da das Baby tiefer ins Becken rutscht, was Druck auf Blase und Darm ausübt. Zählen Sie die Wehen: Wenn sie alle 5-10 Minuten kommen und 30-60 Sekunden dauern, ist es Zeit, die Hebamme oder Klinik zu informieren.
 

Wird bei echten Wehen der Bauch hart?

Ja, bei echten Geburtswehen wird der Bauch hart, da sich die Gebärmutter stark zusammenzieht, was oft von Schmerzen begleitet wird, die stärker werden und in kürzeren Abständen auftreten; auch Übungswehen (Braxton-Hicks-Kontraktionen) machen den Bauch hart, sind aber meist unregelmäßiger, weniger schmerzhaft und klingen oft durch Ruhe ab. Echte Wehen sind regelmäßiger, dauern länger und steigern sich in Intensität, während der Bauch bei beiden Arten hart wird.
 

Wie kündigen sich Wehen an?

Wehen kündigen sich oft wie starke Regelschmerzen oder ein Ziehen im unteren Rücken und Bauch an, die unregelmäßig beginnen und allmählich länger, stärker und regelmäßiger werden, oft begleitet vom Hartwerden des Bauches. Auch der Abgang des Schleimpfropfs kann ein frühes Zeichen sein, während Vorwehen oft verschwinden, wenn man sich bewegt oder badet, echte Geburtswehen jedoch bleiben und sich steigern. 

Wie unterscheidet man echte Wehen von Vorwehen?

Der Hauptunterschied: Vorwehen (Senkwehen/Übungswehen) sind unregelmäßig, schwächer, hören oft bei Entspannung (z.B. warmes Bad) auf und dienen der Vorbereitung (Senken des Kindes, Erweichung des Muttermundes), während Geburtswehen (Eröffnungswehen) regelmäßiger, stärker werden, sich steigern, nicht nachlassen und den Muttermund effektiv öffnen, um die Geburt einzuleiten. 

Was löst sofort Wehen aus?

Ausgedehnte Spaziergänge oder leichte Beckenübungen auf einem Sitzball sorgen dafür, dass das Köpfchen des Kindes tiefer ins Becken rutscht. Dadurch wird der Gebärmutterhals stimuliert und der Körper setzt das Wehenhormon Oxytocin frei. Beliebt sind ebenfalls Bauchtanzkurse, Yoga, Treppensteigen und - Wohnungsputz.

Wie fühlen sich Geburtswehen an?

Geburtswehen fühlen sich an wie starke, wellenförmige Krämpfe, die oft als intensiver Periodenschmerz oder Rückenschmerzen beginnen und sich im Bauch, Rücken, Oberschenkeln und Leiste ausbreiten können, wobei der Bauch sich dabei verhärtet; sie steigern sich in Intensität und Regelmäßigkeit und werden durch die Ausschüttung von körpereigenen Endorphinen begleitet, die schmerzlindernd wirken können. 

Wie stark müssen die Wehen sein, um ins Krankenhaus zu fahren?

Sie sollten ins Krankenhaus fahren, wenn Wehen alle 5–10 Minuten kommen, mindestens 30–60 Sekunden andauern und so stark sind, dass Sie sich kaum noch ablenken können (besonders bei der ersten Geburt) – oder sofort bei Blasensprung, Blutungen, starken Schmerzen oder Unsicherheit, um dies abklären zu lassen, da Ihr Bauchgefühl zählt, so die Österreichische Hebammengremium. 

Wie merke ich, ob ich echte Wehen habe?

Echte Wehen erkennt man daran, dass sie regelmäßig kommen (alle 5-10 Min.), länger dauern (ca. 60 Sek.), stärker werden und nicht aufhören, auch nicht bei Bewegung oder Entspannung (z.B. warmes Bad), und oft als tiefe Rücken- oder Menstruationsschmerzen beginnen, die in den Bauch ausstrahlen. Im Gegensatz zu Vorwehen, die unregelmäßig sind und bei Bewegung nachlassen, führen echte Wehen zur Öffnung des Muttermundes und steigern sich in Intensität und Frequenz.
 

Wie oft am Tag treten Senkwehen auf?

Senkwehen treten unregelmäßig auf, mal nur wenige Male am Tag oder alle paar Stunden, manchmal auch über Tage verteilt, und sind ein Zeichen dafür, dass sich das Baby tiefer ins Becken senkt – es gibt keine feste Häufigkeit; sie sind oft kürzer und unregelmäßiger als echte Geburtswehen, dauern nur wenige Minuten und können beim Baden oder Ausruhen nachlassen. Sie können sich wie ein Ziehen oder ein Hartwerden des Bauches anfühlen und bereiten den Körper auf die Geburt vor.
 

Wie habt ihr vorzeitige Wehen gemerkt?

Anzeichen für vorzeitige Wehen

Menstruationsartiges Ziehen im Unterleib. Schmerzen im Rücken und Lendenbereich (die sich mit Wärme nicht lindern lassen). Bräunlich, rosa-farbener Ausfluss. Uteruskontraktionen, die öfter als dreimal die Stunde auftreten.

Wie verhält sich eine Frau kurz vor der Geburt?

Bei vielen Frauen macht sich kurz vor der Geburt eine innere Unruhe breit. Obwohl sie erschöpft sind, können sie nicht mehr richtig schlafen und das Gedankenkarussell dreht sich ohne Pause. Auch das ist ein Zeichen dafür, dass sich Körper und Seele auf die bevorstehende Geburt vorbereiten.

Kann ich Wehen ohne Schmerzen haben?

Wehenschmerzen gelten oft als unvermeidbarer Bestandteil der Geburt. Einige Frauen berichten jedoch, während der Wehen kaum oder gar keine Schmerzen zu verspüren , was sowohl bei werdenden Müttern als auch bei medizinischem Fachpersonal Neugierde weckt.

Ist es möglich, Wehen nicht zu merken?

Es gibt unterschiedliche Arten von Wehen, die sich auch unterschiedlich anfühlen. Manche Frauen nehmen die Kontraktionen während der Schwangerschaft gar nicht wahr, andere spüren diese deutlich. Gegen Ende der Schwangerschaft werden die Wehen in der Regel stärker – und die Spannung immer größer.

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