Würden Männer eine Geburt aushalten?
Gefragt von: Gunter Stumpf B.Eng. | Letzte Aktualisierung: 23. Februar 2026sternezahl: 4.8/5 (63 sternebewertungen)
Nein, Männer würden eine Geburt nicht auf die gleiche Weise "aushalten" wie Frauen, da sie biologisch anders auf Schmerz reagieren (Testosteron dämpft Schmerz, Östrogen steigert ihn) und die Schmerzen der Geburt eine einzigartige, extreme Erfahrung sind, die Männer nur simulieren können, aber die emotionale Belastung im Kreißsaal kann auch für sie überwältigend sein und sie fühlen sich oft hilflos. Es geht weniger darum, wer den Schmerz "aushält", sondern vielmehr um die Rolle des Mannes, der emotional unterstützen und anwesend sein muss, auch wenn es für ihn eine krasse Erfahrung ist.
Welcher Schmerz ist mit einer Geburt vergleichbar?
Geburtsschmerzen werden oft als eine Mischung aus starken Menstruationskrämpfen, Rückenschmerzen und heftigen Magen-Darm-Krämpfen beschrieben, wobei der Schmerz in Wellen kommt und geht, was eine Pause nach jeder Wehe ermöglicht. Manche empfinden es als ziehend, andere als stechend oder dumpf, ähnlich dem Druck, der durch die Dehnung von Muttermund und Beckenboden entsteht, wobei der Körper gleichzeitig Endorphine ausschüttet, die schmerzlindernd wirken können. Es gibt Vergleiche, es fühle sich an wie 20 Knochenbrüche gleichzeitig oder das Treten mit einem Stilettoabsatz auf den Handrücken, aber die Schmerzintensität variiert stark von Frau zu Frau.
Wer hält mehr Schmerzen aus, Frau oder Mann?
Studien zur Häufigkeit von Schmerzen zeigen eindeutig, dass Frauen generell mehr unter Schmerzen leiden als Männer. Dies trifft auf (fast!) alle Arten von Schmerzen zu, wie beispielsweise Kopfschmerzen, Migräne und verschiedene Formen von Muskel-, Gelenk- und Knochenschmerzen.
Was ist vergleichbar mit den Schmerzen einer Geburt?
Vergleich des Schmerzes
Sowohl Nierensteine als auch Geburten verursachen erhebliche Beschwerden, aber sie unterscheiden sich in ihren Symptomen. Nierensteinschmerzen sind oft lokalisiert, plötzlich und intensiv und erreichen ihren Höhepunkt, wenn der Stein durch die Harnwege wandert.
Wie kann man Geburtsschmerzen aushalten?
Während den Wehen kann sich eine bewusste Bauchatmung positiv auf die Schmerzen auswirken. Dazu atmet die Gebärende langsam und tief bis in den Bauch ein. Dann atmet die Gebärende langsam durch den Mund aus – das Ausatmen sollte dabei etwa dreimal so lange dauern wie das Einatmen.
Halten Frauen oder Männer Schmerz besser aus?
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Ist die Geburt der schlimmste Schmerz?
Ja, Geburtsschmerzen zählen zu den intensivsten körperlichen Schmerzen, die Frauen erleben können, da sie durch extreme Dehnung von Muttermund, Beckenboden und Damm entstehen, aber die Intensität variiert stark; manche empfinden es als unerträglich, während es für andere eher ein starkes Ziehen ist, wobei Wehenwellen (mit Pausen) typisch sind und der Schmerz nicht pathologisch, sondern ein wichtiger Teil des Geburtsprozesses ist.
Wie schmerzhaft ist eine normale Geburt?
Schmerzen während der Wehen und der Geburt
Die Wehenschmerzen entstehen durch die Kontraktion der Gebärmuttermuskulatur und den Druck auf den Muttermund. Sie äußern sich als starke Krämpfe im Unterleib, in der Leiste und im Rücken sowie als dumpfes Gefühl . Manche Frauen verspüren auch Schmerzen in den Flanken oder Oberschenkeln.
Wie fühlt sich die Geburt im Vergleich dazu an?
Mütter beschreiben, wie sich die Wehen anfühlen. Viele berichteten, dass sich ihre Wehen wie extrem starke Menstruationskrämpfe anfühlten, während andere sie mit Krämpfen durch Blähungen, Magen-Darm-Grippe oder Wadenkrämpfe verglichen. „Es war wie tausendfach stärkere Blähungsschmerzen.“
Kann eine Geburt schmerzfrei sein?
Ja, eine Geburt kann nahezu schmerzfrei oder stark schmerzlindernd sein, hauptsächlich durch medizinische Verfahren wie die Periduralanästhesie (PDA), aber auch durch alternative Methoden wie Hypnobirthing, Atemtechniken, Wassergeburten oder Akupunktur, die auf Entspannung und mentale Vorbereitung setzen, wobei Schmerzempfinden sehr individuell ist und natürliche Geburten oft mit Wehenpausen verbunden sind, in denen man schmerzfrei ist.
Ist ein Blinddarmdurchbruch schlimmer als eine Geburt?
„Ich bleibe dabei : Die Schmerzen meiner Blinddarmentzündung waren viel schlimmer als die Wehen “, erzählt uns Megan D. „Dafür brauchte ich Morphium, die Geburt habe ich ohne Medikamente überstanden!“ Und Laura P. stimmt dem voll und ganz zu: „Absolut! Mir wurde der Blinddarm entfernt, und das war viel schlimmer als die natürliche Geburt, die ich hatte.“
Was sind die schlimmsten Schmerzen, die ein Mann haben kann?
Die Schmerzskala der McGill University
- Geburt.
- Amputation eines Fingers. ...
- Morbus Crohn. ...
- Rheumatoide Arthritis. ...
- Fibromyalgie. ...
- Nierenkolik. ...
- Migräne. ...
- Trigeminusneuralgie. Bei der Trigeminusneuralgie schießt der Schmerz in der Regel ohne jegliche Vorankündigung blitzartig zwischen Augenlid und Oberlippe ein. ...
Wie schmerzhaft sind Geburtswehen?
Wehenschmerzen sind sehr individuell, werden aber oft als intensive, krampfartige Schmerzen beschrieben, ähnlich starken Menstruations- oder Magen-Darm-Krämpfen, die in Rücken, Bauch und Oberschenkel ziehen können, aber mit Pausen kommen und gehen. Der Schmerz baut sich auf, erreicht einen Höhepunkt und klingt wieder ab, wodurch der Körper sich erholt. Viele Frauen empfinden sie als sehr schmerzhaft, aber die Intensität hängt von der Schmerztoleranz ab, und der Körper schüttet Endorphine aus, um zu helfen.
Welche Gene sind stärker, Mann oder Frau?
Laura Carrel und Huntington Willard von der Duke-Universität in Durham fanden heraus, daß 15 Prozent der X-Gene bei Frauen stärker als bei Männern aktiv sind, es werden mehr der entsprechenden Proteine gebildet. Und bei zehn Prozent der Erbinformationen schwankt das Expressionsmuster.
Was ist der stärkste Schmerz der Welt?
Der stärkste Schmerz der Welt ist subjektiv, aber häufig werden die Cluster-Kopfschmerzen und die Trigeminusneuralgie (Gesichtsnervenschmerz) als extremste Schmerzarten genannt, die sogar schlimmer als Geburtsschmerz empfunden werden können. Auch andere Leiden wie Nierenkoliken oder die Stiche der Bullet Ant (24-Stunden-Ameise) werden oft als extrem schmerzhaft beschrieben, wobei der Schmerz je nach Körperstelle und individueller Wahrnehmung variiert.
Hat das Baby bei der Geburt Schmerzen?
Ja, Babys empfinden Schmerzen bei der Geburt, auch wenn das Schmerzempfinden und die Verarbeitung anders sind als bei Erwachsenen; sie sind nicht schmerzunempfindlich, sondern können Schmerzreize wahrnehmen und darauf reagieren, was sich in Schreien und Bewegung zeigt, wobei die Schmerzbewältigungsmechanismen noch nicht voll ausgereift sind. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Neugeborene Schmerzen spüren können und dies sogar sensibler als Erwachsene sein kann, wobei traumatische Erfahrungen das Nervensystem nachhaltig prägen können.
Welche Schmerzen fühlen sich wie Wehen an?
Kontraktionen (Zusammenziehen des Bauches) sind das wichtigste Anzeichen für den Geburtsbeginn. Sie dauern 30 bis 60 Sekunden und können sich anfangs wie Regelschmerzen anfühlen. Vorwehen (sogenannte Braxton-Hicks-Kontraktionen) können in jeder Phase der Schwangerschaft auftreten, sind aber gegen Ende der Schwangerschaft häufiger.
Wieso tut eine Geburt so weh?
Geburtsschmerz ist so intensiv, weil er durch starke Gebärmutterkontraktionen, die Dehnung von Gewebe (Gebärmutterhals, Vagina, Beckenboden) mit vielen Nervenenden sowie Druck auf Nerven entsteht, kombiniert mit emotionalen Faktoren wie Angst, was zu Verspannungen führt und den Schmerz verstärkt. Der Körper produziert gleichzeitig schmerzlindernde Hormone (Endorphine), doch die Kombination aus körperlichem Stress und psychischer Belastung macht die Geburt zu einer extremen Erfahrung, die aber auch durch Bewegung, Atmung und positive Unterstützung gelindert werden kann.
Kann eine Frau schmerzfrei gebären?
Wie viele Menschen erleben eine schmerzfreie Geburt? Wir fanden einen Artikel aus dem Jahr 1998 im American Journal of Nursing, der nahelegt, dass 1 % der Menschen, also 1 von 100, während der Wehen oder der Geburt keine Schmerzen verspüren .
Kann man eine Geburt ohne PDA aushalten?
Kann man ohne PDA gebären? Eine Geburt ohne PDA ist durchaus möglich. Je nach Schmerzempfinden ist die Periduralanästhesie gar nicht nötig. Auch durch die entsprechende Geburtsvorbereitung oder den Einsatz von Alternativen kann eine Geburt natürlich und schmerzreduziert ablaufen.
Ist die Geburt der schlimmste Schmerz, den man empfinden kann?
Wehenschmerzen zählen zu den stärksten Schmerzen, die je untersucht wurden, und die Angst davor ist einer der Gründe, warum Frauen keine natürliche Geburt anstreben.
Wie fühlt sich eine Geburt für eine Frau an?
Wo Wehen wehtun, ist ebenfalls von Frau zu Frau unterschiedlich. Wir versuchen es einmal so zu beschreiben: Der Schmerz fühlt sich so ähnlich an wie eine Mischung aus starken Menstruationsschmerzen mit üblen Magen-Darm-Krämpfen und Rückenschmerzen.
Warum ist die 2. Geburt schneller?
Da der Geburtskanal und der Muttermund bei der ersten Geburt gedehnt wurden, verläuft die zweite Entbindung oft schneller als bei Erstgebärenden. Das Kind erreicht einfacher das Becken und der Damm ist bereits vorgedehnt, wodurch seltener ein Dammschnitt vorgenommen werden muss.
Was ist schmerzhafter, ein Kaiserschnitt oder eine natürliche Geburt?
Letztendlich kann eine natürliche Geburt schmerzhafter sein als ein Kaiserschnitt . Die Schmerzen nach einem Kaiserschnitt in Verbindung mit den erhöhten Risiken für Sie und Ihr Baby können jedoch die anfänglichen Geburtsschmerzen überwiegen. Lassen Sie sich unbedingt von Ihren Ärzten beraten, um die bestmögliche Empfehlung für Sie zu erhalten.
Was ist der schmerzhafteste Teil einer Geburt?
Die Übergangsphase zwischen Eröffnungs- und Austreibungsphase wird oft als die anstrengendste und intensivste empfunden, da die Wehen hier sehr stark, unregelmäßig, kurz aufeinanderfolgend sind und die Frau oft Übelkeit oder Zittern verspürt. Direkt am Ende der Austreibungsphase, wenn der Kopf durch den stark gedehnten Muttermund tritt, kann ein brennender oder stechender Schmerz auftreten, aber auch die kraftvollen Presswehen sind sehr schmerzhaft.
Ist eine schmerzlose, normale Geburt sicher?
Schmerzfreie Geburt – sicher oder nicht? Periduralanästhesie (PDA) gilt im Allgemeinen als sicher für Mutter und Kind, jedoch nur bei korrekter Durchführung und effektiver Überwachung . Hier wird die Dosierung sorgfältig reguliert, um maximalen Komfort und optimale Wirksamkeit während der Geburt zu gewährleisten.
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