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Woher stammt die Redewendung?

Gefragt von: Matthias Albert  |  Letzte Aktualisierung: 1. September 2026
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Redewendungen stammen oft aus dem Alltag, der Geschichte, dem Handwerk oder dem Militär und haben sich über die Zeit entwickelt, um Situationen bildhaft zu beschreiben, wie z.B. „den Löffel abgeben“ vom Generationswechsel auf dem Hof oder „08/15“ vom Maschinengewehr. Ihre Herkunft ist manchmal überraschend konkret und spiegelt frühere Lebenswelten wider, wobei die ursprüngliche Bedeutung oft metaphorisch oder sogar wörtlich war, bevor sie sich veränderte.

Woher kommt die Redewendung?

Redewendungen haben oft überraschend konkrete Ursprünge: Ob mittelalterliche Färber, Fußballschiedsrichter oder öffentliche Ehrenstrafen - viele geläufige Redewendungen gehen auf reale historische Praktiken zurück.

Wer hat das Sprichwort erfunden?

Ihr Autor ist unbekannt; oft von volkstümlicher Bildhaftigkeit. “ „Ein Sprichwort ist ein allgemein bekannter, fest geprägter Satz, der eine Lebensregel oder Weisheit in prägnanter, kurzer Form ausdrückt. “

Woher kommt "jetzt wird ein Schuh draus"?

Trotzdem legten auch die Menschen damals Wert auf eine gewisse Ästhetik. Daher wurden die Lederbeutel, die auf links genäht wurden, nach der Fertigstellung umgedreht bzw. gewendet, um die Nähte zu verstecken. So wurde sprichwörtlich umgedreht ein Schuh draus.

Woher kommt die Redewendung "vom Fleisch fallen"?

Die Redewendung „vom Fleisch fallen“ bedeutet abmagern oder Gewicht verlieren; ihre Herkunft liegt wahrscheinlich darin, dass früher nach dem Schlachten das weniger wertvolle Fett an Helfer verteilt wurde und wer viel Fett verlor, quasi „vom Wert“ des Fleisches fiel, was sich negativ auf den Körper auswirkandte. Die Redewendung beschreibt einen Zustand der Schwäche und des Gewichtsverlusts, oft durch zu wenig Essen, und bezieht sich auf den Verlust von Substanz und Vitalität. 

Woher stammt die Redewendung „einen Korb geben“?

37 verwandte Fragen gefunden

Woher kommt die Redewendung "Es geht um die Wurst"?

"Es geht um die Wurst" ist eine Redewendung, die bedeutet, dass es jetzt ernst wird, eine wichtige Entscheidung ansteht oder ein entscheidender Moment gekommen ist – oft bei Wettkämpfen, wo die Wurst früher der wertvolle Hauptpreis war, der den Sieger von den anderen trennte, wie bei „Wurstangeln“ auf Volksfesten, wo es um eine nahrhafte Mahlzeit ging. Der Ursprung liegt in diesen volkstümlichen Wettbewerben, bei denen der Gewinn einer Wurst für ärmere Leute ein bedeutender Gewinn war, wie DW und Schweizer Radio und Fernsehen berichten.
 

Woher kommt der Spruch "Das ist nicht mein Bier"?

Die Redewendung „Das ist nicht mein Bier“ wird im Deutschen verwendet, um auszudrücken, dass etwas jemanden nicht betrifft oder interessiert. Ihre genaue Herkunft ist unklar, aber sie spiegelt die kulturelle Bedeutung von Bier in Deutschland wider, wo Bier weit mehr als nur ein Getränk ist.

Woher kommt der Spruch "pünktlich wie die Maurer"?

Der Spruch „Pünktlich wie die Maurer“ kommt von der Redensart, dass Maurer früher besonders pünktlich den Feierabend einläuteten – also überpünktlich Schluss machten, wenn die Kirchturmuhr schlug, um ihre Werkzeuge niederzulegen, was teils ironisch oder als Kritik an zu frühem Feierabend gemeint war, aber auch als Lob für ihre Zuverlässigkeit und Genauigkeit. Ursprünglich stand das Handwerk für Präzision, aber ab 1800 entwickelte sich die Figur des Maurers, der pünktlich Feierabend macht, zur satirischen Figur, die die genaue Einhaltung der Uhrzeit betonte.
 

Woher kommt der Spruch "Seinen Senf dazugeben"?

Die Redewendung „seinen Senf dazugeben“ stammt aus dem 17./18. Jahrhundert und beschreibt das ungefragte Einmischen in ein Gespräch, ähnlich wie Wirte damals ihr kostbares Gewürz Senf zu jedem Essen hinzufügten, um es aufzuwerten, auch wenn es nicht passte; diese störende, ungebetene Zugabe wurde dann auf unerwünschte Ratschläge oder Meinungen übertragen. 

Woher kommt der Ausdruck Muffensausen?

"Muffensausen" (große Angst haben) kommt von der Doppeldeutigkeit von "Muffe", was umgangssprachlich den Schließmuskel des Darms bezeichnet, der sich bei Furcht zusammenzieht, ähnlich dem "Sausen" oder "Schleifen" eines Verschlusses, sowie auch von den Muffen, den Rohrverbindungsstücken, die sich bei Anspannung "bewegen" können, und beschreibt somit ein starkes Angstgefühl, fast bis zum Kontrollverlust. Es ist eine Metapher für die Anspannung vor etwas Unangenehmem oder Bedrohlichem. 

Woher kommt der Begriff "den Löffel abgeben"?

Die Redewendung „den Löffel abgeben“ (sterben) stammt aus dem Mittelalter, als Löffel persönliche, wertvolle Werkzeuge waren, die man stets bei sich trug; nach dem Tod des Besitzers wurde der Löffel symbolisch abgegeben und oft an die nächste Generation weitergegeben, da er zum Überleben nicht mehr gebraucht wurde. Auch die Weitergabe von Verantwortung oder Macht, wie z.B. der Abschied vom Hofleben einer Bäuerin, wird damit verbunden.
 

Woher stammt der Ausdruck „nicht einen Cent“?

„Keinen Cent wert“ stammt aus den 1820er Jahren . Es bedeutet, dass ein Gegenstand oder eine Person entweder wertlos oder nutzlos ist.

Woher kommt es, einen Frosch im Hals zu haben?

"Einen Frosch im Hals haben" ist eine Redewendung für ein unangenehmes Gefühl von Trockenheit, einem Kloß oder Räusperzwang im Hals, oft bei Aufregung, zu viel Reden oder Krankheit (wie Erkältung oder Reflux), wodurch die Stimme heiser oder wegbleibt; die Ursache kann ein tatsächliches Fremdkörpergefühl oder eine Schleimhautreizung sein.
 

Wo kommt der Ausdruck 0815 her?

Die Herkunft von "08/15" liegt im Ersten Weltkrieg und bezieht sich auf das Maschinengewehr MG 08/15, das durch Massenproduktion, schlechtere Qualität und monotone Nutzung zum Synonym für etwas Gewöhnliches, Langweiliges oder Durchschnittliches wurde, so YouTube, PAYBACK.de, QuillBot. 

Warum sagt man auf 180 sein?

Mit der Redewendung "auf 180 sein" drücken Menschen aus, dass sie besonders wütend sind. Wut kann man nicht in Zahlen messen – die 180 wurde aus einem anderen Zusammenhang genommen, dem Autofahren.

Was ist das älteste Sprichwort der Welt?

Das geht auf keine Kuhhaut: Die älteste Spur dieser Redewendung hat Röhrich in einer Schrift gefunden, die vor 1240 entstand. Dort schimpft der Teufel, die vielen Sünden der Menschen passten nicht auf sein Pergament – nicht einmal auf eines aus Kuhhaut.

Woher stammt die Redewendung „meine zwei Cent“?

Ursprung. Die früheste Erwähnung eines Analogons zu „zwei Cent/Pence“ findet sich in der Geschichte vom Scherflein der Witwe im Markus- und Lukasevangelium . In dieser biblischen Episode spenden mehrere wohlhabende Tempelbesucher große Geldsummen, während eine arme Witwe nur zwei kleine Münzen in die Opfergabe legt.

Was ist das bekannteste Sprichwort?

Am Ende haben wir die fünf der 20 beliebtesten Sprichwörter gekürt. Hier das Ergebnis: 1. Kommt Zeit, kommt Rat.

Woher kommt verflixt und zugenäht?

Die Herkunft von „verflucht und zugenäht“ (oft auch „verflixt und zugenäht“) ist nicht eindeutig geklärt, wird aber hauptsächlich auf zwei Ursprünge zurückgeführt: ein Studentenlied des 19. Jahrhunderts, in dem ein Mann aus Verzweiflung seinen Hosenschlitz „verflucht und zugenäht“ hat, nachdem seine Geliebte schwanger wurde, oder als Ausdruck im studentischen Fechten, wenn nach einem schweren Hieb sofort genäht werden musste. Es ist eine Steigerung von „verflucht“ und drückt Ärger, Unmut oder Überraschung aus. 

Woher stammt der Ausdruck "mein lieber Scholli"?

Die Herkunft von „Mein lieber Scholli“ ist nicht eindeutig geklärt, aber die häufigsten Theorien führen sie entweder auf den hugenottischen Dichter Ferdinand Joly (eine Verballhornung seines Namens) oder auf die französische Wendung „ma chère jolie“ (meine liebe Schöne) zurück, die von Soldaten in Norddeutschland übernommen wurde. Eine weitere, weniger verbreitete Theorie bezieht sich auf den badischen Politiker Julius Jolly. 

Woher kommt die Redewendung Klappe zu Affe tot?

Die Redewendung „Klappe zu, Affe tot“ kommt höchstwahrscheinlich aus dem Zirkusmilieu: Früher wurden kleine Affen in Holzkisten am Zirkus-Eingang als Attraktion gezeigt; wenn die Kiste geschlossen wurde, war die Vorstellung vorbei oder der Affe „in Rente“ und damit symbolisch „tot“. Heute bedeutet es einfach, dass eine Sache endgültig erledigt, abgeschlossen oder vorbei ist.
 

Woher kommt die Redewendung "zum Mäuse melken"?

Der Ursprung der Redewendung „Das ist zum Mäusemelken!“ liegt im humorvollen Volksmund, der damit eine sinnlose, unmögliche oder frustrierende Tätigkeit beschreibt – ähnlich mühsam, wie Mäuse zu melken. Paradoxerweise wurde die Redewendung in den 1980ern durch eine tatsächliche Mäusemelkmaschine an der Universität Ulm wieder aufgegriffen, die zur Gewinnung von Lactoferrin für die Pharmaforschung entwickelt wurde, was der Redewendung einen unerwarteten Bezug zur Realität gab.
 

Woher kommen Tomaten auf den Augen?

Die Herkunft der Redewendung „Tomaten auf den Augen haben“ ist nicht eindeutig geklärt, aber es gibt drei Haupttheorien: 1. Mittelalterliches Spanien: Verurteilte mussten mit Tomaten vor den Augen herumlaufen, um ihre Schande zu zeigen, was sie blind für ihre Umgebung machte. 2. Ampel-Vergleich: Früher sagten Polizisten dies zu Fahrern, die bei Grün nicht losfuhren, weil sie scheinbar noch Rot sahen. 3. Müdigkeit: Die ursprünglichste Bedeutung bezog sich auf gerötete, geschwollene Augen müder Menschen, die dadurch unaufmerksam sind. Die heutige Bedeutung ist, etwas Offensichtliches zu übersehen.
 

In welchem Land sagt man Öl zu Bier?

Das Wort Öl = Bier gilt in Varianten in den nordgermanischen Sprachen Schwedisch, Dänisch, Norwegisch und Isländisch. Das schwedische starköl entspricht im Alkoholgehalt etwa unserem Vollbier oder Exportbier, also ein etwas euphemistischer Ausdruck..

Was bedeutet „halt mal meinen Wodka“?

„Gut vertragen“ bedeutet, eine beträchtliche Menge Alkohol trinken zu können, ohne merklich betrunken zu werden .

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