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Wie viel Prozent sehe ich noch?

Gefragt von: Herr Enrico Funk  |  Letzte Aktualisierung: 9. März 2026
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Wie viel Prozent Sie noch sehen, hängt von Ihrer individuellen Sehstärke ab; 100 % (oder 1,0) ist der Standard, den ein gesundes Auge erreicht, aber auch mit 70 % (0,7) ist man noch gut sehend, während unter 50 % (0,5) meist eine Korrektur nötig ist, um Auto zu fahren, und bei 30 % (0,3) eine Sehbehinderung vorliegt, wobei Online-Tests nur erste Hinweise geben können und ein Augenarztbesuch ratsam ist.

Wie viel Prozent Sehkraft habe ich?

Ihre Sehkraft wird als Prozentwert (Visus) angegeben, wobei 100 % (oder 1,0) als Normalsichtigkeit gilt, aber viele junge Menschen sogar über 100 % sehen können, während mit dem Alter die Sehkraft nachlässt; eine genaue Bestimmung erfolgt nur durch einen professionellen Sehtest bei einem Optiker oder Augenarzt, der auch die zugehörigen Dioptrienwerte ermittelt, die die Art und Stärke der Fehlsichtigkeit (Kurz- oder Weitsichtigkeit) angeben. 

Wie kann ich meine Sehschärfe selbst testen?

Sie können Ihre Sehstärke zu Hause nur grob mit Online-Tests (Landoltringe, Buchstaben) oder Apps einschätzen, die oft eine Sehtafel und ein Lineal benötigen, um den richtigen Abstand zum Bildschirm zu bestimmen, aber diese Ergebnisse sind ungenau und ersetzen keinen professionellen Sehtest beim Augenarzt oder Optiker, der für eine exakte Messung und Diagnose unerlässlich ist. Diese Online-Tools sind eher zur ersten Orientierung gedacht, um zu prüfen, ob eine professionelle Untersuchung nötig ist, besonders wenn Sie Symptome wie Kopfschmerzen oder verschwommenes Sehen bemerken.
 

Wie sieht 50% Sehkraft aus?

Mit 50 % Sehkraft (Visus 0,5) sieht man deutlich schlechter als normal, entfernte Dinge sind verschwommen, man erkennt beispielsweise einen Buchstaben, der bei normalem Sehvermögen (100 % / 1,0) in 10 Metern Entfernung lesbar wäre, erst in 5 Metern Entfernung scharf, und das Fahren ohne Korrektur ist oft nicht mehr erlaubt. Die Welt erscheint unscharf, wie durch einen leichten Nebel oder durch eine Kurzsichtigkeit (Myopie), die man oft durch Zusammenkneifen der Augen kurzzeitig kompensiert.
 

Ist eine Sehkraft von 60% noch gut?

60 % Sehkraft bedeutet, dass die Augen nur noch 60 % der Sehschärfe eines Normalsichtigen erreichen, was für viele Alltagsaufgaben (Einkaufen) ausreicht, aber Details in der Ferne verschwimmen lässt, weshalb eine Korrektur mit Brille oder Kontaktlinsen oft sinnvoll ist. Eine so reduzierte Sehstärke (Visus < 0,7) kann die Fahrtüchtigkeit einschränken (Mindestens 0,7 nötig), und bei 50 % ist Autofahren meist nicht mehr erlaubt. Es ist ratsam, einen Augenarzt aufzusuchen, um Ursachen zu klären und Korrekturen zu besprechen, da dies auch ein Zeichen für altersbedingte Veränderungen wie Grauen Star sein kann.
 

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Ist 50% Sehkraft schlecht?

Ab welchem Visuswert darf man kein Auto mehr fahren? Die Sehstärke beider Augen oder die des besseren Auges muss mit Sehhilfe mindestens 0,5 (50 Prozent) betragen, damit man Auto fahren darf. Liegt der Visuswert beider Augen oder des besseren Auges unter 0,5, ist das Autofahren nicht mehr erlaubt.

Wie viel Prozent Sehkraft braucht man für einen Autoführerschein?

Jeder Führerschein-Bewerber muss einen Führerschein-Sehtest vorlegen, um sich zur Führerscheinprüfung der Klassen A,B und BE anzumelden. Wenn die ermittelte Sehkraft beider Augen mit Sehhilfen (Brille oder Kontaktlinsen) oder ohne 70% beträgt, gilt dieser Sehtest als bestanden.

Wie viele Dioptrien entsprechen 50% Sehkraft?

50 Prozent Sehkraft (Visus 0,5) entspricht etwa -0,5 Dioptrien (dpt) bei Kurzsichtigkeit, da eine halbe Dioptrie Fehlsichtigkeit die Sehleistung halbiert. Dieser Wert ist eine Faustregel für die Korrektur der Sehschwäche und zeigt, dass man nur noch halb so scharf sieht wie ein Normalsichtiger.
 

Welche Sehschwäche gilt als Behinderung?

In Deutschland gilt man als sehbehindert, wenn die Sehschärfe auf dem besseren Auge mit Korrektur maximal 30 % (Visus 0,3) beträgt; hochgradig sehbehindert ist man bei maximal 5 % (Visus 0,05); und blind bei maximal 2 % (Visus 0,02) oder erheblicher Gesichtsfeldeinschränkung. Diese Werte sind entscheidend für den Grad der Behinderung (GdB) und die Zuteilung von Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis, die je nach Schwere unterschiedliche Nachteilsausgleiche ermöglichen.
 

Was sieht man mit 30% Sehkraft?

Mit 30 % Sehkraft (Visus 0,3) sieht man verschwommen und unscharf, Details sind nur aus der Nähe erkennbar: Was Normal-Sehende aus einem Meter Entfernung sehen, muss man bei 30 % Sehkraft auf ca. 30 cm heranziehen. Man kann noch lesen, braucht aber oft Vergrößerungen wie Lupen oder spezielle Fernrohrbrillen, um im Alltag zurechtzukommen, wobei man in die Kategorie der geringgradig sehbehinderten Menschen fällt. 

Ist ein Sehtest beim Optiker genauso gut wie beim Augenarzt?

Ein Sehtest beim Optiker ist für die reine Bestimmung der Sehstärke genauso gut und oft sogar spezialisierter für Brillen/Kontaktlinsen; der Augenarzt hingegen bietet eine umfassende Untersuchung der Augengesundheit und Diagnose von Krankheiten, was der Optiker nicht darf, aber er kann bei Verdacht überweisen. Für eine neue Brille oder wenn Sie nur die Sehstärke prüfen möchten, ist der Optiker ideal, bei Schmerzen oder Krankheitssymptomen ist der Arzt der richtige Ansprechpartner.
 

Kann ich einen Sehtest mit meinem Handy machen?

Du kannst den Online Sehtest von Fielmann einfach in deinem Wohnzimmer oder einem anderen ruhigen Raum deiner Wahl durchführen – ganz bequem mit dem Handy oder Tablet. Der Online Sehtest zeigt Auffälligkeiten? Buche direkt einen Termin bei deinem Fielmann-Optiker.

Wann muss ich eine Brille tragen?

Man braucht eine Brille, wenn die Sehfähigkeit nachlässt, was sich durch verschwommenes Sehen, Kopfschmerzen oder das Zusammenkneifen der Augen äußert, oft schon ab +/- 0,5 Dioptrien, aber die Entscheidung hängt vom individuellen Leidensdruck ab; meistens wird eine Brille bei Werten über 1 Dioptrie empfohlen, aber auch bei leichteren Abweichungen, um die Augen zu entlasten, besonders beim Autofahren oder bei Naharbeit.
 

Wie kann ich meine Sehstärke selbst testen?

Sie können Ihre Sehstärke zu Hause nur grob mit Online-Tests (Landoltringe, Buchstaben) oder Apps einschätzen, die oft eine Sehtafel und ein Lineal benötigen, um den richtigen Abstand zum Bildschirm zu bestimmen, aber diese Ergebnisse sind ungenau und ersetzen keinen professionellen Sehtest beim Augenarzt oder Optiker, der für eine exakte Messung und Diagnose unerlässlich ist. Diese Online-Tools sind eher zur ersten Orientierung gedacht, um zu prüfen, ob eine professionelle Untersuchung nötig ist, besonders wenn Sie Symptome wie Kopfschmerzen oder verschwommenes Sehen bemerken.
 

Ist es erlaubt, mit einer Sehkraft von 50 Prozent Auto zu fahren?

Nein, Autofahren ist nicht erlaubt, wenn die Sehkraft auf beiden Augen oder dem besseren Auge unter 50 Prozent (0,5) liegt; dies ist die absolute Mindestanforderung, die auch mit Sehhilfe wie Brille oder Kontaktlinsen erreicht werden muss, da sonst eine generelle Fahrtuntauglichkeit attestiert wird und ein augenärztliches Gutachten eine Fahrtüchtigkeit bestätigen muss, was bei unter 50 % Sehstärke in der Regel nicht der Fall ist.
 

Wie viel ist 30% Sehkraft?

Wie viele Dioptrien entsprechen einer 50-prozentigen Sehleistung? Anhand von Durchschnittswerten verschiedener Personen ergab die Sehleistung von 50 Prozent (Visus 0,5) einen Dioptrien-Wert von -0,5. Ein 30-prozentiges Sehvermögen (Visus 0,3) entspricht ungefähr -0,9 dpt.

Ist eine Sehkraft von 30 Prozent eine Sehbehinderung?

Eine Sehbehinderung von 30 Prozent bedeutet in Deutschland, dass Sie auf dem besser sehenden Auge mit Brille oder Kontaktlinsen maximal 30 % dessen sehen, was ein normal Sehender sieht (Visus 0,3), was eine offizielle Sehbehinderung darstellt und je nach GdB zu Nachteilsausgleichen führen kann, wie z.B. bei einem Grad der Behinderung (GdB) ab 30 die Gleichstellung mit Schwerbehinderten beantragt werden kann.
 

Ist eine Sehkraft von 60 % noch gut?

Eine Sehkraft von 60 Prozent bedeutet, dass Ihre Augen nur noch 60 % der Sehschärfe eines normal sehenden Menschen erreichen, was oft noch alltagstauglich ist, aber Details verschwimmen lässt und eine Korrektur mit Brille oder Kontaktlinsen ratsam macht, um Komfort zu gewinnen und Problemen wie grauer Star oder AMD vorzubeugen, die mit zunehmendem Alter auftreten können. Bei 50 % ist Autofahren ohne augenärztliches Gutachten oft nicht mehr erlaubt, und auch bei 60 % sollten Sie einen Augenarzt aufsuchen, um die Ursache abzuklären und mögliche Behandlungen zu besprechen. 

Bei welchen Krankheiten erblindet man?

Zu den Hauptursachen einer erworbenen Blindheit zählen:

  • Altersbedingte Makuladegeneration (Sehverlust im zentralen Gesichtsfeld)
  • Diabetes Mellitus (Diabetische Retinopathie-Schädigung der Blutgefässe in der Netzhaut)
  • Grüner Star (Schädigung des Sehnervs)
  • Grauer Star (Trübung der Augenlinse)

Wie viel Prozent sieht man noch mit Dioptrien?

Die Faustregel besagt, dass jede unkorrigierte ½ Dioptrie die mögliche Sehschärfe halbiert. So erreicht ein Kurzsichtiger mit -0,5 Dioptrien statt der ggf. möglichen Sehschärfe von 100 % nur 50 % des Werts. Ein Kurzsichtiger mit -1,00 Dioptrien erreicht sogar nur noch 25 % seines maximalen Visus.

Welche Sehschwäche darf man bei der Polizei haben?

Bei der Polizei darf man eine leichte Sehschwäche haben, solange die unkorrigierte Sehleistung (ohne Brille) bis 20 Jahre mindestens 50 % (Visus 0,5) und danach 30 % (Visus 0,3) beträgt und auch korrigiert (mit Brille oder Kontaktlinsen) eine Sehleistung von mindestens 0,8 erreicht wird, ohne dass das Gesichtsfeld oder das räumliche Sehen eingeschränkt sind. Starke Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit (über +2,5 dpt), Hornhautverkrümmung oder deutliche Rot-Grün-Schwäche (außerhalb des Toleranzbereichs von 0,7-2,0) sind Ausschlusskriterien, aber Korrekturen sind erlaubt.
 

Was passiert, wenn man bei Kurzsichtigkeit keine Brille trägt?

Deine Fehlsichtigkeit verschlechtert sich daher nicht, wenn du deine Brille nicht trägst. Das Sehen ohne Brille hat allerdings eine Verminderung der Sehschärfe zur Folge und ist für deine Augen anstrengender. Als Folge kannst du unter unangenehmen Symptomen wie Kopfschmerzen, Schwindel oder brennenden Augen leiden.

Ist es erlaubt, mit Doppelbildern Auto zu fahren?

Nein, Autofahren mit Doppelbildern (Diplopie) ist strengstens verboten, da die Verkehrstauglichkeit nicht mehr gegeben ist und eine erhebliche Unfallgefahr besteht; es erfordert eine sofortige augenärztliche Abklärung, da die Ursachen von harmlos (Müdigkeit, trockene Augen) bis sehr ernst (Schlaganfall, Multiple Sklerose, Tumore) reichen können. Eine Fahrt mit Doppelbildern führt zu massiver Orientierungslosigkeit, Schwindel und erhöht das Risiko für Stürze und Unfälle, daher muss man umgehend aufhören zu fahren und einen Arzt aufsuchen, um die Ursache zu behandeln und eine mögliche Lösung (z.B. Prismen) zu finden.
 

Was bedeutet es, wenn man 70 Prozent Sehkraft hat?

70 % Sehkraft (Visus 0,7) bedeutet, dass man ein Objekt in 70 Metern Entfernung scharf sehen kann, was man normalerweise in 100 Metern Entfernung sieht – ein Mindestwert für den Autoführerschein, der eine Sehhilfe (Brille/Kontaktlinsen) erforderlich macht, wenn er unkorrigiert nicht erreicht wird, was im Führerschein vermerkt wird und bei Nichtbeachtung Bußgeld nach sich zieht. Geringere Sehstärken unter 50 % machen Autofahren generell unmöglich.
 

Kann ein Augenarzt den Führerschein entziehen?

Nein, ein Augenarzt kann den Führerschein nicht direkt entziehen, aber er kann eine Fahruntauglichkeit feststellen und dies der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde melden, welche dann den Entzug veranlassen kann; bei schwerwiegenden Einschränkungen kann der Arzt ein ärztliches Fahrverbot aussprechen, das bei Missachtung zu Problemen führen kann, bis ein offizielles Gutachten geklärt ist. Ärzte haben eine Meldepflicht bei Verdacht auf mangelnde Fahreignung.
 

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