Zum Inhalt springen

Wie viel Prozente bei Polyneuropathie?

Gefragt von: Joseph Wittmann  |  Letzte Aktualisierung: 20. Februar 2026
sternezahl: 4.1/5 (61 sternebewertungen)

Bei Polyneuropathie kann ein Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 für einen Schwerbehindertenausweis beantragt werden, um Nachteilsausgleiche wie Steuererleichterungen zu erhalten, wobei der genaue GdB von der Schwere der Symptome abhängt (z.B. Schmerzen, Schwäche, Empfindungsstörungen), die oft analog zu peripheren Nervenschäden bewertet werden, wobei schon leichte Beeinträchtigungen der Feinmotorik zu einem GdB führen können. Der Antrag erfolgt beim Versorgungsamt, wobei alle ärztlichen Berichte wichtig sind, um die Beeinträchtigung des Alltagslebens zu belegen.

Wird Polyneuropathie als Behinderung anerkannt?

Ja, eine Polyneuropathie kann eine Behinderung darstellen, wenn sie zu erheblichen Einschränkungen im Alltag oder Beruf führt, die einen Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 20 (oder 50 für einen Schwerbehindertenausweis) rechtfertigen, was durch das Versorgungsamt festgestellt wird, um Nachteilsausgleiche wie Steuererleichterungen, besseren Kündigungsschutz oder Zusatzurlaub zu ermöglichen. Es hängt stark vom individuellen Schweregrad ab; leichte Fälle werden nicht als Behinderung gewertet, während starke Schmerzen, Gangunsicherheit oder Muskelschwäche durchaus dazu führen können, z.B. auch das Merkzeichen aG (außergewöhnliche Gehbehinderung) zu erhalten.
 

Wie viel Prozent gibt es bei Polyneuropathie?

Polyneuropathie betrifft schätzungsweise 3 bis 8 % der deutschen Bevölkerung, häufigste Ursachen sind Diabetes (bis zu 50 % der Diabetiker) und Alkoholismus. Bei Diabetikern entwickeln 20-40 %, bei starker Entgleisung bis zu 50 % eine PNP. Bei Adipositas liegt die Prävalenz bei über 11 %, auch wenn der Blutzucker noch normal ist. Rund 20 % der Fälle bleiben ohne klare Ursache. Ein Schwerbehindertengrad (GdB) von mindestens 50 kann bei erheblichen Einschränkungen beantragt werden, oft schon bei Grad 2 oder 3 der Schädigung. 

Kann man mit Polyneuropathie in Rente?

Bei Polyneuropathie benötigt der Versicherer zur Feststellung Deines Falls Belege. Du solltest alle Berichte und Unterlagen Deiner behandelnden Ärzte* immer sorgfältig aufbewahren, damit Du Deine Chancen auf Berufsunfähigkeitsrente, kurz BU-Rente, erhöhen kannst.

Wie viel Prozent Behinderung Tabelle?

Eine Tabelle für den Grad der Behinderung (GdB) gibt es nicht als feste Liste für jede Krankheit, sondern als Orientierung in den Versorgungsmedizinischen Grundsätzen, die den GdB nach Auswirkungen festlegen; Beispiele sind GdB 30-40 bei leichteren Störungen (z.B. Hörschäden) bis zu GdB 80-100 bei schweren Fällen (z.B. Verlust von Gliedmaßen, schwere Persönlichkeitsstörungen). Die genauen Werte hängen stark von der Art und Schwere der Einschränkung ab, weshalb z.B. Hörverlust, Wirbelsäulenschäden oder chronische Schmerzen unterschiedliche GdB-Bereiche haben, die sich an den tatsächlichen Funktionseinschränkungen orientieren. 

What to do about polyneuropathy? | German Brain Foundation

23 verwandte Fragen gefunden

Welche Krankheiten führen zu 50% Schwerbehinderung?

Ein GdB (Grad der Behinderung) von 50 wird oft bei chronischen Erkrankungen oder Verlustfunktionen vergeben, die die Teilhabe am Leben erheblich einschränken, wie schwer einstellbarer Diabetes, Schlafapnoe, massive Gesichtsveränderungen, schwere Migräne (mit wenigen Pausen), schwere Depressionen mit sozialen Anpassungsschwierigkeiten, oder bestimmte Krebsverläufe (Heilungsbewährung), aber auch bei Amputationen wie dem Verlust einer Hand. Der genaue GdB hängt immer von der individuellen Auswirkung auf den Alltag ab. 

Wie hoch muss der Grad der Behinderung GdB mindestens sein, um einen Schwerbehindertenausweis zu erhalten?

Die Versorgungsmedizin-Verordnung (VersMedV) gibt Anhaltspunkte, mit deren Hilfe der GdB festgelegt werden kann. Dementsprechend gilt als Behinderung eine Funktionseinschränkung ab einem GdB von 20. Schwerbehindert sind nach § 2 Abs. 2 SGB IX Menschen, bei denen ein GdB von wenigstens 50 festgestellt wurde.

Gilt Polyneuropathie als Behinderung?

Nicht jeder Mensch mit peripherer Neuropathie ist behindert . Schwere Fälle können jedoch die Bewegungsfähigkeit einschränken. Der Grad der Behinderung richtet sich danach, inwieweit die Symptome das Gehen, die Arbeitsfähigkeit oder die Selbstversorgung beeinträchtigen. In den USA kann die Sozialversicherung Leistungen gewähren, wenn eine Nervenschädigung die Arbeitsfähigkeit unmöglich macht.

Was steht mir bei Polyneuropathie zu?

Zu den Symptomen gehören Schwäche und Kribbeln oder Empfindungsverlust. Oft ist die Atemmuskulatur betroffen, was zu Ateminsuffizienz führt. Viele chronische Polyneuropathien wirken sich hauptsächlich auf das Empfindungsvermögen aus. Gewöhnlich sind anfangs die Füße betroffen, manchmal aber auch die Hände.

Wie viel Grad bei Polyneuropathie?

Polyneuropathie-Stadien beschreiben eine fortschreitende Verschlechterung, beginnend mit leichten Empfindungsstörungen (Kribbeln, Taubheit in Füßen/Händen), über moderate Beschwerden mit Schmerzen und Gangunsicherheit, bis hin zu schweren Einschränkungen mit Muskelschwäche, Lähmungen und Gehbehinderung, wobei sich Symptome oft distal-symmetrisch ausbreiten. Man unterteilt sie oft in Grade (mild, moderat, schwer) basierend auf Schmerzintensität und Funktionsverlust, aber der Verlauf ist je nach Ursache (z.B. Diabetes, Alkohol, Entzündung) sehr unterschiedlich. 

Was ist eine Polyneuropathie Stufe 4?

Eine Polyneuropathie Grad 4 ist die schwerste Form der Erkrankung, gekennzeichnet durch vollständigen Gefühlsverlust (Taubheit) und erhebliche Muskelschwäche bis hin zu Lähmungen in den Extremitäten, was zu schweren Funktionseinschränkungen, hohem Sturzrisiko und Immobilität führen kann, mit potenziell lebensbedrohlichen Folgen, da auch autonome Nerven betroffen sein können und Amputationen drohen. 

Was ist stressbedingte Polyneuropathie?

Stressbedingte Polyneuropathie (PNP) ist eine Nervenschädigung, bei der chronischer Stress die Symptome auslösen oder verstärken kann, sich durch Kribbeln, Brennen, Taubheit und Schmerzen in Händen und Füßen äußert, oft begleitet von Gangunsicherheit und Muskelschwäche, wobei Stress die Nerven durch Entzündungen oder hormonelle Reaktionen beeinträchtigt, aber selten die alleinige Hauptursache ist, sondern oft eine sekundäre Rolle spielt, z.B. durch die Förderung von Diabetes oder Schlafstörungen. 

Kann man bei Polyneuropathie irgendwann nicht mehr laufen?

Ja, bei fortschreitender Polyneuropathie kann die Muskelschwäche so stark werden, dass das Gehen zunehmend schwieriger wird und Betroffene schließlich auf Hilfsmittel wie Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind, bis hin zur Unfähigkeit zu laufen, da die Nervenschädigung die Muskelkontrolle beeinträchtigt. Obwohl das Endstadium schwere Einschränkungen bedeutet, ist eine frühzeitige Behandlung der Grunderkrankung und unterstützende Maßnahmen wie Physiotherapie entscheidend, um den Verlauf zu verlangsamen und die Lebensqualität zu erhalten.
 

Wie viel Prozent bekommt man auf Polyneuropathie?

Bei Polyneuropathie kann ein Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 für einen Schwerbehindertenausweis beantragt werden, um Nachteilsausgleiche wie Steuererleichterungen zu erhalten, wobei der genaue GdB von der Schwere der Symptome abhängt (z.B. Schmerzen, Schwäche, Empfindungsstörungen), die oft analog zu peripheren Nervenschäden bewertet werden, wobei schon leichte Beeinträchtigungen der Feinmotorik zu einem GdB führen können. Der Antrag erfolgt beim Versorgungsamt, wobei alle ärztlichen Berichte wichtig sind, um die Beeinträchtigung des Alltagslebens zu belegen.
 

Kann man bei Polyneuropathie eine Reha beantragen?

Ja, bei einer Polyneuropathie kann man definitiv eine Reha beantragen, da die Erkrankung oft zu erheblichen Alltagseinschränkungen, Gangunsicherheiten, Schmerzen und Gefährdung der Erwerbsfähigkeit führt, was die Voraussetzungen für eine Rehabilitation erfüllt. Es gibt sowohl stationäre als auch ambulante Reha-Optionen, die auf die Verbesserung von Mobilität, Schmerzlinderung und Lebensqualität abzielen und durch Physiotherapie, spezialisierte Übungen und Hilfsmittelanpassung unterstützen.
 

Wie hoch ist der Grad der Behinderung bei einer Spinalkanalstenose?

Der Grad der Behinderung (GdB) bei einer Spinalkanalstenose ist individuell und hängt stark von den Symptomen und der Schwere der Einschränkungen ab, reicht von GdB 10-20 bei leichten Fällen bis zu 50-100 bei schweren Einschränkungen, die Gehen, Stehen oder Alltag beeinträchtigen, wobei ab GdB 50 ein Schwerbehindertenausweis möglich ist. Leichte Beschwerden führen oft zu GdB 10-20, mäßige zu 20-40, und schwere Fälle mit Lähmungen oder starken Gehstörungen können GdB 50-70 (oder höher) erreichen. 

Wie viel Grad der Behinderung bei Polyneuropathie?

Der Grad der Behinderung (GdB) bei Polyneuropathie variiert je nach Schwere der Symptome und Beeinträchtigungen, beginnt aber oft bei mindestens 20 oder 30 und kann bei starken Einschränkungen des Alltags (z. B. Gehbehinderung) bis zu 50 oder höher reichen, was einen Schwerbehindertenausweis ermöglicht und Nachteilsausgleiche bringt, wobei die Beurteilung nach Richtlinien für Nervenschädigungen erfolgt und eine Einzelfallentscheidung ist. 

Was ist das Endstadium einer Neuropathie in den Beinen?

Wie ist das Endstadium bei Polyneuropathie? Im Endstadium kann die Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt sein, was zu Gehproblemen oder sogar zur Unfähigkeit zu laufen führt. In schweren Fällen sind auch autonome Funktionen wie Herzschlag oder Verdauung beeinträchtigt.

Was zahlt die Kasse bei Polyneuropathie?

Die Zahlung erfolgt in der Regel über einen Zeitraum von sechs Wochen und beträgt 100 % des üblichen Verdienstes. Wenn Sie länger als sechs Wochen krankgeschrieben sind, erhalten Sie an- schließend von Ihrer Krankenkasse ein sogenanntes Krankengeld.

Ist man mit Polyneuropathie arbeitsfähig?

Ja, man kann mit Polyneuropathie arbeiten, aber es hängt stark vom Schweregrad ab; bei leichten Formen bleibt die Arbeitsfähigkeit oft erhalten, während bei stärkeren Beeinträchtigungen Anpassungen nötig sind (z.B. Vermeiden von Feinmotorik, Stehen) oder sogar ein Jobwechsel/Berufsunfähigkeit in Betracht gezogen werden muss, wobei Hilfsmittel und Beratungsstellen unterstützen können.
 

Welche Einschränkungen hat man bei Polyneuropathie?

Beeinträchtigungen können zu Empfindungsstörungen wie Ameisenlaufen, Brennen, Jucken, Taubheitsgefühlen oder Kribbeln führen. Auch ein vermindertes Temperatur- oder Schmerzempfinden ist möglich. Diese Form der Polyneuropathie merken Betroffene vor allem an Füßen oder Händen.

Welcher Arzt bescheinigt Polyneuropathie?

Die Verdachtsdiagnose der Polyneuropathie stellt in der Regel der Hausarzt oder die Hausärztin. Dort findet das erste Gespräch und meist auch eine erste körperliche Untersuchung statt. Die endgültige Diagnose stellt im Normalfall ein Arzt oder eine Ärztin der Neurologie, also der Fachrichtung für Nervenheilkunde.

Wie wirkt sich 50% Schwerbehinderung auf die Rente aus?

Menschen mit einem anerkannten Behinderungsgrad von mindestens 50 können vorzeitig abschlagsfrei in Rente gehen. Voraussetzung sind mindestens 35 Beitragsjahre. Der Grad der Behinderung muss bei Rentenbeginn offiziell festgestellt sein.

Welche Krankheiten entsprechen einem GdB von 50?

Ein GdB (Grad der Behinderung) von 50 wird oft bei chronischen Erkrankungen oder Verlustfunktionen vergeben, die die Teilhabe am Leben erheblich einschränken, wie schwer einstellbarer Diabetes, Schlafapnoe, massive Gesichtsveränderungen, schwere Migräne (mit wenigen Pausen), schwere Depressionen mit sozialen Anpassungsschwierigkeiten, oder bestimmte Krebsverläufe (Heilungsbewährung), aber auch bei Amputationen wie dem Verlust einer Hand. Der genaue GdB hängt immer von der individuellen Auswirkung auf den Alltag ab.