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Wie viel Prozente gibt es bei einem Herzinfarkt?

Gefragt von: Achim Appel  |  Letzte Aktualisierung: 23. Februar 2026
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Prozente zum Herzinfarkt beziehen sich oft auf das Risiko (z.B. 1,6 % 10-Jahres-Risiko für Ersterkrankung in DE, Männer doppelt so hoch wie Frauen), die Sterblichkeit (ca. 30 % unbehandelt, 5-10 % sterben in 2 Jahren nach Entlassung), die Häufigkeit (ca. 300.000 pro Jahr in DE) und den Behinderungsgrad (GdB oft 40-80), wobei die Motivation zur Nachsorge bei nur ca. 15 % liegt und ein zweiter Infarkt im ersten Jahr 10 % betrifft. Das Risiko hängt stark von Alter, Geschlecht, Lebensstil und Vorerkrankungen ab.

Wie viel Prozente bei Stents?

"Wie viel Prozent" bei Stents bezieht sich oft auf das Risiko der Wiederverengung (Restenose), das bei modernen beschichteten Stents (DES) von 20-30 % auf unter 10 % sank, oder auf die Erfolgsraten/Komplikationen: Z.B. wird geschätzt, dass 40 % der Stents nach Infarkten gesetzt werden, aber manche Studien deuten an, dass bis zu 20 % unnötig sein könnten, während die Stent-Thrombose (Verschluss) unter 1 % liegt, aber schwerwiegende Folgen haben kann (Herzinfarkt, Tod).
 

Welcher Behinderungsgrad wird bei einem Herzinfarkt festgestellt?

Der Grad der Behinderung (GdB) nach einem Herzinfarkt hängt stark von der bleibenden Leistungsbeeinträchtigung ab, nicht nur vom Infarkt selbst; er kann von 20 bis 100 reichen, wobei 40-50 bei deutlicher Einschränkung und 80-100 bei schwerster Herzschwäche möglich sind, mit einem GdB von mindestens 50 als Schwerbehinderung. Spezifische Werte gibt es für Implantate (Herzschrittmacher ab 10, Defibrillator oft ab 50) und für die Heilungsbewährung, wobei nach Transplantation für 2 Jahre GdB 100 und danach mindestens 70 gelten kann.
 

Welche Krankheiten führen zu 50% Schwerbehinderung?

Ein GdB (Grad der Behinderung) von 50 wird oft bei chronischen Erkrankungen oder Verlustfunktionen vergeben, die die Teilhabe am Leben erheblich einschränken, wie schwer einstellbarer Diabetes, Schlafapnoe, massive Gesichtsveränderungen, schwere Migräne (mit wenigen Pausen), schwere Depressionen mit sozialen Anpassungsschwierigkeiten, oder bestimmte Krebsverläufe (Heilungsbewährung), aber auch bei Amputationen wie dem Verlust einer Hand. Der genaue GdB hängt immer von der individuellen Auswirkung auf den Alltag ab. 

Welche Krankheiten werden für einen Schwerbehindertenausweis anerkannt?

Schwerbehinderung (GdB 50+) kann durch eine Vielzahl von Krankheiten verursacht werden, die das Leben stark einschränken, darunter chronische Erkrankungen (z. B. Multiple Sklerose, Parkinson, Diabetes, schwere Depressionen, Krebs, Rheuma), neurologische Störungen (z. B. Epilepsie, Hirnschäden), psychische Leiden (z. B. Schizophrenie, PTBS) oder Sinnesbeeinträchtigungen (z. B. Seh- oder Hörverlust), wobei der Grad der Behinderung (GdB) je nach Schwere der Funktionsbeeinträchtigung in 10er-Schritten von 50 bis 100 festgelegt wird. Es sind nicht einzelne Diagnosen, sondern das Ausmaß der Einschränkungen entscheidend. 

Wie geht es weiter nach einem Herzinfarkt? – Dr. Heart erklärt

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Welche Krankheiten gibt Prozente?

Prozente (Grad der Behinderung, GdB) gibt es für nahezu alle chronischen Krankheiten, psychischen Störungen und körperlichen Einschränkungen, von Herz-Kreislauf-Leiden über Krebs, Diabetes, Autoimmunerkrankungen (z.B. Rheuma) bis hin zu neurologischen (z.B. Parkinson, Multiple Sklerose) und psychischen Erkrankungen (z.B. Depressionen, Zwangsstörungen) – entscheidend ist immer das Ausmaß der Einschränkung, nicht die Diagnose selbst, weshalb GdB-Werte von 10 bis 100 je nach Schweregrad vergeben werden können. 

Wie viel Prozent nach einem Herzinfarkt?

Statistisch gesehen sterben fünf bis zehn Prozent der Herzinfarkt-Patienten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus innerhalb der nächsten zwei Jahre am plötzlichen Herztod. Besonders gefährdet dafür sind Patienten über 75 Jahre. Für die Darstellung dieser Inhalte von Xymatic Player benötigen wir Ihre Einwilligung.

Was kann ich nach einem Herzinfarkt beantragen?

Ein Herzinfarkt trifft Menschen in der Regel völlig unerwartet und kann weitreichende Folgen haben. Selbst nach einer Erholungsphase und Rehabilitation können Einschränkungen der Selbstständigkeit zurückbleiben. Zeichnen sich diese dauerhaft ab, ist die Beantragung eines Pflegegrads sinnvoll.

Wie hoch ist der Grad der Behinderung bei einem Herzschrittmacher?

Ein Herzschrittmacher allein führt oft zu einem geringen Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 10, da die Beurteilung vom Ausmaß der tatsächlichen Leistungseinschränkung abhängt, nicht nur vom Gerät selbst. Ein Defibrillator (ICD) wird hingegen oft direkt mit einem GdB von mindestens 50 bewertet, was eine Schwerbehinderung darstellt. Der Gesamt-GdB richtet sich immer nach dem individuellen Fall und den Auswirkungen auf die Lebensführung, auch durch Kombination mit anderen Einschränkungen.
 

Ist man herzkrank, wenn man Stents hat?

Eine seltene, jedoch lebensbedrohliche Komplikation ist die Bildung einer Stent-Thrombose (Arterienverschluss innerhalb des Stents). Das Risiko liegt unter 1 Prozent, jedoch kommt es bei den Betroffenen in vier von fünf Fällen zum Herzinfarkt; etwa die Hälfte der Infarktpatienten und -patientinnen verstirbt.

Wie hoch ist der GdB nach einer Stentimplantation?

Nach einer Stentimplantation (Koronare Herzkrankheit) hängt der Grad der Behinderung (GdB) von den bleibenden Leistungsbeeinträchtigungen ab, wobei die Einstufung meist zwischen 10 und 40 liegt, mit einer möglichen Heilungsbewährung (GdB 100 für 6 Monate) direkt nach dem Eingriff; ein GdB von mindestens 50 (Schwerbehinderung) wird erst bei sehr schweren Herzproblemen erreicht, während Herzschrittmacher oder Defibrillatoren oft höhere Mindest-GdB (50-100) nach sich ziehen. Der GdB wird beim Versorgungsamt beantragt und richtet sich nach dem individuellen Ausmaß der Einschränkung, z.B. durch Belastbarkeit, EKG-Befunde und Herzinsuffizienz.
 

Welcher Wert steht für einen Herzinfarkt?

Der wichtigste Wert bei einem Herzinfarkt ist Troponin (speziell Troponin T oder I), da es bei Herzmuskelschädigung ansteigt – ein Wert unter 5 ng/l schließt einen Infarkt fast aus, während höhere Werte (z.B. > 14 ng/l) auf eine starke Schädigung hindeuten; auch andere Werte wie CK-MB (Kreatinkinase-MB) und CRP (C-reaktives Protein) können Hinweise geben, aber Troponin ist der spezifischste Marker. Bei einem akuten Infarkt werden zudem EKG-Veränderungen, Blutdruck (oft hoch) und weitere Marker wie LDH und GOT untersucht, um Ausmaß und Therapie zu bestimmen.
 

Ist ein Grad der Behinderung von 50% schwerbehindert?

Ein Grad der Behinderung (GdB) von 50 bedeutet, dass eine Person als schwerbehindert gilt und Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis hat, der viele Vergünstigungen ermöglicht, wie z.B. Zusatzurlaub (5 Tage), Steuervorteile (Pauschbetrag), besonderen Kündigungsschutz, frühere Rente (bei 35 Versicherungsjahren) und Ermäßigungen bei öffentlichen Verkehrsmitteln oder Kulturangeboten. Die Feststellung erfolgt auf Antrag beim Versorgungsamt und muss bei Rentenbeginn vorliegen, um die vorgezogene Altersrente zu nutzen. 

Ist man nach Herz-OP schwerbehindert?

Nach einer Herz-OP kann eine Schwerbehinderung (GdB > 50) anerkannt werden, wenn bleibende erhebliche Einschränkungen bestehen, aber der genaue Grad hängt vom Einzelfall (Art der OP, Heilungsverlauf, Leistungsbeeinträchtigung) ab; oft gibt es eine Heilungsbewährungszeit (z.B. 2 Jahre nach Transplantation), danach wird der GdB basierend auf bleibenden Schäden festgelegt (Herzklappenprothese: mind. 30 GdB). Der Antrag muss beim Versorgungsamt gestellt werden und die medizinischen Unterlagen müssen die anhaltenden Einschränkungen genau beschreiben.
 

Wie hoch ist der Grad der Behinderung bei einem Herzinfarkt?

Nach einem Herzinfarkt richtet sich der Grad der Behinderung (GdB) nach den bleibenden Einschränkungen der Herzleistung, wobei die Spanne von leichten Beeinträchtigungen (z. B. 20-40) bei Belastung bis zu schweren Einschränkungen (80-100) reichen kann, die ständige Pflege erfordern, und immer eine Einzelfallentscheidung ist. Ein GdB ab 50 gilt als Schwerbehinderung, berechtigt aber schon ab GdB 20/30 zu Nachteilsausgleichen wie Steuererleichterungen.
 

Wie lange dauert es bis zum 2. Herzinfarkt?

Auch Patienten, die im ersten Jahr nach Herzinfarkt ohne weiteres Ereignis überlebt haben, erleiden in den nächsten 2–3 Jahren in einem hohen Prozentsatz einen erneuten Herzinfarkt (5) oder sterben (Grafik 1).

Was steht mir nach einem Herzinfarkt zu?

Nach einem Herzinfarkt ist der GdB von der bleibenden Leistungsbeeinträchtigung abhängig. Nach einer Herztransplantation muss das Amt in der Regel für 2 Jahre einen GdB von 100 feststellen, Näheres unter Heilungsbewährung.

Wie viel Prozent bekommen einen Herzinfarkt?

Prozente zum Herzinfarkt beziehen sich oft auf das Risiko (z.B. 1,6 % 10-Jahres-Risiko für Ersterkrankung in DE, Männer doppelt so hoch wie Frauen), die Sterblichkeit (ca. 30 % unbehandelt, 5-10 % sterben in 2 Jahren nach Entlassung), die Häufigkeit (ca. 300.000 pro Jahr in DE) und den Behinderungsgrad (GdB oft 40-80), wobei die Motivation zur Nachsorge bei nur ca. 15 % liegt und ein zweiter Infarkt im ersten Jahr 10 % betrifft. Das Risiko hängt stark von Alter, Geschlecht, Lebensstil und Vorerkrankungen ab. 

Ist man nach einem Herzinfarkt chronisch krank?

Ja, nach einem Herzinfarkt ist man oft chronisch krank, da bleibende Schäden wie eine chronische Herzinsuffizienz (Herzschwäche) entstehen können, wenn Herzmuskelgewebe vernarbt, was die Pumpfunktion dauerhaft beeinträchtigt; dies erfordert lebenslange Nachsorge und Therapie, um die Herzgesundheit zu erhalten und Folgeereignisse zu verhindern. Auch die zugrundeliegende Koronare Herzkrankheit (KHK) ist eine chronische Erkrankung, die oft schon vor dem Infarkt bestand.
 

Was ist Todesursache Nummer 1?

Die häufigste Todesursache in Deutschland sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall), die 2023 für rund ein Drittel (ca. 348.000) aller Sterbefälle verantwortlich waren, gefolgt von Krebs (Neubildungen) und auf Platz drei Unfällen. Diese Zahlen zeigen, dass Erkrankungen des Herzens und des Gefäßsystems weiterhin die Hauptursache für Todesfälle sind, auch bei Frauen, wo Risiken oft unterschätzt werden, so Doc Esser in der ARD Mediathek.
 

Bei welcher Krankheit gibt es Prozente?

Prozente gibt es bei Krankheiten vor allem in zwei Bereichen: als Anteil an Arbeitsunfähigkeits-Tagen (z.B. Atemwegserkrankungen, psychische Störungen, Rückenschmerzen) und zur Bestimmung des Grads der Behinderung (GdB) für Nachteilsausgleiche, wo Krankheiten wie Depressionen, Krebs, Diabetes oder Gelenkprobleme spezifische GdB-Werte (z.B. 20-70) haben können, je nach Schweregrad. Diese Prozente zeigen, wie verbreitet eine Krankheit ist oder wie stark sie das Leben beeinträchtigt, wie die GdB-Tabellen für Schwerbehinderung zeigen. 

Wie viel Prozent Behinderung Tabelle?

Eine Tabelle für den Grad der Behinderung (GdB) gibt es nicht als feste Liste für jede Krankheit, sondern als Orientierung in den Versorgungsmedizinischen Grundsätzen, die den GdB nach Auswirkungen festlegen; Beispiele sind GdB 30-40 bei leichteren Störungen (z.B. Hörschäden) bis zu GdB 80-100 bei schweren Fällen (z.B. Verlust von Gliedmaßen, schwere Persönlichkeitsstörungen). Die genauen Werte hängen stark von der Art und Schwere der Einschränkung ab, weshalb z.B. Hörverlust, Wirbelsäulenschäden oder chronische Schmerzen unterschiedliche GdB-Bereiche haben, die sich an den tatsächlichen Funktionseinschränkungen orientieren. 

Welcher Grad der Behinderung bei Herzschrittmachern?

Ein Herzschrittmacher allein führt meist zu einem Grad der Behinderung (GdB) von 10, da dies die Standardbewertung für die Implantation ist; ein Defibrillator (ICD) gilt als Schwerbehinderung mit mindestens GdB 50, aber der tatsächliche GdB hängt immer von der zugrunde liegenden Herzerkrankung und den individuellen Einschränkungen ab, wobei höhere Werte bei stärkerer Leistungsbeeinträchtigung möglich sind (bis 100). 

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