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Wie viele Menschen in Deutschland sind unglücklich?

Gefragt von: Theresia Gerlach B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 10. Februar 2026
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Es gibt keine exakte Zahl für „unglückliche“ Menschen, aber Studien zeigen, dass ein signifikanter Teil der Deutschen unzufrieden ist, wobei die Zahlen je nach Studie und Fragestellung variieren: Um 2024/2025 gaben laut Ipsos-Index noch 64 % an, glücklich zu sein, was einem Tiefstand entspricht, während andere Umfragen von 40 % Unzufriedenheit mit der Demokratie berichten, und rund ein Fünftel unzufrieden mit seiner Lebenssituation ist, wobei junge Menschen und Menschen mit geringem Einkommen oft besonders betroffen sind.

Wie viele Menschen in Deutschland sind unzufrieden mit sich selbst?

Fast jeder fünfte Bürger in Deutschland ist unzufrieden mit seiner aktuellen Lebenssituation, wie eine Umfrage zeigt. Vor allem eine Altersgruppe ist unglücklicher. Jüngere Menschen sind in Deutschland eher unzufrieden als ältere Menschen.

Wie hoch ist die Lebenszufriedenheit in Deutschland?

Die Lebenszufriedenheit der Deutschen steigt seit der Aufhebung der Coronamaßnahmen fast ungebrochen (Abbildung 1). Auf einer Skala von null (= überhaupt nicht zufrieden) bis zehn (= völlig zufrieden) stieg das durchschnittliche Wohlbefinden von 6,59 (2021) auf 7,11 Punkte im Jahr 2024.

Wie viele Menschen in Deutschland sind depressiv?

In Deutschland sind Millionen Menschen von Depressionen betroffen: Aktuelle Schätzungen zeigen, dass rund 9,5 Millionen Menschen von Depressionen leiden, was etwa jeder 10. bis 8. Erwachsene im Laufe eines Jahres betrifft, wobei Frauen doppelt so häufig erkranken wie Männer. Viele leiden auch unter depressiven Symptomen, wobei bis zu einem Fünftel der Bevölkerung depressive Symptome zeigen kann.
 

Wie viel Prozent der Deutschen sind unzufrieden im Job?

Fast die Hälfte der Arbeitnehmer:innen hasst ihren Job. Laut einer Pressemitteilung der Job-Plattform Indeed empfinden 14,7 Prozent der Menschen diese tiefe Unzufriedenheit mit dem eigenen Arbeitsplatz sogar täglich.

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Wie zufrieden ist die Bevölkerung in Deutschland?

Für die Erwachsenen jungen und mittleren Alters lag in Deutschland im Jahr 2021 der Mittelwert der Lebenszufriedenheit auf einer Skala von 0 für „sehr unzufrieden“ bis 10 für „sehr zufrieden“ bei 6,9 Punkten.

Was ist das depressivste Land Europas?

Die Analyse der statistischen Abteilung des französischen Gesundheits- und Sozialministeriums (DREES) ergab, dass die Depressionsrate in Frankreich vor der Pandemie bei etwa 11 Prozent lag und damit so hoch wie in keinem anderen europäischen Land.

In welchem Alter gibt es die meisten Depressionen?

Depressionen können in jedem Alter auftreten, aber die höchsten Raten an ersten Episoden liegen oft zwischen 20 und 30 Jahren, mit einem Durchschnittsalter bei Ersterkrankung um die 30 bis 45 Jahre; jüngere Erwachsene (18-29) sind häufig betroffen, aber auch im höheren Alter sind Depressionen verbreitet, insbesondere bei Frauen, wobei die Raten im Alter von 60-84 Jahren hoch sind, besonders bei Bewohnern von Pflegeheimen.
 

Welche Berufsgruppe ist am unzufriedensten?

Wer „was mit Menschen“ macht, ist der Auswertung zufolge am unzufriedensten. Auf den hinteren Rängen landen Beschäftigte, die im Gesundheits- und Sozialwesen – Ärztinnen, Pfleger, Sozialarbeiterinnen – und im Bildungsbereich arbeiten., wie Lehrerinnen und Erzieher.

Wo leben die zufriedensten Menschen Deutschlands?

"Glücksatlas 2025": Hamburger sind erneut am zufriedensten. Laut des "Glücksatlas", den die Universität Freiburg in Zusammenarbeit mit der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL) erstellt hat, liegt Hamburg im Ranking wieder auf Platz 1. Mecklenburg-Vorpommern bleibt abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Ist der Wohlstand in Deutschland gestiegen?

Die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts pro Kopf bestätigt: Deutschland ist ein starkes Land. Zwischen den Jahren 1991 und 2018 stieg das BIP pro Kopf um mehr als 40 Prozent an.

In welchem Alter ist man am einsamsten?

Doch auch in zwei anderen Lebensphasen sind die Deutschen besonders anfällig für Einsamkeit, wie Kölner Wissenschaftlerinnen herausgefunden haben: Im Alter von etwa 30 Jahren und später mit etwa 60 noch einmal.

Ist Unzufriedenheit eine Depression?

Bleibt man allerdings auf Dauer unzufrieden oder fühlt sich gar leer oder auch einsam, könnte die Unzufriedenheit ein Symptom einer seelischen Erkrankung (etwa einer Depression) sein.

In welchem Alter sind Frauen besonders unzufrieden?

Junge Frauen besonders unglücklich

Junge Frauen im Alter zwischen 18 und 25 fallen durch besonders große Unglücklichkeitsbefunde aus.

Welcher Beruf hat die höchste Burnout-Rate?

Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen (Pflege, Sozialarbeit, Heilerziehungspflege) sowie im Dialogmarketing (Callcenter) weisen die höchste Burnout-Quote in Deutschland auf, oft durch hohe emotionale Belastung, Personalmangel und schlechte Arbeitsstrukturen verursacht, mit Top-Positionen für Sozialpädagogen/Sozialarbeiter, Fachkrankenpfleger und Heilerziehungspfleger bei Fehlzeiten, während auch Führungskräfte und Lehrer gefährdet sind, da sie mit extremen Anforderungen konfrontiert sind. 

Welches Land hat die meisten psychisch Kranke?

Es gibt nicht das eine Land mit den meisten psychisch kranken Menschen, da die Prävalenz je nach Studie und betrachteter Erkrankung variiert, aber Länder wie die Niederlande, Portugal und Australien haben laut dem Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) die höchsten altersstandardisierten Prävalenzraten für psychische Erkrankungen (Stand 2023), während auch das Vereinigte Königreich, der Iran und Irland hohe Raten zeigen. In Bezug auf Depressionen werden oft die USA und Deutschland mit hohen Fallzahlen genannt, wobei die USA in Studien oft eine besonders hohe Prävalenz zeigen, insbesondere während Krisen wie der Pandemie, und Island/Portugal bei der Antidepressiva-Nutzung herausstechen. 

Was besagt die 42%-Regel für Burnout?

42 % – so viel Zeit brauchen Ihr Körper und Ihr Gehirn im Ruhezustand. Das sind etwa 10 Stunden von 24 Stunden . Indem wir dem Ruhen Priorität einräumen, können wir unsere Stressbewältigung verbessern, das Burnout-Risiko senken und unser allgemeines Wohlbefinden steigern.

Was ist die depressivste Stadt Deutschlands?

Mit einem Indexwert von 7,5/10 ist Münster die Stadt Deutschlands mit den meisten Sorgen über Stress. Hannover ist auf Platz 2 (Punktzahl: 7,4), mit jährlich 1.299 Suchen nach „Cortisol senken“ pro 100.000 Einwohner.

Welches Land hat die schlechteste psychische Gesundheitsversorgung?

Die Vereinigten Staaten, Kolumbien, die Niederlande und die Ukraine wiesen tendenziell höhere Prävalenzschätzungen für die meisten Störungsklassen auf, während die Werte in Nigeria, Shanghai und Italien durchweg niedrig waren und die Prävalenz in asiatischen Ländern im Allgemeinen niedriger war.

Welches Land nimmt am meisten Antidepressiva?

Tschechien verzeichnete zwischen 2000 und 2020 mit 577 Prozent den höchsten Anstieg, in Frankreich lag der Anstieg jedoch nur bei 38 Prozent. In Portugal erhöhte sich der Konsum um 304 Prozent, in Großbritannien um 256 Prozent, in Spanien um 208 Prozent und in Deutschland um 200 Prozent im gleichen Zeitraum.

Wo Leben die herzlichsten Menschen in Deutschland?

Wo das Gefälle zwischen Hoch- und Unzufriedenen groß ist, leidet das Glücksniveau der ganzen Stadt. Kassel führt das Ranking erneut an, während Rostock abgeschlagen das Schlusslicht bildet. Auch 2025 verteidigt Kassel seinen Spitzenplatz als glücklichste Großstadt Deutschlands (über 200.000 Einwohner).

Ist die Lebensqualität in Deutschland oder in den USA besser?

Deutschlands Stärken liegen vor allem in fünf Bereichen. Die überlegene Work-Life-Balance wurde bereits erwähnt – Freizeit wird hier sehr geschätzt. Die Gesundheitsbedingungen sind in Deutschland deutlich besser ; die Lebenserwartung ist in den USA um fünf Jahre niedriger.

Wie viel Prozent Ausländeranteil haben wir in Deutschland?

Der Ausländeranteil in Deutschland lag 2024 bei etwa 14,8 %, was rund 12,4 Millionen Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit entspricht, aber der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund ist deutlich höher, bei etwa 30 % (rund 25,2 Millionen), wobei ein Großteil davon die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Der Anteil steigt seit Jahren an und ist besonders in Städten und bei jüngeren Altersgruppen hoch.
 

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