Zum Inhalt springen

Wo gibt es Nonnen in Deutschland?

Gefragt von: Angelo Gärtner B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 11. Oktober 2026
sternezahl: 4.1/5 (58 sternebewertungen)

Nonnen (Ordensfrauen) leben in zahlreichen Klöstern in ganz Deutschland, die zu verschiedenen katholischen und evangelischen Ordensgemeinschaften gehören, wie zum Beispiel den Dominikanerinnen, Benediktinerinnen oder den Franziskanerinnen; die genauen Standorte sind auf Seiten wie Orden.de und Wikipedia zu finden, wobei die Zahl der Nonnen in den letzten Jahrzehnten rückläufig ist, aber immer noch viele Klöster existieren.

Wo gibt es in Deutschland ein Schweigekloster?

Schweigekloster-Aufenthalt

  • Kloster Sießen. Kloster Sießen 3, 88348 Bad Saulgau.
  • BRUNNEN Gemeinschaft. Dorfstraße 129, 08428 Langenbernsdorf.
  • Felsenkloster St. Georgenberg. ...
  • Ev. Bruderschaft Kecharismai. ...
  • Kloster Untermarchtal. Bildungsforum Kloster Untermarchtal. ...
  • GRZ Krelingen. ...
  • Franziskanerkloster Innichen. ...
  • Benediktushof.

Wie viele Nonnen gibt es noch in Deutschland?

In Deutschland gibt es derzeit rund 9.500 bis 12.000 Ordensfrauen in katholischen Gemeinschaften, wobei die genaue Zahl je nach Erhebungsjahr (2024/2025) variiert, aber einen deutlichen Rückgang gegenüber früheren Jahrzehnten zeigt, als es noch über 100.000 gab. Die Zahlen stammen hauptsächlich von der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) (fowid), Katholisch.de, Deutsche Ordensobernkonferenz (DOK) und Deutschlandfunk. 

Welche Ordensschwestern gibt es in Deutschland?

  • Kamillianerinnen (1)
  • Kapuziner-Terziarinnen (1)
  • Karmelitinnen (20)
  • Katharinenschwestern (1)
  • Klarissen (6)
  • Klarissen-Kapuzinerinnen (3)
  • Klarissen-Kapuzinerinnen von der ewigen Anbetung (2)
  • Kleine Schwestern Jesu (1)

Wie viel verdient eine Nonne in Deutschland?

Als Nonne erhältst du keine Ausbildungsvergütung, sondern verzichtest auf weltliche Besitztümer. Ein Leben in Armut und Gehorsam im als Nonne wichtig, daher geht ein eventueller Verdienst durch eine Berufstätigkeit an das Kloster. Brauchst du Geld für Anschaffungen, kannst du das im Kloster beantragen.

Salzburg: Nonnen besetzen ihr Kloster

16 verwandte Fragen gefunden

Wie viel Taschengeld bekommen Nonnen?

In der Regel beträgt die offi- zielle Urlaubszeit zwei bis drei Wochen. Für diese Zeit erhalten die Ordensleute ein relativ bescheidenes Taschengeld. Die Nonnen eines Klosters in einer mitteldeutschen Großstadt bekommen bei- spielsweise 150 Euro, die Mönche einer Abtei im nördlichen Bayern bereits 300 Euro.

Ist man als Nonne krankenversichert?

Nach dem Sozialgesetzbuch müssen die ehemaligen Nonnen zwar nachversichert werden. Doch als Bemessungsgrundlage dienen lediglich die äußerst geringen Geld- und Sachzuwendungen, die sie während ihrer Ordenszugehörigkeit erhalten haben und nicht etwa das vergleichbare Gehalt einer Krankenschwester oder Lehrerin.

Was ist der Unterschied zwischen Nonne und Ordensschwester?

Ordensschwestern werden im Volksmund oft allgemein als „Nonnen“ bezeichnet. Kirchenrechtlich sind Nonnen jedoch nur die in päpstlicher Klausur lebenden Angehörigen monastischer Orden.

Waren Nonnen im Mittelalter schwanger?

Sie regierten, kassierten, politisierten oder wurden schwanger. Nonnen im Mittelalter führten ein anderes Leben als man denkt.

Welches ist der strengste Frauenorden?

Die Zisterzienser gehören zu den strengsten Orden der katholischen Kirche. Benannt ist der benediktinische Reformorden nach dem 1098 gegründeten Kloster Citeaux bei Dijon. Die hierarchisch-feudale Gliederung unter ein Mutterkloster wie Cluny lehnten die Zisterzienser ab; jedes Kloster ist völlig selbstständig.

Wie hoch ist die Lebenserwartung von Nonnen?

Nach den Ergebnissen leben Nonnen und Frauen der Allgemeinbevölkerung annähernd gleich lang, dicht gefolgt von Mönchen, die eine im Schnitt ein bis zwei Jahre kürzere Lebenserwartung haben als beide Frauengruppen.

Was passiert, wenn ein katholischer Pfarrer eine Frau hat?

Keine Ehe, keine Kinder, kein Sex – das gilt für katholische Priester bis heute, seit etwa 900 Jahren. Der Fachbegriff dafür heißt Zölibat, abgeleitet vom lateinischen Wort "caelebs" = "ehelos".

Kann man als Nonne austreten?

Dass Mönche oder Nonnen mit Ablauf der zeitlichen Gelübde den Orden oder die Kongregation verlassen, ist nicht so selten. Aber das ist auch noch völlig problemlos. Nach der "Ewigen Profess" ist je nach Ordensgemeinschaft der Papst oder der Diözesanbischof für ein Indult für das freiwillige Ausscheiden zuständig.

Wie viel kostet eine Auszeit im Kloster?

Ein Klosteraufenthalt auf Zeit kann von kostenlos (gegen Mitarbeit, Spende) bis zu moderaten Kosten von ca. 20-100 € pro Tag (oft mit einfacher Kost & Logis) oder sogar höheren Preisen (bei hotelähnlichem Komfort) reichen, je nach Kloster, Service und Verpflegung (Vollpension vs. Selbstversorgung). Einige Klöster wie Stift Heiligenkreuz bieten kostenlose Aufenthalte an, während andere (z.B. Kloster Disentis, Kloster Wennigsen) spezifische Tagessätze verlangen. 

Welche ist die größte Klosteranlage Deutschlands?

Das größte Kloster Deutschlands ist die Benediktinerabtei Ottobeuren in Bayern, bekannt als die größte barocke Klosteranlage des Landes, die eine über 1250-jährige Geschichte hat. Historisch gesehen zählten auch das Zisterzienserkloster Walkenried (mit einer riesigen Kirche) und das im Mittelalter durch seine Größe beeindruckende Kloster Maulbronn zu den größten. 

Was passiert bei einem Schweigeseminar?

Ein Schweigeseminar oder -retreat ist ein Programm, bei dem die Teilnehmer*Innen für eine bestimmte Zeitspanne freiwillig auf das Sprechen verzichten. Auch während des Essens oder draußen in der Natur wird nicht gesprochen.

Was ist für Nonnen verboten?

Mönche/Nonnen dürfen keine Lebewesen gewollt oder aus grober Unachtsamkeit töten oder jemanden dazu veranlassen, es zu tun [Pacittiya 61+62]. Mönche/Nonnen dürfen auch nicht zum (Selbst-)Mord aufhetzen oder jemandem die Mittel dazu verschaffen.

Hat man im Mittelalter gestunken?

Ja, Menschen im Mittelalter stanken oft, aber nicht immer und nicht nur wegen mangelnder Körperpflege; der Gestank resultierte hauptsächlich aus der schlechten städtischen Kanalisation, dem Fehlen moderner Toiletten und der allgemeinen Armut, während Adel und Klerus oft besser gepflegt waren und Kleidung aus Wolle/Leinen Geruch weniger begünstigte als moderne Stoffe. Das Klischee eines völlig schmutzigen Zeitalters ist übertrieben, da Körperhygiene (Waschen, Kämmen) wichtig war, aber die hygienischen Bedingungen waren stark von sozialem Status und Wohnort abhängig, mit deutlichen Unterschieden zwischen Stadt und Land. 

In welchem Alter hat man in der Steinzeit Kinder bekommen?

Jäger und Sammler stillten ihre Kinder bis zu fünf Jahre lang. Isotopenanalysen haben hingegen gezeigt, dass die frühen Bauern im neolithischen Europa ihren Nachwuchs für gewöhnlich im Alter von zwei bis drei Jahren entwöhnt hatten.

Was tragen Nonnen nachts?

Nonnen tragen nachts meist einfache Nachthemden oder Schlafanzüge, oft aus Baumwolle, die bequem und praktisch sind; traditionell sind diese schlicht, manchmal mit Anklängen an den Habit wie weiße Farben oder einen gewissen Schnitt, aber im Gegensatz zum Tag-Habit locker und leicht, da der Habit ein volles Ordensgewand ist, das den ganzen Tag getragen wird und der Schlafanzug eine praktische Alternative für die Nacht darstellt, die jedoch je nach Kloster variieren kann.
 

Kann eine Witwe Nonne werden?

Ja, solange der entsprechende Orden dich aufnimmt.

Wie nennt man evangelische Nonnen?

Evangelische "Nonnen" nennt man meist Diakonissen (in Schwesternschaften) oder sie leben in evangelischen Klöstern als Konventuelle, wobei sie sich oft als evangelische "Schwestern" bezeichnen und ein Leben im Dienst an Gott und den Menschen führen, meist ohne Gelübde wie katholische Ordensfrauen, aber mit verbindlichen Lebensregeln.
 

Wer zahlt Unterhalt für Priesterkinder?

Für Kinder eines katholischen Priesters gibt es keine offizielle kirchenrechtliche Regelung für Unterhalt; oft zahlt die Kirche jedoch über verdeckte Vereinbarungen an Mütter, um die Vaterschaft geheim zu halten, wobei das Geld aus Kirchensteuern stammt, was zu Kritik führt, da die Väter oft ihre Vaterschaft nicht anerkennen und Kinder nichts erben. Der Priester selbst unterliegt dem Zölibat, aber wenn Kinder entstehen, werden diese Fälle oft diskret von den Bistümern gehandhabt, um den Ruf der Kirche zu wahren, und die Finanzierung erfolgt meist über Gelder, die auch Staatsleistungen enthalten. 

Was darf eine Nonne nicht?

Sie konzentrieren sich dort ganz auf ein Leben mit Gott. Deshalb sind sie unverheiratet und legen sogar ein Keuschheitsgelübde ab. Das bedeutet, dass sie nicht heiraten und auch keinen Geschlechtsverkehr haben dürfen.

Kann eine geschiedene Frau Nonne werden?

Die Kandidaten dürfen nicht verheiratet sein. Eine geschiedene Ehe ist aber kein Hindernis mehr. Das Mindestalter liegt häufig bei 25 Jahren.