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Wo kann man am längsten abtreiben?

Gefragt von: Simon Gabriel  |  Letzte Aktualisierung: 31. August 2026
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Man kann am längsten abtreiben in Ländern wie Großbritannien und den Niederlanden (bis ca. 24 Wochen), Island (bis 22 Wochen), sowie in US-Bundesstaaten wie New York (bis zur Geburt bei Gesundheitsrisiken oder Nicht-Lebensfähigkeit des Fötus) oder Nevada (bis zur Lebensfähigkeit), abhängig von den jeweiligen lokalen Gesetzen, wobei Spanien und Dänemark ihre Fristen ebenfalls liberalisiert haben. Die Fristen variieren stark nach Land und Grund (medizinische Indikation, soziale Gründe, etc.).

Wo ist Abtreibung am längsten erlaubt?

Die Länder Chile, die Dominikanische Republik, El Salvador, Nicaragua, Malta und der Heilige Stuhl verbieten einen Schwangerschaftsabbruch unter allen Umständen.

Wie lange kann man in den Niederlanden abtreiben?

In den Niederlanden sind Abtreibungen grundsätzlich bis zur 24. Schwangerschaftswoche (SSW) erlaubt, in der Praxis führen Kliniken den Abbruch jedoch meist bis zur 22. Woche durch, da danach die Lebensfähigkeit des Fötus außerhalb des Mutterleibes beginnt. Eine gesetzliche Wartezeit von 5 Tagen zwischen dem ersten Gespräch und dem Eingriff galt früher, wurde aber weitgehend abgeschafft, wobei Kliniken manchmal noch eigene Wartefristen haben können.
 

Wo darf man länger abtreiben?

Weltweit gilt Frankreich als erstes Land, welches dieses Recht in der Verfassung verankert hat. Auch zuvor war Frankreich ein Land, in dem sich die reproduktiven Rechte von Frauen in den letzten 50 Jahren erheblich entwickelt haben.

Wann ist eine Spättabtreibung erlaubt?

Ein Spätabbruch ist straffrei, wenn eine medizinische Indikation vorliegt – beispielsweise, wenn pränataldiagnostische Untersuchungen, die erst nach der 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden können, Hinweise auf schwere Fehlbildungen des ungeborenen Kindes geben.

Abtreibung - wie funktioniert ein Schwangerschaftsabbruch mit Tabletten?

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Kann man im 4. Monat noch abtreiben?

Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch („Abtreibung“) ist bis zum Ende der 9. Schwangerschaftswoche (63. Tag) seit Beginn der letzten Monatsblutung möglich.

Wie viel kostet eine Spättabtreibung?

Kosten nach der Beratungsregelung

Für einen Schwangerschaftsabbruch muss man mit Kosten zwischen 300 und 700 Euro rechnen, je nach gewählter Methode (operativ oder medikamentös) und Narkoseart. Der medikamentöse Abbruch kostet weniger als der operative, da keine Narkose notwendig ist.

Wie lange dürfen Frauen abtreiben?

In Deutschland kann ein Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich bis zur 12. Woche nach Empfängnis straffrei durchgeführt werden, wenn eine Beratung vorausgegangen ist, aber auch danach bei medizinischer oder kriminologischer Indikation (z.B. Gefahr für die Gesundheit der Mutter oder schwere Fehlbildungen des Kindes), wobei die Frist bei Spätabbrüchen bis zur 22. SSW gilt, wenn eine Beratung und ärztliche Bescheinigung vorliegt. Der medikamentöse Abbruch ist kürzer, meist bis zur 9. Schwangerschaftswoche (SSW) möglich.
 

In welchem Land kann man später abtreiben?

Man kann in den Niederlanden am längsten abtreiben, legal bis zur 24. Schwangerschaftswoche, wobei in der Praxis meist bis zur 22. Woche behandelt wird, nach einer verpflichtenden Beratung und Bedenkzeit, während Frankreich (bis 14 Wochen) und Dänemark (18 Wochen) auch liberale Regelungen haben, aber kürzer sind. 

Wie viel Euro kostet abtreiben?

Die Kosten eines Schwangerschaftsabbruchs

Die Kosten für den eigentlichen Schwangerschaftsabbruch werden von der Krankenkasse nicht übernommen. Die von Ihnen zu tragenden Kosten belaufen sich auf ungefähr 300 bis 800 € je nach Praxis, Methode und Versicherung.

Kann man im 6. Monat abtreiben?

Ein Schwangerschaftsabbruch mit medizinischer Indikation ist auch nach der zwölften Woche nach Empfängnis (14. Woche nach dem ersten Tag der letzten Monatsblutung) möglich. Der Schwangerschaftsabbruch darf nicht von der Ärztin oder dem Arzt vorgenommen werden, die oder der die Indikation ausgestellt hat.

Welche Strafe droht für Abtreibung?

Strafgesetzbuch (StGB) § 218 Schwangerschaftsabbruch

(1) Wer eine Schwangerschaft abbricht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Welche ist die späteste natürliche Schwangerschaft?

Statistisch gesehen ist eine Frau in Deutschland bei der Geburt ihres ersten Kindes 30,2 Jahre alt. Zehn Jahre zuvor lag das Durchschnittsalter noch bei 29,0 Jahren. Der EU-Durchschnitt liegt derzeit bei 29,5 Jahren für die erste Geburt – wobei Frauen in Italien und Spanien am spätesten Mutter werden (31,6 Jahre) .

Wann ist es zu spät, um abzutreiben?

Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.
 

Kann man in der 20. SSW noch abtreiben?

Nach 20 Schwangerschaftswochen wird in der Regel vor Induktion des Abbruchs ein Fetozid durchgeführt. Wichtig ist eine angemessene psychische Betreuung und Unterstützung der betroffenen Eltern, auch bei einem frühen Schwangerschaftsabbruch.

Kann man in der 12. Schwangerschaftswoche noch abtreiben?

Schwangerschaftswoche: Die medizinische Indikation. Manche werdenden Eltern entscheiden sich in dieser Situation für einen Schwangerschaftsabbruch. Liegt eine medizinische Indikation vor, ist der Schwangerschaftsabbruch auch nach der 12. Schwangerschaftswoche straffrei möglich.

Kann ich in einem anderen Land abtreiben lassen?

Wenn ein Schwangerschaftsabbruch im eigenen Land nicht (mehr) möglich ist, können Sie auch im Ausland abtreiben lassen.

Wie lange darf man in Dänemark abtreiben?

Länder mit längeren Fristen:

Frankreich, Luxemburg, Spanien und Rumänien haben die Frist für Abtreibungen auf Wunsch auf bis zu 14 Schwangerschaftswochen erweitert. In Schweden, Norwegen und Dänemark liegt die Frist bei 18 Wochen und in Island bei 22 Wochen.

Wo kann man spät abtreiben?

Es gibt 14 auf Abtreibung spezialisierte Kliniken in Holland, in denen 95 Prozent aller Abbrüche stattfinden, nur in Heemstede und Utrecht sind sie bis zur 22. Woche möglich. Die meisten Deutschen gingen in diese beiden Kliniken, sagt eine Sprecherin des niederländischen Gesundheitsministeriums.

Welche Gefühle erleben Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch?

Nach einem Schwangerschaftsabbruch sind die Gefühle sehr individuell und reichen von Erleichterung, Freude oder auch einem Gefühl der Stärke bis hin zu Trauer, Schuld, Angst, Niedergeschlagenheit, Wut und hormonell bedingten Stimmungsschwankungen, die oft auch mit körperlichen Reaktionen wie Schmerzen und Blutungen einhergehen können, wobei die Verarbeitung stark von den persönlichen Umständen (z.B. Druck, Lebenssituation, moralische Einstellung) abhängt. Es gibt keine pauschale "normale" Reaktion, und professionelle Beratung bei Beratungsstellen wie pro familia oder donum vitae ist eine wichtige Anlaufstelle. 

Kann man in der 4. SSW schon abtreiben?

Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch ist bis zur 9. Schwangerschaftswoche (SSW) möglich.

Wo kann man länger abtreiben als in Deutschland?

Dänemark war eines der ersten westeuropäischen Länder, in denen Frauen das Recht auf einen selbstbestimmten Schwangerschaftsabbruch bekommen haben. Seit 1973 können Schwangere mit Wohnsitz in Dänemark bis zum Ende der zwölften Woche eine Schwangerschaft abbrechen, ohne dafür Gründe angeben zu müssen.

Welche Strafe droht bei Abtreibung?

Ein Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland grundsätzlich nach § 218 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bedroht, aber in der Praxis meist strafbar, wenn er innerhalb von 12 Wochen nach der Empfängnis nach einer verpflichtenden Beratung durch einen Arzt durchgeführt wird (Beratungsregelung, § 218a StGB) oder bei medizinischer/kriminologischer Indikation. Wer den Abbruch durchführt (Arzt/Arzthelfer) wird härter bestraft, wenn die Schwangere nicht einwilligt oder die Regeln verletzt, während die Schwangere selbst bei der „Beratungsregelung“ nicht strafbar ist. 

Kann man im 2. Monat abtreiben?

Ja, ein Abbruch im 2. Monat (ca. 8 Wochen nach letzter Periode) ist in Deutschland möglich und unter bestimmten Bedingungen straffrei, nämlich wenn seit der Empfängnis nicht mehr als 12 Wochen vergangen sind, eine verpflichtende Beratung erfolgt ist und der Abbruch ärztlich durchgeführt wird. Der medikamentöse Abbruch ist oft bis zur 9. Woche möglich, während chirurgische Methoden bis zur 12. Woche nach Empfängnis angewendet werden können.
 

Wie läuft ein später Schwangerschaftsabbruch ab?

Ein Spätabbruch (nach der 12. SSW) wird meist bei medizinischer Indikation (schwere Kindesfehlbildung, mütterliche Belastung) nach Beratung und Untersuchung durchgeführt, wobei ab ca. der 20./22. Woche ein Fetozid (Herzstillstand) per Injektion erfolgt, um das Kind vor der Einleitung der Wehen zu töten, da es sonst lebensfähig wäre. Der Ablauf beinhaltet Beratung, Untersuchung, ggf. Fetozid und die Einleitung der Geburt, oft mit Sedierung, und erfordert eine enge psychologische Begleitung für die Eltern.