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Bin ich noch depressiv?

Gefragt von: Kerstin Albers  |  Letzte Aktualisierung: 16. Januar 2026
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Ob Sie noch depressiv sind, lässt sich nicht durch eine einfache Ja/Nein-Antwort feststellen, aber wenn anhaltende Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Antriebslosigkeit, Schlaf- und Konzentrationsproblemen sowie negative Gedanken länger als zwei Wochen bestehen, könnten Symptome einer Depression vorliegen, die professionelle Hilfe erfordern. Es gibt Online-Selbsttests (z.B. Therapie.de, netDoktor.de, Stiftung Deutsche Depressionshilfe), aber nur ein Arzt kann eine Diagnose stellen und eine Behandlung einleiten, besonders bei Suizidgedanken.

Woher weiß ich, ob ich depressiv bin?

Ob Sie Depressionen haben, erkennen Sie an anhaltender Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Antriebslosigkeit und Müdigkeit, oft begleitet von Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen, Schuldgefühlen, innerer Unruhe und dem Gefühl der inneren Leere, die den Alltag erschweren und mindestens zwei Wochen andauern. Wichtig: Nur ein Arzt oder Psychotherapeut kann eine Diagnose stellen, aber Online-Tests (z.B. PHQ-9) können erste Hinweise geben und einen Anstoß für professionelle Hilfe sein.
 

Was ist eine weiße Depression?

Die weiße Depression ist eine besondere Grundform der Depression, genauer gesagt eine Subspezies der endogenen Depression, also einer Depression ohne (zunächst) erkennbare Ursache. Synonyme für diese Depression sind: larvierte Depression. maskierte Depression.

Bin ich depressiv oder einfach nur faul?

Ob Sie depressiv oder faul sind, kann nur ein Fachmann mit Sicherheit sagen, aber Depression äußert sich oft durch anhaltende Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Energiemangel und Schlafprobleme – Symptome, die über bloße Antriebslosigkeit hinausgehen und eine behandlungsbedürfte psychische Erkrankung darstellen, während Faulheit eine Entscheidung ist, die man ändern kann. Wichtig: Fühlen Sie sich über einen längeren Zeitraum (z. B. zwei Wochen) niedergeschlagen, leer, freudlos und müde, sollten Sie unbedingt professionelle Hilfe suchen, z.B. bei einem Arzt oder Therapeuten, da dies deutliche Anzeichen einer Depression sein können.
 

Was ist eine stille Depression?

Eine stille Depression (auch larvierte oder somatisierte Depression) ist eine Form der depressiven Störung, bei der die Betroffenen ihre innere Niedergeschlagenheit hinter einer funktionalen, kontrollierten Fassade verbergen, oft durch Perfektionismus, hohe Leistungsbereitschaft oder scheinbar gute Laune, wodurch die Erkrankung äußerlich kaum erkennbar ist. Statt offensichtlicher Traurigkeit zeigen sich körperliche Beschwerden (wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Verdauungsprobleme) und versteckte emotionale Symptome wie Gereiztheit, Ungeduld oder innere Unruhe, was die Diagnose erschwert und das Risiko für Krisen erhöht.
 

Wie erkenne ich eine Depression?

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Was ist lächelnde Depression?

Auch hinter einem stets fröhlichen und unbeschwerten Lächeln kann sich eine tiefe Verstimmung verbergen. Smiling Depression nennt sich diese psychische Erkrankung. Menschen mit dieser atypischen Depression unterdrücken und verbergen ihre wahren Gefühle und inneren Konflikte vor den Mitmenschen.

Was sind die 3 Hauptsymptome einer Depression?

Die drei Hauptsymptome einer Depression sind eine gedrückte Stimmung, der Verlust von Interesse und Freude (Freudlosigkeit) sowie eine deutliche Antriebsminderung (Energieverlust, Müdigkeit). Diese Kernsymptome müssen stark ausgeprägt sein und länger als zwei Wochen andauern, um eine Depression zu diagnostizieren, und sie beeinträchtigen das Alltagsleben erheblich.
 

Was sind die 5 Phasen einer Depression?

Die 5 Phasen der Depression, oft basierend auf dem Trauerphasenmodell von Kübler-Ross, sind eine Orientierungshilfe und beschreiben typische emotionale und körperliche Veränderungen: Negative Gedanken, Appetit- und Schlafstörungen, Selbstvorwürfe/Schuldgefühle, und als schwerste Stufe Suizidgedanken oder -verhalten; sie können sich überlappen und sind nicht bei jedem Menschen gleich.
 

Was ist Morgendepression?

Definition. Das Morgentief ist ein Begriff aus der Psychiatrie und ein Symptom einer Depression. Es handelt sich um eine Verschlechterung der depressiven Symptomatik in den Morgenstunden. Dieses Stimmungstief stabilisiert sich oft im Laufe des Tages wieder.

Was sind die vier Hauptsymptome einer Depression?

Depressionen zeigen sich auf vier Symptomebenen: Psychisch/Emotional (Traurigkeit, Freudlosigkeit), Kognitiv (Konzentrations-, Entscheidungsstörungen, negative Gedanken), Verhaltensbezogen (Rückzug, Antriebslosigkeit, Schlaf-/Essstörungen) und Körperlich (Müdigkeit, Schmerzen, Herzrasen) – oft zusammengefasst in Hauptsymptome wie gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Antriebsmangel und zusätzliche vegetative oder kognitive Probleme. 

Was ist eine kalte Depression?

Menschen mit einer Winterdepression haben über einen längeren Zeitraum typische Symptome einer Depression, wie etwa Antriebslosigkeit und Niedergeschlagenheit. Menschen mit Winterblues blicken melancholisch auf das Jahr zurück und sind in sich gekehrt, können aber noch Freude empfinden.

Wie sieht ein Mensch mit Depressionen die Welt?

Veränderte Wahrnehmung

Die Wahrnehmung und das Erleben verändern sich durch eine Depression oft sehr stark. Betroffenen scheint die Welt häufig in einen dunklen Schleier gehüllt, sie fühlen sich kraftlos und empfinden keine Freude mehr am Leben. Die Gefühlswelt ist monoton. Auch die Selbstwahrnehmung ist verändert.

Was sind die 3 Stufen der Depression?

Die drei Stufen der Depression beziehen sich auf ihre Schweregrade: leicht, mittelgradig und schwer, die anhand der Anzahl der Haupt- und Nebensymptome sowie deren Auswirkung auf den Alltag definiert werden. Eine leichte Depression erlaubt oft noch die Bewältigung des Alltags, während eine schwere Depression die Fähigkeit, normale Aktivitäten auszuführen, stark bis unmöglich einschränkt, selbst grundlegende Dinge wie Körperpflege. Die Klassifikation erfolgt nach internationalen Standards wie der ICD-10. 

Was sind erste Anzeichen einer Depression?

Erste Anzeichen einer Depression sind oft eine anhaltende gedrückte Stimmung, Verlust von Freude und Interesse, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen (Ein- oder Durchschlafprobleme) und Konzentrationsschwierigkeiten, begleitet von Gefühlen der Wertlosigkeit und Hoffnungslosigkeit. Körperliche Symptome wie Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Kopf- oder Bauchschmerzen können ebenfalls auftreten, während manche Betroffene sozialer Rückzug oder Reizbarkeit zeigen. Wichtig ist, bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufzusuchen, da diese Anzeichen oft schleichend beginnen. 

Was machen Depressive den ganzen Tag?

Vielen depressiven Menschen fällt es schwer, ihren Tagesablauf zu strukturieren und ihren Alltag zu bewältigen. Fehlende Motivation, das Bett zu verlassen, Rückzug in ein Zimmer, stundenlanges Fernsehen oder Surfen im Internet, Vernachlässigung der Sozialkontakte usw. sind häufige Anzeichen der Erkrankung.

Was zeichnen Depressionen aus?

Typische psychische Symptome einer Depression sind:

  • gedrückte Stimmung, Traurigkeit und Niedergeschlagenheit.
  • Müdigkeit und Antriebslosigkeit.
  • Apathie und Gleichgültigkeit.
  • fehlendes oder geringes Selbstwertgefühl.
  • Schuldgefühle.
  • Schwierigkeiten, sich zu entscheiden oder zu konzentrieren.
  • Hoffnungslosigkeit.

Warum geht es depressiven Menschen abends besser?

Nach dem Schlaf ist die Wachheit noch mehr hochreguliert – und die Anspannung ist besonders hoch – ein Teufelskreis. „Bei vielen Betroffenen sind deshalb morgens die Depressionssymptome am stärksten und gegen Abend, wenn sich ein Schlafdruck aufbaut, bessert sich bei vielen die Depression“, berichtet Hegerl.

Was ist Stressdepression?

Hierbei handelt es sich um eine Form der Stressdepression. Sie entsteht, wenn das Stresslevel so hoch ist, dass du Erschöpfungszustände mit Ruhephasen nicht mehr kompensieren kannst. Sprich: Dein Körper kommt aus der Erschöpfung nicht mehr heraus. Dadurch ist es dir unmöglich, deinen Alltag weiter zu bewältigen.

Ist ein komisches Gefühl im Kopf ein Symptom von Depression?

Typisch für Depressionen ist ein diffuser Druck im ganzen Kopf. Es handelt sich nicht um einen Kopfschmerz, sondern ein Gefühl des äußeren Drucks auf den Kopf. Typische körperliche Symptome bei depressiven Episoden sind ein Engegefühl im Brustkorb, Druck auf der Brust, flache Atmung, schweres Atmen und Keuchen.

Habe ich eine stille Depression?

Stille Depression erkennen: Gefühl von Leere

Im Verlauf einer stillen Depression kommt es häufig mehr und mehr zu einem Gefühl von innerer Leere oder Abgestumpftheit. Aktivitäten, die früher Freude bereitet haben, verlieren an Bedeutung – alles wirkt gleichgültig oder sinnlos.

Was triggert Depressionen?

Depressionen werden oft durch ein komplexes Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, biologischen Veränderungen (wie Neurotransmitter-Ungleichgewichten), psychologischen Faktoren (Traumata, Stress) und sozialen Umständen (Verlust, Isolation, Leistungsdruck) ausgelöst, wobei körperliche Erkrankungen, Medikamente oder Hormonschwankungen ebenfalls eine Rolle spielen können. Es gibt selten eine einzelne Ursache, meist ist es ein Mix aus verschiedenen Auslösern und Risikofaktoren. 

Wie erkennt man eine Depression an den Augen?

Zusammenhang zwischen Depression und Reaktion der Pupillen

Und: Je stärker die Depression, desto kleiner die Größenveränderung der Pupille. Bestimmte Teile des Nervensystems sind dann offenbar weniger aktiv.

Was sind die 10 Symptome einer Depression?

Psychische Anzeichen einer Depression

  • Geringes Selbstbewusstsein.
  • Wenig Begeisterungsfähigkeit.
  • Pessimismus.
  • Negative Gedanken.
  • Vergesslichkeit.
  • Gleichgültigkeit.
  • Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle.
  • Gefühl der Hoffnungslosigkeit.

Wie benehmen sich depressive Menschen?

Depressive Menschen zeigen oft eine gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Schlaf- und Appetitstörungen sowie Konzentrationsprobleme, Rückzug von sozialen Kontakten, Schuldgefühle und Hoffnungslosigkeit, oft begleitet von innerer Leere oder innerer Unruhe. Ihr Verhalten ist geprägt von einem anhaltenden Stimmungstief, das schwer durch äußere Einflüsse zu heben ist, und kann sich auch in Reizbarkeit, Mangel an Initiative und mangelndem Selbstwertgefühl äußern, bis hin zu Suizidgedanken.
 

Wie äußert sich Depression bei Frauen?

Anzeichen einer Depression

Viele Frauen, die an einer Depression erkrankt sind, beschreiben ein anhaltendes Gefühl der Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit oder Verzweiflung. Bei anderen Frauen steht stattdessen eine innere Leere und Gefühllosigkeit im Vordergrund.