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Wie viele DGUV Vorschriften gibt es?

Gefragt von: Saskia Engel  |  Letzte Aktualisierung: 15. Januar 2026
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Es gibt rund 80 verschiedene DGUV Vorschriften (Unfallverhütungsvorschriften), die von allgemeinen Präventionsgrundsätzen (DGUV Vorschrift 1) bis zu sehr speziellen Themen reichen, aber Unternehmen müssen nicht alle beachten, sondern nur die für ihren Bereich relevanten, ergänzt durch das umfassende DGUV Regelwerk aus Regeln, Informationen und Grundsätzen, um Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz zu gewährleisten.

Wie viele DGUV gibt es?

Die gesetzliche Unfallversicherung in Deutschland besteht aus drei Bereichen. Private Unternehmen sind bei den Berufsgenossenschaften versichert. Es gibt insgesamt neun Berufsgenossenschaften.

Was ist der Unterschied zwischen DGUV 3 und 4?

Der Hauptunterschied zwischen DGUV Vorschrift 3 (DGUV V3) und DGUV Vorschrift 4 (DGUV V4) liegt im Anwendungsbereich: DGUV V3 gilt für gewerbliche Unternehmen (private Wirtschaft), während DGUV V4 für öffentliche Einrichtungen (Behörden, Schulen, Kitas, Kommunen) gilt, in denen die Unfallkassen zuständig sind. Inhaltlich und im Prüfablauf sind sie praktisch identisch, da beide den sicheren Umgang mit elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln sicherstellen, wobei die V4 ältere Vorschriften wie GUV-V A3 ablöste.
 

Wie viele UVV gibt es?

Sie bildet den Spitzenverband der neun gewerblichen Berufsgenossenschaften und der 21 verschiedenen Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand.

Wie oft muss die DGUV 70 durchgeführt werden?

1 DGUV Vorschrift 70 und 71 sollten Ihre Fahrzeuge mindestens einmal jährlich auf ihre Betriebssicherheit geprüft werden. Prüfintervalle und Umfang festlegen: Nach § 3 Abs. 6 BetrSichV sind Sie verpflichtet, die Art, den Umfang und die Fristen der Prüfungen zu ermitteln und festzulegen.

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Wie hoch sind die Kosten für die DGUV 70-Prüfung?

Die Kosten für eine DGUV Vorschrift 70 Prüfung (Fahrzeuge) variieren stark, von ca. 15 € bis über 100 € pro Fahrzeug, abhängig von Fahrzeugtyp und Prüfumfang (z.B. LKW, Stapler, Pkw). Für eine komplette UVV-Prüfung im Fuhrpark können die Kosten auch in einem Rahmen von 200 € bis 1000 € liegen, während Schulungen zum Befähigten Prüfer teurer sind (ab ca. 400 €). Die Prüfung umfasst Bremsen, Beleuchtung, Reifen und Sicherheitseinrichtungen und muss jährlich erfolgen, wobei bei Pkw oft die HU-Ergebnisse anerkannt werden. 

Wie oft muss eine DGUV V3 Prüfung durchgeführt werden?

Die Prüfintervalle für eine DGUV V3 Prüfung hängen stark von der Art des Betriebsmittels ab: Ortsfeste Anlagen müssen meist alle vier Jahre geprüft werden, während ortsveränderliche Geräte (z.B. Werkzeuge, Verlängerungskabel) kürzer, oft alle zwei Jahre, manchmal sogar jährlich oder sogar vierteljährlich in risikoreichen Umgebungen (Werkstätten, Baustellen) geprüft werden müssen. Die genauen Fristen legt eine Gefährdungsbeurteilung fest, abhängig von Beanspruchung, Umgebung und Fehlerquote. 

Ist UVV das Gleiche wie DGUV?

Der Hauptunterschied ist, dass UVV (Unfallverhütungsvorschrift) die konkreten, rechtlich verbindlichen Regeln zur Arbeitssicherheit sind, während die DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) der Dachverband ist, der diese UVV erlassen und unter seinem Namen (als DGUV-Vorschriften) veröffentlicht hat; seit der Zusammenführung der Unfallversicherungsträger werden die alten UVVen oft als DGUV-Vorschriften bezeichnet. Kurz gesagt: UVV ist der Inhalt (die Vorschrift), DGUV die Institution, die dahintersteht und die Dokumente herausgibt. 

Welche 9 Berufsgenossenschaften gibt es?

Berufsgenossenschaften

  • Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) ...
  • Berufsgenossenschaft Holz und Metall. ...
  • Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) ...
  • Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe. ...
  • Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft - BG BAU.

Ist DGUV 3 Pflicht?

Ja, die DGUV Vorschrift 3 (DGUV V3) Prüfung ist für alle Betriebe in Deutschland Pflicht, die elektrische Betriebsmittel und Anlagen nutzen, um Mitarbeiter vor Stromunfällen und anderen Gefahren zu schützen. Sie dient der Arbeitssicherheit, gewährleistet die Betriebssicherheit und ist Voraussetzung für den Versicherungsschutz. Die Verantwortung liegt beim Arbeitgeber, der die regelmäßige Prüfung und Dokumentation sicherstellen muss.
 

Was verdient man als DGUV V3 Prüfer?

In Hamburg kannst du, wenn du als DGUV-Prüfer/in tätig bist, mit einem durchschnittlichen Lohn von 46.200 € rechnen. Der Stundenlohn beläuft sich folglich auf ca. 16 € und monatlich kannst du um die 3.850 € verdienen.

Wer darf DGUV Prüfungen machen?

DGUV Prüfungen (nach DGUV V3) dürfen nur von befähigten Personen durchgeführt werden, die eine abgeschlossene elektrotechnische Ausbildung oder ein Studium haben, mindestens ein Jahr Berufserfahrung nachweisen und sich regelmäßig weiterbilden, um die Anforderungen der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) und der Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS 1203) zu erfüllen. Alternativ können auch elektrotechnisch unterwiesene Personen (EuP) unter der Leitung einer Elektrofachkraft prüfen, aber die Verantwortung liegt immer bei der Elektrofachkraft.
 

Ist ein E-Check gesetzlich vorgeschrieben?

Für Privathaushalte ist die Durchführung eines E Checks keine Pflicht. Sie bietet sich aber auch hier an, um dauerhaft sicherzustellen, dass die eingesetzten elektrischen Geräte dauerhaft funktionieren und für die Bewohner der Wohnung oder des Hauses keine Gesundheitsgefahren ausgehen.

Welche BG ist die größte?

Größte Berufsgenossenschaft war die Knappschafts-BG mit 1658 Mitgliedsbetrieben und 343.707 Versicherten, zweitgrößte die Ziegelei-Berufsgenossenschaft, bei der 174.995 Menschen versichert waren.

Sind DGUV-Regeln verpflichtend?

Die DGUV-Pflicht bezieht sich hauptsächlich auf die gesetzlich vorgeschriebene, regelmäßige Prüfung elektrischer Betriebsmittel und Anlagen in Unternehmen nach DGUV Vorschrift 3 (ehemals BGV A3) und Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG). Sie ist für alle Arbeitgeber verpflichtend, um Mitarbeiter vor Stromunfällen und Bränden zu schützen, die Betriebssicherheit zu gewährleisten und rechtliche Konsequenzen im Schadensfall (wie Bußgelder) zu vermeiden. Die Prüfung muss von einer befähigten Person durchgeführt und dokumentiert werden, wobei Fristen einzuhalten sind (z.B. ortsveränderliche Geräte mindestens alle 2 Jahre).
 

Wer ist der Träger der DGUV?

Die DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) ist der Spitzenverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften und der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand (Unfallkassen etc.), die gemeinsam den Auftrag haben, Arbeitsunfälle, Wegeunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu verhüten und bei Eintritt eines Schadens zu entschädigen. Die eigentlichen "Träger" sind also die verschiedenen Berufsgenossenschaften (BG) (z.B. BG Bau, BG Handel und Warenlogistik) für die gewerbliche Wirtschaft und die Unfallkassen (UK) für den öffentlichen Dienst, Schulen, Kitas sowie die Feuerwehr-Unfallkassen und die Unfallversicherung Bund und Bahn. Sie sind regional über Landesverbände organisiert und zuständig für Prävention und Rehabilitation. 

Was gehört zur DGUV?

  • Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie.
  • Berufsgenossenschaft Holz und Metall.
  • Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse.
  • Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe.
  • Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft.
  • Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik.

Welche 2 Arten von Unfallversicherungen gibt es?

Es gibt zwei Hauptarten der Unfallversicherung: die gesetzliche Unfallversicherung und die private Unfallversicherung.

Sind BG Mitarbeiter Beamte?

Nein, die meisten Mitarbeiter von Berufsgenossenschaften (BG) sind keine Beamten, sondern haben ein öffentlich-rechtliches Arbeitsverhältnis (Dienstordnungsangestellte) oder normale Arbeitsverträge (Angestellte nach Tarifvertrag), aber es gibt Ausnahmen: Bestimmte Positionen, wie z.B. Aufsichtspersonen in höheren Laufbahnen, werden zunehmend als Beamte eingestellt, da die BG-Träger seit einiger Zeit die Möglichkeit haben, Beamte zu ernennen. 

Was sind die DGUV-Vorschriften?

DGUV-Vorschriften (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) sind rechtsverbindliche Regelwerke der Unfallversicherungsträger, die Schutzziele für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz festlegen und Arbeitgebern bei der Umsetzung von Arbeitsschutzpflichten helfen, um Unfälle und Berufskrankheiten zu verhindern, indem sie klare Regeln für Präventionsmaßnahmen bieten. Sie werden von Berufsgenossenschaften und Unfallkassen erlassen und sind für Unternehmen und Versicherte verbindlich. 

Was passiert, wenn man keine DGUV Prüfung macht?

Wer keine Gefährdungsbeurteilung erstellt und die Arbeitssicherheit nicht durch die Prüfung nach DGUV Vorschrift 3 garantiert macht sich laut § 26 Nummer 2 Arbeitsschutzgesetz strafbar. Versicherungen haben so das Recht, im Schadensfall nicht zu zahlen. Aber ohne Versicherungsschutz können Unternehmen nicht arbeiten.

Für wen gilt die DGUV-Vorschrift 23?

DGUV Vorschrift 23, bisher GUV-V C7

1 des BUK-Neuordnungsgesetzes vom 19. Oktober 2013 sowie zur Konkretisierung und Ergänzung des staatlichen Arbeitsschutzrechtes ist diese Unfallverhütungsvorschrift für Beamte entsprechend anzuwenden.

Wie viel kostet eine DGUV V3 Prüfung?

Die Kosten für eine DGUV V3 Prüfung variieren stark je nach Art des Geräts und der Menge, liegen aber oft pro Gerät zwischen 3 € und 25 € (bei größeren Mengen) für ortsveränderliche Geräte und können für ortsfeste Anlagen mehrere hundert Euro pro Installation betragen, inklusive Anfahrt und Dokumentation, wobei spezifische Angebote eingeholt werden sollten. 

Wer darf Schaltschränke prüfen?

Die DGUV Vorschrift 3 Prüfung darf nur von einer den Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS 1203) befähigten Elektrofachkraft durchgeführt werden. Außerdem sind für die Prüfung geeignete Mess- und Prüfgeräte verpflichtend zu verwenden.

Wie lange ist DGUV gültig?

4 Jahre – sofern keine außergewöhnlichen Umstände auf die Apparate einwirken. 1 Jahr – falls eine Betriebsstätte der besonderen Art vorliegt (Ansprüche geregelt in DIN VDE 0100, Gruppe 700) 1 bis 6 Monate – bei Spezialfällen, die gewisse Sicherheitseinrichtungen voraussetzen (wie etwa Fehlerstromschutzschalter)

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