Wird GEZ irgendwann abgeschafft?
Gefragt von: Doris Baumgartner | Letzte Aktualisierung: 30. Januar 2026sternezahl: 4.7/5 (64 sternebewertungen)
Nein, eine vollständige Abschaffung der GEZ (jetzt Rundfunkbeitrag) ist kurzfristig nicht zu erwarten; es gibt jedoch rechtliche Herausforderungen beim Bundesverwaltungsgericht, die eine Grundsatzentscheidung über die Zukunft des Modells bringen könnten, während der Beitragsservice bereits 2025 die Zahlungsaufforderungen umstellte (nur noch einmal jährlich), um den Aufwand zu reduzieren. Eine vollständige Abschaffung hängt von politischen Entscheidungen ab, die derzeit nicht absehbar sind.
Wann fällt die GEZ weg?
Wenn Sie bestimmte Sozialleistungen wie zum Beispiel Grundsicherung oder Bürgergeld (früher Arbeitslosengeld II) erhalten, können Sie sich von der Rundfunkbeitragspflicht befreien lassen. Empfänger von Arbeitslosengeld I, Wohngeld oder Übergangsgeld haben keinen Anspruch auf Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht.
Wie viele GEZ-Verweigerer gibt es?
Es gibt keine exakte, tagesaktuelle Zahl, aber Schätzungen zufen auf mehrere Millionen Haushalte, die den Rundfunkbeitrag (früher GEZ) verweigern oder in Zahlungsverzug sind; zuletzt wurden Zahlen um die 3,2 bis 3,7 Millionen genannt, wobei ein großer Teil sich im Mahnverfahren befindet und etwa 1,5 Millionen sogar eine Vollstreckung riskieren. Grob gesagt zahlt aktuell fast jeder zehnte Haushalt den Beitrag nicht oder verspätet, was eine starke Zunahme darstellt.
Was passiert, wenn ich keine GEZ mehr zahle?
Wenn Sie den Rundfunkbeitrag (GEZ) nicht zahlen, erhalten Sie zunächst Mahnungen und Zahlungsaufforderungen, gefolgt von einem Festsetzungsbescheid, der die Schulden inklusive Säumniszuschlägen (mindestens 8 €) feststellt. Bei weiterem Nichtzahlen droht die Zwangsvollstreckung durch den Gerichtsvollzieher (Konten-, Lohnpfändung). Zudem kann ein Ordnungswidrigkeitenverfahren mit einer Geldbuße von bis zu 1.000 € eingeleitet werden, deren Nichtzahlung zu Ersatzfreiheitsstrafe führen kann.
Sind die GEZ-Gebühren rechtswidrig?
Nein, der Rundfunkbeitrag (früher GEZ) ist grundsätzlich verfassungsgemäß, wie das Bundesverfassungsgericht 2018 und nachfolgende Gerichte bestätigten, nur die doppelte Beitragspflicht für Nebenwohnungen wurde für verfassungswidrig erklärt. Obwohl Kritiker die Abgabe als Zwangsgebühr sehen, gilt sie als rechtens, solange die öffentlich-rechtlichen Sender ihre Programmvielfalt wahren. Klagen sind möglich, aber nur bei Nachweis eines "groben Missverhältnisses" zwischen Beitragslast und Programmqualität, was hohe Hürden darstellt.
No more TV and radio license fees in retirement? Many pensioners are still paying for nothing.
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Kann man die GEZ-Gebühren abschaffen?
Wer sich befreien lassen will, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Menschen, die gewisse Sozialleitungen wie etwa die Grundsicherung im Alter, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, BAföG oder aber Berufsausbildungsbeihilfe beziehen, müssen keine Rundfunkgebühren zahlen.
Kann ich mich verweigern, gez zu zahlen?
Nein, eine generelle Weigerung des Rundfunkbeitrags (früher GEZ) ist rechtlich nicht möglich und führt zu Sanktionen wie Bußgeldern (bis zu 1.000 €) und Zwangsvollstreckung, kann aber durch Befreiung bei Sozialleistungen (z.B. Bürgergeld, Sozialhilfe, BAföG ohne Elternwohnsitz) oder in extrem seltenen Fällen durch Klagen wegen grober Mängel bei der Programmqualität umgangen werden, was aber einen langwierigen Prozess darstellt. Der erste Schritt bei Zahlungsunwilligkeit ist ein fristgerechter Widerspruch gegen den Bescheid, der oft anwaltliche Beratung erfordert, um größere Probleme zu vermeiden.
Wie komme ich aus der GEZ raus?
Um aus der "GEZ" (Rundfunkbeitrag) herauszukommen, müssen Sie sich offiziell abmelden, wenn Sie umziehen, die Wohnung aufgeben oder jemand anderes in der neuen Wohnung zahlt, oder eine Befreiung beantragen, wenn Sie bestimmte Sozialleistungen (z.B. Bürgergeld, BAföG) erhalten oder gesundheitliche Gründe vorliegen. Dies geschieht über das Online-Portal des Beitragsservice mit Nachweisen oder schriftlich. Allgemeine Unzufriedenheit ist kein gültiger Grund für eine Abmeldung.
Was ändert sich bei GEZ 2025?
Für 2025 gibt es keine Erhöhung des Rundfunkbeitrags, da die geplante Anhebung auf 18,94 € durch eine gerichtliche Klage der Sender gegen die Ablehnung durch die Bundesländer blockiert ist; es bleibt bei 18,36 € pro Monat, bis das Bundesverfassungsgericht entschieden hat. Wichtig ist, dass ab Oktober 2025 nur noch Überweisungen mit der exakten Beitragsnummer akzeptiert werden, um die Zahlung zu verbuchen, sowie eine neue EU-weite Regelung zur Empfängerprüfung greift.
Ist es strafbar, GEZ nicht zu zahlen?
– diese Folgen und Strafen drohen. Wer die GEZ bewusst nicht zahlt, obwohl er grundsätzlich dazu verpflichtet ist, muss mit höheren Kosten als Folge rechnen. Wird der Beitrag nicht eingezahlt, ergeht ein sogenannter Festsetzungsbescheid. Dort sind die zu zahlenden Beitragsleistungen sowie Säumniszuschläge enthalten.
Wie lange darf man GEZ nicht zahlen?
Zahlungsfrist. Der Rundfunkbeitrag ist innerhalb von vier Wochen nach der Fälligkeit zu zahlen. Der Beitragsservice ist nicht verpflichtet, eine gesonderte Zahlungserinnerung zu verschicken. Wird der rückständige Betrag nicht beglichen, wird ein Festsetzungsbescheid verschickt.
Wie viele Bürger zahlen keine GEZ?
Es gibt keine exakte, tagesaktuelle Zahl, aber Schätzungen zufen auf mehrere Millionen Haushalte, die den Rundfunkbeitrag (früher GEZ) verweigern oder in Zahlungsverzug sind; zuletzt wurden Zahlen um die 3,2 bis 3,7 Millionen genannt, wobei ein großer Teil sich im Mahnverfahren befindet und etwa 1,5 Millionen sogar eine Vollstreckung riskieren. Grob gesagt zahlt aktuell fast jeder zehnte Haushalt den Beitrag nicht oder verspätet, was eine starke Zunahme darstellt.
Sind GEZ verpflichtend?
Bist du vor Kurzem nach Deutschland und gerade in eine neue Wohnung gezogen? Dann musst du daran denken, dass Menschen in Deutschland grundsätzlich verpflichtet sind, einen Rundfunkbeitrag zu bezahlen.
Warum wird man gezwungen, GEZ zu zahlen?
Man muss den Rundfunkbeitrag (früher GEZ) zahlen, weil damit der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland (ARD, ZDF, Deutschlandradio) und die Landesmedienanstalten finanziert werden, um eine unabhängige Grundversorgung mit Informationen und Kultur zu gewährleisten, wobei die Beitragspflicht für jede Wohnung gilt, unabhängig vom Besitz von Geräten, wie das Bundesverfassungsgericht bestätigte. Es gibt Ausnahmen für Sozialleistungsempfänger und Härtefälle, aber grundsätzlich zahlt jeder Haushalt den Beitrag von 18,36 € monatlich.
Wie kann ich GEZ nicht mehr zahlen?
Um die GEZ-Gebühren (Rundfunkbeitrag) zu vermeiden, gibt es legale Wege wie Befreiung bei Sozialleistungen (Bürgergeld, BAföG, Grundsicherung) oder Ermäßigung bei Behinderung (RF-Zeichen). Alternativ gibt es Ausnahmen für bestimmte Wohnformen (Altenheim, Gemeinschaftsunterkunft, Leerstand). Wer einfach nicht zahlt, riskiert Säumniszuschläge und Pfändung, daher ist die Beantragung einer Befreiung oder Ermäßigung der sicherste Weg, nicht zahlen zu müssen.
Wie hoch ist die GEZ-Gebühr 2025?
Der Rundfunkbeitrag (ehemals GEZ-Gebühr) beträgt auch 2025 weiterhin 18,36 Euro pro Monat und Wohnung, da eine geplante Erhöhung auf 18,94 Euro von den Bundesländern blockiert wurde und nun vor dem Bundesverfassungsgericht verhandelt wird. Bis eine Entscheidung gefallen ist, bleibt die bisherige Gebührenhöhe bestehen, unabhängig davon, wie viele Personen in einem Haushalt leben.
Wird nächstes Jahr die GEZ abgeschafft?
Der Rundfunkbeitrag wird vorerst nicht erhöht, weil die Bundesländer die Anhebung auf 18,94 Euro abgelehnt haben; dagegen haben ARD und ZDF Verfassungsbeschwerde eingelegt (1 BvR 2524/24). Wie es mit dem Rundfunkbeitrag im Jahr 2026 weitergeht, hängt deshalb vom Urteil des Bundesverfassungsgerichts ab.
Wann müssen Rentner keine GEZ mehr bezahlen?
Rentner müssen den Rundfunkbeitrag (GEZ) nicht zahlen, wenn sie bestimmte Sozialleistungen wie Grundsicherung, Sozialhilfe (Hilfe zum Lebensunterhalt) oder Hilfe zur Pflege beziehen, oder wenn eine Härtefallbefreiung greift, weil ihr Einkommen sehr niedrig ist. Auch Empfänger von Bürgergeld (ehem. ALG II) sind befreit, und spezielle Fälle wie Taubblinde oder Pflegebedürftige mit bestimmten Merkzeichen haben Anspruch auf Befreiung oder Ermäßigung. Es gibt keine allgemeine Rentnerbefreiung, sondern es hängt von den individuellen Einkommens- und Sozialleistungs-Voraussetzungen ab.
Wie hoch sind die Rundfunkgebühren ab Oktober 2025?
Der Rundfunkbeitrag bleibt vorerst bei 18,36 Euro pro Monat und Wohnung. Eine von der KEF vorgeschlagene Erhöhung auf 18,94 Euro ab 2025 wurde politisch nicht umgesetzt, weshalb die Sender Klage eingereicht haben. Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung bleibt der aktuelle Betrag bestehen.
Kann ich den Rundfunkbeitrag verweigern?
Den Rundfunkbeitrag zu verweigern ist rechtlich riskant, da dies zu Mahnungen, Bußgeldern bis 1000 Euro und im Extremfall zu Erzwingungshaft führen kann; stattdessen sollten Sie bei geringem Einkommen eine Befreiung (z.B. bei Bürgergeld, BAföG, Grundsicherung) beantragen oder bei Programmkritik formelle Beschwerden bei den Landesrundfunkanstalten einreichen, da eine Verweigerung wegen "schlechter Inhalte" meist erfolglos ist. Es gibt nur wenige gesetzliche Ausnahmen, die einen Anspruch auf Befreiung begründen, ansonsten ist die Zahlung verpflichtend, wie Gerichte immer wieder bestätigen.
Kann man ARD und ZDF kündigen?
Nein, den Rundfunkbeitrag (für ARD, ZDF, etc.) kann man grundsätzlich nicht einfach kündigen, da er an die Wohnung gebunden ist (Prinzip: Eine Wohnung = ein Beitrag). Eine Abmeldung ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich, wie z.B. bei einem dauerhaften Umzug ins Ausland, beim Zusammenziehen oder bei Empfang von Sozialleistungen, was eine Befreiung oder Ermäßigung ermöglicht. Sie müssen die Abmeldung schriftlich beim ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice mit Nachweisen einreichen.
Wie umgehe ich die GEZ?
Den Rundfunkbeitrag (ehemals GEZ) kann man legal nicht einfach „umgehen“, aber durch Befreiung bei Sozialleistungen (Bürgergeld, BAföG etc.) oder Ermäßigung mit „RF“-Merkzeichen (z.B. bei Blindheit) reduzieren oder komplett aussetzen. Wichtig ist auch, bei Umzügen oder Auszug von Mitbewohnern die Wohnung korrekt beim Beitragsservice umzumelden, um Doppelzahlungen zu vermeiden.
Was passiert, wenn ich keine GEZ mehr bezahle?
Wenn Sie den Rundfunkbeitrag (GEZ) nicht zahlen, erhalten Sie zunächst Mahnungen und Zahlungsaufforderungen, gefolgt von einem Festsetzungsbescheid, der die Schulden inklusive Säumniszuschlägen (mindestens 8 €) feststellt. Bei weiterem Nichtzahlen droht die Zwangsvollstreckung durch den Gerichtsvollzieher (Konten-, Lohnpfändung). Zudem kann ein Ordnungswidrigkeitenverfahren mit einer Geldbuße von bis zu 1.000 € eingeleitet werden, deren Nichtzahlung zu Ersatzfreiheitsstrafe führen kann.
Ist man verpflichtet, GEZ zu zahlen oder kann man dagegen auch klagen?
Kann man sich rechtlich gegen den Rundfunkbeitrag wehren? Grundsätzlich ja. Der erste Schritt ist dabei der Widerspruch gegen den Beitragsbescheid. Wichtig ist, dass der Widerspruch innerhalb des einen Monats erfolgen muss, bevor der Beitragsbescheid bestandskräftig wird.
Wie kann man sich am besten gegen den Rundfunkbeitrag wehren?
Um sich gegen den Rundfunkbeitrag (ehemals GEZ) zu wehren, legen Sie Widerspruch gegen den Bescheid ein, wenn Sie eine fehlerhafte Forderung erhalten, oder beantragen eine Befreiung/Ermäßigung bei Sozialleistungen. Für strategische Schritte gibt es die Möglichkeit einer Klage wegen angeblicher Mängel der Programmvielfalt, was aber hohe Hürden hat. Nutzen Sie Musterformulare und Beratung durch Verbraucherzentralen, um korrekt vorzugehen, und seien Sie vorsichtig vor unseriösen Anbietern.
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