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Wie viele Babys werden jährlich abgetrieben?

Gefragt von: Frau Prof. Dietlinde Seidel B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 14. Juni 2026
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Jährlich werden in Deutschland etwa 106.000 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet, wobei die Zahlen in den letzten Jahren leicht gestiegen sind (2023/2024), nach einem Rückgang in den Jahren davor; weltweit schätzt die WHO, dass etwa 73 Millionen Abtreibungen pro Jahr stattfinden, wobei fast die Hälfte der Schwangerschaften ungewollt sind. Die Mehrheit der Abbrüche in Deutschland wird nach der Beratung (§ 218a StGB) durchgeführt, meist bei Frauen zwischen 30 und 35 Jahren.

Wie viele Babys werden jedes Jahr abgetrieben?

In Deutschland wurden im Jahr 2022 knapp 104.000 Schwangerschaftsabbrüche registriert. Da seit den 2000er-Jahren die Zahl der Abtreibungen eher zurückgeht, ist der Anstieg im Jahr 2022 als auffällig zu betrachten. Demgegenüber gab es im selben Jahr rund 739.000 Lebendgeburten.

In welchem Alter gibt es die meisten Abtreibungen?

29 Prozent der Abbrüche bei Frauen über 35 Jahren

20 Prozent waren zwischen 35 und 39 Jahre alt, 9 Prozent 40 Jahre oder älter. Nur 3 Prozent der Frauen waren jünger als 18 Jahre.

Wie viele Frauen bereuen ihren Schwangerschaftsabbruch?

Die meisten Studien zeigen, dass die überwältigende Mehrheit der Frauen einen Schwangerschaftsabbruch nicht bereut; oft empfinden sie Erleichterung, wobei Langzeitstudien (wie die "Turnaway Study" aus den USA) zeigen, dass über 95 % der Frauen ihre Entscheidung als richtig bewerten, selbst Jahre später, während eine kleinere Gruppe (ca. 6 %) negative Emotionen erlebt und eine bessere Unterstützung wünscht. 

Wie oft werden Abtreibungen gemacht?

Laut Statistischem Bundesamt wurden im Jahr 2022 in Deutschland rund 104.000 Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen, fast 10.000 mehr als im Jahr zuvor. Dabei sind die Zahlen weniger eindeutig, als sie auf den ersten Blick scheinen. Über die Ursachen kann man nur mutmaßen, denn sie werden nicht statistisch erfasst.

Dilation and curettage (D&C) – Abortion methods

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Welche Frauen treiben am meisten ab?

Schwangerschaftsabbrüche je 10.000 Frauen nach Altersgruppen in Deutschland (1996-2023) Am häufigsten werden Schwangerschaftsabbrüche bei 25- bis 29-jährigen Frauen vorgenommen, gefolgt von den 30- bis 34-jährigen Frauen.

Wie oft kann eine Frau einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen?

Medizinisch gesehen gibt es keine maximale Anzahl an Schwangerschaftsabbrüchen, die eine Frau vornehmen lassen kann ; die Entscheidung liegt bei der Patientin und ihrem Arzt. Für die meisten Frauen besteht kaum oder gar kein Risiko für Komplikationen in zukünftigen Schwangerschaften, insbesondere nach unkomplizierten Abbrüchen.

Was ist der häufigste Grund für Abtreibungen?

100 % der Frauen, die in einem Schwangerschaftskonflikt aufgrund von Einflussnahme durch Familie, Arbeitgeber oder andere Personen standen, 74 % der Frauen in finanzieller Not und 73 % der Frauen mit Problemen in der Partnerschaft, also alles äußere Faktoren, aufgrund derer eine Frau über eine Abtreibung nachdachte, ...

Kommt man jemals über eine Abtreibung hinweg?

Manche Frauen wissen intellektuell, dass ein Schwangerschaftsabbruch die richtige Entscheidung war und bereuen ihn nicht, empfinden aber gleichzeitig Trauer über das Ende der Schwangerschaft. Mit der Zeit und im Gespräch mit anderen kann sich dies jedoch legen .

Wie viele Beziehungen scheitern nach einer Abtreibung?

Statistiken zeigen, dass Partnerschaften nach einem Schwangerschaftsabbruch oft unter Druck geraten, wobei neuere Daten darauf hindeuten, dass Frauen, die abtreiben, häufig bereits in instabileren Beziehungen sind und eine höhere Trennungsrate haben als Frauen, die das Kind austragen – manche Studien sprechen von bis zu vier von fünf Partnerschaften, die scheitern, was jedoch stark von der Beziehungsqualität vor dem Abbruch abhängig ist. Während einige Paare durch die Erfahrung enger zusammenwachsen, erleben andere Distanz, insbesondere wenn die Gefühle unterschiedlich verarbeitet werden, was die Entscheidung komplex macht und die bestehende Beziehung belastet. 

In welcher Woche treiben die meisten Frauen ab?

Die meisten Fehlgeburten ereignen sich in den ersten 12 Schwangerschaftswochen, insbesondere in den Wochen 7 bis 10, da dies eine kritische Phase der Organentwicklung ist und chromosomale Anomalien häufiger auftreten. Danach sinkt das Risiko mit jeder Woche erheblich; nach der 10. Woche liegt es nur noch bei etwa 0,5 %. 

Wann ist die Spättabtreibung?

Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.
 

Wie hoch ist das Durchschnittsalter eines abgetriebenen Fötus?

Laut den Abtreibungsüberwachungsdaten der CDC für das Jahr 2021 fanden vor der Dobbs-Entscheidung die meisten Abtreibungen (96 %) in der 15. Schwangerschaftswoche oder früher statt, 3 % in der 16. bis 20. Schwangerschaftswoche und nur 1 % der Abtreibungen wurden in der 21. Schwangerschaftswoche oder später durchgeführt (Abbildung 3).

Ist es schwer abzutreiben in Deutschland?

Schwangerschaftsabbrüche sind etwas Alltägliches. Im Jahr 2022 wurden in Deutschland rund 104.000 Abbrüche gemeldet, also etwa 285 pro Tag (Destatis 2023). Wer ungewollt schwanger wird und einen Schwangerschaftsabbruch in Erwägung zieht, merkt jedoch schnell, dass diese Entscheidung bewusst schwer gemacht wird.

Wie viele Babys wurden seit Roe v. Wade abgetrieben?

Seit dem Urteil im Fall Roe v. Wade im Jahr 1973 wurden in den USA mehr als 63 Millionen Abtreibungen durchgeführt.

Wie viele behinderte Kinder werden abgetrieben?

Etwa neun von zehn Schwangeren lassen in Deutschland bei einer Trisomie 21 einen Abbruch vornehmen - so schätzen es zumindest Experten, belastbare Zahlen gibt es nicht. Statistisch gesehen kommt bei etwa 600 bis 700 Geburten ein Baby mit Downsyndrom zur Welt.

Wie wirkt sich eine Abtreibung auf die Psyche aus?

Psychische Folgen einer Abtreibung sind sehr individuell: Viele Frauen empfinden Erleichterung, andere Trauer oder gemischte Gefühle; häufige Reaktionen sind kurzfristige Verstimmungen oder Schlafstörungen. Langfristige Probleme wie Depressionen, Angststörungen, Schuldgefühle oder Suchtverhalten können auftreten, insbesondere wenn die Entscheidung unter Druck, bei moralischer Ablehnung oder bei Vorbelastungen getroffen wurde. Studien zeigen ein erhöhtes Risiko für psychische Probleme bei Frauen nach einem Abbruch, aber die Betreuung spielt eine große Rolle.
 

Hat Abtreibung Auswirkungen auf Männer?

Zu den Reaktionen von Männern auf den Schwangerschaftsabbruch ihrer Partnerin gehören Trauer, Schuldgefühle, Depressionen, Angstzustände, Gefühle unterdrückter Emotionen, Hilflosigkeit/Stimmlosigkeit/Machtlosigkeit, posttraumatischer Stress, Wut und Beziehungsprobleme (Coyle, 2007).

Werde ich mir jemals verzeihen, dass ich abgetrieben habe?

Selbstvergebung gelingt durch eine veränderte Sichtweise auf sich selbst und den Umgang mit sich selbst . Versuchen Sie, einige der Tipps zur Bewältigung der Zeit nach einem Schwangerschaftsabbruch zu beherzigen. Überlegen Sie sich gesunde und konstruktive Wege, Ihre intensiven Gefühle zu verarbeiten, zum Beispiel durch künstlerisches Schaffen, das Schreiben eines Gedichts oder einer Geschichte oder durch ehrenamtliche Tätigkeiten.

Wie viel Prozent der Schwangere treiben ab?

Etwa 10 bis 20 Prozent der bekannten Schwangerschaften enden mit einer Fehlgeburt, meist im ersten Drittel (bis zur 12. SSW), wobei die tatsächliche Zahl durch viele unbemerkte frühe Aborte noch höher liegt. Das Risiko sinkt mit jeder Woche, nach der 12. SSW auf unter 1 %, aber das Alter der Mutter ist ein wichtiger Faktor: Mit steigendem Alter (z. B. ab 35) steigt auch das Risiko.
 

Wie läuft die Reinigung nach einem Schwangerschaftsabbruch ab?

Eine Ausschabung (Dilatation und Kürettage, D&C) ist ein Eingriff zur Entfernung von Gewebe aus der Gebärmutter. Medizinisches Fachpersonal führt eine Ausschabung durch, um bestimmte Erkrankungen der Gebärmutter – wie beispielsweise starke Blutungen – zu diagnostizieren und zu behandeln oder um die Gebärmutterschleimhaut nach einer Fehlgeburt oder einem Schwangerschaftsabbruch zu entfernen.

Welches Land hat die meisten Abtreibungen?

Von den jeweils 1.000 befragten Frauen pro Land wurden die meisten Abtreibungen in Schweden durch-geführt. Rund jede fünfte Schwangerschaft wird hier abgebrochen. In Großbritannien und Frankreich gibt es ebenfalls mit 18 bzw. 17 Prozent eine hohe Rate an Schwangerschaftsab- brüchen.

Ist es normal, nach einer Abtreibung ein Baby zu wollen?

Tatsächlich zeigen Untersuchungen der National Abortion Federation, dass 66 % der Frauen, die eine Abtreibung vornehmen lassen, später Kinder haben möchten . Für alle, die sich fragen, ob eine Abtreibung zu zukünftiger Unfruchtbarkeit führen kann: Jahrzehntelange Forschung belegt, dass eine Abtreibung die Wahrscheinlichkeit einer späteren Schwangerschaft nicht verringert.

Wo ist Abtreibung am längsten erlaubt?

Die Länder Chile, die Dominikanische Republik, El Salvador, Nicaragua, Malta und der Heilige Stuhl verbieten einen Schwangerschaftsabbruch unter allen Umständen.

Wie oft übernimmt eine Krankenkasse eine Abtreibung?

Eine Krankenkasse übernimmt die Kosten für einen Schwangerschaftsabbruch nur unter bestimmten Bedingungen: Entweder bei medizinischer oder kriminologischer Indikation (z.B. Vergewaltigung), dann werden die Kosten komplett übernommen. Bei einem Abbruch auf eigenen Wunsch (Beratungsregelung) müssen die Kosten in der Regel selbst getragen werden, es sei denn, Sie sind einkommensschwach und beantragen eine Übernahme durch das Bundesland. Vor- und Nachsorge werden immer von der Kasse bezahlt.