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Wie verputzt man eine Kellerwand?

Gefragt von: Eckart Dittrich B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 19. April 2026
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Kellerwände verputzt man mit der richtigen Vorbereitung (sauber, trocken) und dem passenden Putz (Kalk-, Sanier- oder Lehmputz bei Feuchte) in mehreren Schriten: Untergrund vorbereiten, Grundierung auftragen, Putz auftragen (Anwerfen oder Spachteln), abziehen und glätten, um ein schönes Raumklima zu schaffen und Feuchtigkeit sowie Schimmel vorzubeugen.

Welcher Putz für Kellerwände?

Für feuchtebelastete Wände können Sie Kalkputz, Kalk-Zement-Putz, Silikatputz, Sanierputz oder Zementputz verwenden. Bei richtig feuchten Wänden ist Zementputz das Mittel der Wahl, weil er besonders dicht und druckfest sowie gegenüber Feuchtigkeit unempfindlich ist und sogar unter Wasser aushärten kann.

Welcher Putz eignet sich am besten für Kellerwände?

Den richtigen Putz für Ihren Keller auswählen

Zementputz ist robust und eignet sich gut für den Innen- und Außenbereich. Gipsputz trocknet schnell, ist feuerhemmend und sorgt für glatte Innenwände. Für feuchte Keller benötigt man wasserfesten Putz. Er hält Feuchtigkeit fern und verhindert Schimmelbildung.

Kann ein Laie eine Wand verputzen?

Ja, als Laie kann man verputzen, besonders Innenwände mit Fertigputz oder Kalk-/Gipsputz gelingen Anfängern mit sorgfältiger Vorbereitung und Übung, oft eignen sich weniger sichtbare Bereiche wie der Keller zum Üben, während das Strukturieren etwas Übung erfordert, aber auch machbar ist. Wichtig sind die richtige Materialwahl (z.B. diffusionsoffene Mineralputze), gründliche Untergrundvorbereitung (tragfähig, sauber) und das schrittweise Arbeiten (Unterputz, Armierung, Oberputz, Grundierung).
 

Was ist besser, Sanierputz oder Kalkputz?

Wählen Sie Sanierputz bei feuchten und salzbelasteten Wänden, da er Salze und Feuchtigkeit in seinen Poren speichert und so Oberflächenschäden verhindert, während reiner Kalkputz durch seine Alkalität und hohe Diffusionsoffenheit ideal für normale Wohnräume ist, um das Raumklima zu verbessern und Schimmel vorzubeugen, aber bei Salzproblemen versagt. Die Entscheidung hängt also vom Problem ab: Sanierputz für die Sanierung, Kalkputz für gesundes Wohnklima.
 

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Was sind die Nachteile von Sanierputz?

Sanierputz hat Nachteile wie die fehlende Ursachenbekämpfung (er transportiert nur Feuchtigkeit und Salze, behebt aber nicht die Quelle), die hohe Anforderung an die Verarbeitung, die Kosten, seine Sprödigkeit und die Gefahr von Schäden durch falsche Anwendung (z. B. zu schnelle Trocknung), die zu Rissen führen kann. Zudem ist er in Bereichen mit drückendem Grundwasser nicht geeignet, und Salzausblühungen können trotz Sanierputz auftreten, wenn die Ursache nicht beseitigt ist. 

Kann man auch ohne Kalk verputzen?

Die Verwendung eines wasserundurchlässigen Portlandzementputzes anstelle einer herkömmlichen Kalkputzdeckung schränkt die Verdunstung ein . Da der Mörtel steifer als die Wand ist, bilden sich Haarrisse. Durch diese dringt Wasser ein, das sich im Mauerwerk staut.

Wann sollte man nicht verputzen?

Grundsätzlich gilt, dass man Putzmörtel bei niedrigen Temperaturen unter 5 °C sowie bei hohen Temperaturen ab 30 °C überhaupt nicht verarbeiten sollte. Doch auch während der Trocknungsphase sollten die Außentemperaturen im „grünen Bereich“ liegen, um Schäden zu vermeiden.

Was kostet 100 qm Verputzen?

Für 100 qm verputzen müssen Sie je nach Art des Putzes und ob innen oder außen mit Material und Arbeit mit ca. 1.500 € bis 8.000 € rechnen, wobei Innenwände (z.B. 15-50 €/m²) günstiger sind als Außenwände (z.B. 30-80 €/m²), mit Kosten von 1.500 € bis 5.000 € für Innenwände und 3.000 € bis 8.000 € für Außenwände. Einfache Innenputze (Gips, Kalk) liegen eher am unteren Ende, während spezielle Oberputze oder Außenputze mit Dämmung deutlich teurer sind.
 

Welcher Putz ist gut für Anfänger?

Der Putz lässt sich direkt auf die Wand auftragen. Genau deshalb eignet sich Rollputz auch gut für Anfänger, denn das Auftragen funktioniert rasch und einfach. Zusätzlich dazu ist Fertigputz auf Kalkbasis lange haltbar und aufgrund seiner Zusammensetzung auch vor Schimmelbildung geschützt.

Welches Material für Kellerwände?

Beton, insbesondere Stahlbeton oder WU-Beton, ist aufgrund seiner Festigkeit, Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit und Schädlinge eine beliebte Wahl für Kellerwände.

Kann man feuchte Kellerwände verputzen?

Zur Regelung der Feuchtigkeit im Keller können Sie auch Kalkputz verwenden, der diese in den Wänden nach außen wegtrocknet. Ein weiterer Vorteil: Kalkputz verhindert Schimmel. Müssen Sie eine Renovierung des Kellers vornehmen, weil Feuchtigkeit in die Wände zieht, dann greifen Sie zu Sanierputz.

Welche Farbe für leicht feuchte Kellerwände?

Wenn du beim Kellerstreichen alles richtig machen möchtest, hast du zwei Möglichkeiten: Silikatfarbe oder Kalkfarbe. Beide Farben sind nicht feuchtigkeitsempfindlich und hoch diffusionsoffen. So unterstützen sie optimal den Feuchtigkeits- und Gasaustausch und das Trocknen feuchter Kellerwände.

Welche Fehler kann man beim Verputzen machen?

Die sechs größten Fehler beim Verputzen

  • 1: Falsche oder fehlende Vorbereitung des Putzgrunds.
  • 2: Der Putz ist härter als sein Untergrund.
  • 3: Falscher Umgang mit den Putzwerkzeugen.
  • 4: Transport- und Lagerschäden beim Verputz.
  • 5: Zugluft durch unsauber verputzte Ecken.
  • 6: Wandverputzen bei Minustemperaturen.

Was sind die Nachteile von Kalkputz?

Kalkputz hat Nachteile wie höhere Kosten, aufwendigere und erfahrene Verarbeitung (schnelleres Anziehen, Rissgefahr bei zu schnellem Trocknen durch Zugluft), Empfindlichkeit gegenüber direktem Spritzwasser, längere Trocknungszeiten, Schwierigkeiten auf glatten Untergründen und die Notwendigkeit spezieller Farben oder Verputze (wie Silikatfarbe), um seine diffusionsoffenen Eigenschaften zu erhalten.
 

Welcher Putz schimmelt nicht?

Studien zeigen, dass erst im Zusammenhang mit der hohen Alkalität eines hydraulischen, kalkgebundenen Putzes ein optimaler und nachhaltiger Schutz gegenüber Schimmelpilzen gewährleistet werden kann. Kalkputze reagieren im Vergleich zu Gipsputzen deutlich träger auf angetragene Pilzsporen.

Ist Glätten günstiger als Verputzen?

Ja, Glätten ist in der Regel günstiger als vollständiges Verputzen, da eine dünnere Materialschicht benötigt wird und weniger Arbeitsaufwand erforderlich ist. Daher eignet es sich ideal für kleinere Oberflächenverbesserungen. Allerdings behebt Glätten tieferliegende strukturelle Probleme nicht so effektiv wie vollständiges Verputzen.

Wie viel kostet eine Verputzerfirma pro Stunde?

Der durchschnittliche Stundenlohn für Verputzer in Deutschland liegt 2023 zwischen 25 und 45 Euro. 2. Materialkosten können die Verputzerhonorare erheblich beeinflussen.

Ist es teurer, Wände zu verputzen als zu tapezieren?

Kosten: Die Verputzarbeiten können teurer sein als das Tapezieren, insbesondere wenn spezielle Putzarten oder Oberflächenstrukturen gewünscht werden. Zudem erfordert Putz in der Regel eine professionelle Hand, was die Kosten weiter in die Höhe treibt.

Welche Nachteile hat Glattputz?

Nachteile

  • ist schwierig zu verarbeiten, man muss geübt sein.
  • muss sorgfältig verarbeitet werden, da kleine Fehler schneller sichtbar werden.
  • Untergrund muss sehr eben sein, da sich Unebenheiten in der fertigen Putzoberfläche abzeichnen würden.
  • bei großen Flächen können Haarrisse entstehen.
  • teurer als Reibeputz.

Werden Wände heute noch tapeziert?

Doch heute ist das längst anders: Tapezieren ist so einfach wie noch nie und tausende Hersteller entwerfen trendige und moderne Designs. Die Zeit der Tapeten ist endlich gekommen! Ursprünglich hatten Tapeten vor allem kleine und sich wiederholende Muster, wodurch ein Raum schnell eng und klaustrophobisch wirkte.

Was muss man vor dem Verputzen machen?

Die Vorbereitung. Bevor Sie die Wand verputzen können, müssen Sie den Untergrund entsprechend vorbereiten. Sind Löcher oder andere Vertiefungen zu sehen, sollten Sie diese zunächst mit Spachtelmasse füllen und diese glatt abziehen. Damit der Putz gut haften kann, muss die Wand sauber, trocken und frei von Staub sein.

Kann ich eine gestrichene Wand mit Kalkputz verputzen?

Mineralische oder organische Putze mit nicht-elastischen Anstrichen können ohne Schwierigkeiten mit Kalk-Strukturspachtel überputzt werden.

Kann ich Kalkputz verwenden, um feuchte Wände zu verputzen?

Kalkputz im Keller kann eine effektive Lösung gegen feuchte Wände sein. Er reguliert die Feuchtigkeit, beugt Schimmel vor und verbessert die Luftqualität. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Vorteile von Kalkputz im Keller, wie er angewendet wird und welche Unterschiede es zu anderen Putzarten gibt.

Warum Kalk im Putz?

Kalkputz empfiehlt sich besonders für Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit, wie Küchen, Bäder, Schlaf- und Kinderzimmer. Kalk hat eine natürliche Alkalität (hohen pH-Wert) und ist damit antiseptisch. Schimmelpilze finden auf Kalkputz keinen Nährboden.

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