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Woher weiß man ob man ADS hat?

Gefragt von: Viola Fuchs  |  Letzte Aktualisierung: 17. Juli 2026
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Um ADS (Aufmerksamkeitsdefizitstörung) zu erkennen, achten Sie auf Symptome wie Unkonzentriertheit, leichte Ablenkbarkeit, Vergesslichkeit, schlechtes Zeitmanagement und innere Unruhe, ohne zwingend die äußere Hyperaktivität von ADHS (mit Hyperaktivität) zu haben; Betroffene sind oft tagträumend, verträumt und haben Mühe, Aufgaben zu Ende zu bringen. Anzeichen sind auch schlechte Feinmotorik (z.B. beim Schreiben), emotionale Instabilität, Schwierigkeiten, sich zu verteidigen und schnell Gekränktheit. Eine offizielle Diagnose erfordert eine professionelle Abklärung durch Fachleute, um andere Ursachen auszuschließen.

Wie weiß ich, ob ich ADS habe?

Menschen mit einer ADHS sind in vielen Alltagssituationen ungeduldig und schnell gereizt. Sie haben oft einen ungebremsten Redefluss und unterbrechen ihr Gegenüber häufig. Plötzliche Stimmungsschwankungen mit Wutausbrüchen über Kleinigkeiten wechseln sich mit schwer nachvollziehbarer Begeisterung und Euphorie ab.

Wer testet, ob man ADS hat?

Die Diagnose einer ADHS im Erwachsenenalter können verschiedene Ärzte oder Psychotherapeuten feststellen. Psychiater, genauer Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, haben Medizin studiert.

In welchem Alter zeigen sich ADS?

Eine ADHS-Diagnose (früher auch ADS genannt) wird frühestens ab 3 Jahren gestellt, aber eine zuverlässige Diagnose ist oft erst ab der Vorschule (ca. 6 Jahre) oder im Grundschulalter möglich, da Symptome bei jüngeren Kindern schwer von normalen Entwicklungsphasen zu unterscheiden sind; eine Diagnose im Vorschulalter erfolgt nur bei sehr starker Ausprägung. Die Diagnose ist umso schwieriger, je jünger das Kind ist.
 

Kann man ADS nachweisen?

Das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom lässt sich leider nicht anhand von Blutuntersuchungen nachweisen, jedoch die Beobachtungen durch Eltern, Erzieherinnen und Lehrkräfte ergeben zumindest bei den schwerer betroffenen Kindern ein eindeutiges Bild.

ADHS als Erwachsener – So erkennst du die Anzeichen! | Studio Q

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Wie läuft eine ADS-Testung ab?

Ein ADS/ADHS-Test ist keine einzelne Prüfung, sondern ein mehrstufiger Diagnoseprozess durch Fachärzte, der eine umfassende Anamnese (Lebensgeschichte), strukturierte Interviews mit Betroffenen und Bezugspersonen, Fragebögen (Selbst- und Fremdbeurteilung), Verhaltensbeobachtungen und ggf. psychologische Leistungstests (z. B. Konzentration) kombiniert, um die Kriterien zu erfüllen und andere Ursachen auszuschließen, da es keine labortechnischen Nachweise gibt.
 

Welche Schulform mit ADS?

Ein ADHS-Kind ist an einer kleinen, übersichtlich strukturierten Grundschule besser aufgehoben, als an einer mehrzügigen, größeren Schule. Es gibt Grundschulen, die verstärkt auf Inklusion ausgerichtet sind und deshalb kleinere Klassen, integrative Konzepte und einen höheren Personalschlüssel bieten.

Was fällt Menschen mit ADS schwer?

Menschen mit ADHS sind leicht ablenkbar, haben eine sehr interessensgeleitete Aufmerksamkeitsspanne, bringen einmal begonnene Tätigkeiten oft nicht zu Ende und sind häufig desorganisiert. Das führt immer wieder zu Konflikten in allen Lebensbereichen und dadurch oft zu zusätzlichen psychischen Erkrankungen.

Wie erkenne ich ADS bei Jugendlichen?

ADS (ADHS) Symptome bei Jugendlichen sind oft subtiler als bei Kindern, zeigen sich aber weiterhin in Unaufmerksamkeit (Träumen, Desorganisation, „Aufschieberitis“), Impulsivität (Ungeduld, Unterbrechen, emotionale Überreaktionen) und Hyperaktivität (innere Unruhe, Zappeln, Rededrang), oft begleitet von Stimmungsschwankungen, geringer Frustrationstoleranz und Problemen im Sozialverhalten oder bei den schulischen Leistungen, die sich von der eigentlichen Intelligenz unterscheiden. 

Wie alt wird man mit ADS?

Signifikante Reduktion der Lebenserwartung bei ADHS

Das mediane Sterbealter bei Männern mit ADHS lag bei 38,9 Jahren, bei Frauen bei 77,2 Jahren.

Wie äußert sich ADS bei Erwachsenen?

ADS/ADHS bei Erwachsenen äußert sich oft durch innere Unruhe, Konzentrationsprobleme, Desorganisation, Impulsivität und emotionale Dysregulation; anstelle von kindlicher Hyperaktivität treten häufiger innere Getriebenheit, feinmotorische Unruhe (Fußwippen, Finger-Trommeln) oder auch Hypoaktivität, begleitet von Schwierigkeiten bei Zeitmanagement, Aufgabenplanung und Gedächtnis, sowie sozialem Rückzug oder Konflikten. 

Wie viel kostet eine ADHS-Testung?

Termine als Selbstzahler oder Privatversicherte sind weiterhin möglich. Die Abrechnung geschieht nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Der Preis für die vollständige ADHS-Testung beläuft sich auf 639,83 Euro.

Was hilft bei ADS?

Bei ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) helfen eine Kombination aus Struktur, Psychotherapie (oft Verhaltenstherapie) und bei Bedarf Medikamenten (z.B. Methylphenidat), ergänzt durch Lebensstil-Anpassungen wie gesunde Ernährung, Bewegung, Schlaf und Pausen, um Konzentration und Selbstmanagement zu verbessern und Symptome zu lindern.
 

Wie fühlt sich ADS an?

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) fühlt sich oft an wie ein „Chaos im Kopf“ mit ständiger innerer Unruhe, schlechter Konzentration und leichter Ablenkbarkeit, aber auch Antriebslosigkeit, Überforderung, chronischem Aufschieben, Stimmungsschwankungen und dem Gefühl, „festzustecken“ (Paralyse). Bei Erwachsenen wandelt sich äußere Hyperaktivität oft in innere Unruhe, während Impulsivität zu unüberlegten Handlungen und Wutausbrüchen führen kann. Bei ADS (ohne Hyperaktivität) stehen Unaufmerksamkeit, Tagträume, Vergesslichkeit und Schwierigkeiten, Aufgaben zu Ende zu bringen, im Vordergrund.
 

Welche 3 ADHS-Typen gibt es?

ADHS wird nach dem DSM-5 in drei Präsentationsformen unterteilt: den vorwiegend unaufmerksamen Typ (eher verträumt, "Träumerchen"), den vorwiegend hyperaktiv-impulsiven Typ (eher "Zappelphilipp", „extrovertiert“) und den kombinierten Typ (alle Symptome in etwa gleich stark ausgeprägt). Während die ersten beiden nur ein dominantes Symptom zeigen, sind beim kombinierten Typ Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität gleichermaßen präsent. Eine weitere Unterscheidung wird manchmal nach Verhalten getroffen: extrovertiert (hyperaktiv), introvertiert (hypoaktiv/ruhig) und strukturiert. 

Wie äußert sich ADS bei Frauen?

ADHS bei Frauen äußert sich oft subtiler als bei Männern, weniger durch offene Hyperaktivität, dafür stärker durch innere Unruhe, emotionale Überforderung, starke Stimmungsschwankungen (oft hormonell bedingt), Konzentrationsschwierigkeiten, Desorganisation, Reizbarkeit, Selbstzweifel und eine Tendenz, Symptome zu kompensieren (z. B. durch Perfektionismus oder Rückzug), was oft zu einer späten Diagnose führt. 

Wie teste ich, ob ich ADS habe?

Die Diagnose von ADS (Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom), heute oft als ADHS mit unaufmerksamem Erscheinungsbild klassifiziert, erfolgt durch eine umfassende psychiatrische Untersuchung, die klinische Interviews mit Patient und Umfeld (Eltern, Partner), Verhaltensbeobachtungen, psychologische Tests (z.B. Intelligenz- & Leistungstests) sowie Ausschluss anderer Erkrankungen umfasst. Sie basiert nicht auf einem einzelnen Test, sondern einer ganzheitlichen Bewertung, um Symptome wie Unaufmerksamkeit, Vergesslichkeit, Ablenkbarkeit, Prokrastination und innere Unruhe zu erkennen, die oft schon in der Kindheit bestehen.
 

Was können Menschen mit ADS besonders gut?

Sie können Menschen und Situationen gut durchschauen. Sie können sehr gut kreativ denken, dadurch finden sie in kritischen Situationen schnell die besten Lösungen. Sie haben ein „Schwarz-Weiß-Denken“, ihre Stimmung schwankt schnell zwischen „himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt“.

Welches ist das schwierigste Alter für einen Teenager?

Viele Eltern sagen, dass die schwierigsten Teenagerjahre etwa zwischen 14 und 16 Jahren liegen.

Wie denkt ein Mensch mit ADS?

Gedankenverloren und verträumt

ADS bedeutet, dass Betroffene sich nicht konzentrieren können. Sie wirken oft unaufmerksam und lassen sich leicht ablenken. In der Schule und bei den Hausaufgaben verlieren sie – wie Kinder und Jugendliche mit ADHS – schnell Lust und Konzentration.

Welcher Sport bei ADS?

Bei ADHS helfen Sportarten, die Struktur, Disziplin und die Möglichkeit zum Abbau von Energie bieten, wie Kampfsportarten (Judo, Karate), Teamsportarten (Fußball, Basketball) oder Reiten, da sie Konzentration, Selbstkontrolle und soziale Kompetenzen fördern; auch Ausdauersportarten (Joggen, Radfahren) sind gut, um die Durchblutung zu steigern und innere Unruhe zu reduzieren. Wichtig ist die Abwechslung und die Wahl einer Sportart, die Freude bereitet, um Frust zu vermeiden, wobei Sportarten mit zu hohem Verletzungsrisiko eher ungeeignet sind.
 

Was fehlt dem Körper bei ADS?

Veränderung des Botenstoff-Transports im Gehirn

Insbesondere ein Mangel an Dopamin – dem sogenannten „Glückshormon“ – lässt sich bei einer ADHS nachweisen und zwar genau in den Bereichen des Gehirns, die auch für die Gedächtnis- und Lernfunktion wichtig sind.

Wie viel IQ haben Kinder mit ADHS?

Davon abgesehen, wurde aber auch für Kinder mit ADHS eine Normalverteilung der Intelligenz nachgewiesen, so dass etwa 10% der Kinder mit ADHS einen IQ über 120 haben. 2 Naturgemäß gibt es also auch zahlreiche Kinder mit einer Hochbegabung und ADHS.

Wie zeigt sich ADS in der Schule?

Im Unterricht zeigt sich die Hyperaktivität vor allem durch unruhiges Sitzen und Aufstehen vom Arbeitsplatz. Die Kinder bemerken häufig selber, dass sie unruhig und nervös sind; sie verfügen allerdings noch über eine zu geringe Steuerungsfähigkeit um dies zu reduzieren.

Können Menschen mit ADS studieren?

Trotz unstrukturiertem Alltag ist ein Studium mit ADHS unter bestimmten Voraussetzungen und mithilfe von Unterstützungsangeboten möglich. Lerntipps für Studierende mit ADHS, Stipendien für benachteiligte Studierende und ein Nachteilsausgleich an Unis sind spezielle Hilfsangebote für Betroffene.