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Wie viel kostet ein Ehevertrag?

Gefragt von: Eckhard Haase B.A.  |  Letzte Aktualisierung: 12. August 2026
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Ein Ehevertrag kostet je nach Vermögen und Komplexität zwischen einigen hundert und mehreren tausend Euro, wobei die Kosten hauptsächlich durch Notargebühren und eventuelle Anwaltskosten entstehen und sich nach dem gemeinsamen Reinvermögen richten. Bei geringem Vermögen können es nur wenige hundert Euro sein, während bei hohen Vermögenswerten die Kosten deutlich steigen, da der Geschäftswert maßgeblich für die Gebühren ist.

Wie viel kostet ein Ehevertrag beim Notar?

Die Kosten für einen Ehevertrag beim Notar richten sich nach dem gemeinsamen Vermögen (Geschäftswert) und den Regelungsinhalten, wobei sie in einfachen Fällen bei wenigen hundert Euro (z.B. ca. 300-600 €) und bei komplexen Vermögen über 100.000 € deutlich über 1.000 € steigen können, inklusive Mehrwertsteuer und Auslagen. Als Faustregel gilt oft, dass die Notarkosten ungefähr 0,5 % bis 1 % des gesamten Vermögens betragen, aber spezielle Regelungen (wie Unterhaltsverzicht) den Wert erhöhen.
 

Für wen lohnt sich ein Ehevertrag?

Ein Ehevertrag ist sinnvoll bei ungleichen Vermögen/Einkommen, bei Selbstständigkeit/Unternehmen zum Schutz der Existenz, bei Patchworkfamilien/zweiter Ehe zur Absicherung der Kinder, bei internationalen Ehen zur Klärung des Rechts, bei wesentlichen Einkommensunterschieden (z. B. Kinderbetreuung) und wenn man den gesetzlichen Versorgungsausgleich regeln oder ausschließen möchte, um finanzielle Klarheit für Scheidungsfolgen zu schaffen. 

Kann man einen Ehevertrag ohne Notar machen?

Nein, ein Ehevertrag ist ohne notarielle Beurkundung nach deutschem Recht nicht gültig (unwirksam) und bietet keinerlei rechtlichen Schutz, da die gesetzliche Formvorschrift (§ 1410 BGB) die Anwesenheit beider Ehepartner vor einem Notar zwingend vorschreibt. Der Notar stellt sicher, dass die Vereinbarungen rechtlich korrekt sind und beide Partner aufgeklärt werden, was spätere Streitigkeiten verhindern soll. Ein mündlicher Vertrag oder eine private Vereinbarung hat keine Gültigkeit.
 

Kann man einen Ehevertrag selbst schreiben?

Sinnvoll kann dies aber sein, wenn die Eheleute sich zunächst unabhängig voneinander beraten lassen möchten. Wer auf den Rechtsanwalt verzichtet, kann den Vertrag entweder selbst aufsetzen oder lässt dies den Notar erledigen. Die Beratung durch den Notar ist in den Kosten für die Beurkundung des Ehevertrags enthalten.

Was kostet ein Ehevertrag und für wen lohnt er sich? - Kanzlei Hasselbach

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Wann macht ein Ehevertrag keinen Sinn?

Wollen beide Ehepartner heiraten und anschließend Kinder bekommen, ist ein Ehevertrag meist nicht nötig. Grund dafür ist, dass üblicherweise bei einer solchen Konstellation ein Ehepartner beruflich ohnehin im Sinne der Kindesbetreuung zurücktritt.

Ist ein Vertrag ohne Notar gültig?

Die kurze Antwort auf diese Frage lautet: Nein.

Ein Vorvertrag beim Hauskauf ist nur dann gültig, wenn er notariell beurkundet ist. Ohne Notar ist ein Vorvertrag also ungültig.

Welche Nachteile hat ein Ehevertrag für die Frau?

Prinzipiell gibt es keine Nachteile beim Ehevertrag, jedoch kann eine vertragliche Splittung des Vermögens dazu führen, dass eine Frau finanziell leer ausgeht. Dies wäre gegeben, wenn sie sich um den Haushalt und die Kindererziehung kümmerte, ohne nebenbei einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.

Welche Alternativen gibt es zum Ehevertrag?

Die Hauptalternative zum Ehevertrag ist der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft, bei dem Vermögen getrennt bleibt, aber bei Scheidung ein Ausgleich des während der Ehe erzielten Mehrverdienstes (Zugewinn) stattfindet, was den "Normalfall" für unvertragte Ehen darstellt und die Partner finanziell absichert, falls ein Partner z.B. durch Kindererziehung weniger verdient. Daneben gibt es Absicherungen wie Testamente, Vorsorgevollmachten (Betreuungsverfügung) für den Fall der Entscheidungsunfähigkeit oder Miteigentumsgemeinschaften für gemeinsame Immobilien.
 

Ist eine Nikah-Ehe ohne Zeugen gültig?

Sind keine zwei Zeugen anwesend, so ist die Ehe nach deren Ansicht ungültig .

Was sollte unbedingt im Ehevertrag stehen?

Ein Ehevertrag regelt Güterstand (Zugewinn/Gütertrennung), Unterhalt und Versorgungsausgleich und muss notariell beurkundet werden, wobei beide Partner anwesend sein müssen. Wichtig ist eine faire Gestaltung, die idealerweise von Fachanwälten für Familienrecht (getrennt) und Steuerberatern geprüft wird, um spätere Anfechtungen wegen Sittenwidrigkeit oder Benachteiligung zu vermeiden. Er kann jederzeit vor oder während der Ehe geschlossen werden, idealerweise bei größeren Vermögensverschiebungen oder der Selbständigkeit, um die gesetzlichen Regelungen anzupassen. 

Was erbt die Ehefrau mit Ehevertrag?

Haben die Eheleute durch Abschluss eines Ehevertrags den Güterstand der Gütertrennung vereinbart, so erbt der überlebende Ehegatte neben Verwandten der ersten Ordnung (Kinder, Enkel, Urenkel) ein Viertel, neben Verwandten der zweiten Ordnung (insbesondere Eltern, Geschwister) oder neben Großeltern die Hälfte des ...

Was ist besser, mit oder ohne Ehevertrag?

Ein Ehevertrag kann sinnvoll sein, wenn Ihr die Folgen Eurer Ehe individuell regeln möchtet, statt Euch auf die gesetzlichen Vorschriften zu verlassen. Das geht vor der Hochzeit, aber auch nachträglich. In vielen Fällen braucht Ihr keinen Ehevertrag.

Sind Kosten für einen Ehevertrag steuerlich absetzbar?

Nein, die Kosten für einen Ehevertrag sind grundsätzlich nicht steuerlich absetzbar, da sie zu den privaten Lebenshaltungskosten zählen, laut den Suchergebnissen und laut Familienrechtsinfo.at. Ausnahmen sind sehr selten und betreffen nur rein betrieblich motivierte Inhalte, z.B. im Zusammenhang mit einem Unternehmen, wobei eine Beratung durch einen Steuerberater ratsam ist. 

Ist ein Ehevertrag nach einer Trennung sinnvoll?

Ja, auch nach der Trennung können Ehepartner noch einen Ehevertrag abschließen, um Scheidungsfolgen wie Zugewinn, Unterhalt und Versorgungsausgleich zu regeln, oft in Form einer sogenannten Trennungs- oder Scheidungsfolgenvereinbarung, die notariell beurkundet werden muss, um Klarheit zu schaffen, Kosten zu sparen und den Scheidungsprozess zu beschleunigen. Ein nachträglicher Ehevertrag ist sinnvoll, um vom gesetzlichen Güterstand abzuweichen, z.B. zur Gütertrennung, oder um spezielle Aspekte für die Scheidung zu klären.
 

Wer ist billiger, Notar oder Anwalt?

In der Regel sind Notarkosten deutlich geringer als Anwaltskosten. Das liegt vor allem daran, dass die Preise eines Notars festgelegt sind. Wenn Sie ein Testament handschriftlich aufsetzen und einen Notar nur zur Beglaubigung beauftragen, müssen Sie zudem nur eine einmalige Notargebühr zahlen.

Wem gehört das Haus ohne Ehevertrag?

Da die Vermögensaufteilung bei einer Scheidung ohne Ehevertrag nach den Grundsätzen der Zugewinngemeinschaft erfolgt, gehört eine gemeinsam während der Ehe erworbene Immobilie zum Zugewinnausgleich. Das bedeutet, dass der Wert des Hauses geteilt und beiden Ehepartnern hälftig als Zugewinn zugerechnet wird.

Was ist finanziell besser, Trennung oder Scheidung?

Bis zur rechtskräftigen Scheidung zahlt die finanziell besser gestellte Seite im Normalfall Trennungsunterhalt . Nach der Scheidung kann in bestimmten Ausnahmesituationen nachehelicher Unterhalt bezahlt werden müssen. Neben dem Ehegattenunterhalt können die Unterhaltspflichten auch Kindesunterhalt umfassen.

Wann ergibt ein Ehevertrag Sinn?

Ein Ehevertrag ist sinnvoll bei ungleichen Vermögen/Einkommen, bei Selbstständigkeit/Unternehmen zum Schutz der Existenz, bei Patchworkfamilien/zweiter Ehe zur Absicherung der Kinder, bei internationalen Ehen zur Klärung des Rechts, bei wesentlichen Einkommensunterschieden (z. B. Kinderbetreuung) und wenn man den gesetzlichen Versorgungsausgleich regeln oder ausschließen möchte, um finanzielle Klarheit für Scheidungsfolgen zu schaffen. 

Bin ich als Ehefrau für die Schulden meines Mannes haftbar?

Nein, grundsätzlich haftet jeder Ehepartner nur für seine eigenen Schulden; eine Mithaftung der Ehefrau entsteht nur bei bestimmten Ausnahmen, wie z.B. durch Verträge zur Deckung des „familiären Lebensbedarfs“ (§ 1357 BGB), Bürgschaften oder gemeinsame Konten, aber nicht automatisch für alle Schulden des Partners, vor allem nicht für vor der Ehe entstandene. 

Wie kann man eine Ehefrau absichern?

Um die Ehefrau abzusichern, sind rechtliche und finanzielle Maßnahmen wie Ehegattentestament, Erbvertrag, Vorsorgevollmachten und der Abschluss von Versicherungen (Risikolebens-, Haftpflicht-, Hausrat-, BU) entscheidend, um ihren Schutz bei Tod, Krankheit, Berufsunfähigkeit oder im Scheidungsfall zu gewährleisten, wobei die gesetzlichen Regelungen zur Witwenrente und Familienversicherung in der GKV als Basis dienen. Es gilt, Rentenlücken zu erkennen und Vermögen so zu planen, dass der Partner finanziell stabil bleibt, oft durch die Einbeziehung von Spezialisten wie Notaren, Steuerberatern und Finanzplanern. 

Was kostet ein Ehevertrag bei einem Notar?

Die Kosten für einen Ehevertrag beim Notar richten sich nach dem gemeinsamen Vermögen (Geschäftswert) und den Regelungsinhalten, wobei sie in einfachen Fällen bei wenigen hundert Euro (z.B. ca. 300-600 €) und bei komplexen Vermögen über 100.000 € deutlich über 1.000 € steigen können, inklusive Mehrwertsteuer und Auslagen. Als Faustregel gilt oft, dass die Notarkosten ungefähr 0,5 % bis 1 % des gesamten Vermögens betragen, aber spezielle Regelungen (wie Unterhaltsverzicht) den Wert erhöhen.
 

Kann man einen Ehevertrag selbst machen?

Sie können einen Ehevertrag selbst formulieren – dieser sollte jedoch stets fachmännisch geprüft werden, um zu vermeiden, dass der Ehevertrag sittenwidrig und damit unwirksam wird.

Wann gilt ein Ehevertrag nicht?

Eheverträge erweisen sich als unwirksam, wenn die Interessen eines Ehepartners in unangemessener Art und Weise benachteiligt werden und für den Verzicht zur Regelung ehebedingter Nachteile kein Ausgleich vereinbart wird. Eheverträge unterliegen der Inhaltskontrolle und Ausübungskontrolle der Familiengerichte.

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