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Wo leben in Deutschland die meisten Hartz 4 Empfänger?

Gefragt von: Lina Bachmann-Krebs  |  Letzte Aktualisierung: 26. Januar 2026
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Die meisten Hartz-IV-Empfänger (jetzt Bürgergeld) leben nach Bevölkerungsanteil in Bremen und Berlin, gefolgt von Sachsen-Anhalt, während Bayern und Baden-Württemberg die niedrigsten Quoten aufweisen. Betrachtet man die absolute Zahl, hat Nordrhein-Westfalen die meisten Empfänger, da es das bevölkerungsreichste Bundesland ist, gefolgt von Berlin und Niedersachsen.

In welchem Bundesland gibt es die meisten Hartz-4-Empfänger?

Mit 17 Prozent weist Berlin den mit Abstand höchsten Anteil von Hartz IV-Empfängern an der Gesamtbevölkerung auf. Es folgen Bremen mit 13,8 und Sachsen-Anhalt mit 13,4 Prozent.

Welche Stadt in Deutschland hat die meisten Bürgergeld-Empfänger?

In Gelsenkirchen lässt sich dieses Phänomen gut beobachten. Rund 25,7 Prozent der Bewohner im erwerbsfähigen Alter beziehen dort Bürgergeld - der absolute Spitzenwert in Deutschland.

Wer bekommt in Deutschland das meiste Bürgergeld?

Die größte Gruppe der Bürgergeld-Empfänger sind Deutsche (über 50 %), aber bei den ausländischen Staatsangehörigkeiten beziehen die meisten Menschen aus der Ukraine Bürgergeld, gefolgt von Syrerinnen und Syrern sowie Afghaninnen und Afghanen, was vor allem mit der hohen Zahl an Geflüchteten zusammenhängt. Ukrainer machen einen großen Anteil der nicht-deutschen Bezieher aus (rund 13 %), da sie einen hohen Anteil der Flüchtlingsgruppe darstellen, die Bürgergeld erhält.
 

Welche Nationalität bekommt am meisten Hartz 4?

65,6% der Ukrainer in Deutschland beziehen Bürgergeld. 55,1% der Syrer, 47,1% der Afghanen und 41,7% der Iraker sind Bürgergeld-Empfänger. Bei Menschen aus der Türkei liegt die Quote bei 16,2%. Zum Vergleich: Nur etwa 5,3% der deutschen Staatsbürger beziehen Bürgergeld.

Leben mit Hartz IV

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Wie hoch ist der Ausländeranteil bei den Arbeitslosen in Deutschland?

Der Ausländeranteil an der Arbeitslosigkeit in Deutschland ist deutlich höher als ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung, wobei die Quoten je nach Herkunftsland stark variieren, mit höheren Werten bei Menschen aus Asylherkunftsländern (z.B. Ukraine, Syrien) und niedrigeren bei EU-Bürgern und Deutschen, mit aktuellen Zahlen um die 14,8 % Arbeitslosenquote für Ausländer (Stand September 2025). Während Ausländer überproportional von Arbeitslosigkeit betroffen sind, sank die Quote der SGB-II-Hilfeempfänger (Bürgergeld) in 2025 leicht, zeigt aber bei bestimmten Gruppen (z.B. Ukraine, Syrien) weiterhin sehr hohe Werte. 

Welches Bundesland hat die höchste Zuwanderung?

Die Anzahl der Auswanderer aus Deutschland betrug im selben Jahr rund 1,3 Millionen. Der Wanderungssaldo, also der Saldo zwischen Zuzügen und Fortzügen, betrug demnach plus 430.000. Die meiste Zuwanderung unter den Bundesländern verzeichneten Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg.

Welche Nationalität ist am meisten in Deutschland vertreten?

Die Nationalität, die in Deutschland am häufigsten vertreten ist, hängt von der Definition ab: Bei der Bevölkerung mit Migrationshintergrund sind die Türkei, Polen und Russland die wichtigsten Herkunftsländer, während bei den neuesten Zuwanderern (2024) oft die Ukraine und Rumänien ganz oben stehen, aber auch die Türkei weiterhin stark ist. Bei der Gesamtbevölkerung sind die meisten Menschen Deutsche, aber die größte ausländische Gruppe sind häufig Menschen aus der Türkei, gefolgt von EU-Staatsbürgern wie Polen, Rumänen und Italienern, obwohl die Zahlen stark schwanken können. 

Woher kommen die meisten Bürgergeld-Empfänger in Deutschland?

Eine deutliche Mehrheit der Bürgergeld-Beziehenden in Deutschland verfügt über einen Migrationshintergrund. Bundesweit liegt ihr Anteil an allen Bezieherinnen und Beziehern bei 63,1 Prozent, wie aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA), die ZEIT ONLINE eingesehen hat, hervorgeht.

Wie hoch ist der Ausländeranteil in der Sozialhilfe?

Der Anteil ausländischer Empfänger von Sozialhilfe (Bürgergeld/SGB II) liegt bei rund der Hälfte, wobei die Zahlen je nach Quelle und Stichtag variieren, aber aktuell (2024/2025) oft um die 47-50% liegen, mit einem deutlichen Anteil an der Gruppe der ukrainischen Geflüchteten, die seit 2022 schneller in die Grundsicherung fallen. Während die Bundesagentur für Arbeit 47,5 % Ausländer nennt, sieht das Statistische Bundesamt 49,5 % Ausländer in Bürgergeldhaushalten, wobei auch deutsche Staatsangehörige mit Migrationshintergrund eingerechnet sind. 

Wo wohnen die meisten Bürgergeldempfänger?

In Nordrhein-Westfalen bezogen im Juni 2025 rund 1,1 Millionen erwerbsfähige und circa 411.000 nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte Bürgergeld; insgesamt also etwa 1,51 Millionen. Damit war Nordrhein-Westfalen das Bundesland mit den meisten Bürgergeldempfängern, von denen es bundesweit ungefähr 5,4 Millionen gab.

Welche Stadt in Deutschland hat die meisten Obdachlosen?

Regional gesehen, befindet sich der größte Teil der wohnungslosen Personen mit 10.230 Fällen in Köln.

Wie viele Ausländer beziehen Bürgergeld?

Rund 2,6 Millionen Ausländer bezogen 2024 Bürgergeld, was etwa 47,8 % der Gesamtzahl der Empfänger entspricht (5,4 Mio. Gesamt) – darunter viele aus Syrien, der Türkei und der Ukraine, wobei die meisten Ausländer einen Migrationshintergrund haben und die Quote bei ihnen deutlich höher ist (ca. 19,7 %) als bei Deutschen (5,3 %). Die genauen Zahlen variieren je nach Statistik und Stichtag, aber es zeigt sich eine überproportionale Beteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund, da diese oft am Anfang ihres Aufenthalts oder bei der Arbeitsmarktintegration stehen. 

Wo sind die meisten Arbeitslosen in Deutschland?

Die höchste Arbeitslosigkeit in Deutschland findet sich tendenziell in den Stadtstaaten Bremen und Berlin, gefolgt von ostdeutschen Flächenländern wie Sachsen-Anhalt, während auf der Ebene einzelner Städte Gelsenkirchen (NRW) oft die Spitzenwerte aufweist. Als aktuellstes Beispiel (November 2025) zeigen sich hohe Quoten in Bremen (11,8%) und Berlin (10,5%), mit starkem Anstieg auch in Sachsen, während die niedrigsten Quoten in Bayern und Baden-Württemberg bleiben.
 

Wie hoch ist die Mindestsicherung?

So viel Geld bekommen Sie. Die Wiener Mindestsicherung besteht aus 2 Teilen: maximal 906,76 € zur Deckung des Lebensunterhalts und 302,25 € Wohnkostenanteil pro Monat. Zusammen sind das 1.209,01 €.

Welche Nationalität haben die meisten Flüchtlinge in Deutschland?

Die meisten Schutzsuchenden in Deutschland kommen aktuell (Stand 2024/2025) aus Syrien, Afghanistan und der Türkei, gefolgt von der Ukraine (als größte Gruppe an Kriegsflüchtlingen) und Irak. Bei der gesamten Zuwanderung sind allerdings auch viele Europäer dabei, vor allem aus der Ukraine, aber auch aus EU-Ländern wie Bulgarien, Italien und Polen.
 

Wie viel gibt der deutsche Staat für Flüchtlinge aus?

Deutschland gibt jährlich zig Milliarden Euro für Geflüchtete aus, die Kosten verteilen sich auf Bund, Länder und Kommunen und umfassen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (rund 6-7 Mrd. €), Integration, Unterbringung, Bildung und die Bekämpfung von Fluchtursachen, wobei die Gesamtsumme je nach Jahr und Definition variiert, aber in den letzten Jahren oft über 20 Milliarden Euro (Bund) bzw. bis zu 50 Milliarden Euro (Gesamt) betrug. 

Wie hoch ist das Bürgergeld für Ukrainer?

Weniger Geld und Basis-Gesundheitsversorgung

Geflüchtete aus der Ukraine bekommen nun weniger Geld. Im Bürgergeld sind es für Alleinstehende 563 Euro im Monat. In Zukunft werden es Asylbewerberleistungen sein und damit rund 120 Euro weniger.

Wie viele reine Deutsche gibt es noch?

Knapp 311.000 Personen, die nur die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, leben im Land (2021). 480.000 einschließlich Doppelstaatler. Anzahl der in Deutschland geborenen Personen im Land. Darunter eine hohe Anzahl an Deutschtürkischen Rücksiedlern.

Wer hat die wenigsten Ausländer in Deutschland?

Am niedrigsten ist der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung in den ostdeutschen Bundesländern. Die Werte lagen im Jahr 2020 zwischen 4,8 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und 5,4 Prozent in Thüringen.

Welche Ausländer sind in Deutschland am beliebtesten?

Die meisten der 25,2 Millionen Personen mit Migrationshintergrund stammten im Jahr 2024 aus der Türkei (12,0 Prozent/3,0 Mio.), gefolgt von Polen (8,8 Prozent/2,2 Mio.), Russland (5,3 Prozent/1,3 Mio.), der Ukraine (4,8 Prozent/1,2 Mio.) und Rumänien (4,4 Prozent/1,1 Mio.).

Wo in Deutschland leben die meisten Araber?

In den West-Berliner Bezirken befindet sich bereits seit den 1980er Jahren die größte arabische Gemeinde Deutschlands; dort bestehen mehrere Kultur- und Moscheevereine sowie zahlreiche arabische Restaurants und Geschäfte.

In welchem Bundesland leben die meisten Türken?

Die meisten Menschen mit türkischem Hintergrund leben in Nordrhein-Westfalen (NRW), gefolgt von Baden-Württemberg, Bayern und Berlin; die größte türkische Community innerhalb Deutschlands hat jedoch die Stadt Berlin, insbesondere in Stadtteilen wie Kreuzberg und Neukölln, dicht gefolgt von Städten wie Köln, Duisburg und Dortmund, die bereits seit den 1960er Jahren große türkische Gemeinden haben.