Bei welcher Krankheit riecht man nach Fisch?
Gefragt von: Herr Prof. Dr. Hanni Jost | Letzte Aktualisierung: 26. Januar 2026sternezahl: 4.9/5 (1 sternebewertungen)
Ein starker, fischiger Körpergeruch deutet meist auf die seltene Stoffwechselstörung Trimethylaminurie hin, auch bekannt als Fischgeruch-Syndrom, bei der der Körper das übelriechende Trimethylamin (TMA) nicht abbauen kann. Auch Infektionen wie die Bakterielle Vaginose (Trichomonadenkolpitis) bei Frauen können zu einem fischigen Vaginalgeruch führen.
Warum riecht mein Körper plötzlich nach Fisch?
Wenn trotz bester Körperhygiene Atem, Schweiß, Urin und Vaginalsekret intensiv nach altem Fisch riechen, dann steckt eine Stoffwechselkrankheit dahinter. Sie heißt im Fachjargon Trimethylaminurie und wird auch als Fischgeruch-Syndrom bezeichnet.
Bei welcher Erkrankung riecht man nach Fisch?
Die Trimethylaminurie, kurz TMAU, ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der bestimmte enzymatische Prozesse in der Leber nicht bzw. reduziert ablaufen. Zentrales Symptom ist ein unangenehmer, fischähnlicher Geruch, den die Patienten durch fehlerhafte Stoffwechselprodukte aussondern.
Welcher Geruch deutet auf kranke Nieren hin?
Nierenerkrankungen machen sich im fortgeschrittenen Stadien auch durch unangenehme Gerüche bemerkbar. Betroffene haben häufig Mundgeruch, einen metallischen Geschmack im Mund und riechen teilweise stark säuerlich. Der Schweiß der Patienten stinkt nach Urin oder Ammoniak.
Warum rieche ich auf einmal nach Fisch?
Riecht der Körper nach Fisch, könnte das eventuell am sogenannten TMAU-Syndrom liegen. Die Abkürzung steht für Trimethylaminurie. Dabei handelt es sich um eine seltene erbliche Stoffwechselerkrankung, bei der die Leber nicht mehr in der Lage ist, die stark nach Fisch riechende Substanz Trimethylamin weiter abzubauen.
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Was bedeutet ein plötzlich auftretender fischiger Geruch?
Bakterielle Vaginose (BV): Eine Infektion, die durch ein Ungleichgewicht der Vaginalflora verursacht wird . BV ist verantwortlich für den fischigen Geruch, der am häufigsten mit unangenehmen Vaginalgerüchen in Verbindung gebracht wird. Dieser Geruch kann nach dem Geschlechtsverkehr besonders intensiv sein.
Warum rieche ich nach Fisch untenrum?
Fischgeruch aus der Scheide: Es könnte eine bakterielle Vaginose sein. Verschiebt sich der pH-Wert der Scheide zu stark, gerät das Gleichgewicht der Scheidenflora durcheinander. Wenn dein Intimbereich nach Fisch riecht, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit schädliche Bakterien am Werk.
Welche Krankheiten kann man am Geruch erkennen?
Krankheiten lassen sich am Geruch durch veränderte Körperausdünstungen oder Auscheidungen erkennen, wie fauliger Uringeruch bei Harnwegsinfekten, süßlich-fruchtige Noten bei bestimmten Bakterien (Staphylococcus) oder eine veränderte Wahrnehmung von Düften bei neurologischen Erkrankungen wie Parkinson, Alzheimer oder nach Virusinfektionen (z.B. Corona). Hunde können Krankheiten wie Krebs oder Diabetes erschnüffeln, während die Forschung an elektronischen "Nasen" arbeitet, um Geruchsprofile (Smellprints) für Diagnosen zu nutzen.
Wie kündigt sich Nierenversagen an?
Nierenversagen kündigt sich oft schleichend mit unspezifischen Symptomen an, wie Müdigkeit, Leistungsknick, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Schlafstörungen durch Stoffwechselvergiftung. Typisch sind auch Wassereinlagerungen (Ödeme) in Beinen und Lunge (Kurzatmigkeit), starker Bluthochdruck und Veränderungen beim Wasserlassen (z.B. weniger Urin). Später können Hautjucken, Verwirrung oder Muskelkrämpfe auftreten, während akutes Versagen plötzlich mit Schmerzen einsetzen kann.
Verursacht eine Nierenerkrankung fischigen Geruch?
Da die Symptome einer Nierenerkrankung im Frühstadium oft nur geringfügig sind, bleiben sie leider häufig unbemerkt. Seit Jahrtausenden werden fischartiger Atem- und Uringeruch mit Nierenerkrankungen in Verbindung gebracht . Heute weiß man, dass dieser Geruch durch ungewöhnlich hohe Konzentrationen von Aminen verursacht wird.
Welche Erkrankung lässt Sie nach Fisch riechen?
Trimethylaminurie (TMAU, Fischgeruchssyndrom) ist eine seltene Erkrankung, die dazu führt, dass Betroffene nach verfaultem Fisch riechen. Es handelt sich um eine Stoffwechselstörung. Menschen mit TMAU können Depressionen und Angstzustände entwickeln. TMAU ist nicht heilbar.
Was bedeutet fischiger Geruch?
Ein fischiger Geruch kann verschiedene Ursachen haben, oft deutet er auf eine Stoffwechselstörung wie die seltene Trimethylaminurie (Fischgeruch-Syndrom) hin, bei der der Körper einen fischig riechenden Stoff nicht abbaut, oder auf eine bakterielle Infektion (z.B. bakterielle Vaginose), die den Geruch von Sekreten (Ausfluss, Atem, Schweiß) verursacht, da Bakterien dabei Amin-Verbindungen freisetzen. Es ist ein wichtiges Symptom, das medizinisch abgeklärt werden sollte.
Welches Bakterium riecht nach Fisch?
Die Trichomonadenkolpitis ist eine Scheideninfektion, die durch das Protozoon Trichomonas vaginalis verursacht wird. Die Trichomonadenkolpitis wird für gewöhnlich sexuell übertragen. Sie kann einen grünen oder gelben, heftigen Ausfluss verursachen, der fischig riecht und mit Juckreiz oder Reizung einhergeht.
Was ist das Fischgeruch-Syndrom?
Das Fischgeruch-Syndrom, oder Trimethylaminurie (TMAU), ist eine seltene Stoffwechselstörung, bei der der Körper durch einen Gendefekt (FMO3-Gen) oder Leberschäden das stark riechende Trimethylamin (TMA) nicht richtig abbaut, was zu einem intensiven, fischähnlichen Geruch über Atem, Schweiß und Urin führt, der durch Hygiene nicht dauerhaft zu beheben ist, aber durch eine spezielle Diät (Vermeidung von Cholin, Lecithin) und ggf. Antibiotika gelindert werden kann.
Was bedeutet es, wenn ich plötzlich Fischgeruch wahrnehme?
Trimethylaminurie ist eine Stoffwechselstörung, bei der der Körper Trimethylamin, eine chemische Verbindung mit stechendem Geruch, nicht abbauen kann . Trimethylamin wird als nach verrottetem oder verwesendem Fisch riechend beschrieben.
Warum riecht man im Alter im Intimbereich?
Im Alter verändert sich der Intimgeruch oft durch hormonelle Umstellungen (Wechseljahre), die den pH-Wert und die Feuchtigkeit der Scheide beeinflussen, was das Gleichgewicht der Bakterien stört. Weniger Östrogen führt zu dünnerer, trockenerer Schleimhaut, weniger Glukose für nützliche Laktobazillen und dadurch zu einer Verschiebung des vaginalen Mikrobioms hin zu anderen Bakterien, was den Geruch verändern kann. Auch Stress kann eine Rolle spielen, da er das natürliche Gleichgewicht beeinflusst.
Welche 6 Warnsignale gibt es für ein Nierenversagen?
Die 6 wichtigsten Warnsignale für die Nieren sind: Müdigkeit/Schwäche, Schwellungen (Gesicht, Beine), Appetitlosigkeit/Übelkeit, veränderte Harnmenge/-aussehen (weniger Urin, Schaum, Blut), Kurzatmigkeit und Juckreiz, oft begleitet von Bluthochdruck, denn die Nierenfunktion lässt sich oft erst spät bemerken.
Wie merke ich, dass die Nieren nicht mehr richtig arbeiten?
Wenn die Nieren nicht richtig arbeiten, äußert sich das oft schleichend durch Müdigkeit, Wassereinlagerungen (Ödeme) in Beinen/Gesicht, erhöhten Blutdruck, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Juckreiz, Schlafstörungen, Muskelkrämpfe und Veränderungen beim Wasserlassen (nächtlicher Harndrang, Schaum, weniger Urin). Später kommen Atemnot, Verwirrung und Erbrechen hinzu, da sich Abfallstoffe im Körper ansammeln, was zu ernsten Problemen führt.
Welche Farbe hat der Urin bei Nierenproblemen?
Bei Nierenproblemen kann Urin verschiedene Farben annehmen, darunter bräunlich (durch Abbauprodukte des Blutes), rötlich (durch Blut/Hämaturie), trüb/milchig (durch Eiter/weiße Blutkörperchen bei Infektionen), oder sogar schaumig (Eiweißverlust), und bei Nierenversagen stark dunkel oder reduziert (wenig Urin) sein – oft begleitet von starkem Geruch und Schmerzen, was immer ärztliche Abklärung erfordert.
Wie riechen Lebererkrankungen?
Hintergrund. Der Foetor hepaticus ist ein intensiver, süßlicher und leicht fötider Geruch, der nach Azeton riecht und an frisches Obst, frische Leber oder auch an Fäzes erinnert.
Warum plötzlich unangenehmer Körpergeruch?
Ein plötzlich veränderter Körpergeruch kann aber auch ernstere Ursachen haben: Denn auch bestimmte Krankheiten können unangenehme Körpergerüche verursachen. Diabetes, Nierenerkrankungen, eine Pilzinfektion, eine Schilddrüsenunterfunktion oder Stoffwechselstörungen können dazu führen, dass sich dein Geruch verändert.
Kann man am Geruch des Urins Krankheiten erkennen?
Abweichungen in Geruch und Farbe des Urins geben dem Arzt oder der Ärztin erste Hinweise auf mögliche Ursachen. Riecht der Harn etwa nach Ammoniak und ist trüb, steckt möglicherweise eine Harnwegsinfektion dahinter. Süßlicher Uringeruch deutet dagegen auf eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) hin.
Warum riecht es plötzlich nach Fisch?
Wenn es aus der Wand plötzlich nach Fisch riecht, müssen Betroffene sofort reagieren. Denn der Geruch deutet auf einen Kabelbrand hin. „Das kann durch Verschleiß passieren oder einfach dadurch, dass zu viel Strom durch ein zu schwaches Kabel fließt“, sagt Christoph Müller, Elektriker aus München.
Was tun gegen Fischgeruch im Intimbereich?
Fischgeruch im Intimbereich deutet oft auf eine bakterielle Vaginose hin, die durch ein Ungleichgewicht der Scheidenflora verursacht wird. Gegenmaßnahmen umfassen sanfte Intimhygiene mit Wasser oder pH-neutralen Produkten, das Tragen von Baumwollunterwäsche, regelmäßigen Wechsel der Hygieneartikel, sichere sexuelle Praktiken und eine ausgewogene Ernährung mit Probiotika, aber bei anhaltendem Geruch oder zusätzlichen Symptomen ist ein Besuch beim Gynäkologen für eine Diagnose und Behandlung (oft Antibiotika) unerlässlich.
Wie erkenne ich eine bakterielle Scheideninfektion?
Eine bakterielle Infektion der Scheide (Bakterielle Vaginose) äußert sich hauptsächlich durch einen dünnflüssigen, gräulich-weißen Ausfluss und einen unangenehmen, fischigen Geruch, der oft nach dem Geschlechtsverkehr oder der Menstruation stärker wird. Juckreiz, Brennen oder Rötung sind weniger häufig und deuten eher auf einen Scheidenpilz hin, können aber auch bei einer Vaginose auftreten. Ein Arztbesuch ist ratsam, um die richtige Diagnose zu stellen und eine passende Behandlung zu beginnen, da oft auch eine pH-Wert-Messung nötig ist.
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