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Wie viele Bergsteiger sterben pro Jahr weltweit?

Gefragt von: Herr Prof. Ingolf Jacobs  |  Letzte Aktualisierung: 11. Januar 2026
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Es gibt keine exakte globale Zahl, aber Schätzungen gehen von durchschnittlich Hunderten bis über Tausend Todesfällen pro Jahr weltweit aus, wobei die Mehrheit bei einfachen Wanderungen und Touren in den Alpen geschieht (rund 100-120 allein in Europa/DAV-Gebiet), während auf den extremen Achttausendern wie dem Mount Everest die Zahlen zwar geringer sind (durchschnittlich 4-6), aber durch die hohen Anmeldezahlen und Gefahren eine hohe Rate aufweisen. Die genauen Zahlen variieren stark je nach Region, Jahreszeit und Schwierigkeitsgrad der Aktivität.

Auf welchem Berg sind die meisten Menschen gestorben?

Der Mont Blanc hat in absoluten Zahlen die meisten Todesopfer (geschätzt 6.000–8.000), gefolgt vom Mount Everest mit über 300 Toten, obwohl der K2 eine höhere Todesrate pro Besteigung aufweist. Während der Everest wegen seiner Höhe und Popularität viele Opfer fordert, sind am Mont Blanc oft erfahrenere und weniger qualifizierte Bergsteiger involviert, zudem spielen Lawinen und Steinschlag eine große Rolle.
 

Wie viel Prozent sterben am Mount Everest?

Die Todesrate am Mount Everest ist heute deutlich gesunken und liegt bei etwa 1,3 bis 3 %, während sie früher (ca. 1900-1990) über 30 % betrug, dank besserer Ausrüstung und Routenplanung; insgesamt sind jedoch über 300 Menschen gestorben, wobei die Zahl der Todesfälle im Vergleich zu anderen Achttausendern wie dem K2 oder Nanga Parbat geringer ist, aber aufgrund der Popularität des Berges tragisch erscheint, da die meisten Leichen dort verbleiben.
 

Warum sterben so viele Bergsteiger?

In dieser Saison sieht der Everest-Experte Arnette vor allem vier Gründe für die Todesfälle: Zu viele Menschen; zu wenig Zeitfenster, um den Gipfel zu erreichen; zu viele unerfahrene Bergsteiger sowie unzureichende Unterstützung und schlechte Ausrüstung.

Wie viele Todesfälle gibt es jährlich am Mont Blanc?

Damit ist er auch der tödlichste Berg der Welt, der jährlich rund 100 Menschenleben fordert. An den verkehrsreichsten Wochenenden der Sommersaison führen die örtlichen Rettungsdienste etwa zwölf Rettungseinsätze durch. Und nicht jeder davon endet glimpflich – jedes Jahr gibt es tödliche Kletterunfälle am Mont Blanc.

Über Leichen gehen für den Gipfel: Bergsteiger lassen Sherpa auf K2 sterben

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Wie viele Bergsteiger sterben jährlich in den Alpen?

Pro Jahr sterben in den Alpen eine dreistellige Zahl von Bergsteigern und Wanderern, wobei die genaue Zahl je nach Land (Österreich, Schweiz, Italien, Deutschland, Frankreich) und Jahr schwankt; in Österreich gab es 2024 rund 309 Tote, hauptsächlich beim Wandern und Bergsteigen, aber auch durch Suizide und Forstunfälle, während der bayerische Alpenraum meist 50 bis 80 Fälle pro Jahr verzeichnet. Die Mehrheit der Todesfälle ereignet sich im Sommer beim Wandern, aber Suizide sind eine häufige Todesursache, und die Zahlen sind bei älteren, erfahrenen Berggängern sowie bei jüngeren, weniger Erfahrenen zu finden.
 

Welche Bergsteiger wurden im Mont-Blanc-Massiv vermisst?

Seit vergangenem Freitag (18. Juli 2025) galten eine 25 Jahre alte Frau und ein 60 Jahre alter Mann am Montblanc als vermisst. Nach tagelanger Suche wurden beide Personen tot aufgefunden.

Wie viele Leichen liegen am Mount Everest?

Schätzungen zufolge liegen noch über 200 Leichen von Bergsteigern am Mount Everest, wobei einige Quellen sogar von bis zu 300 Todesfällen insgesamt sprechen, wobei der Großteil nicht geborgen werden konnte, weil der Abtransport zu gefährlich und teuer ist, besonders in der "Todeszone". Das Schmelzen von Eis und Schnee legt die Körper immer wieder frei, und manche dienen sogar als makabre Wegweiser. 

Wie viele Todesopfer hat Zugspitze?

Unter dramatischen Umständen kamen zwei Menschen ums Leben, sechs weitere wurden verletzt. Helfer der Bergwacht stützen einen völlig erschöpften Aktiven.

Welcher Sport hat die meisten Todesfälle?

Die meisten tödlichen Sportunfälle passieren im Bergsport (inkl. Schnee- und Wassersport), da dort viele Menschen aktiv sind und die Risiken hoch, aber in absoluten Zahlen führt häufig der Fußball die Statistik der meisten Unfälle und Verletzungen an, gefolgt von anderen Ballsportarten, weil sie so populär sind, aber auch Extremsportarten wie Wingsuit-Fliegen haben extrem hohe Risiken pro Teilnehmer. 

Was passiert mit Leichen am Mount Everest?

Eine Leiche am Berg bleibt oft liegen, da die Bergung extrem gefährlich, teuer und logistisch schwierig ist, besonders in der „Todeszone“ (über 8000 m), wo extreme Kälte und dünne Luft den Abbau des Körpers stoppen und die Toten konservieren; manche werden zu makabren Wegmarkierungen, aber es gibt auch Aufräumaktionen, um sie ins Tal zu bringen. 

Wie pinkeln Bergsteiger am Mount Everest?

Wie gehen Bergsteiger auf dem Mount Everest auf Toilette? Im Basislager des Mount Everests ist das erst mal meistens noch kein Problem, da es dort spezielle Toiletten gibt. Diese sammeln die Exkremente in Fässern, die dann abtransportiert werden können.

Wie viel kostet ein Aufstieg zum Mount Everest?

Der Aufstieg zum Mount Everest kostet insgesamt zwischen 30.000 und über 100.000 Euro, wobei die staatliche Genehmigungsgebühr (Permit) für Nepal ab September 2025 rund 14.400 Euro (15.000 USD) pro Person beträgt, zuzüglich Logistik, Sherpa-Unterstützung, Ausrüstung, Versicherungen und Transport. Günstigere Optionen starten bei ca. 45.000 Euro, während Luxus-Expeditionen 200.000 Euro oder mehr erreichen können.
 

Welchen Berg hat noch niemand bestiegen?

Der höchste Berg, der noch nie bestiegen wurde, ist der Gangkhar Puensum (7.570 m) in Bhutan, da Besteigungen dort verboten sind. Andere unbestiegene Berge sind der heilige Kailash (Tibet) und der technisch anspruchsvolle Muchu Chhish, obwohl dieser kürzlich möglicherweise bezwungen wurde, was aber noch unbestätigt ist.
 

Ist das Matterhorn der tödlichste Berg?

Offiziell: Matterhorn (4.478 m)

Betrachtet man alle offiziellen Statistiken weltweit, dann ist das Matterhorn der Berg mit den meisten Todesfällen. Knapp 600 Alpinisten haben seit der Erstbesteigung 1865 auf der formschönen Felspyramide ihr Leben gelassen. Ein Grund ist mit Sicherheit die Schwierigkeit des Berges.

Wie viele Tote gab es bisher auf dem Mount Everest?

Auf dem Mount Everest liegen schätzungsweise rund 200 bis 300 Leichen von Bergsteigern, da ein Abtransport aus der sogenannten Todeszone oft zu gefährlich oder kostspielig ist; viele dieser eingefrorenen Körper dienen als makabre Wegweiser und Markierungen für andere Alpinisten. Insgesamt sind über 330 Menschen am Everest ums Leben gekommen, aber nur ein Teil der Toten konnte geborgen werden.
 

Ist ein deutscher Bergsteiger an der Zugspitze abgestürzt?

Ein 19-jähriger Alpinist aus Deutschland ist auf einem Klettersteig an der Zugspitze in Tirol tödlich verunglückt. Der junge Mann aus dem Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg wurde nach Angaben der Polizei von einem Schneebrett erfasst und über steiles, felsiges Gelände mitgerissen.

War die Wangener Ärztin vermisst?

Garmisch-Partenkirchen (Bayern) – Sieben Monate lang blieb ihr Schicksal ein Rätsel, jetzt die traurige Gewissheit: Eine vermisste Zahnärztin aus Wangen im Allgäu ist tot. Ihr letzter Weg führte sie auf Deutschlands höchsten Berg – und endete im Abgrund.

Was ist die häufigste Todesursache am Mount Everest?

Vielmehr starben die Bergsteiger meist an Erschöpfung. Viele der tödlich Verunglückten seien verwirrt gewesen, hätten die körperliche Koordination oder das Bewusstsein verloren, was die Forscher als Hinweise auf eine höhenbedingte Schwellung des Gehirns (Hirnödem) werten.

Wie lange dauert der Aufstieg zum Mount Everest?

Der Aufstieg zum Mount Everest dauert typischerweise 6 bis 9 Wochen (etwa 60 Tage) für eine komplette Expedition, da die Akklimatisierung an die extreme Höhe über mehrere Wochen im Basislager und in höheren Lagern essenziell ist, bevor der Gipfelversuch startet; der eigentliche Gipfelanstieg vom Hochlager 4 dauert dann nur wenige Stunden, der Abstieg folgt kurz danach, aber die Gesamtzeit für Anreise, Trekking und Wartezeit auf gutes Wetter ist lang. 

Wie viele Deutsche waren auf dem Everest?

Bis vor kurzem standen rund 81 deutsche Bergsteiger (72 Männer, 9 Frauen) auf dem Mount Everest-Gipfel, wobei die Zahlen durch laufende Expeditionen steigen, mit Meilensteinen wie Reinhard Karl als erstem Deutschen 1978 und Anja Blacha als erster deutscher Frau ohne Sauerstoff im Jahr 2025. alpin.de berichtet von 81 Deutschen, während Abenteuer Berg den ersten deutschen Gipfel von Reinhard Karl 1978 hervorhebt.
 

Welcher Berg darf nicht bestiegen werden?

Der Kailash in Tibet, der als „heiligster Berg der Welt“ gilt, ist, so weit man weiß, nie bestiegen worden. Das „große Schneejuwel“ gilt Hindus, Buddhisten, Jainisten und den Anhängern des Bön als Heiligtum. Auf einem 52 Kilometer langen Pilgerweg, dessen höchster Punkt auf 5700m liegt, umrunden Gläubige den Berg.

Was ist der Todeskorridor am Mont Blanc?

Der "Todeskorridor" am Mont Blanc ist das Couloir du Goûter, eine steile, exponierte Rinne auf der meistbegangenen Route zum Gipfel, bekannt für häufigen Steinschlag und Eisschlag, der Bergsteiger durch die Notwendigkeit, ihn zu überqueren, in extreme Gefahr bringt und zu zahlreichen tödlichen Unfällen geführt hat. Er befindet sich auf ca. 3.340 Metern Höhe zwischen der Tête Rousse Hütte und der Goûter Hütte, wobei die Überquerung wegen herabfallender Felsen und Eiskaskaden extrem gefährlich ist, weshalb oft von \"Russisch Roulette\" die Rede ist.
 

Wer ist der berühmteste Bergsteiger der Welt?

Edmund Hillary (* 1919; † 2008) und Tenzing Norgay (* 1914; † 1986) Abschließen soll die Reihe mit dem vielleicht berühmtesten Bergsteiger-Duo überhaupt, das am 29. Mai 1953 zusammen erstmals auf dem höchsten Gipfel dieser Erde stand – Edmund Hillary und Tenzing Norgay Sherpa.

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