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Wohin muss gehen wenn das Jugendamt nicht hilft?

Gefragt von: Herr Dr. Marian Mayr B.A.  |  Letzte Aktualisierung: 13. September 2026
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Wenn das Jugendamt nicht hilft, wenden Sie sich an Ombudsstellen für unabhängige Beratung, suchen Sie spezialisierte Anwälte für Familienrecht, nutzen Sie freie Träger wie Caritas, Caritas oder kirchliche Einrichtungen, gehen Sie zu Erziehungs- und Familienberatungsstellen (z.B. über die BKE) oder legen Sie Widerspruch ein und gehen Sie ggf. zum Familiengericht, da ein Rechtsanspruch auf Hilfe besteht.

Was kann man tun, wenn das Jugendamt nicht hilft?

Wenn das Jugendamt nicht hilft, können Sie Widerspruch gegen Entscheidungen einlegen, unabhängige Ombudsstellen kontaktieren, sich an spezialisierte Anwälte für Familienrecht wenden oder direkt das Familiengericht anrufen, besonders bei akuten Krisen, um rechtliche Schritte zu prüfen, da das Amt oft nur begrenzte Möglichkeiten hat und andere Träger oder das Gericht die Lösung sein können. Für Kinder und Jugendliche gibt es anonyme Hilfetelefone wie die Nummer 116 111, das Familienportal des Bundes bietet weitere Informationen. 

Wer steht über dem Jugendamt?

Das Jugendamt besteht nach § 70 SGB VIII aus dem Jugendhilfeausschuss und der Verwaltung des Jugendamts. Die Geschäfte der laufenden Verwaltung werden vom Landrat bzw. Oberbürgermeister oder vom Jugendamtsleiter geführt, während der Jugendhilfeausschuss gemäß § 70 Abs.

Wo kann man sich über das Jugendamt beschweren?

Zunächst einmal empfiehlt es sich, im Jugendamt selbst oder in der zuständigen Kommunalverwaltung nach einer internen Beschwerdestelle zu fragen. Sollte es eine solche nicht geben, sind die jeweiligen Vorgesetzten einzubinden, um die Angelegenheit mit diesen zu klären.

Wie kann man sich gegen das Jugendamt wehren?

Widerspruch einlegen: Eltern können gegen Entscheidungen des Jugendamts schriftlich Widerspruch einlegen, wenn sie damit nicht einverstanden sind. 3. Gerichtliche Überprüfung: Falls nötig, können Eltern eine Maßnahme des Jugendamtes vor dem Familien- oder Verwaltungsgericht auch gerichtlich überprüfen lassen.

Wenn das Jugendamt eingreift | ARTE Re:

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Wie kann ich mich über das Jugendamt beschweren?

Zunächst können Sie immer Ihre zuständige Fachkraft im Jugendamt für Beschwerden nutzen. Ebenso können Sie die Sozialbehörde Hamburg, Abteilung Beratung und Aufsicht ansprechen. Ein Aushang dazu ist in allen Häusern vorhanden.

Wer kontrolliert das Jugendamt?

Das Jugendamt unterstützt das Familiengericht und ist an den Gesprächen und am Verfahren beteiligt. Es bringt sein Wissen über die Situation in der Familie und die Entwicklung des Kindes ein und schlägt geeignete Hilfen vor. Das Familiengericht prüft regelmäßig, ob die Maßnahmen wirksam und weiterhin notwendig sind.

Wann macht sich das Jugendamt strafbar?

Das Jugendamt macht sich strafbar, wenn es seine gesetzlichen Pflichten verletzt, etwa bei einer rechtswidrigen Inobhutnahme (z.B. ohne "Gefahr in Verzug" oder richterlichen Beschluss, § 42 SGB VIII), durch Verletzung von Datenschutzpflichten (z.B. Herausgabe von Meldedaten an Dritte ohne Berechtigung, § 68 SGB X), bei Verletzung von Gültigen Umgangsregelungen (z.B. § 235 StGB bei Behinderung des Umgangs) oder durch vorsätzliche falsche Verdächtigungen, die ein gerichtliches Verfahren auslösen (§ 164 StGB). Grundsätzlich muss es eine Abwägung treffen, aber eine Untätigkeit bei akuter Kindeswohlgefährdung kann ebenfalls zu rechtlichen Problemen führen.
 

Was bringt eine Dienstaufsichtsbeschwerde beim Jugendamt?

Mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde können Bürger*innen sich gegen das persönliche Fehlverhalten von Beschäftigten im öffentlichen Dienst wehren, das sind z.B. Mitarbeiter*innen des Jobcenters oder der Polizei. Dafür müssen keine besondere Form oder Frist eingehalten werden.

Was könnte als Beschwerde gelten?

„ Ein Ausdruck der Unzufriedenheit, ob mündlich oder schriftlich, der eine Reaktion erfordert . Er kann sich beziehen auf: eine Handlung, Unterlassung oder Entscheidung Ihrerseits und/oder den Standard Ihrer Dienstleistung.“

Ist das Jugendamt verpflichtet zu helfen?

Kann das Jugendamt Eltern verpflichten, Hilfen zur Erziehung in Anspruch zu nehmen? Es gibt keine Pflicht, Hilfen anzunehmen. Das Jugendamt kann die Eltern oder die jungen Volljährigen nicht zur Annahme der Hilfe verpflichten. Ob jemand eine Hilfe nutzen möchte, entscheidet jede:r selbst.

Welches Ministerium ist für das Jugendamt zuständig?

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ( BMFSFJ ) unterstützt die Tätigkeit der Kinder- und Jugendhilfe im Rahmen des Kinder- und Jugendplans (KJP).

Wem sind die Jugendämter unterstellt?

Das Jugendamt…

ist ein Teil der sieben Hamburger Bezirksämter. Die Zuständigkeit richtet sich nach dem Wohnort der Sorgeberechtigten. Das Jugendamt bietet selbst Rat und Unterstützung an.

Welcher Anwalt bei Problemen mit Jugendamt?

Wenden Sie sich an einen Fachanwalt für Familienrecht, wenn Sie Probleme mit dem Jugendamt haben sollten. Der kann Ihre wichtigsten Fragen beantworten und kennt die möglichen Rechtsmittel, die Sie einlegen können, wenn das Jugendamt Ihrer Ansicht nach eine falsche Entscheidung getroffen hat.

Wer ist dem Jugendamt übergeordnet?

Übergeordnet sind die Landesjugendämter. Die Kontaktadressen der Landesjugendämter in den Bundesländern sind bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter unter www.bagljae.de > Landesjugendämter > Kontakte Landesjugendämter zu finden.

Kann das Jugendamt Hilfe verweigern?

Das Jugendamt kann eine Inobhutnahme ablehnen, wenn es feststellt, dass keine akute Kindeswohlgefährdung erkennbar ist. Es ist jedoch verpflichtet vorab zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Inobhutnahme nach dem SGB VIII vorliegen.

Kann ich das Jugendamt verklagen?

Ja, man kann das Jugendamt verklagen, sowohl auf Unterlassung als auch auf Schadensersatz, wenn Amtspflichten verletzt wurden, beispielsweise bei falschen Anschuldigungen, Verweigerung notwendiger Hilfen (Leistungsklage) oder rechtswidriger Inobhutnahme; hierfür sind in der Regel das Verwaltungsgericht (für behördliche Entscheidungen) oder das Familiengericht (für Sorgerechtsfragen) zuständig, oft nach einem vorangegangenen Widerspruch. 

Was machen, wenn das Jugendamt nicht reagiert?

Oder wenn das Jugendamt telefonisch nicht erreichbar ist oder auf Briefe nicht reagiert. Dann können sich junge Menschen und ihre Familien an eine Ombudsperson wenden, die sie unterstützt und ihnen hilft. nimmt auf Wunsch Kontakt mit dem Jugendamt oder der Einrichtung auf.

Wann ist eine Dienstaufsichtsbeschwerde sinnvoll?

Eine Dienstaufsichtsbeschwerde ist dann angebracht, wenn sich ein Amtsträger persönlich falsch verhalten hat. Es geht um Verstöße gegen die Pflichten, die mit dem Amt verbunden sind, oder um ein generell unangemessenes Auftreten im Dienst.

Was darf das Jugendamt nicht?

Das Jugendamt darf nicht willkürlich handeln, keine Namen von Hinweisgebern an Eltern weitergeben, nicht ohne triftigen Grund den Umgang verweigern, keine Kinder ohne vorherige familiengerichtliche Entscheidung (außer in akuten Notfällen) in Obhut nehmen und muss Eltern anhören sowie Entscheidungen begründen; es muss das Wohl des Kindes schützen, darf aber Eltern nicht zur Annahme von Hilfen zwingen, es sei denn, ein Gericht verpflichtet sie dazu. 

Ist Vernachlässigung eine Straftat?

quält oder roh mißhandelt, oder wer durch böswillige Vernachlässigung seiner Pflicht, für sie zu sorgen, sie an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft. (2) Der Versuch ist strafbar.

Was passiert bei einer Meldung ans Jugendamt?

Wenn man beim Jugendamt gemeldet wird, prüft dieses den Verdacht auf Kindeswohlgefährdung, wobei die erste Reaktion oft unterstützende und beratende Angebote für die Familie sind; bei bestätigtem Verdacht erfolgen Hausbesuche und Gefährdungseinschätzungen, und nur wenn notwendige Hilfen nicht angenommen werden oder eine akute Gefahr besteht, schaltet das Jugendamt das Familiengericht ein, was zu weitergreifenden Maßnahmen führen kann. Die Meldung kann von jedem erfolgen (Nachbarn, Lehrer, Ärzte etc.) und die Identität des Meldenden wird geschützt. 

Was prüft das Jugendamt beim Hausbesuch?

Beim Hausbesuch achtet das Jugendamt primär auf das Kindeswohl, also die Sicherheit, Entwicklung und Versorgung des Kindes, indem es sich einen Eindruck von der familiären Situation, dem Zustand der Wohnung (Sauberkeit, Kindersicherheit), dem Gesundheitszustand der Kinder, dem Erziehungsverhalten und der Atmosphäre verschafft – es geht um eine ganzheitliche Abklärung bei konkretem Verdacht, nicht um Schikane, sondern um Unterstützung. 

Wann wird ein Kind weggenommen?

Kinder werden aus der Familie genommen, wenn eine dringende Gefahr für ihr Wohl besteht, wie bei Vernachlässigung, Misshandlung (körperlich oder psychisch), sexueller Gewalt oder wenn Eltern mit der Erziehung völlig überfordert sind und Hilfe ablehnen; auch wenn Kinder selbst um Schutz bitten oder unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nach Deutschland kommen, kann eine Inobhutnahme durch das Jugendamt erfolgen. Dies ist eine vorübergehende Maßnahme zum Schutz, die oft durch das Jugendamt eingeleitet wird, bis eine sichere Lösung gefunden ist, wie z.B. die Rückkehr in die Familie, Unterbringung in einer Pflegefamilie oder einer Einrichtung.
 

Welches Jugendamt ist örtlich zuständig?

Örtlich zuständig ist zunächst regelmäßig das Jugendamt, in dessen Bereich die leiblichen Eltern ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Ziehen leibliche El-tern in den Bereich eines anderen Jugendamtes, so führt dies regelmäßig dazu, dass auch ein anderes Jugendamt für das Pflegeverhältnis zuständig wird.