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Wie viel darf ich beim Bürgergeld dazuverdienen?

Gefragt von: Hanna Wild B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 21. Februar 2026
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Beim Bürgergeld dürfen Sie bis zu einer bestimmten Grenze verdienen, wobei die ersten 100 € immer anrechnungsfrei sind und für höhere Beträge gestaffelte Freibeträge gelten (z. B. 20 % bis 520 €/538 €, 30 % bis 1.000 €/1.200 €), bevor Einkommen verrechnet wird; bei einem Kind erhöht sich die Grenze auf 1.500 €, so dass Sie insgesamt mehr behalten können, da ein größerer Teil des Einkommens nicht verrechnet wird.

Wird ein 520 € Job beim Bürgergeld angerechnet?

Bei einem 520-Euro-Minijob bedeutet das also für Sie: 80 % von den übrigen 420 EUR werden angerechnet – lediglich 20 % bleiben für Sie anrechnungsfrei. Ihnen stehen zusätzlich zu Ihrem Regelsatz 184 EUR zur Verfügung – oder andersherum: 336 EUR wurden Ihnen auf Ihren Regelsatz angerechnet.

Wie viele Stunden darf ich arbeiten, wenn ich Bürgergeld beziehe?

Um Bürgergeld zu bekommen, müssen Sie erwerbsfähig sein. Also, mindestens drei Stunden pro Tag arbeiten können. Und Sie müssen bereit und fähig sein, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu arbeiten. Menschen mit Behinderung, die nicht erwerbsfähig sind, können Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung bekommen.

Wie viel darf ich mit einem Minijob zu meinem Bürgergeld hinzuverdienen?

Bürgergeld & Minijob: Freibetrag berechnen – So viel bleibt 2025 / 2026 anrechnungsfrei. Minijob: Bis 603 € (556 € in 2025) monatlicher Zuverdienst neben dem Bürgergeld möglich. Freibetrag: Maximal 208,90 € (194,80 € in 2025) anrechnungsfrei (Staffel siehe weiter unten).

Wie viel darf ich mit einem Minijob zum Bürgergeld hinzuverdienen?

Gute Nachrichten für Schüler*innen und Studierende unter 25 Jahren, die Bürgergeld beziehen: Zum 1. Juli 2023 erhöht sich für sie die Freibetragsgrenze, bis zu der sie zusätzliche Einkünfte ohne Abzüge behalten dürfen, auf die Minijob-Grenze von 520 Euro.

Citizen's income & mini-job: Is that possible and what do I need to consider?

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Wie viel darf ich trotz Bürgergeld dazuverdienen?

Beim Bürgergeld dürfen Sie bis zu 100 € monatlich komplett behalten, darüber hinaus gibt es gestaffelte Freibeträge: 20 % bis 520 € (in 2024/2025), 30 % bis 1.000 € und 10 % bis 1.200 € (oder 1.500 €, wenn ein Kind da ist). Es gibt also keinen festen Betrag, sondern eine Staffelung, die mehr verdienen attraktiver macht.
 

Was darf man beim Bürgergeld 2025 dazuverdienen?

Beim Bürgergeld 2025 dürfen Sie bis 100 € komplett behalten, darüber hinaus gibt es gestaffelte Freibeträge (20 % bis 556 €, 10 % von 556 € bis 1.000 €, 10 % von 1.000 € bis 1.200 €), die den Abzug vom Bürgergeld mindern, wobei sich die genauen Grenzen nach dem Minijob-Limit (556 € in 2025) richten und sich ab 2026 auf 603 € erhöhen, was auch die Freibeträge beeinflusst. 

Welches Geld darf das Jobcenter nicht anrechnen?

Das Jobcenter darf bestimmte Dinge nicht anrechnen, darunter Hausrat, angemessenes Wohneigentum, ein Auto bis 15.000 € Wert, private Altersvorsorge (Riester, Rürup), Pflegegeld, Elterngeld, Schmerzensgeld und Einnahmen aus Ehrenämtern (bis 840 €/Jahr). Auch ein Teil des Einkommens aus Erwerbstätigkeit bleibt als Freibetrag anrechnungsfrei, ebenso bestimmte Sozialleistungen (z.B. Grundrente, Blindengeld) und Einkommen von Kindern, Schülern oder Studenten (bis 520 €/Monat), so und . 

Ist Bürgergeld besser als Mindestlohn?

Der Mindestlohn (ab 2026: 13,90 €/Std.) liegt bei Vollzeitarbeit deutlich über dem Bürgergeld, da er den Regelbedarf, Kosten der Unterkunft und weitere Sozialleistungen übersteigt; ein Minijob bis 603 €/Monat bleibt sozialversicherungsfrei, aber Werktätige mit Mindestlohn erhalten mehr Geld als Empfänger von Bürgergeld, was die These widerlegt, Arbeit lohne sich nicht. Ab dem 1. Januar 2026 erhöht sich der Mindestlohn auf 13,90 € und die Minijob-Grenze auf 603 €, was den Lohnabstand weiter vergrößert und den Minijob-Status sichert. 

Was passiert, wenn man arbeitet trotz Bürgergeld?

Wenn Sie arbeiten und Einkommen erzielen, wird dieses nach Abzug von Freibeträgen auf Ihr Bürgergeld angerechnet. Sind Sie erwerbsfähig, sind beispielsweise die ersten 100 Euro aus Ihrem Erwerbseinkommen Ihr Freibetrag und werden nicht angerechnet. Mit steigendem Einkommen steigen auch Ihre persönlichen Freibeträge.

Wie viele Stunden bei 165 Euro Job?

Bei einem 165-Euro-Job hängt die Stundenzahl vom Stundenlohn ab: Bei 10 Wochenstunden zum Mindestlohn (ca. 12,82 €/Std. 2024) sind das etwa 13 Stunden monatlich, während der Freibetrag für Empfänger von Arbeitslosengeld I ebenfalls 165 € beträgt, wobei hier die Grenze bei unter 15 Wochenstunden liegt. Generell gilt für Minijobs: 165 € / Stundenlohn = Stunden. 

Wie viel Arbeitslosengeld bekomme ich bei 1500 € Netto?

Bei 1500 € Netto erhalten Sie ungefähr 900 € Arbeitslosengeld (ALG I) ohne Kinder (60 %) oder 1005 € mit Kindern (67 %), da sich das ALG I am vorherigen Brutto-Gehalt orientiert und pauschal 60 % (oder 67 % mit Kind) des fiktiven Netto-Entgelts ausgezahlt werden. Die genaue Höhe hängt aber von Ihrem Brutto-Lohn und der Steuerklasse ab, da die Berechnung auf dem Brutto-Lohn der letzten 12 Monate basiert, von dem pauschal Abzüge abgezogen werden. 

Was bleibt von 520 Euro bei Bürgergeld?

Bei einem 520-Euro-Job (Minijob) neben dem Bürgergeld dürfen Sie von Ihrem Verdienst bis zu 184 Euro behalten, die nicht auf die Leistungen angerechnet werden, während der Rest auf Ihr Bürgergeld angerechnet wird; die ersten 100 € sind komplett anrechnungsfrei, von den restlichen 420 € (bis 520 €) sind 20 % (84 €) ebenfalls frei. Insgesamt bleibt Ihnen also ein Betrag von 184 € zusätzlich zum Bürgergeld, der Rest wird verrechnet. 

Wie viele Stunden pro Woche darf ich in einem Nebenjob arbeiten?

In Deutschland dürfen Sie mit Haupt- und Nebenjob zusammen maximal 48 Stunden pro Woche arbeiten, nach dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG). Die tägliche Höchstarbeitszeit liegt bei 8 Stunden, kann aber vorübergehend auf 10 Stunden verlängert werden, wenn in einem Ausgleichszeitraum die Mehrarbeit wieder abgezogen wird. Für Arbeitslose gelten Sonderregeln (unter 15 Stunden/Woche). 

Was ändert sich 2025 für Minijobs?

Im Jahr 2023 betrug der Mindestlohn 12 Euro, 2024 stieg er auf 12,41 Euro und 2025 liegt er bei 12,82 Euro. Entsprechend hat sich die Grenze für den Minijob von 520 Euro über 538 Euro und im Jahr 2025 auf 556 Euro erhöht. So etwas wie einen Maximallohn gibt es bei Minijobs im Umkehrschluss nicht.

Wie viel darf man beim Jobcenter dazuverdienen, ohne dass es angerechnet wird?

Beim Jobcenter gibt es Freibeträge auf Einkommen, um Erwerbstätigkeit attraktiver zu machen: Der erste Teil des Einkommens (bis 100 €) bleibt komplett frei, danach folgen gestaffelte Freibeträge (z.B. 20 % von 100 € bis 520 € und 30 % von 520 € bis 1.000 €), die vom Bruttoeinkommen abgezogen werden, bevor es auf das Bürgergeld angerechnet wird, wobei es auch Pauschalen für Fahrtkosten gibt. Diese Freibeträge erhöhen Ihr Haushaltseinkommen, da sie nicht auf Ihre Leistungen angerechnet werden.
 

Wie viel Geld darf ich als Bürgergeld-Empfänger auf dem Konto haben?

Als Bürgergeld-Empfänger dürfen Sie in der Karenzzeit (erstes Jahr) bis zu 40.000 € Vermögen haben, danach sind es 15.000 € pro Person, wobei jede weitere Person in der Bedarfsgemeinschaft zusätzlich 15.000 € haben darf. Das umfasst Sparguthaben, Aktien, Schmuck, Lebensversicherungen und den Wert eines Autos (bis 7.500 €). 

Wie kann ich mein Gehalt mit Bürgergeld aufstocken?

Wenn Ihr Einkommen nicht für Ihren Lebensunterhalt beziehungsweise den Ihrer Bedarfsgemeinschaft reicht, können Sie es mit Bürgergeld ergänzen (umgangssprachlich: aufstocken). Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie angestellt oder selbstständig sind. Sie können diese Leistung beim zuständigen Jobcenter beantragen.

Wie viel darf ich nebenbei verdienen, wenn ich Bürgergeld bekomme?

Beim Bürgergeld dürfen Sie bis zu 100 € monatlich komplett behalten, darüber hinaus gibt es gestaffelte Freibeträge: 20 % bis 520 € (in 2024/2025), 30 % bis 1.000 € und 10 % bis 1.200 € (oder 1.500 €, wenn ein Kind da ist). Es gibt also keinen festen Betrag, sondern eine Staffelung, die mehr verdienen attraktiver macht.
 

Wie viel muss ich verdienen, damit ich aus dem Jobcenter weg bin?

Um vom Jobcenter (Bürgergeld) wegzukommen, müssen Sie so viel verdienen, dass Ihr Einkommen Ihren gesamten Bedarf deckt, also Ihren Regelsatz (ca. 563 € für Alleinstehende in 2024/2026) plus Ihre angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung (KdU), plus eventuelle Mehrbedarfe. Es gibt Freibeträge, aber sobald Ihr Einkommen über bestimmten Grenzen liegt (z.B. 1200 €/1500 € mit Kind), wird es komplett verrechnet, bis Sie komplett ohne staatliche Unterstützung auskommen – das ist das Ziel. 

Wie viel Hinzuverdienst braucht Bürgergeld?

Ab dem 1. Januar 2026 wird für sie ein Verdienst von bis zu 603 Euro nicht als Einkommen beim Bürgergeld berücksichtigt. Für Menschen, die Bürgergeld beziehen und einer Erwerbstätigkeit nachgehen, gibt es Freibeträge.

Wie viel muss ich verdienen, um nicht mehr vom Jobcenter abhängig zu sein?

Bei Einkommen von bis zu 538 EUR dürfen Sie 20% behalten. Liegt Ihr Einkommen zwischen 538,01 und 1.000 EUR, bleiben 30% bei Ihnen. Ab einem Einkommen von 1.200 EUR werden 90% angerechnet ist, sodass Sie 10% behalten dürfen. Lebt ein Kind in Ihrer Bedarfsgemeinschaft gilt das erst ab 1.500 EUR.

Was kann man neben Bürgergeld noch beantragen?

Als Bürgergeld-Empfänger können Sie neben dem Regelbedarf und den Kosten für Unterkunft & Heizung auch Mehrbedarfe (z.B. für Alleinerziehende, Schwangere, Menschen mit Behinderung), einmalige Leistungen (Erstausstattung Wohnung/Kleidung, Geburt, therapeutische Geräte) sowie Leistungen für Bildung und Teilhabe (z.B. Schulausflüge) beantragen – oft formlos beim Jobcenter, das dann über notwendige Unterlagen informiert. 

Welches Einkommen wird beim Bürgergeld angerechnet?

Beim Bürgergeld werden die ersten 100 € Einkommen immer angerechnet, darüber hinaus gibt es Freibeträge: 20 % bleiben bis 520 €, 30 % bis 1.000 € und 10 % bis 1.200 € (oder 1.500 € bei minderjährigen Kindern) anrechnungsfrei, bevor das Einkommen vollständig auf die Leistung verrechnet wird; dies soll den Anreiz zum Arbeiten erhöhen. 

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