Wie viel muss ich Unterhalt zahlen Tabelle?
Gefragt von: Tom Singer | Letzte Aktualisierung: 7. Mai 2026sternezahl: 4.1/5 (41 sternebewertungen)
Wie viel Unterhalt Sie zahlen müssen, hängt von Ihrem Nettoeinkommen und dem Alter des Kindes ab und wird durch die Düsseldorfer Tabelle geregelt, wobei für 2025/2026 neue Werte gelten, die z.B. für Kinder bis 5 Jahre ab 486 € (Stand 01.01.2026) betragen, während der Selbstbehalt für Sie als Unterhaltspflichtigen bei erwerbstätigen Personen bei etwa 1.450 € (für minderjährige Kinder) bzw. 1.750 € (für volljährige Kinder) liegt.
Wie viel Geld muss der Vater Unterhalt zahlen?
Der Mindestunterhalt für Minderjährige ist gesetzlich festgelegt und beträgt 482 Euro für Kinder bis 5 Jahre, 554 Euro für Kinder von 6 bis 11 Jahren und 649 Euro für Kinder von 12 bis 17 Jahren. Als Leitlinie zur Berechnung des Kindesunterhalts dient die Düsseldorfer Tabelle.
Wie viel Unterhalt bei 2000 € netto?
Bei 2000 € Nettoeinkommen liegt der Kindesunterhalt laut Düsseldorfer Tabelle (2025/2026) je nach Alter des Kindes in der untersten Einkommensgruppe (bis 2.100 €), was je nach Alter des Kindes einen Bedarf von ca. 486 € (0-5 J.) bis 653 € (12-17 J.) bedeutet, wovon die Hälfte des Kindergeldes abgezogen wird, sodass der zu zahlende Betrag z.B. für ein 8-Jähriges Kind ca. 426,50 € betragen kann. Beim Ehegattenunterhalt müssen Sie mindestens Ihren Selbstbehalt von ca. 1.600 € (Stand 2025) behalten, sodass von 2000 € Netto maximal ca. 400 € Unterhalt gezahlt werden müssen.
Wie viel Unterhalt muss ich zahlen, wenn ich 3000 € netto verdiene?
Ein Beispiel: Die unterhaltspflichtige Mutter von einer neunjährigen Tochter verdient 3.000 Euro netto im Monat. Sie zählt damit zur vierten Einkommensstufe, ihre Tochter zur Altersstufe zwei. Nach der Düsseldorfer Tabelle 2025 besteht ein Unterhaltsanspruch von 638 Euro im Monat.
Woher weiß ich, wie viel Unterhalt ich zahlen muss?
Die Düsseldorfer Tabelle zeigt Dir, wie viel Unterhalt Eltern nach einer Trennung oder Scheidung für die Kinder zahlen müssen. Seit 1. Januar 2025 muss der Elternteil, bei dem das Kind nicht wohnt, mindestens 482 Euro im Monat zahlen, wenn es unter sechs Jahre alt ist (2026: 486 Euro).
Kindesunterhalt einfach erklärt
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Wie viel Geld muss mir übrig bleiben, wenn ich Unterhalt zahlen muss?
Wenn Sie Unterhalt zahlen müssen, bleibt Ihnen ein gesetzlich festgelegter Betrag, der sogenannte Selbstbehalt, für Ihren eigenen Lebensunterhalt übrig; dieser liegt für Erwerbstätige beim Kindesunterhalt oft bei 1.450 € (für minderjährige Kinder) und bei 1.600 € (für Ehegatten/Geschiedene/Eltern von Nicht-Ehepartnern), während er für Nicht-Erwerbstätige niedriger ist (z.B. 1.200 € bei Kindesunterhalt), wobei die genauen Beträge je nach Situation (Kindesalter, Erwerbsstatus) und der aktuellen Düsseldorfer Tabelle variieren können, um Ihren notwendigen Eigenbedarf zu decken.
Wie rechnet man Kindesunterhalt aus?
Der Kindesunterhalt wird praktisch wie folgt berechnet: Vom Nettoeinkommen jedes Elternteils werden dessen berufsbedingten Aufwendungen abgezogen. Das sind pauschal 5% des Nettos, es sei denn man kann im Einzelfall höhere Kosten für Arbeitsweg, Arbeitskleidung, Bürobedarf und ähnliches geltend machen.
Wann muss der Vater weniger Unterhalt zahlen?
Der Unterhaltsanspruch bei minderjährigen Kindern entfällt dann, wenn entweder das Kind ausreichend eigene Einkünfte hat, um sich selbst zu versorgen oder wenn der den Unterhalt zahlende Elternteil nicht in der Lage ist, Unterhalt zu zahlen, weil er selbst nicht genügend zum Leben hat.
Kann ich Unterhalt beim Jugendamt berechnen lassen?
Für Kindesunterhalt sind Jugendamt (kostenlos, einfacher Fall) und Anwalt (komplexer Fall, individuelle Beratung, auch für Volljährige) beide Ansprechpartner, wobei das Jugendamt den Unterhalt für Minderjährige kostenfrei berechnet und einfordert, ein Anwalt aber bei komplexen Fällen, Volljährigenunterhalt oder bei Unstimmigkeiten oft die bessere Wahl ist, da er individueller beraten kann und auch bei Trennungs- oder nachehelichem Unterhalt hilft.
Wird die Miete beim Unterhalt berücksichtigt?
Ja, Miete wird beim Unterhalt berücksichtigt, aber je nach Situation unterschiedlich: Beim Kindesunterhalt sind Wohnkosten im Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen enthalten (ca. 520 € für 2025), können aber erhöht werden, wenn sie höher sind; wer mietfrei wohnt, dem wird ein fiktiver "Wohnvorteil" als Einkommen angerechnet, was den Unterhalt erhöht. Beim Ehegattenunterhalt können tatsächliche Mietzahlungen für eine weiter genutzte Wohnung abgezogen werden, aber nach der Trennung oft nur bis zu einem gewissen Grad bzw. bei Auszug die (angemessene) Miete selbst.
Was ist der Mindestbetrag für Unterhalt?
Unterhalt für volljährige Kinder
Lebt das Kind noch bei einem Elternteil zuhause, beträgt der monatliche Mindestunterhalt 689 Euro (Stand: 2024). Der Bedarf eines nicht im Haushalt eines Elternteils lebenden Kindes beträgt regelmäßig 930 Euro monatlich.
Bei welchem Gehalt muss man keinen Unterhalt zahlen?
Es gibt kein pauschales Einkommen, ab dem gar kein Unterhalt mehr gezahlt wird, aber die Pflicht endet, wenn das Einkommen unter dem Selbstbehalt liegt (derzeit ca. 1.450 € für Erwerbstätige) oder der Unterhaltspflichtige im sogenannten "Mangelfall" ist, da ihm ein Existenzminimum bleiben muss. Bei Kindesunterhalt kann die Zahlungspflicht entfallen, wenn das Einkommen des betreuenden Elternteils höher ist und der andere Elternteil nicht zahlen kann. Bei Elternunterhalt müssen Kinder erst ab einem Bruttojahreseinkommen von über 100.000 € zahlen.
Wie hoch ist der Kindesunterhalt bei geteiltem Sorgerecht?
Geteiltes Sorgerecht bedeutet nicht automatisch, dass kein Unterhalt gezahlt werden muss; es hängt vom Betreuungsmodell ab: Beim unechten Wechselmodell (ein Elternteil betreut das Kind überwiegend) zahlt der andere Elternteil klassischen Barunterhalt (abzüglich Kindergeld). Beim echten Wechselmodell (50/50-Betreuung) leisten beide Eltern anteilig Naturalunterhalt, und der besser verdienende zahlt oft einen Ausgleich an den anderen, berechnet nach ihren Einkommen, abzüglich Selbstbehalt und Kindergeld.
Was muss der Vater trotz Unterhalt zahlen?
Über den regulären Unterhaltsbedarf hinaus besteht die Möglichkeit Sonderbedarf von dem Unterhaltsschuldner zu verlangen. Dies beinhaltet beispielsweise Zahlungen für Arztrechnungen, allergiebedingte Einrichtung oder Klassenfahrten.
Wie lange muss ein Vater Unterhalt für seine Tochter zahlen?
Wie lange wird Kindern Unterhalt gezahlt? Eltern, die dazu in der Lage sind, zahlen ihren Kindern Unterhalt, solange diese bedürftig sind. Bedürftigkeit heißt hier der Zeitraum, in dem „Kinder“ sich selbst nicht ausreichend versorgen können.
Was ist, wenn der Vater nicht den vollen Unterhalt zahlen kann?
Wenn der Vater nicht den vollen Unterhalt zahlen kann, springt bei minderjährigen Kindern oft der Staat durch den Unterhaltsvorschuss ein, den das Jugendamt zahlt, und fordert das Geld später vom Vater zurück. Der Vater muss seine finanzielle Situation offenlegen; bei einem "Mangelfall", wenn das Einkommen nicht für alle reicht, wird der Unterhalt nach Rangfolge berechnet (Kind vor Ehegatten) und der Selbstbehalt des Vaters berücksichtigt. Der betreuende Elternteil sollte sich an das Jugendamt wenden, um Hilfe und Beratung zu erhalten, ggf. auch für eine Beistandschaft.
Kann man Kindesunterhalt privat regeln?
Kann man Unterhalt privat regeln? Selbstverständlich dürfen Sie nach Ihrer Trennung oder Scheidung den Unterhalt auch privat regeln. Sie können im gegenseitigen Einvernehmen mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin vereinbaren, dass und in welcher Höhe Sie Unterhalt fordern bzw. was Sie an Unterhalt zahlen.
Hat das Einkommen der Mutter beim Kindesunterhalt berücksichtigt?
Ja, das Einkommen der Mutter ist relevant, aber primär bei volljährigen Kindern und wenn der betreuende Elternteil selbst über ein deutlich höheres Einkommen als der barunterhaltspflichtige Elternteil verfügt – dann kann eine anteilige Beteiligung der Mutter am Barunterhalt gefordert werden, da der Unterhaltsbedarf nach dem gemeinsamen Einkommen beider Elternteile ermittelt wird, wobei der betreuende Elternteil seine Leistung durch Betreuung erbringt. Bei minderjährigen Kindern richtet sich der Unterhalt meist nur nach dem Einkommen des barunterhaltspflichtigen Elternteils, aber auch hier kann das höhere Einkommen der Mutter zu einer geringeren Quote des anderen Elternteils führen, solange dem Betreuenden noch ein deutlicher Vorteil bleibt.
Wie viel kostet es, den Unterhalt von einem Anwalt berechnen zu lassen?
Die Kosten für eine anwaltliche Unterhaltsberechnung variieren stark, beginnen oft bei einer Erstberatung ab ca. 190 € (zzgl. MwSt.) oder Pauschalen um 50–80 € für einfache Online-Berechnungen, können aber bei komplexen Fällen mit Aufwand und Streitwert steigen und um 300 € bis weit über 800 € (je nach Streitwert) liegen, zuzüglich Gerichts- und ggf. Zusatzkosten, wenn es zum Prozess kommt.
Wann ist der Vater vom Unterhalt befreit?
Wenn das Kind seine Ausbildung oder sein Studium abgeschlossen hat und in der Lage ist, sich selbst zu unterhalten, endet die Unterhaltspflicht der Eltern. Auch mit der Heirat eines volljährigen Kindes endet die Unterhaltspflicht der Eltern.
Was reduziert den Unterhalt?
Was den Unterhalt mindert, sind vor allem eigene Einkünfte des Unterhaltsberechtigten (z.B. Kindergeld, Job-Einkommen), bestimmte Abzüge vom Einkommen des Pflichtigen (z.B. berufsbedingte Kosten, Sozialversicherungsbeiträge, Altersvorsorge), Ehebedingte Schulden und Kosten der Kinderbetreuung, aber auch krankheitsbedingte Mehrkosten oder unbilliges Verhalten des Berechtigten, was eine Anpassung der Höhe durch das Familiengericht erfordert, um den Selbstbehalt zu wahren und Gerechtigkeit zu gewährleisten.
Wann endet die Unterhaltspflicht des Vaters?
Ein Vater muss seinem Kind Unterhalt zahlen, solange dieses sich nicht selbst versorgen kann, was in der Regel bis zum Abschluss der ersten berufsqualifizierenden Ausbildung (z.B. Lehre, Studium) dauert, auch wenn das Kind volljährig ist. Eine starre Altersgrenze gibt es nicht, entscheidend ist die Bedürftigkeit und zielstrebige Ausbildungssuche; danach besteht meist eine Erwerbspflicht. Die Unterhaltspflicht endet also, wenn das Kind durch eigene Arbeit ein Einkommen erzielen kann.
Wer legt die Höhe der Unterhaltszahlung fest?
Unterhalt wird entweder einvernehmlich durch Vereinbarung (Jugendamt, Notar) oder bei Uneinigkeit durch das Familiengericht festgelegt, welches sich dabei nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) und der Düsseldorfer Tabelle als Orientierungshilfe richtet, um die Einkommensverhältnisse zu prüfen und eine rechtsverbindliche Entscheidung zu treffen.
Was kann man alles vom Kindesunterhalt abziehen?
Beim Kindesunterhalt sind berufsbedingte Aufwendungen (Fahrtkosten, Arbeitsmittel), Beiträge zu Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen, Kranken- und Pflegeversicherungen sowie notwendige Kredite und Altersvorsorge vom Bruttoeinkommen abzugsfähig, um das unterhaltsrelevante Einkommen zu berechnen. Diese Kosten reduzieren das Einkommen, von dem der Unterhalt berechnet wird, und können bei der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastung (bis ca. 12.000 € für 2024/2025) geltend gemacht werden.
Wie hoch ist der Selbstbehalt für unterhaltspflichtige Vater 2025?
Der Selbstbehalt beträgt beim Ehegattenunterhalt bei Berufstätigkeit 1.600 Euro (Stand: 2025). Das bedeutet: Sie muss maximal 2.000 – 1.600 = 400 Euro Unterhalt an ihren Ehepartner zahlen.
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