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Wie viele Ärzte führen Schwangerschaftsabbrüche durch?

Gefragt von: Wolfram Arndt-Hecht  |  Letzte Aktualisierung: 13. Februar 2026
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Es gibt keine exakte aktuelle Zahl, aber Schätzungen zufalten sind es deutlich weniger als die 1.200 Ärzte, die es 2018 gab, und die Tendenz ist weiter fallend, wobei regionale Unterschiede enorm sind, da viele Kliniken (oft aus katholischer Trägerschaft) und Ärzte aufgrund von Anfeindungen oder ethischen Gründen keine Abbrüche durchführen. Die Versorgungslage verschlechtert sich, Frauen müssen oft weite Strecken zurücklegen, da sich die Zahl der Durchführenden seit 2003 (damals noch 2.000) stark reduziert hat.

Wie viele Abtreibungen aus medizinischen Gründen?

Nur vier Prozent der Abbrüche haben medizinische Gründe oder wurden aufgrund von Sexualdelikten durchgeführt.

Wie viele Frauen bereuen ihren Schwangerschaftsabbruch?

Die meisten Studien zeigen, dass die überwältigende Mehrheit der Frauen einen Schwangerschaftsabbruch nicht bereut; oft empfinden sie Erleichterung, wobei Langzeitstudien (wie die "Turnaway Study" aus den USA) zeigen, dass über 95 % der Frauen ihre Entscheidung als richtig bewerten, selbst Jahre später, während eine kleinere Gruppe (ca. 6 %) negative Emotionen erlebt und eine bessere Unterstützung wünscht. 

Wie oft kommt es zu Schwangerschaftsabbrüchen?

Etwa 10-20 % der bestätigten Schwangerschaften enden in einer Fehlgeburt, wobei die meisten in den ersten 12 Wochen passieren, oft sogar unbemerkt, was die tatsächliche Zahl noch höher macht (manche Schätzungen sprechen von bis zu jeder dritten Schwangerschaft, die so endet). Das Risiko sinkt nach dem ersten Trimester deutlich. Fehlgeburten sind häufig, aber trotzdem emotional belastend. 

Wie viele Schwangerschaftsabbrüche werden in Deutschland durchgeführt?

3. April 2025 Schwangerschaftsabbrüche im Jahr 2024 kaum verändert gegenüber Vorjahr. Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 106 000 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hat sich die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche damit gegenüber dem Vorjahr mit +0,2 % kaum verändert.

Schwangerschaftsabbruch: Was Ärzte nicht sagen dürfen | Quarks Exklusiv

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Wie viel Prozent der Schwangerschaft werden abgebrochen?

Etwa 10 bis 20 Prozent der bekannten Schwangerschaften enden mit einer Fehlgeburt, meist im ersten Drittel (bis zur 12. SSW), wobei die tatsächliche Zahl durch viele unbemerkte frühe Aborte noch höher liegt. Das Risiko sinkt mit jeder Woche, nach der 12. SSW auf unter 1 %, aber das Alter der Mutter ist ein wichtiger Faktor: Mit steigendem Alter (z. B. ab 35) steigt auch das Risiko.
 

In welcher Woche gibt es die meisten Schwangerschaftsabbrüche?

Die meisten Abbrüche (79 %) erfolgten innerhalb der ersten 8 Schwangerschaftswochen, nur 3 % wurden nach der 12. Schwangerschaftswoche oder später vorgenommen.

In welcher Woche ist Abgang am häufigsten?

Die meisten Fehlgeburten ereignen sich in den ersten 12 Schwangerschaftswochen, insbesondere in den Wochen 7 bis 10, da dies eine kritische Phase der Organentwicklung ist und chromosomale Anomalien häufiger auftreten. Danach sinkt das Risiko mit jeder Woche erheblich; nach der 10. Woche liegt es nur noch bei etwa 0,5 %. 

Wie oft kann eine Frau einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen?

Medizinisch gesehen gibt es keine maximale Anzahl an Schwangerschaftsabbrüchen, die eine Frau vornehmen lassen kann ; die Entscheidung liegt bei der Patientin und ihrem Arzt. Für die meisten Frauen besteht kaum oder gar kein Risiko für Komplikationen in zukünftigen Schwangerschaften, insbesondere nach unkomplizierten Abbrüchen.

In welchem Alter finden die meisten Schwangerschaftsabbrüche statt?

Am häufigsten werden Schwangerschaftsabbrüche bei 25- bis 29-jährigen Frauen vorgenommen, gefolgt von den 30- bis 34-jährigen Frauen. Im Alter ab 35 Jahre werden Schwangerschaften seltener abgebrochen, dies ist auch bei den jungen Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren der Fall.

Kommt man jemals über eine Abtreibung hinweg?

Manche Frauen wissen intellektuell, dass ein Schwangerschaftsabbruch die richtige Entscheidung war und bereuen ihn nicht, empfinden aber gleichzeitig Trauer über das Ende der Schwangerschaft. Mit der Zeit und im Gespräch mit anderen kann sich dies jedoch legen .

Was ist der häufigste Grund für Abtreibungen?

100 % der Frauen, die in einem Schwangerschaftskonflikt aufgrund von Einflussnahme durch Familie, Arbeitgeber oder andere Personen standen, 74 % der Frauen in finanzieller Not und 73 % der Frauen mit Problemen in der Partnerschaft, also alles äußere Faktoren, aufgrund derer eine Frau über eine Abtreibung nachdachte, ...

Wie viele Beziehungen scheitern nach einer Abtreibung?

Statistiken zeigen, dass Partnerschaften nach einem Schwangerschaftsabbruch oft unter Druck geraten, wobei neuere Daten darauf hindeuten, dass Frauen, die abtreiben, häufig bereits in instabileren Beziehungen sind und eine höhere Trennungsrate haben als Frauen, die das Kind austragen – manche Studien sprechen von bis zu vier von fünf Partnerschaften, die scheitern, was jedoch stark von der Beziehungsqualität vor dem Abbruch abhängig ist. Während einige Paare durch die Erfahrung enger zusammenwachsen, erleben andere Distanz, insbesondere wenn die Gefühle unterschiedlich verarbeitet werden, was die Entscheidung komplex macht und die bestehende Beziehung belastet. 

Wer treibt am häufigsten ab?

Über 58 Prozent der Schwangerschaftsabbrüche wurden dabei bei ledigen Frauen durchgeführt, etwa 38 Prozent dagegen bei verheirateten Frauen. Deutschland liegt im europäischen Vergleich mit 5,4 Abtreibungen je 1.000 Frauen relativ weit hinten.

Wie schwer ist es in Deutschland abzutreiben?

Schwangerschaftsabbrüche sind etwas Alltägliches. Im Jahr 2022 wurden in Deutschland rund 104.000 Abbrüche gemeldet, also etwa 285 pro Tag (Destatis 2023). Wer ungewollt schwanger wird und einen Schwangerschaftsabbruch in Erwägung zieht, merkt jedoch schnell, dass diese Entscheidung bewusst schwer gemacht wird.

Wie viele Ärzte machen eine Abtreibung?

Fakt ist aber: die Anzahl der Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, sinkt stetig. Immer mehr Frauen entscheiden sich jedoch für eine Abtreibung. ▶︎ 2039 Ärzte führten 2003 Abtreibungen durch. ▶︎ Nur 1092 Ärzte leiteten 2021 einen Schwangerschaftsabbruch ein.

Ist es normal, nach einer Abtreibung ein Baby zu wollen?

Tatsächlich zeigen Untersuchungen der National Abortion Federation, dass 66 % der Frauen, die eine Abtreibung vornehmen lassen, später Kinder haben möchten . Für alle, die sich fragen, ob eine Abtreibung zu zukünftiger Unfruchtbarkeit führen kann: Jahrzehntelange Forschung belegt, dass eine Abtreibung die Wahrscheinlichkeit einer späteren Schwangerschaft nicht verringert.

Wie lange dauert eine Abtreibung insgesamt?

Ein Schwangerschaftsabbruch dauert je nach Methode unterschiedlich lange: Der operative Abbruch (Absaugung) ist ein kurzer Eingriff von wenigen Minuten, meist unter Narkose, mit 3-4 Stunden Klinikaufenthalt. Der medikamentöse Abbruch erstreckt sich über mehrere Tage (ca. 1-2 Tage für den eigentlichen Prozess), beginnt mit der Einnahme von zwei Medikamenten und löst dann starke Blutungen und Krämpfe aus, bis die Schwangerschaft ausgestoßen wird.
 

Wo ist Abtreibung am längsten erlaubt?

Die Länder Chile, die Dominikanische Republik, El Salvador, Nicaragua, Malta und der Heilige Stuhl verbieten einen Schwangerschaftsabbruch unter allen Umständen.

Welche Woche ist die kritischste in der Schwangerschaft?

Die kritischste Phase der Schwangerschaft sind die ersten 12 Wochen (das erste Trimester), da hier die Organe des Embryos angelegt werden und das Risiko für Fehlgeburten am höchsten ist; nach der 10. bis 12. Woche sinkt dieses Risiko deutlich, und die meisten Fehlgeburten passieren zwischen der 5. und 7. Woche. 

In welcher SSW ist die höchste Abortrate?

Die meisten Fehlgeburten ereignen sich in den ersten 12 Schwangerschaftswochen, insbesondere in den Wochen 7 bis 10, da dies eine kritische Phase der Organentwicklung ist und chromosomale Anomalien häufiger auftreten. Danach sinkt das Risiko mit jeder Woche erheblich; nach der 10. Woche liegt es nur noch bei etwa 0,5 %. 

Wie hoch ist das Fehlgeburtsrisiko ab einem Herzschlag?

Sobald der Herzschlag des Babys per Ultraschall sichtbar ist, sinkt das Fehlgeburtsrisiko deutlich: Oft fällt es auf unter 10 % (manche Quellen sagen bis zu 10 %), mit jeder weiteren Woche sinkt es weiter, z. B. in der 10. Woche auf ca. 0,5 % (nach anderen Angaben), und nach dem ersten Trimester (etwa 12.-15. Woche) ist das Risiko sehr gering, oft nur noch 1-3 %, abhängig vom mütterlichen Alter. 

Wie viele Frauen bereuen einen Schwangerschaftsabbruch?

Die meisten Studien zeigen, dass die überwältigende Mehrheit der Frauen einen Schwangerschaftsabbruch nicht bereut; oft empfinden sie Erleichterung, wobei Langzeitstudien (wie die "Turnaway Study" aus den USA) zeigen, dass über 95 % der Frauen ihre Entscheidung als richtig bewerten, selbst Jahre später, während eine kleinere Gruppe (ca. 6 %) negative Emotionen erlebt und eine bessere Unterstützung wünscht. 

Wie lange ist man krank nach einer Abtreibung?

Nach einem Schwangerschaftsabbruch hängt die Krankschreibung stark von der Methode (medikamentös vs. operativ), den individuellen körperlichen und seelischen Folgen und der Art der Arbeit ab; oft reichen wenige Tage bis eine Woche Pause, aber bei körperlich anstrengenden Jobs oder starken Beschwerden können auch 10-14 Tage ratsam sein, wobei der Arzt die genaue Dauer festlegt. Wichtig ist, auf den eigenen Körper zu hören und sich bei starken Schmerzen, Fieber oder starken Blutungen sofort an den Arzt zu wenden, da dies auf Komplikationen hindeuten kann. 

Ist Abtreibung moralisch vertretbar?

Die moralische Vertretbarkeit von Abtreibungen ist eine tief gespaltene Frage, die ethische Positionen, religiöse Überzeugungen, rechtliche Rahmenbedingungen und persönliche Autonomie gegeneinander abwägt, wobei Befürworter die Selbstbestimmung der Frau betonen und Gegner das Recht auf Leben des ungeborenen Kindes schützen wollen, wobei Gesetze (wie in Deutschland) oft versuchen, einen Kompromiss durch Beratungs- und Fristenregelungen zu finden. Es gibt keinen universellen Konsens, da der Wert des embryonalen Lebens gegen das körperliche, psychische und soziale Wohlbefinden der Frau abgewogen werden muss. 

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