Wo kann ich in Deutschland abtreiben?
Gefragt von: Frau Prof. Daniela Strobel | Letzte Aktualisierung: 14. Februar 2026sternezahl: 4.6/5 (70 sternebewertungen)
In Deutschland können Schwangerschaftsabbrüche bei Ärztinnen, Ärzten oder in Kliniken durchgeführt werden, die dies anbieten; dafür ist vorab eine Beratung in einer staatlich anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle notwendig, die einen Beratungsschein ausstellt. Die Suche nach entsprechenden Praxen und Kliniken ist online über die Websites der Bundesärztekammer, Familienplanung.de oder AWO möglich, sowie über das Hilfetelefon "Schwangere in Not".
Wo melde ich mich, wenn ich abtreiben will?
Die Schwangerschaftsberatungsstellen der AWO sind gesetzlich anerkannte Beratungsstellen nach § 219 Strafgesetzbuch (StGB) und § 5 Schwangerschaftskonfliktgesetz (SchKG). Wenn Sie eine Schwangerschaft abbrechen lassen möchten, brauchen Sie einen Beratungsschein von einer solchen staatlich anerkannten Beratungsstelle.
Wo kann man in Deutschland abtreiben lassen?
Wo kann ich einen Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen? Der Schwangerschaftsabbruch findet in der Regel ambulant in einer Klinik oder Arztpraxis statt. Hier finden Sie eine Liste von Ärztinnen und Ärzten, Kliniken und weiteren Einrichtungen, die Schwangerschaftsabbrüche (medikamentös oder operativ) durchführen.
Wie viel kostet Abtreiben in Deutschland?
In Deutschland kosten Abtreibungen ohne spezielle Indikation meist zwischen 300 und 700 Euro, abhängig von Methode (medikamentös günstiger) und Praxis, wobei gesetzliche Krankenkassen diese Kosten bei geringem Einkommen oder aus medizinischen/kriminologischen Gründen (z.B. Vergewaltigung) übernehmen können, wofür ein Antrag bei der Krankenkasse nötig ist.
Kann man direkt beim Frauenarzt abtreiben?
Eine Schwangerschaft kann operativ oder mit Medikamenten abgebrochen werden („Abtreibung“). Der operative Schwangerschaftsabbruch (Absaugung) wird in der Regel ambulant in einer Klinik oder Arztpraxis durchgeführt.
Schwangerschaftsabbruch: Was Ärzte nicht sagen dürfen | Quarks Exklusiv
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Wie schnell ist der Abtreibungstermin?
Ein Abtreibungstermin kann sehr schnell vergeben werden, oft innerhalb weniger Tage nach der ersten Kontaktaufnahme, abhängig vom Bundesland und der gewählten Methode (medikamentös oder operativ), wobei gesetzlich eine 3-tägige Bedenkzeit nach der verpflichtenden Beratung einzuhalten ist; die Frist für einen Abbruch liegt meist bis zur 12. Schwangerschaftswoche (SSW) bzw. 14. SSW (nach letzter Periode), mit unterschiedlichen Fristen für Medikamente (oft bis 9. SSW) und Operationen (oft bis 12. SSW).
Kann man in der 4. SSW schon abtreiben?
Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch ist bis zur 9. Schwangerschaftswoche (SSW) möglich.
Welche Strafe droht bei Abtreibung?
Ein Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland grundsätzlich nach § 218 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bedroht, aber in der Praxis meist strafbar, wenn er innerhalb von 12 Wochen nach der Empfängnis nach einer verpflichtenden Beratung durch einen Arzt durchgeführt wird (Beratungsregelung, § 218a StGB) oder bei medizinischer/kriminologischer Indikation. Wer den Abbruch durchführt (Arzt/Arzthelfer) wird härter bestraft, wenn die Schwangere nicht einwilligt oder die Regeln verletzt, während die Schwangere selbst bei der „Beratungsregelung“ nicht strafbar ist.
Kann man im 2. Monat abtreiben?
Ja, ein Abbruch im 2. Monat (ca. 8 Wochen nach letzter Periode) ist in Deutschland möglich und unter bestimmten Bedingungen straffrei, nämlich wenn seit der Empfängnis nicht mehr als 12 Wochen vergangen sind, eine verpflichtende Beratung erfolgt ist und der Abbruch ärztlich durchgeführt wird. Der medikamentöse Abbruch ist oft bis zur 9. Woche möglich, während chirurgische Methoden bis zur 12. Woche nach Empfängnis angewendet werden können.
Ist die erste Abtreibung gratis?
Nein, eine erste Abtreibung ist in Deutschland grundsätzlich nicht automatisch kostenlos, aber die Kosten können für Frauen mit geringem Einkommen übernommen werden; die ärztliche Beratung und Nachsorge zahlt die Krankenkasse immer. Die Kosten für den Eingriff selbst (ca. 300–800 €) trägt man selbst, wenn das Einkommen über einer bestimmten Grenze liegt (oft < 1.500 € netto/Monat), aber man kann eine Übernahme beantragen, wenn man bedürftig ist, wobei dann das Bundesland oder die Krankenkasse zahlt.
Wo beantragt man eine Abtreibung?
Die Kosten werden von dem Bundesland, in dem Sie leben, übernommen, den Antrag müssen Sie jedoch bei Ihrer Krankenkasse stellen. Sie müssen die Kostenübernahme noch vor dem Abbruch bei Ihrer Krankenkasse beantragen und sich schriftlich zusagen lassen.
Warum darf man bis zur 12. Woche abtreiben?
In Deutschland erlaubt das Gesetz einen Schwangerschaftsabbruch bis zur 12. Woche (eigentlich Ende der 14. SSW) nach einer verpflichtenden Beratung (§ 218a StGB), weil in dieser frühen Phase die Abwägung zwischen dem Grundrecht der Schwangeren auf Selbstbestimmung und dem Schutz des ungeborenen Lebens eine Straffreiheit ermöglicht, da das Fötus noch nicht als voll entwickelt gilt und die Risiken für die Mutter in dieser Phase geringer sind als später. Eine weitere Option besteht bei medizinischer Indikation (Gefahr für Leib/Leben der Mutter) oder kriminologischer Indikation (z.B. Vergewaltigung) auch über die 12. Woche hinaus, da hier die Notlage der Frau im Vordergrund steht.
Wie schmerzhaft ist die Abtreibungspille?
Die Abtreibungspille kann für manche Frauen eine unangenehme Erfahrung sein. Die Abtreibungspille verursacht Unterleibsschmerzen, die mehrere Stunden andauern können. Etwa so, wie sehr starke Menstruationskrämpfe. Andere mögliche Nebenwirkungen der Abtreibungspille sind Übelkeit, Erbrechen, Schüttelfrost und Durchfall.
Wie viele Frauen bereuen ihren Schwangerschaftsabbruch?
Die meisten Studien zeigen, dass die überwältigende Mehrheit der Frauen einen Schwangerschaftsabbruch nicht bereut; oft empfinden sie Erleichterung, wobei Langzeitstudien (wie die "Turnaway Study" aus den USA) zeigen, dass über 95 % der Frauen ihre Entscheidung als richtig bewerten, selbst Jahre später, während eine kleinere Gruppe (ca. 6 %) negative Emotionen erlebt und eine bessere Unterstützung wünscht.
Wem soll ich von meiner Abtreibung erzählen?
Studien von MSI Reproductive Choices ergaben, dass nur jede dritte Person ihrer Familie von einem Schwangerschaftsabbruch erzählt und etwa 62 % ihrem Sexualpartner davon berichten. Ob Sie Ihrem Partner, Ihrer Familie und Ihren Freunden davon erzählen, ist ganz allein Ihre Entscheidung.
Wie sage ich meinem Frauenarzt, dass ich abtreiben will?
Wenn die Ärztin oder der Arzt nicht selbst Schwangerschaftsabbrüche vornimmt, kann sie oder er informieren, wo ein Abbruch möglich ist. Auch Beratungsstellen haben meist Listen von Praxen und Kliniken in der Region.
Wie kann ich nach 3 Monaten eine ungewollte Schwangerschaft verhindern?
Das Verfahren beinhaltet in der Regel die Einnahme einer Tablette namens Mifepriston in einer Arztpraxis. Innerhalb von 24 bis 48 Stunden folgt zu Hause die Einnahme eines zweiten Medikaments namens Misoprostol. Diese Medikamente wirken zusammen, um die Kontraktion der Gebärmutter und damit die Ausstoßung des Schwangerschaftsgewebes zu bewirken.
Wann ist eine Spättabtreibung erlaubt?
Ein Spätabbruch ist straffrei, wenn eine medizinische Indikation vorliegt – beispielsweise, wenn pränataldiagnostische Untersuchungen, die erst nach der 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden können, Hinweise auf schwere Fehlbildungen des ungeborenen Kindes geben.
Wann ist es zu spät, um abzutreiben?
Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.
Werde ich jemals für eine Abtreibung vergeben bekommen?
Vielleicht fragen Sie sich: „Vergibt Gott Abtreibung?“ Ja, das tut er . In Psalm 32,1 beschreibt David, wie gesegnet jemand ist, dem seine Sünden vergeben sind. „Gesegnet“ bedeutet glücklich und führt zu tiefer Freude und Zufriedenheit.
Was muss ich tun, wenn ich abtreiben will?
Wenn Sie in Deutschland eine Abtreibung planen, müssen Sie zuerst eine staatlich anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatung aufsuchen, um einen Beratungsschein zu erhalten, der den Abbruch bis zur 12. Schwangerschaftswoche straffrei macht; danach müssen Sie eine Ärztin oder einen Arzt finden, der den Abbruch durchführt, der entweder medikamentös oder operativ erfolgen kann, abhängig von der Schwangerschaftswoche. Es gibt zwei Hauptwege: medikamentös (bis ca. 7. SSW) oder operativ (bis ca. 12. SSW), und Sie benötigen dafür eine Bescheinigung der Beratung und müssen sich an eine Praxis oder Klinik wenden.
In welchen Fällen ist Abtreibung erlaubt?
Ein Schwangerschaftsabbruch in Deutschland ist unter bestimmten Voraussetzungen straffrei möglich: In der Regel bis zur 12. Schwangerschaftswoche (14. SSW ab letzter Regelblutung) mit Beratungsschein (nach 3 Tagen Bedenkzeit) und ärztlicher Durchführung, oder bei medizinischer/kriminologischer Indikation (z. B. Vergewaltigung, Gefahr für die Gesundheit der Frau) auch später, wobei hier meist eine ärztliche Bescheinigung ausreicht und keine Beratungspflicht besteht, aber die Durchführung durch einen Arzt erfolgt.
Wie viel kostet die Pille zum Abtreiben?
Die Kosten für eine Abtreibungspille (medikamentöser Abbruch) liegen in Deutschland meist zwischen 300 und 600 Euro, da die Medikamente und die ärztliche Betreuung bezahlt werden müssen, aber eine Narkose entfällt. Kostenübernahmen sind bei geringem Einkommen möglich, wenn ein Beratungsschein vorliegt, oder wenn eine medizinische/kriminologische Indikation besteht; die genauen Kosten variieren je nach Praxis und Region.
Ist Abtreibung schmerzhaft für das Kind?
Diese neue Studie deutet darauf hin, dass Föten auch nach 20 Wochen, dem Zeitpunkt, bis zu dem in den meisten Ländern ein Schwangerschaftsabbruch vorgenommen werden darf, noch keinen Schmerz empfinden.
Bis wann ist die Spättabtreibung?
Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.
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