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Wird beim großen Blutbild die Schilddrüse getestet?

Gefragt von: Herr Prof. Luigi Stephan B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 30. Mai 2026
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Nein, ein großes Blutbild (das sich auf Blutzellen wie rote, weiße Blutkörperchen und Blutplättchen konzentriert) beinhaltet nicht die Untersuchung der Schilddrüse; dafür sind spezielle Hormone wie TSH, fT3 und fT4 erforderlich, die separat bestimmt werden müssen, um eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse festzustellen. Zusätzlich können Antikörper (z.B. TPO-AK) bei Verdacht auf Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis gemessen werden, oft ergänzt durch einen Ultraschall zur Beurteilung der Schilddrüsenstruktur.

Wird beim Blutbild die Schilddrüse getestet?

Nein, ein kleines oder großes Blutbild testet die Schilddrüse nicht direkt, da es sich auf Blutkörperchen konzentriert, aber bei Verdacht auf Schilddrüsenprobleme werden spezielle Blutuntersuchungen (TSH, fT3, fT4) angeordnet, die die Hormonproduktion und -funktion der Schilddrüse prüfen. Der TSH-Wert ist dabei der wichtigste Frühindikator für eine Über- oder Unterfunktion, ergänzt durch die freien Hormone fT4 und fT3.
 

Was kostet ein großes Blutbild mit Schilddrüse?

Ein großes Blutbild für die Schilddrüse (TSH, fT3, fT4) kostet als Selbstzahlerleistung je nach Umfang und Labor zwischen etwa 70 € bis über 400 €, wobei die Kernwerte (TSH, fT3, fT4) allein schon ca. 50-60 € ausmachen können, plus Arztgebühren; gesetzliche Kassen übernehmen dies oft nur bei medizinischer Notwendigkeit, private Kassen zahlen meist.
 

Welche Werte sind im großen Blutbild?

Ein großes Blutbild (Differentialblutbild) untersucht die grundlegenden roten und weißen Blutkörperchen sowie Blutplättchen und gibt detaillierte Informationen über die Untergruppen der weißen Blutkörperchen (Leukozyten-Differential-Blutbild) zur Diagnose von Infektionen, Entzündungen, Anämie oder Blutgerinnungsstörungen, wobei es neben Erythrozyten (rote Blutkörperchen) und Thrombozyten (Blutplättchen) auch MCV, MCH, MCHC (rote Blutkörperchen-Parameter) und die fünf Leukozyten-Typen ( neutrophile, eosinophile, basophile Granulozyten, Lymphozyten, Monozyten) differenziert. 

Ist die Schilddrüse im Blut erkennbar?

Ja, Schilddrüsenprobleme lassen sich gut durch eine Blutuntersuchung feststellen, insbesondere durch Messung des TSH-Wertes, der anzeigt, ob eine Über- oder Unterfunktion vorliegt, sowie der Schilddrüsenhormone fT3 und fT4 und spezifischer Antikörper (wie TPO-Antikörper bei Hashimoto), die autoimmunbedingte Ursachen aufdecken. Allerdings können strukturelle Probleme wie Knoten oder Vergrößerungen nur durch einen Ultraschall sichtbar gemacht werden, da die Blutwerte dabei normal sein können. 

Richtiges Blutbild: Welche Blutwerte werden bestimmt und welche Erkrankungen werden entdeckt?

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Welche Blutwerte zeigen Schilddrüsenprobleme?

TSH-Werte zwischen 0,4 bis 4,0 mU/l (Milli-Einheiten pro Liter) sind normal. Erhöhte TSH-Spiegel sagen aus, dass die Schilddrüse zu wenig Hormone bildet. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion findet sich zu wenig TSH im Blut, weil die Schilddrüse zu viele Hormone produziert.

Kann man Schilddrüsenkrebs im Blutbild sehen?

Ja, bei einer bestimmten Form, dem medullären Schilddrüsenkarzinom (MTC), kann man Schilddrüsenkrebs durch einen erhöhten Spiegel des Hormons Calcitonin im Blut feststellen, aber für andere Typen sind Bluttests weniger aussagekräftig; meist sind Ultraschall (Sonografie) und eine Gewebeprobe (Biopsie) entscheidend. Normale Schilddrüsenhormonwerte (TSH, T3, T4) schließen Krebs nicht aus, da viele Knoten gutartig sind.
 

Was wird beim großen Blutbild nicht untersucht?

Was wird bei einem großen Blutbild nicht untersucht? Das große Blutbild umfasst keine spezifischen Tests für Organfunktionen, wie zum Beispiel Leberwerte, Nierenwerte und Schilddrüsenwerte. Auch die ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Nährstoffen wird nicht in einem großen Blutbild untersucht.

Was ist der Unterschied zwischen kleinem und großem Blutbild?

Der Hauptunterschied: Das kleine Blutbild gibt einen grundlegenden Überblick über rote Blutkörperchen (Erythrozyten), weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten), während das große Blutbild (auch Differentialblutbild genannt) zusätzlich die verschiedenen Arten der weißen Blutkörperchen detailliert aufschlüsselt (z.B. Granulozyten, Lymphozyten, Monozyten), was tiefere Einblicke in das Immunsystem und mögliche Infektionen oder Blutkrankheiten ermöglicht. 

Welche Blutwerte sollte man zusätzlich zum großen Blutbild testen lassen?

Großes Blutbild

Beim großen Blutbild werden zusätzlich zu den Parametern des (kleinen) Blutbilds noch die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) typisiert und die unterschiedlichen Formen gezählt, also die neutrophilen, eosinophilen und basophilen Granulozyten sowie Lymphozyten und Monozyten.

Welche Blutabnahme für Schilddrüse?

Zur Bestimmung der Schilddrüsenhormone fT3, fT4 oder TSH und ggf. der Antikörper wird Blut abgenommen. Im Labor werden dann die Werte ermittelt. Anschließend wird geschaut, ob und in welchem Ausmaß die Werte von den Normalwerten abweichen, also zu niedrig oder zu hoch sind.

Wie oft zahlt die Kasse ein großes Blutbild?

Die Krankenkasse zahlt ein großes Blutbild im Rahmen des Check-up 35 alle drei Jahre (ab 35 Jahren) oder einmalig zwischen 18 und 34 Jahren, wenn es medizinisch notwendig ist (z.B. bei Symptomen oder Krankheiten). Ohne medizinischen Grund oder Vorsorgeanlass müssen Sie die Kosten selbst tragen.
 

Welche 5 Blutwerte sind wichtig?

Was sind die wichtigsten Laborwerte?

  • das kleine und große Blutbild.
  • Entzündungswerte wie Blutsenkung (BSG) und C-reaktives Protein (CRP)
  • Cholesterin: Gesamt-, HDL- und LDL-Cholesterin.
  • Blutfette (Triglyzeride)
  • Blutzucker und HbA1c.
  • Leberwerte und Nierenwerte.
  • Schilddrüsenwerte.

Kann man Schilddrüsenprobleme haben trotz guter Blutwerte?

In seltenen Fällen klagen Patienten trotz eigentlich guter Blutwerte weiterhin unter Symptomen einer Schilddrüsenunterfunktion.

Wie erkenne ich, ob ich etwas an der Schilddrüse habe?

Schilddrüsenprobleme zeigen sich je nach Über- oder Unterfunktion gegensätzlich: Eine Überfunktion führt oft zu Nervosität, Gewichtsverlust trotz Appetit, Herzrasen, Schwitzen und Wärmeintoleranz; eine Unterfunktion verursacht Müdigkeit, Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit, Verstopfung, trockene Haut und depressive Verstimmungen. Auch Schwellungen am Hals (Kropf), Heiserkeit oder Zyklusstörungen können auftreten, oft schleichend.
 

Warum nüchtern zur Blutabnahme der Schilddrüse?

Muss ich mich für die Schilddrüsenuntersuchung vorbereiten? Für die Blutabnahme müssen Sie nicht nüchtern sein. Am Tag der Untersuchung sollten Sie kein Schilddrüsenhormon einnehmen, da sonst einzelne Blutwerte verfälscht sein können (in erster Linie das freie T4 oder fT4).

Welche Blutwerte werden beim großen Blutbild getestet?

Beim großen Blutbild werden alle Werte des kleinen Blutbildes (rote Blutkörperchen, Hämoglobin, Hämatokrit) zusammen mit einer detaillierten Aufschlüsselung der ** weißen Blutkörperchen (Leukozyten)** in ihre Untergruppen (Granulozyten, Lymphozyten, Monozyten) und der ** Blutplättchen (Thrombozyten)** untersucht, um Infektionen, Entzündungen, Anämie und Probleme der Blutgerinnung zu erkennen. 

Welche Krebsarten können durch ein komplettes Blutbild erkannt werden?

Vollständiges Blutbild (CBC).

Ein komplettes Blutbild kann bestimmte Blut- oder Immunsystemkrebsarten wie Leukämie und Lymphome erkennen.

Ist ein großes Blutbild einmal im Jahr kostenlos?

Ein großes Blutbild gibt es in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nicht jedes Jahr kostenlos, aber ab 35 alle drei Jahre im Rahmen des jährlichen Gesundheits-Check-ups, der auch Blutwerte wie Cholesterin und Blutzucker umfasst; medizinisch notwendige Blutbilder werden jederzeit übernommen, ansonsten zahlen Sie als Selbstzahler (IGeL) etwa 60-100 Euro.
 

Welche Krankheiten sieht man im großen Blutbild?

Ein großes Blutbild (Differentialblutbild) erkennt Krankheiten wie Anämien (Blutarmut), Infektionen (bakteriell, viral, parasitäre), Entzündungen, Allergien, Autoimmunerkrankungen, aber auch Blutkrebs (Leukämie), Blutgerinnungsstörungen, Nährstoff- und Vitaminmängel (z.B. Eisen-, B12-Mangel) sowie Funktionsstörungen von Organen oder dem Knochenmark, indem es rote, weiße Blutkörperchen und Blutplättchen differenziert. Es gibt Hinweise auf chronische Krankheiten, Knochenmarkschäden, Stoffwechselprobleme und kann Hinweise auf die Ursache von Müdigkeit oder Abwehrschwäche liefern.
 

Welche 3 Blutwerte sind wichtig?

Die 10 wichtigsten Blutwerte im Überblick

  • Zeigt Entzündungen im Körper an: CRP (C-reaktives Protein) ...
  • Leberwert: GPT. ...
  • Steuert die Schilddrüse: TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) ...
  • Misst die Entgiftungsleistung: der Nierenwert Kreatinin. ...
  • Wichtige Blutfette für das Herz-Kreislauf-System: LDL und HDL (Cholesterinwerte)

Welche 7 Blutwerte sind wichtig?

Zu den wichtigsten Blutwerten gehören Blutzucker, Blutfette (LDL, HDL, Triglyzeride), Leber- und Nierenwerte, Entzündungsmarker wie CRP sowie Vitamin D, B12 und Eisen. Sie geben einen umfassenden Überblick über Stoffwechsel, Organfunktion und Nährstoffversorgung.

Ist die Schilddrüse im großen Blutbild?

Nein, ein großes Blutbild (das sich auf Blutzellen wie rote, weiße Blutkörperchen und Blutplättchen konzentriert) beinhaltet nicht die Untersuchung der Schilddrüse; dafür sind spezielle Hormone wie TSH, fT3 und fT4 erforderlich, die separat bestimmt werden müssen, um eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse festzustellen. Zusätzlich können Antikörper (z.B. TPO-AK) bei Verdacht auf Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis gemessen werden, oft ergänzt durch einen Ultraschall zur Beurteilung der Schilddrüsenstruktur.
 

Was sind die ersten Anzeichen für Schilddrüsenkrebs?

Schilddrüsenkrebs verursacht im frühen Stadium oft keine typischen Symptome; oft wird ein Knoten am Hals entdeckt, der wächst, hart ist oder schnell größer wird. Weitere Anzeichen sind Schluck- oder Atembeschwerden, Heiserkeit oder eine veränderte Stimme, Druckgefühl im Hals, Schmerzen (auch ausstrahlend in die Ohren), sowie geschwollene Lymphknoten im Nacken. Bei solchen Symptomen sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache abzuklären.
 

Sind Krebserkrankungen im Blutbild erkennbar?

Ja, Krebs kann teilweise im Blut festgestellt werden, aber eine alleinige Blutuntersuchung reicht meist nicht für eine sichere Erstdiagnose; sie liefert aber wichtige Hinweise durch die Messung von Tumormarkern oder DNA-Fragmenten (Liquid Biopsy), die auf Krebs hindeuten können, wobei sich die Methode rasant weiterentwickelt. Hauptsächlich werden Bluttests zur Verlaufsbeurteilung, zur Kontrolle nach einer Therapie oder zur Früherkennung bestimmter Krebsarten eingesetzt, wobei oft zusätzliche Untersuchungen nötig sind, um eine Diagnose zu bestätigen.
 

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