Wo zieht es im Raum?
Gefragt von: Ludwig Voß | Letzte Aktualisierung: 12. Juni 2026sternezahl: 4.8/5 (16 sternebewertungen)
Wenn es im Raum zieht, kommt die Luft meist durch undichte Fensterrahmen, Türen (besonders am Boden) oder Rollladenkästen herein, oft durch Temperaturunterschiede zwischen innen und außen, aber auch durch Türen zwischen unterschiedlich temperierten Räumen. Man findet die Ursache, indem man mit einem Kerzenflamme, Räucherkegel (flackert) oder einem angefeuchteten Finger an Fugen entlangfährt oder ein Blatt Papier zwischen Rahmen und Flügel klemmt (zieht es heraus, ist es undicht).
Wie kann ich feststellen, wo es zieht?
Zugluft – der Papiertest
Zugluft aufspüren mit Hilfe eines Papiertests. Klemme ein Blatt Papier zwischen Rahmen und Flügel deines Fensters, deiner Tür. Schließe das Fenster, die Tür wie gewohnt. Kannst du das Blatt heraus ziehen, ist das ein klarer Fall von Zugluft!
Warum zieht es in der Wohnung?
Es zieht in der Wohnung meist durch undichte Stellen an Fenstern und Türen, wo kalte Außenluft eindringt, oder durch schlechte Isolierung, was zu kalten Oberflächen und absinkender Luft führt. Auch unzureichende Abdichtungen an Durchführungen (Steckdosen, Kabel) oder ein unkontrollierter Luftaustausch zwischen verschiedenen Räumen (Druckgefälle) können die Ursache sein.
Was tun, wenn es in der Wohnung zieht?
Wenn es in der Wohnung zieht, sollten Sie zuerst die Ursachen finden (z.B. mit Kerze oder Seifenblase) und dann einfache Lösungen wie Zugluftstopper vor Türen/Fenster legen, Dichtungsbänder anbringen, Fensterrahmen einstellen (Wintermodus) oder Thermovorhänge nutzen, um kalte Luftströme zu stoppen und Heizkosten zu sparen. Längerfristig können Sie auch Fensterrahmen neu abdichten (z.B. mit Acryl/Silikon) oder einen Fachmann für eine professionelle Abdichtung hinzuziehen, besonders bei älteren Fenstern.
Wie kann ich Zugluft sichtbar machen?
Sind Fenster und Türen geschlossen, können Sie Zugluft am einfachsten mit einer Kerze erkennen. Führen Sie die angezündete Kerze langsam entlang der Fenster- und Türrahmen. Sobald Sie an eine undichte Stelle kommen, fängt die Flamme an zu flackern.
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Welche Symptome treten bei Zugluft auf?
Wenn man "einen Zug geholt" hat, sind die häufigsten Symptome Muskelverspannungen und Schmerzen (Nacken, Rücken, Schultern), steifer Hals, Kopfschmerzen und Bewegungseinschränkungen, da kühle Zugluft die Muskulatur abkühlt und verkrampfen lässt. Es können aber auch trockene Schleimhäute, Schnupfen oder ein "Zugluft-Ohr" auftreten, weil die Abwehrkräfte durch die Kälte geschwächt werden und sich Viren leichter einnisten können.
Wie kann ich Zugluft messen?
Um Zugluft zu messen, gibt es einfache Haushaltstests (Papier, Kerze), die undichte Stellen an Fenstern und Türen zeigen, sowie professionelle Methoden wie den Blower-Door-Test und den Einsatz von Thermoanemometern für eine präzise quantitative Messung der Luftgeschwindigkeit und Leckagen in der Gebäudehülle, oft ergänzt durch Wärmebildkameras, um Wärmebrücken zu lokalisieren, laut einem Bericht von dollex.de und einem YouTube-Video von Energieberatung Rhein-Ruhr.
Wie kann ich Zugluft stoppen?
Zugluft an der Tür
Abhilfe schaffen hier entweder spezielle Türbodendichtungen aus Schaumstoff, die auf die Unterkante des Türflügels geklebt werden. Bei größeren Spalten dienen Bürstenleisten oder bei schwellenlosen Türen und glatten Böden Tür-Doppeldichtungen als Zugluftstopper.
Warum friere ich bei 20 Grad in der Wohnung?
Sie frieren bei 20 °C, weil nicht nur die Lufttemperatur zählt, sondern auch kalte Oberflächen (Wände, Fenster), Zugluft, niedrige Luftfeuchtigkeit und Ihr individueller Stoffwechsel (Durchblutung, Muskelmasse) eine Rolle spielen, die dem Körper Wärme entziehen oder die Wärmeregulierung beeinträchtigen. Schlechte Dämmung führt zu kälteren Oberflächen, während Zugluft die warme Luft vom Körper wegträgt, was das Frieren verstärkt, selbst wenn die Luft "warm" ist.
Was tun bei Zugluftfenstern?
Wenn es am Fenster zieht, sollten Sie die Ursache finden (Kerzenflamme als Test) und kurzfristig mit Zugluftstoppern oder Thermovorhängen Abhilfe schaffen. Langfristig hilft es, die Fenster neu einzustellen (Anpressdruck erhöhen, Zapfen drehen) oder Dichtungen mit selbstklebenden Bändern, Silikon oder Acryl zu erneuern, was Heizkosten sparen kann. Bei älteren Fenstern kann auch ein Austausch der Dichtungen oder eine professionelle Einstellung nötig sein.
Warum zieht es trotz neuer Fenster?
Wenn es bei neuen Fenstern zieht, liegt die Ursache oft an Fehlstellungen der Flügel, die durch Nachjustieren behoben werden können, oder an Problemen in der Anschlussfuge zum Mauerwerk, was eine Abdichtung erfordert, sowie an mangelhaften Dichtungen oder Beschlägen, die einen Fachmann benötigen. Ein einfacher Test (Papier zwischen Rahmen und Flügel klemmen und ziehen) hilft beim Aufspüren der Undichtigkeit.
Was hilft gegen Zug?
Wenn der Zug (Verspannung/Steifheit) da ist, hilft meist Wärme (Kissen, Pflaster, Schal) und sanfte Bewegung, um Muskeln zu lockern, Durchblutung zu fördern und Schmerzen zu lindern, bei Augenreizungen befeuchtende Tropfen, bei starken Problemen aber zum Arzt. Schütze dich künftig durch Kleidung (Schal, Kapuze) und Vermeidung direkter Kältequellen.
Was hilft gegen Feinstaub in der Wohnung?
Um Feinstaub in der Wohnung zu reduzieren, sollten Sie regelmäßig stoß- oder querlüften (besonders nach dem Kochen, wenn die Außenluft besser ist), Staubquellen minimieren (Kerzen, Weichmacher, offene Drucker) und gut reinigen (HEPA-Staubsauger, feucht wischen). Auch Luftreiniger mit HEPA-Filter und das Vermeiden von Staubfängern (Teppiche, schwere Vorhänge) helfen, die Belastung zu senken und die Luftqualität zu verbessern.
Warum zieht es im Zimmer?
Undichte Fugen im Bereich von Fenstern und Türen begünstigen ebenfalls Zugluft. Das passiert zumeist dann, wenn die Bauteile nach dem Einbau nicht fachgerecht abgedichtet wurden. Auch kann der Rahmen schuld sein. Ist dieser nicht gerade eingebaut oder hat sich über die Jahre verzogen, muss dies korrigiert werden.
Was kann ich tun, wenn es durch meine Fenster zieht?
Wenn es durch die Fenster zieht, sollten Sie zuerst die Ursache finden (lockere Beschläge, poröse Dichtungen oder Fugen) und dann mit einfachen Maßnahmen wie dem Einstellen des Anpressdrucks, dem Anbringen von selbstklebenden Dichtbändern oder dem Abdichten der Fugen mit Silikon/Kitt Abhilfe schaffen, um Zugluft zu stoppen und Energie zu sparen.
Was tun gegen Durchzug?
Gegen Zugluft helfen Abdichten (Fensterrahmen mit Dichtungsband, Silikon/Acryl; Tür unten mit Zugluftstopper, Bürstenleiste), Thermovorhänge, Stoßlüften statt Dauerkipplüften und das Justieren von Fensterschrauben (Wintermodus), um undichte Stellen zu schließen und gleichzeitig Heizkosten zu sparen. Auch einfache Maßnahmen wie das Aufstellen von Zugluftstoppern (z.B. gefüllte Stoffrollen) vor Türen oder das Tragen eines Schals können Beschwerden lindern, wie diese Seite von Leifheit erklärt.
Wie kalt dürfen Räume im Winter sein?
Räume sollten im Winter nicht unter 15°C fallen, um Schimmel und Gesundheitsprobleme zu vermeiden, wobei Wohnräume tagsüber idealerweise 19-22°C haben sollten, Schlafzimmer 16-18°C und weniger genutzte Bereiche 16-18°C. Es ist wichtig, die Temperatur je nach Nutzung anzupassen, nachts abzusenken (aber nicht zu stark) und regelmäßig Stoßlüften, um ein gesundes Raumklima zu gewährleisten.
Warum ist mir kalt, obwohl es im Raum warm ist?
Schlechte Isolation, tiefe Luftfeuchtigkeit oder Müdigkeit können dafür sorgen, dass du trotz warmen Räumen fröstelst. Die Temperaturen fallen, draussen wickelst du dich bereits in deine Winterjacke und drinnen läuft die Heizung – zumindest dort sollte es also angenehm warm sein.
Was kann ich gegen kalte Wände tun?
Gegen kalte Wände helfen kurzfristig Möbel umstellen und Stoßlüften, mittelfristig spezielle Thermovliese oder Thermopasten wie Auratherm, langfristig ist eine professionelle Innendämmung mit Dämmplatten oder eine Außendämmung (WDVS) die effektivste Lösung, um Wärmebrücken zu beseitigen und Schimmel vorzubeugen. Wichtig ist auch eine optimale Platzierung der Heizkörper direkt unter Fenstern und die Nutzung von Deckenventilatoren zur Wärmeverteilung.
Wie finde ich heraus, wo es zieht?
"Von wo" es zieht kannst Du meist rausfinden in dem Du die Tür und das Fenster schlisst und Du mit einer Kerze (kleines Teelicht reicht) langsam durch den Raum und zu den Ecken/Fenster/Türen gehst. Vor allen Dingen die Kerze mal vor Steckdosen halten. Klappt natürlich besser wenn es draussen etwas windiger ist.
Warum gehen Wohnungstüren nach innen auf?
Im Normalfall ist eine Haustüre innen öffnend, also wird in die Wohnung hinein geöffnet, sodass die Bänder geschützt in der Wohnung liegen. Dies dient auch dem Einbruchschutz. Bei geringem Platzangebot im Flur gibt es die Möglichkeit auch bestimmte Haustüren nach außen öffnend zu bauen.
Was kann man vor die Tür legen, damit es nicht zieht?
Klassische Zugluftstopper.
Zugluftstopper gibt es als längliche Kissen, die man einfach vor den Türspalt oder vors Fenster legt. Sie sollten wirklich eng an den Spalten anliegen und immer etwas länger als die Türen oder Fenster sein, damit die kalte Luft nicht an den Seiten reinsneakt.
Wie findet man heraus, woher die kalte Luft in ein Haus dringt?
Zünden Sie ein Räucherstäbchen an und bewegen Sie es vorsichtig an den Rändern von Stellen entlang, an denen es häufig zu Zugluft kommt . Überall dort, wo der Rauch sich verflüchtigt, aus dem Raum gesogen oder hineingeblasen wird, entsteht Zugluft. Sie können auch eine feuchte Hand verwenden, um Lecks zu finden; Zugluft fühlt sich kühl an.
Wie entsteht Zugluft in der Wohnung?
Ein Durchzug entsteht, wenn zwischen zwei Öffnungen, etwa mehreren Fenstern oder einer Tür und einem Fenster, ein Druckgefälle herrscht. Dadurch entweicht die warme Luft aus Ihrer Wohnung und kalte, frische Luft, strömt durch den entstehenden Unterdruck herein.
Wie kann ich die Luftqualität im Raum messen?
Um die Raumluftqualität zu messen, nutzen Sie spezielle Messgeräte, die Parameter wie CO2, Feinstaub, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und VOCs erfassen und oft per App auswerten lassen. Sie platzieren das Gerät zentral, messen über längere Zeit, um Muster zu erkennen, und reagieren durch gezieltes Lüften oder den Einsatz von Lüftungssystemen bei schlechten Werten, wobei eine fachkundige Analyse bei komplexen Problemen (Schimmel, Asbest) sinnvoll ist.
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