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Wie voll darf ein pelletlager sein?

Gefragt von: Günther Reimer B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 2. Februar 2026
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Ein Pelletlager darf so voll sein, dass noch genügend Leerraum (ca. 33%) für die Befüllung und den Betrieb bleibt, wobei die Gesamtlagermenge und der Jahresbedarf des Hauses die Größe bestimmen, idealerweise mit < 6,5 Tonnen, um einfachere Brandschutzvorschriften zu haben, und die Feuchtigkeit muss unbedingt unter 80 % bleiben, da Pellets quellen können.

Wie hoch ist die maximale Lagermenge für Pellets?

Sie dürfen bis zu 6,5 Tonnen Pellets ohne spezielle Brandschutzauflagen lagern; darüber hinaus gelten strengere Vorschriften für einen speziellen, feuerbeständigen Lagerraum (F90). Die benötigte Gesamtmenge hängt vom Jahresverbrauch ab, wobei etwa 1 m³ Lagerraum pro Tonne Pellets benötigt wird, plus Puffer. Eine gute Faustregel ist es, 30 % mehr als den Jahresbedarf zu lagern, um flexibel zu bleiben.
 

Wie voll wird ein Pelletbunker?

Das erforderliche Volumen Ihres Pelletlagers ist also: 20 kW x 0,9 m³/kW = 18 m³. Davon ziehen Sie 33% als Leerraum ab: 18 m³ x 66% = 11,88 m³ also ca. 12 m³.

Wie feucht darf ein Pelletlager sein?

Beispielsweise können bei feuchten Kellerräumen und Wänden die Pellets aufquellen. Dadurch werden Sie unbrauchbar. Achten Sie darauf, dass Ihr Pelletlager ganzjährig trocken bleibt. Die Luftfeuchtigkeit sollte zu keinem Zeitpunkt 80 % übersteigen.

Wie viele Pellets passen in mein Lager?

Im Folgenden finden Sie Informationen darüber, wie viel Platz für die Lagerung der Pellets benötigt wird. Für eine Tonne Pellets sollten Sie mindestens 1,5 Kubikmeter Platz einrechnen. Auf einem Kubikmeter können Sie etwa 650 Kilogramm Pellets lagern.

Pelletlager für Pelletheizung: Möglichkeiten zur Pelletlagerung - ÖkoFEN Technik einfach erklärt

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Welche Vorschriften gibt es für Pelletlager?

Pelletlager müssen trocken, sauber und gut belüftet sein, um Schimmel und Funktionsstörungen zu vermeiden; je nach Lagermenge und Heizleistung gelten unterschiedliche Brandschutzvorschriften, oft mit Mindestabständen zum Kessel und Anforderungen an Wände (z.B. REI90/F90) und Türen (EI30). Besonders bei Mengen über 6,5 Tonnen oder speziellen Heizungen sind eigene Heizräume mit strengeren Auflagen (z.B. Belüftung, Feuchtigkeitsschutz) nötig, wobei die lokalen Vorschriften (z.B. durch den Schornsteinfeger) zu prüfen sind.
 

Wann sollte man das Pelletlager entleeren?

Die komplette Entleerung des Pelletlager sollte mindestens 1x in zwei Jahren oder nach 5 Lieferungen erfolgen - je nachdem was zuerst der Fall ist. Hält man sich nicht an diesen Zeitintervall kann es zu Störungen aufgrund zu vielem Feinanteil kommen. Gerade die Schnecke enthält eventuell verklumpte Staubpartikel.

Wie lange sind Holzpellets im Lager haltbar?

Wie lange kann man Pellets lagern? Bei trockener Lagerung sind Pellets unbegrenzt lagerbar.

Ist 46% Luftfeuchtigkeit viel?

Eine gesunde Luftfeuchtigkeit herrscht im Bereich von Minimum 40% bis Maximum 60% relativer Feuchte. Eine zu geringe Luftfeuchte stellt ein Gesundheitsrisiko dar. In einer trockenen Luft verbleiben Pollen und Allergene viel länger in der Schwebe. Auch ist eine trockene Raumluft viel stärker mit Viren belastet.

Was passiert, wenn Pellets zu feucht sind?

Direkter Kontakt von Pellets mit Wasser lässt die Presslinge aufquellen. Durch Feuchtigkeit werden Pellets also unbrauchbar. Normale Luftfeuchtigkeit, wie sie ganzjährig witterungsbedingt in Räumen vorkommen kann, schadet aber nicht der Pelletqualität.

Wie weit darf ein Pelletlager von der Heizung entfernt sein?

Das Pelletlager darf je nach System bis zu 20 Meter vom Heizkessel entfernt sein, idealerweise sind aber kürzere Wege unter 10 Metern besser; die Fördertechnik (Vakuumsaugung) bewältigt auch größere Entfernungen, aber Bögen und Höhenunterschiede sollten minimiert werden, um Abrieb zu vermeiden, wobei die maximale Entfernung zum Anfahrtsort des Lieferwagens 30 Meter nicht überschreiten sollte, damit der Befüllschlauch ausreicht.
 

Wie oft sollte ein Pelletbunker gereinigt werden?

Als Faustformel gilt, dass mindestens alle zwei Jahre komplett entleert und gereinigt werden sollte. Allerdings spielt dabei eine Rolle, wie groß Ihr Lager ist und wie oft Sie es neu befüllen. Wir empfehlen unsere Kunden, ihr Lager nach jeder vierten Lieferung zu reinigen.

Was ist billiger, Pellets oder Brennholz?

Im Vergleich zu den konventionellen Holzöfen sind Pelletöfen deutlich teurer. Das Heizen zahlt sich damit erst langfristig aus.

Wie ist die korrekte Lagerung von Pellets?

Pellets richtig lagern bedeutet vor allem trocken, gut belüftet und vor Feuchtigkeit geschützt zu lagern, idealerweise auf Paletten oder in speziellen Silos, um sie vor Aufquellen zu bewahren. Wichtig ist auch der Brandschutz und eine gute Zugänglichkeit für die Lieferung. Der Lagerort kann ein Keller, ein spezielles Lager oder ein Erd-Silo sein, wobei Sackware auf Paletten gelagert werden sollte und nur geöffnet wird, was sofort verbraucht wird. 

Wie alt dürfen Holzpellets sein?

Holzpellets dürfen nach Norm maximal 40 mm lang sein, wobei bis zu 1 % der Pellets bis zu 45 mm lang sein dürfen; Längere Pellets können Förderanlagen blockieren. Die Standardlänge liegt zwischen 3,15 mm und 40 mm (DIN EN ISO 17225-2), mit einem Durchmesser von meist 6 oder 8 mm.
 

Welche Größe sollte ein Bunker für eine Pelletheizung haben?

Die Größe des Lagerraums

Als Faustregel gilt: pro 1 kW Heizlast = 0,9 m³ Lagerraum (inklusive Leerraum). Es ist ein rechteckiger, max. zwei Meter breiter Raum zu empfehlen. Pellets lassen sich unter 6,5 Tonnen Lagermenge ohne besondere Brandschutzbestimmungen lagern.

Was tun, wenn die Luftfeuchtigkeit unter 40 ist?

Weitere Tipps bei zu trockener Luft

  1. Zimmerpflanzen aufstellen.
  2. Wäsche in der Wohnung trocknen.
  3. nach dem Duschen die Tür vom Badezimmer offenlassen.
  4. einen Verdampfer zur Luftbefeuchtung nutzen.
  5. Wasserschalen auf den Heizkörper stellen.
  6. Stoßlüften statt Kippstellung.
  7. nicht mehr als nötig heizen.

Ist eine Luftfeuchtigkeit von 71 Prozent in Wohnräumen gefährlich?

Eine Luftfeuchtigkeit von 71 % ist zu hoch und kritisch für Wohnräume, da ab 70 % Schimmelbildung fast unausweichlich wird und die Gesundheit sowie Bausubstanz gefährdet sind, auch wenn in Bädern oder Küchen temporär höhere Werte auftreten können. Schnelles Handeln ist erforderlich, um das Klima zu senken und Schimmel sowie Milben vorzubeugen, idealerweise durch Lüften und Heizen, da Werte über 60 % schon bedenklich sind. 

Kann bei 50 Luftfeuchtigkeit Schimmel entstehen?

Nein, bei konstant 50 % Luftfeuchtigkeit in der Mitte des Raumes ist die Schimmelgefahr gering, solange gut gelüftet wird; jedoch kann Schimmel an kalten Oberflächen wie Fenstern oder Ecken entstehen, wo die Feuchtigkeit kondensiert und die Luftfeuchtigkeit lokal 100 % erreicht, was einen idealen Nährboden bietet, da Schimmelpilze Feuchtigkeit aus dem Substrat ziehen und nicht nur aus der Luft. Wichtig ist, die Luftfeuchtigkeit allgemein zwischen 40-60 % zu halten, bei Kälte die Werte niedriger und das Lüften nach Feuchtigkeitsspitzen (Kochen, Duschen) nicht zu vernachlässigen, um Schimmel vorzubeugen.
 

Wie viele Pellets darf man ohne Brennstofflagerraum lagern?

Sie dürfen bis zu 6,5 Tonnen Pellets ohne spezielle Brandschutzauflagen lagern; darüber hinaus gelten strengere Vorschriften für einen speziellen, feuerbeständigen Lagerraum (F90). Die benötigte Gesamtmenge hängt vom Jahresverbrauch ab, wobei etwa 1 m³ Lagerraum pro Tonne Pellets benötigt wird, plus Puffer. Eine gute Faustregel ist es, 30 % mehr als den Jahresbedarf zu lagern, um flexibel zu bleiben.
 

Warum rutschen die Pellets in meinem Sacksilo nicht nach?

Wenn Pellets im Sacksilo nicht nachrutschen, liegt es oft an Staub, der sich mit dem Gewebe verbindet, oder an Tunnelbildung durch Entnahme, was ein Nachrutschen verhindert; die Lösung ist meist, manuell nachzuhelfen (Sack nach innen drücken, mit Werkzeug nachschieben) und das Silo regelmäßig zu reinigen, um Staub zu entfernen. 

Können sich Pellets von allein entzünden?

Ja, Holzpellets können sich unter bestimmten Umständen selbst entzünden, vor allem bei unsachgemäßer Lagerung (z.B. feucht) oder durch einen biologischen Zersetzungsprozess in großen Lagern, der Hitze erzeugt und zu Schwelbränden führen kann, die bei Sauerstoffzufuhr in Flammen aufgehen. Wichtig sind trockene Lagerung und gute Belüftung, um das Risiko zu minimieren.
 

Wohin mit Asche von Pellets?

Pellets-Asche wird kalt, in einem gut verschlossenen, nicht brennbaren Behälter entsorgt, am besten über den Hausmüll (Restmülltonne) oder die Kehrichtabfuhr. Sie kann wegen des geringen Aschegehalts von Qualitätspellets auch als Gartendünger (stark verdünnt, nicht auf Kompost oder Grüngut) verwendet werden, aber manche Quellen raten davon ab. Bei größeren Heizungen (über 80 kW) muss die Asche oft professionell entsorgt werden, z.B. über spezielle Entsorgungsfirmen, die die Asche abholen. 

Wie oft muss man einen Pelletkessel reinigen?

Als Faustregel gilt: Ascheaustrag alle 1 bis 2 Wochen. Reinigung des Brennraumes alle 4 bis 6 Wochen. jährliche Reinigung des Lagerraums – am besten kurz nach Ende der Heizperiode.

Wie lagere ich lose Pellets richtig?

Der bewährte Klassiker für die Lagerung von Pellets ist der Lagerraum. Ist kein separater Raum vorhanden oder auch bei feuchten Räumen ist ein Gewebetank die optimale Lösung. Direkter Kontakt der Pellets mit Wasser sollte vermieden werden, Feuchtigkeit lässt sie aufquellen und sie werden damit unbrauchbar.

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