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Wie viele Menschen treiben ab?

Gefragt von: Joseph Lindemann-Brinkmann  |  Letzte Aktualisierung: 23. Mai 2026
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Weltweit werden schätzungsweise 73 Millionen Abtreibungen pro Jahr durchgeführt, wobei die Zahlen in Deutschland bei rund 106.000 Abbrüchen im Jahr 2024 lagen, die meisten davon nach der Beratungsregelung und bei Frauen zwischen 18 und 39 Jahren. Zahlen zu unbeabsichtigten Fehlgeburten sind nicht exakt, aber 10-15 % bestätigter Schwangerschaften enden so.

Wie viel Prozent treiben ab?

In Deutschland wurden 2021 32,3 Prozent, in der Schweiz 70 Prozent und in Schweden 80 Prozent der Abbrüche medikamentös durchgeführt.

In welchem Alter gibt es die meisten Abtreibungen?

29 Prozent der Abbrüche bei Frauen über 35 Jahren

20 Prozent waren zwischen 35 und 39 Jahre alt, 9 Prozent 40 Jahre oder älter. Nur 3 Prozent der Frauen waren jünger als 18 Jahre.

Wie viel Prozent der Schwangerschaft gehen ab?

Schätzungsweise 10 bis 20 Prozent der bestätigten Schwangerschaften enden in einer Fehlgeburt (Abort), wobei viele sehr frühe Aborte gar nicht bemerkt werden und als starke Regelblutung missverstanden werden können, was die tatsächliche Rate deutlich höher macht. Allein bei unter 30-jährigen Frauen kann sich etwa die Hälfte aller befruchteten Eizellen nicht weiterentwickeln, bei älteren Frauen ist das Risiko noch höher, wobei die meisten Fehlgeburten in den ersten 12 Wochen auftreten. 

Wie viele Abtreibungen gab es 2022 in Deutschland?

In Deutschland gab es 2024 rund 106.000 gemeldete Schwangerschaftsabbrüche, eine Zahl, die sich kaum vom Vorjahr unterschied, aber über dem Niveau von 2014-2020 lag, wie das Statistische Bundesamt meldet. Nach einem Anstieg 2023 (+2,2 % auf ca. 106.000), stabilisierte sich die Zahl 2024 auf diesem Niveau, weiterhin oberhalb der rund 99.000-101.000 Fälle aus den Jahren 2014-2020. Die Mehrheit der Abbrüche erfolgt in Gynäkologischen Praxen (rund 89.000 im Jahr 2023) und meist innerhalb der ersten 12 Wochen.
 

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Wie viele Frauen bereuen ihren Schwangerschaftsabbruch?

Die meisten Studien zeigen, dass die überwältigende Mehrheit der Frauen einen Schwangerschaftsabbruch nicht bereut; oft empfinden sie Erleichterung, wobei Langzeitstudien (wie die "Turnaway Study" aus den USA) zeigen, dass über 95 % der Frauen ihre Entscheidung als richtig bewerten, selbst Jahre später, während eine kleinere Gruppe (ca. 6 %) negative Emotionen erlebt und eine bessere Unterstützung wünscht. 

Welche Frauen treiben am meisten ab?

Schwangerschaftsabbrüche je 10.000 Frauen nach Altersgruppen in Deutschland (1996-2023) Am häufigsten werden Schwangerschaftsabbrüche bei 25- bis 29-jährigen Frauen vorgenommen, gefolgt von den 30- bis 34-jährigen Frauen.

Was begünstigt eine Fehlgeburt?

Fehlgeburten entstehen oft durch Chromosomenanomalien des Embryos (Hauptursache), aber auch durch mütterliche Faktoren wie Alter, hormonelle Störungen (Diabetes, Schilddrüse), anatomische Probleme der Gebärmutter, Infektionen, Autoimmunerkrankungen, Stress, Nikotin, Alkohol, Drogen sowie Übergewicht, und äußere Einflüsse wie bestimmte Medikamente, Schadstoffe und Schichtarbeit. In vielen Fällen bleibt die genaue Ursache jedoch unklar, da der Körper den Abbruch einer nicht lebensfähigen Schwangerschaft als natürlichen Schutzmechanismus einleitet.
 

Welche Woche ist die kritischste in der Schwangerschaft?

Die kritischste Phase der Schwangerschaft sind die ersten 12 Wochen (das erste Trimester), da hier die Organe des Embryos angelegt werden und das Risiko für Fehlgeburten am höchsten ist; nach der 10. bis 12. Woche sinkt dieses Risiko deutlich, und die meisten Fehlgeburten passieren zwischen der 5. und 7. Woche. 

Wie oft dauert ein Schwangerschaftsabbruch?

So erfolgten 2022 in Deutschland 103.927 Schwangerschaftsabbrüche, 96 % davon nach Beratungsregelung, bei 738.819 Lebendgeborenen. In den USA lag die Schwangerschaftsabbruchrate 2021 bei 11,6 % der Frauen zwischen 15 und 44 Jahren, die Abbruchratio bei 204/1000 Lebendgeburten (Kortsmit et al. 2023 ).

Was ist der häufigste Grund für Abtreibungen?

100 % der Frauen, die in einem Schwangerschaftskonflikt aufgrund von Einflussnahme durch Familie, Arbeitgeber oder andere Personen standen, 74 % der Frauen in finanzieller Not und 73 % der Frauen mit Problemen in der Partnerschaft, also alles äußere Faktoren, aufgrund derer eine Frau über eine Abtreibung nachdachte, ...

In welcher Woche treiben die meisten Frauen ab?

Die meisten Fehlgeburten ereignen sich in den ersten 12 Schwangerschaftswochen, insbesondere in den Wochen 7 bis 10, da dies eine kritische Phase der Organentwicklung ist und chromosomale Anomalien häufiger auftreten. Danach sinkt das Risiko mit jeder Woche erheblich; nach der 10. Woche liegt es nur noch bei etwa 0,5 %. 

Wann ist eine Spättabtreibung erlaubt?

Ein Spätabbruch ist straffrei, wenn eine medizinische Indikation vorliegt – beispielsweise, wenn pränataldiagnostische Untersuchungen, die erst nach der 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden können, Hinweise auf schwere Fehlbildungen des ungeborenen Kindes geben.

Ist Abtreibung moralisch vertretbar?

Die moralische Vertretbarkeit von Abtreibungen ist eine tief gespaltene Frage, die ethische Positionen, religiöse Überzeugungen, rechtliche Rahmenbedingungen und persönliche Autonomie gegeneinander abwägt, wobei Befürworter die Selbstbestimmung der Frau betonen und Gegner das Recht auf Leben des ungeborenen Kindes schützen wollen, wobei Gesetze (wie in Deutschland) oft versuchen, einen Kompromiss durch Beratungs- und Fristenregelungen zu finden. Es gibt keinen universellen Konsens, da der Wert des embryonalen Lebens gegen das körperliche, psychische und soziale Wohlbefinden der Frau abgewogen werden muss. 

Was ist der häufigste Grund für Unfruchtbarkeit?

Ursachen von Unfruchtbarkeit

Sperma (20 bis 35 Prozent der Paare) Eisprung (20 bis 25 Prozent) Anzahl gesunder Eizellen in den Eierstöcken (steigt mit zunehmendem Alter) Endometriose (bis zu 40 Prozent)

Wie viele Frauen entscheiden sich für einen Schwangerschaftsabbruch?

Im Jahr 2021 erfolgten drei von vier Schwangerschaftsabbrüchen innerhalb der ersten zwei Monate der Schwangerschaft. Sehr viele Frauen, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden, hatten zuvor noch keine Lebendgeburt – im Jahr 2021 lag ihr Anteil bei 40,9 Prozent.

In welcher Woche verliert man am häufigsten das Baby?

Die meisten Fehlgeburten ereignen sich in den ersten 12 Schwangerschaftswochen, insbesondere in den Wochen 7 bis 10, da dies eine kritische Phase der Organentwicklung ist und chromosomale Anomalien häufiger auftreten. Danach sinkt das Risiko mit jeder Woche erheblich; nach der 10. Woche liegt es nur noch bei etwa 0,5 %. 

Welche ist die schwierigste Schwangerschaftswoche?

Die anstrengendste Woche im ersten Trimester der Schwangerschaft ist oft um die achte oder neunte Woche . In diesen Wochen fühlen Sie sich möglicherweise sehr müde und Ihnen ist übel.

Kann man in der 10. SSW schon einen Bauch haben?

Ja, es ist möglich, aber selten einen sichtbaren Babybauch in der 10. SSW zu haben, besonders wenn es die erste Schwangerschaft ist, aber bei Mehrfachmamas oder Zwillingen kann der Bauch schon etwas früher runder werden, da die Gebärmutter schon auf die Größe einer Grapefruit gewachsen ist und das Gewebe sich lockerer anfühlt.
 

Wie viele Frauen verlieren ihr Kind in den ersten 3 Monaten?

Leider verlieren viele Frauen ihr Kind in den ersten drei Monaten durch eine Fehlgeburt (Früh-Abort), wobei Schätzungen variieren: Etwa 10 bis 20 % aller bestätigten Schwangerschaften, aber sogar bis zu 20 bis 25 % aller Schwangerschaften insgesamt, enden so. Der größte Teil davon, etwa 80 %, geschieht in den ersten 12 Wochen, wobei das Risiko zu Beginn am höchsten ist und mit jeder Woche sinkt. Viele sehr frühe Fehlgeburten werden gar nicht bemerkt und für eine starke Periode gehalten, was die tatsächliche Zahl noch höher macht. 

Wie hoch ist das Risiko für Totgeburten in der 38. SSW?

Eine Totgeburt in der 38. Schwangerschaftswoche (SSW) ist ein seltenes, aber sehr tragisches Ereignis, das als termingerechte Totgeburt gilt (nach SSW 37+0) und das Risiko für eine Totgeburt steigt nach der 38. Woche an, weshalb regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wichtig sind, um Ursachen wie Plazentaprobleme frühzeitig zu erkennen und medizinische sowie emotionale Unterstützung für betroffene Familien essenziell ist. 

Wie kündigt sich ein Abgang an?

Typische Symptome einer Fehlgeburt sind vaginale Blutungen (leicht bis stark), krampfartige Unterleibs- und Rückenschmerzen (ähnlich Menstruationskrämpfen), das Ausstoßen von Blutklumpen oder Gewebe sowie das plötzliche Nachlassen von Schwangerschaftsanzeichen wie Übelkeit oder Brustspannen. Viele Fehlgeburten verlaufen jedoch auch unbemerkt und werden erst durch Untersuchungen festgestellt, während leichte Blutungen auch in gesunden Schwangerschaften vorkommen können, weshalb bei Verdacht sofort ein Arzt aufgesucht werden sollte. 

Wie viele Frauen bereuen einen Schwangerschaftsabbruch?

Die meisten Studien zeigen, dass die überwältigende Mehrheit der Frauen einen Schwangerschaftsabbruch nicht bereut; oft empfinden sie Erleichterung, wobei Langzeitstudien (wie die "Turnaway Study" aus den USA) zeigen, dass über 95 % der Frauen ihre Entscheidung als richtig bewerten, selbst Jahre später, während eine kleinere Gruppe (ca. 6 %) negative Emotionen erlebt und eine bessere Unterstützung wünscht. 

In welchem Alter wird am meisten abgetrieben?

Rund 65 % der Frauen, die im Jahr 2023 einen Schwangerschaftsabbruch durchführen ließen, waren zwischen 20 und 34 Jahren alt, gut 19 % waren im Alter zwischen 35 und 39 Jahren. Dies sind damit die am stärksten besetzten Altersgruppen (Tab.

Kann Abtreibung zur Unfruchtbarkeit führen?

Ein fachgerechter Schwangerschaftsabbruch führt normalerweise nicht zu Unfruchtbarkeit, und eine Schwangerschaft ist oft schon im nächsten Zyklus wieder möglich. Seltene Komplikationen wie Infektionen oder Verwachsungen (Asherman-Syndrom) können die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, sind aber meist die Folge von Infektionen oder unsachgemäßer Durchführung, nicht des Abbruchs selbst. Die Angst vor Unfruchtbarkeit ist oft unbegründet und beruht auf Mythen; die überwiegende Mehrheit der Studien zeigt keine langfristigen negativen Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit.
 

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