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Wie viel Prozent gibt es bei Brustkrebs?

Gefragt von: Hans-Peter Glaser  |  Letzte Aktualisierung: 14. Februar 2026
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In Deutschland erkrankt etwa jede achte Frau (ca. 12-13 %) im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs, während es bei Männern nur etwa 0,1 % sind. Die Heilungschancen sind bei früher Erkennung sehr hoch, mit einer Heilungsrate von über 90 %, und die 10-Jahres-Überlebensrate liegt bei rund 83 %. Rund 70.000 bis 75.000 Frauen sind jährlich in Deutschland betroffen.

Wie viel Prozent Behinderung gibt es bei Brustkrebs?

Bei Brustkrebs wird in der Regel für fünf Jahre ein Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 anerkannt (Heilungsbewährung), um Nachteile auszugleichen; danach erfolgt eine Neubewertung, da sich der GdB oft senkt, aber auch bei niedrigeren Werten (z.B. 20-40) Vorteile wie steuerliche Entlastungen und Kündigungsschutz (durch Gleichstellung) bestehen können. Ein Antrag lohnt sich immer, da er zu steuerlichen Freibeträgen, Kündigungsschutz und potenziell früheren Rentenanträgen führen kann, auch wenn der volle Schwerbehindertenstatus (GdB 50+) nicht dauerhaft bestehen bleibt.
 

Wie viel Prozent Frauen haben Brustkrebs?

Etwa jede achte bis dreizehnte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs (Mammakarzinom), was ungefähr 8 bis 13 Prozent entspricht, wobei die Zahl je nach Quelle und Region leicht variiert, aber die Diagnose meist zwischen 50 und 70 Jahren gestellt wird. Es ist die häufigste Krebsart bei Frauen in Deutschland, wobei das durchschnittliche Erkrankungsalter bei etwa 64 Jahren liegt.
 

Wie viel Prozent überlebt man Brustkrebs?

Die Überlebensraten bei Brustkrebs sind heute sehr hoch, oft über 80-90 % für die 5-Jahres-Überlebensrate bei frühzeitiger Diagnose, dank Fortschritten in Therapie und Früherkennung, aber die genauen Zahlen hängen stark vom Stadium und Typ des Krebses ab. Bei metastasiertem Brustkrebs (Stadium IV) sind die Überlebenschancen geringer, mit 5-Jahres-Raten um 29 %, aber auch hier zeigen sich Verbesserungen, mit 25 % Überleben nach 5 Jahren, so eine Quelle.
 

Wie hoch ist das Sterberisiko bei Brustkrebs?

Die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu sterben, ist in Deutschland dank besserer Therapien deutlich gesunken: Etwa 1 von 8 Frauen erkrankt, aber nur rund 10–20 % sterben daran, wobei die 5-Jahres-Überlebensrate bei etwa 88 % und die 10-Jahres-Rate bei 83 % liegt. Im Laufe des Lebens stirbt ungefähr jede 2,4. Frau, die Brustkrebs bekommt, an der Krankheit, aber die Mortalität sinkt altersabhängig, so dass das Risiko in jüngeren Jahren geringer ist.
 

Wie hoch sind die Heilungschancen bei Brustkrebs?

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Was ist die Todesursache bei Brustkrebs?

Man stirbt an Brustkrebs meist nicht am Primärtumor, sondern wenn der Krebs metastasiert (gestreut) hat und lebenswichtige Organe wie Leber, Lunge oder Nieren durch Krebszellen verdrängt und geschädigt werden, was zu deren Versagen führt; auch Infektionen oder extreme Gewichtsabnahme (Kachexie) sind mögliche Ursachen, wenn der Körper zu geschwächt ist, um die Krankheit zu bekämpfen, wobei moderne Therapien die Lebenserwartung oft deutlich erhöhen können, wie www.msd-gesundheit.ch/de/krebs/brustkrebs/fragen, www.mammamia-online.de/brustkrebs/brustkrebs-heilungschancen-prognose/ und www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/brustkrebs-behandlung-und-heilungschancen,brustkrebs-204.html erklären.

In welchem Alter ist Brustkrebs am gefährlichsten?

Jährlich erkranken in Deutschland etwa 57.000 Frauen an Brustkrebs. Im Alter zwischen 50 und 69 Jahren erkrankt etwa eine von 20 Frauen. Etwa 17.500 Frauen sterben pro Jahr an Brustkrebs. In der Altersspanne zwischen 50 und 69 Jahren stirbt etwa eine von 80 Frauen daran.

Kann man trotz Brustkrebs alt werden?

Ja, man kann mit Brustkrebs alt werden, denn die Heilungschancen sind heute sehr gut, besonders bei frühem Befund, mit über 80 % 5-Jahres-Überlebensrate. Die Lebenserwartung hängt stark vom Stadium, dem Alter, der Tumorart und dem Auftreten von Metastasen ab; bei fortgeschrittenem Brustkrebs ist die Prognose schlechter, aber auch hier gibt es Fortschritte, und viele Patientinnen leben lange. 

Wo streut Brustkrebs als erstes hin?

Brustkrebs streut zuerst typischerweise in die Achsellymphknoten, die erste Station des Lymphabflusses, und breitet sich dann über Blut- und Lymphbahnen in entfernte Organe aus, am häufigsten in Knochen, Lunge und Leber, seltener in Gehirn oder Haut, wobei die Art des Brustkrebses die Metastasierung beeinflusst.
 

Welcher Brustkrebs hat die schlechteste Prognose?

Triple-negativer Brustkrebs hat ein hohes Metastasierungs- und Rezidivrisiko sowie eine schlechte Prognose. Er tritt vor allem bei jungen Frauen auf. Bei triple-negativem Brustkrebs ist jedoch ein Protein namens Trop-2 in hohen Konzentrationen vorhanden.

Wie kündigt sich Brustkrebs an?

Brustkrebs-Symptome sind oft subtil, aber achten Sie auf Verhärtungen (Knoten) in Brust oder Achselhöhle, Hautveränderungen wie Rötung, Dellen („Orangenhaut“), Einziehung der Brustwarze oder Sekret aus der Brustwarze, sowie Veränderungen in Größe, Form oder Aussehen der Brust, insbesondere wenn sie einseitig und neu auftreten; jede dieser Veränderungen sollte umgehend ärztlich abgeklärt werden. Auch anhaltende Schmerzen in nur einer Brust oder Gewichtsverlust können Anzeichen sein, aber viele Knoten sind gutartig. 

Wie alt war die jüngste Frau mit Brustkrebs?

Chrissy Turner ist acht Jahre alt. Als die Ärzte ihr sagten, sie sei an Brustkrebs erkrankt, wusste sie nicht, wie ihr geschah. „Es war einfach nur unheimlich“, sagt das Mädchen im amerikanischen Fernsehen. Chrissy gilt als weltweit jüngste Brustkrebspatientin.

Welche 5 Lebensmittel schützen vor Brustkrebs?

Bestimmte Lebensmittel besitzen die Fähigkeit, unsere Zellen zu schützen, Tumorzellen in ihrem Wachstum zu hemmen und diese sogar aktiv zu bekämpfen.

  • Apfel. Die in Äpfeln enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe beugen vielen Krebsarten vor. ...
  • Brokkoli. ...
  • Grüner Tee. ...
  • Dunkle Schokolade. ...
  • Olivenöl.

Was steht mir zu, wenn ich Brustkrebs habe?

Alle Krankenkassen übernehmen grundsätzlich die Kosten für die Diagnose und Behandlung einer Krebserkrankung. Neben den Behandlungen beim Arzt, im Brustzentrum oder im Krankenhaus werden aber auch sozialmedizinische Leistungen von Ihrer Krankenkasse übernommen.

Wie wirkt sich 50% Schwerbehinderung auf die Rente aus?

Menschen mit einem anerkannten Behinderungsgrad von mindestens 50 können vorzeitig abschlagsfrei in Rente gehen. Voraussetzung sind mindestens 35 Beitragsjahre. Der Grad der Behinderung muss bei Rentenbeginn offiziell festgestellt sein.

Was steht mir zu nach Brustkrebs?

Bei Brustkrebs stehen Ihnen je nach Situation verschiedene Leistungen zu, darunter medizinische Hilfsmittel (Prothesen, BHs, Perücken) erstattet durch die Krankenkasse, finanzielle Unterstützung durch Krankengeld, ggf. durch die Deutsche Krebshilfe, Ansprüche auf Rehabilitation und die Möglichkeit eines Schwerbehindertenausweises mit Vorteilen bei Steuern und Nachteilsausgleichen, oft mit vorläufiger Anerkennung von 50 % Grad der Behinderung (GdB). Wichtig sind auch Anträge für Haushaltshilfe und die Klärung der Zuzahlungsgrenzen.
 

Wo tut es weh, wenn man Brustkrebs hat?

Schmerzen bei Brustkrebs sind nicht immer ein frühes Anzeichen, da Tumore oft schmerzlos sind; wenn Schmerzen auftreten, können sie sich als Ziehen, Druck oder Brennen in der Brust selbst (oft einseitig), der Achselhöhle, dem Arm, der Schulter oder im Rücken zeigen, insbesondere bei fortgeschrittenem Krebs oder wenn der Tumor durch die Haut wächst, was offene Wunden verursachen kann. Achten Sie auf Verhärtungen, Hautveränderungen (Dellen, Rötungen, „Orangenhaut“) oder Ausfluss aus der Brustwarze – bei einseitigen Beschwerden oder Veränderungen sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.
 

Wie hoch ist die Lebenserwartung bei Brustkrebs?

Die Lebenserwartung bei Brustkrebs hängt stark vom Stadium ab, ist aber dank moderner Therapien hoch: Rund 90 % der Patientinnen überleben die ersten fünf Jahre, bei früh erkanntem, hormonabhängigem Krebs sogar über 90 % nach 5 Jahren und rund 80 % nach 10 Jahren. Bei metastasiertem Krebs sinken die 5-Jahres-Überlebensraten auf etwa 30 %, aber durch neue Medikamente wird die Krankheit oft zur chronischen Erkrankung, mit einer Spanne von zwei bis drei Jahren oder länger (manche leben 5 Jahre und mehr), wobei die Zahlen stetig besser werden.
 

Wie schnell macht Brustkrebs Metastasen?

Wie häufig kommt es zu einer Metastasierung bei Brustkrebs? Etwa jede sechste Frau muss im Verlauf einer Brustkrebs-Erkrankung mit dem Auftreten von Metastasen rechnen. In der Hälfte der Fälle treten Metastasen innerhalb der ersten fünf Jahre nach Diagnose auf.

Wie verläuft der Tod bei Brustkrebs?

Man stirbt an Brustkrebs meist nicht am Primärtumor, sondern wenn der Krebs metastasiert (gestreut) hat und lebenswichtige Organe wie Leber, Lunge oder Nieren durch Krebszellen verdrängt und geschädigt werden, was zu deren Versagen führt; auch Infektionen oder extreme Gewichtsabnahme (Kachexie) sind mögliche Ursachen, wenn der Körper zu geschwächt ist, um die Krankheit zu bekämpfen, wobei moderne Therapien die Lebenserwartung oft deutlich erhöhen können, wie www.msd-gesundheit.ch/de/krebs/brustkrebs/fragen, www.mammamia-online.de/brustkrebs/brustkrebs-heilungschancen-prognose/ und www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/brustkrebs-behandlung-und-heilungschancen,brustkrebs-204.html erklären.

Kann man nach Brustkrebs wieder ganz gesund werden?

Wenn der Tumor vollständig entfernt werden kann und es keine Fernmetastasen gibt, ist auch bei der Diagnose „erneut auftretender Brustkrebs“ eine Heilung möglich. Wie gut die Chancen sind, den erneut aufgetretenen Brustkrebs zu kontrollieren, hängt von sehr vielen Faktoren ab.

Wie schnell sollte man bei Brustkrebs operieren?

Nach einer Brustkrebsdiagnose sollte die Operation idealerweise innerhalb von 8 Wochen (ca. 56 Tagen) erfolgen, da Studien zeigen, dass längere Wartezeiten das Überleben negativ beeinflussen können. Eine gute Behandlungsqualität wird sogar mit einem Operationszeitpunkt frühestens 7 Tage nach Feststellung definiert, um eine gewisse Bedenkzeit zu ermöglichen. Während einige Wochen Wartezeit (2-3 Monate) üblich sind, um Zweitmeinungen einzuholen und alles vorzubereiten, gilt eine Verzögerung über die 8-Wochen-Marke hinaus als kritisch.
 

Welche Frauen neigen zu Brustkrebs?

Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 64 Jahren. Selten erkranken auch Frauen im dritten Lebensjahrzehnt oder sogar früher: Zehn Prozent der Betroffenen sind jünger als 45, ein Prozent der Betroffenen ist jünger als 35. In der Mehrheit der Fälle wird die Diagnose Brustkrebs erst nach dem 45. Lebensjahr gestellt.

Was sind erste Anzeichen für Brustkrebs?

Frühe Anzeichen für Brustkrebs sind meist tastbare Knoten oder Verhärtungen in der Brust oder Achselhöhle, Hautveränderungen wie Dellen ("Orangenhaut"), Rötungen, Ekzeme, Rückzug der Brustwarze (Einziehung) oder unnormaler Ausfluss (blutig, klar) sowie eine Veränderung der Brustform oder -größe, insbesondere wenn nur eine Brust betroffen ist. Bei Verdacht sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.
 

Wann braucht man keine Chemo bei Brustkrebs?

Eine Chemotherapie bei Brustkrebs wird vermieden, wenn das Rückfallrisiko niedrig ist (z.B. bei kleinem Tumor, wenigen Lymphknoten, Hormonrezeptor-positivem Status) oder eine andere Therapie wirkt, aber auch bei schlechtem Allgemeinzustand, schnell fortschreitendem Krebs (Ausnahme), wenn Patientinnen dies ablehnen, oder wenn spezielle Tests (Genexpression-Tests wie Oncotype DX) keinen Nutzen der Chemo zeigen, um die Lebensqualität zu erhalten und unnötige Nebenwirkungen zu vermeiden.
 

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