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Wird die ausgezahlte Lebensversicherung auf Wohngeld angerechnet?

Gefragt von: Roman Schütte-Zimmer  |  Letzte Aktualisierung: 30. März 2026
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Ja, die Auszahlung einer Lebensversicherung kann auf das Wohngeld angerechnet werden, da sie als einmaliges Einkommen gilt, aber es gibt wichtige Ausnahmen und Freibeträge, besonders wenn sie der Altersvorsorge dient und als "verwertbares Vermögen" geschützt ist – die genaue Anrechnung hängt von der Art der Versicherung (z.B. Risiko- vs. Kapitallebensversicherung), dem Zeitpunkt der Auszahlung und den spezifischen Freibeträgen ab, wobei Beiträge während der Laufzeit oft abzugsfähig sind.

Werden Einmalzahlungen beim Wohngeld angerechnet?

Ja, Einmalzahlungen (wie Abfindungen, Sonderzahlungen, Nachzahlungen) werden grundsätzlich beim Wohngeld angerechnet, da sie zum Gesamteinkommen zählen, müssen aber nur berücksichtigt werden, wenn sie innerhalb eines Jahres vor Antragstellung zugeflossen sind; sie werden dann auf die Monate des Zuflusses oder den nächsten Jahreszeitraum verteilt. Ausnahmen bilden steuerfreie Einmalzahlungen wie die Inflationsausgleichsprämie (IAP).
 

Ist die Auszahlung der Lebensversicherung Einkommen?

Risikolebensversicherung: Muss ich die Auszahlung versteuern? Die gute Nachricht: Die ausgezahlte Versicherungssumme muss nicht als Einkommen versteuert werden. Die zweite gute Nachricht: Die Beiträge können während der Laufzeit als Ausgaben steuerlich geltend gemacht werden.

Werden Versicherungen beim Wohngeld berücksichtigt?

Wohngeld / 3.4.2 Abzugs-/Freibeträge

Freiwillige Beiträge zur Sozialversicherung sowie Beiträge zu privaten Krankenversicherungen und Lebensversicherungen werden in der tatsächlich geleisteten Höhe abgezogen, jedoch höchstens 10 %;

Wird Guthaben auf Wohngeld angerechnet?

Ja, vorhandenes Guthaben (Vermögen) kann den Wohngeldanspruch beeinflussen, wird aber in der Regel erst bei Erreichen hoher Freibeträge relevant; es gibt einen Freibetrag von 60.000 € für das erste Haushaltsmitglied und 30.000 € für jedes weitere, wobei Altersvorsorge und bestimmte Guthaben ausgenommen sein können, während Betriebskostenguthaben aus der Abrechnung nicht als Einkommen angerechnet werden, sondern als Vermögen zählen, das nur oberhalb der Grenzen relevant ist. 

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Welche Einnahmen werden beim Wohngeld nicht angerechnet?

Kindergeld, Kinderzuschlag und Bildungs- und Teilhabeleistungen (wie etwa die Übernahme der Kosten für eine Klassenfahrt) werden nicht auf das Wohngeld angerechnet.

Welches Vermögen darf man bei Wohngeld haben?

Beim Wohngeld gibt es Orientierungswerte für Vermögen: 60.000 € für das erste Haushaltsmitglied und 30.000 € für jedes weitere, aber dies ist nur ein Richtwert, keine starre Grenze; es kann auch bei etwas mehr Vermögen Wohngeld geben, wenn es nicht "erheblich" im Sinne des Gesetzes ist, oder bei weniger, wenn es doch als erheblich eingestuft wird, besonders wenn andere Sozialleistungen gezahlt werden müssten, wie Verbraucherzentrale. Das Eigenheim zählt beim Lastenzuschuss nicht zum Vermögen, wenn es angemessen ist (z.B. bis 130 qm für zwei Personen), Steuertipps. 

Wird Sparguthaben bei Wohngeld angerechnet?

Ja, Sparguthaben wird beim Wohngeld berücksichtigt, aber nur bei "erheblichem" Vermögen, wobei die Freibeträge sehr hoch sind: 60.000 € für die erste Person und 30.000 € für jede weitere im Haushalt, über die hinaus das Wohngeld gekürzt werden kann oder der Anspruch entfällt, da es sich um eine "fällige" Sozialleistung handelt, die nur bei Bedarf gewährt wird. Nicht alles zählt, aber Bankguthaben, Wertpapiere und Immobilien sind zu erklären. 

Welche Einnahmen muss man beim Wohngeld angeben?

Beim Wohngeld müssen Sie das Brutto-Jahreseinkommen aller Haushaltsmitglieder angeben, also Löhne, Renten, Lohnersatzleistungen, Einkünfte aus Vermietung, Kapital oder selbstständiger Arbeit, aber auch steuerfreie Einnahmen – im Grunde alles, was in Geld oder Geldwert zufließt, ausgenommen Kindergeld und bestimmte Freibeträge (wie Elterngeld bis 300 €). Wichtig ist der Jahresbetrag vor Abzug von Steuern und Sozialabgaben, wobei die Behörde später Pauschalen und Freibeträge (z.B. für Kinder, Unterhalt) abzieht, bevor das Gesamteinkommen berechnet wird. 

Was ist der Nachteil von Wohngeld?

Nachteile beim Wohngeld sind der hohe bürokratische Aufwand (Nachweise, Anträge), die zeitliche Begrenzung (meist 12 Monate), der Ausschluss bei Bezug anderer Sozialleistungen wie Bürgergeld (wenn der Lebensunterhalt nicht gedeckt ist) oder bestimmten Vermögensgrenzen, und dass es oft nur für geringe Einkommen reicht, was es für manche unattraktiv macht, so der Sozialverband Deutschland (SoVD) und die Verbraucherzentrale. 

Wird die Auszahlung einer Lebensversicherung dem Finanzamt gemeldet?

Sofern der Vertrag nicht vor 2005 geschlossen wurde, erhebt das Finanzamt auf diese Auszahlung eine Steuer. Welche das ist und wie hoch sie ausfällt, hängt von den Rahmenbedingungen ab. In jedem Fall gilt aber: Versteuert wird nur der sogenannte Ertragsanteil. Das ist quasi dein Gewinn.

Ist eine Lebensversicherung Vermögen?

Reine Risikolebensversicherungen oder Rentenversicherungen ohne Kapitalbildung stellen kein einzusetzendes Vermögen dar. Ferner darf es sich nicht um eine staatlich geförderte Altersvorsorge gem. § 5 Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz (AltZertG) zertifizierte Versicherung (sog. Riester-Rente) i.S.d. § 90 Abs.

Welche Abzüge gibt es bei der Auszahlung der Lebensversicherung?

Bei der Auszahlung einer Lebensversicherung fallen hauptsächlich Kapitalertragsteuer (25 % plus Soli, ggf. Kirchensteuer) auf den Gewinn an, wenn der Vertrag nach 2004 abgeschlossen wurde, oder es greift das Halbeinkünfteverfahren (nur 50 % des Gewinns versteuern, aber persönlicher Steuersatz), sofern bestimmte Bedingungen (Mindestlaufzeit, Auszahlungsalter) erfüllt sind. Bei älteren Verträgen (vor 2005) kann die Auszahlung unter bestimmten Voraussetzungen sogar steuerfrei sein, während bei Risikolebensversicherungen eher die Erbschaftsteuer relevant wird. 

Wie viel Geld darf man auf dem Konto bei Wohngeld haben?

Sie erhalten auch kein Wohngeld, wenn Ihr Vermögen zu hoch ist. Die Vermögensfreigrenzen betragen in der Regel 60.000 Euro bei einer alleinstehenden Person und 30.000 Euro für jedes weitere Haushaltsmitglied.

Wird Altersvorsorge beim Wohngeld angerechnet?

Für eine vierköpfige Familie wären das insgesamt 150.000 €. Wenn der Haushalt nun 160.000 € an Vermögen besäße, bestünde kein Anspruch auf Wohngeld. Nicht zum Vermögen zählt allerdings Vermögen für die Altersvorsorge.

Welche Einnahmen zählen als Einkommen?

Einkommen zählt grundsätzlich alle Einnahmen in Geld oder geldwerten Leistungen, die Ihnen zur Verfügung stehen, wie Lohn, Gehalt, Renten, Mieteinnahmen, Unterhalt, aber auch Sozialleistungen (Arbeitslosengeld, Kindergeld), Zinsen und Sachbezüge (z.B. mietfreies Wohnen). Im steuerrechtlichen Sinne werden Einkünfte aus verschiedenen Quellen (z.B. Selbstständigkeit, Vermietung, Kapital) zusammengefasst, wobei der Gesamtbetrag nach Abzug von Ausgaben das zu versteuernde Einkommen ergibt.
 

Was zählt nicht bei Einkommen bei Wohngeld?

Wie das Bundesministerium schreibt, werden weder Kindergeld, Kinderzuschlag noch Bildungs- und Teilhabeleistungen auf das Wohngeld angerechnet. Sie zählen nicht als Einkommen.

Welche Einkünfte muss ich nicht angeben?

Steuerfreie Einnahmen in Form von staatlichen Zuschüssen Einige soziale Geld- und Sachleistungen, wie Arbeitslosengeld, Leistungen der Kranken-, Pflege- und gesetzlichen Unfallversicherung, Elterngeld, Mutterschaftsgeld, Kindergeld oder Zuschüsse für Neugeborene, aber auch Stipendien sind steuerfrei.

Werden Prämien beim Wohngeld angerechnet?

In dieser Bescheinigung müssen neben dem Jahreseinkommen auch Informationen zu Weihnachtsgeld, Prämien und Urlaubsgeld eingetragen werden. Damit kann die Wohngeldbehörde das Gesamteinkommen und damit den Anspruch auf Wohngeld prüfen.

Welches Vermögen muss ich beim Wohngeld angeben?

Beim Wohngeld zählt als verwertbares Vermögen alles, was Sie in Geld umwandeln können (Geld, Wertpapiere, Immobilien, Schmuck), wobei Freibeträge gelten: 60.000 € für die erste Person und 30.000 € für jede weitere, aber selbstgenutztes Wohneigentum und bestimmte Alterssicherungsprodukte (unwiderruflich) bleiben oft verschont. Überschreitet Ihr Gesamtvermögen diese Grenzen, kann ein Anspruch auf Wohngeld entfallen, da es als „missbräuchlich“ angesehen wird.
 

Wie viel Geld darf man maximal auf dem Bankkonto haben, bevor es sich auf die Sozialleistungen auswirkt?

Um Universal Credit zu beantragen, dürfen Sie als Alleinstehender oder in einer Partnerschaft lebender Personen in der Regel nicht mehr als 16.000 £ an Geldvermögen, Ersparnissen und Anlagen besitzen. Liegt Ihr Vermögen unter 6.000 £, hat dies keinen Einfluss auf Ihren Leistungsanspruch.

Wie viel Geld darf man sparen, wenn man Wohngeld bekommt?

Beim Wohngeld gibt es Orientierungswerte für Vermögen: 60.000 € für das erste Haushaltsmitglied und 30.000 € für jedes weitere, aber dies ist nur ein Richtwert, keine starre Grenze; es kann auch bei etwas mehr Vermögen Wohngeld geben, wenn es nicht "erheblich" im Sinne des Gesetzes ist, oder bei weniger, wenn es doch als erheblich eingestuft wird, besonders wenn andere Sozialleistungen gezahlt werden müssten, wie Verbraucherzentrale. Das Eigenheim zählt beim Lastenzuschuss nicht zum Vermögen, wenn es angemessen ist (z.B. bis 130 qm für zwei Personen), Steuertipps. 

Wird bei Wohngeld Erspartes angerechnet?

Ja, vorhandenes Guthaben (Vermögen) kann den Wohngeldanspruch beeinflussen, wird aber in der Regel erst bei Erreichen hoher Freibeträge relevant; es gibt einen Freibetrag von 60.000 € für das erste Haushaltsmitglied und 30.000 € für jedes weitere, wobei Altersvorsorge und bestimmte Guthaben ausgenommen sein können, während Betriebskostenguthaben aus der Abrechnung nicht als Einkommen angerechnet werden, sondern als Vermögen zählen, das nur oberhalb der Grenzen relevant ist. 

In welchen Fällen wird Wohngeld abgelehnt?

Wohngeld wird abgelehnt, wenn Sie bereits andere Leistungen beziehen, die Unterkunftskosten decken (wie Bürgergeld), Ihr Einkommen oder Vermögen zu hoch ist, Sie BAföG-berechtigt sind, das Wohngeld unter 10 € pro Monat wäre, oder bei falschen Angaben im Antrag. Auch wer mehrere Wohnungen hat oder bestimmte Formvorschriften missachtet, kann keinen Anspruch haben. 

Was zählt nicht als Vermögen?

Alltägliche Gegenstände des persönlichen Bedarfs und Hausrat sind in der Regel vom betrachteten Vermögen ausgenommen. Auch Erbstücke, Bücher und Musikinstrumente gehören zum Schonvermögen.

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