Wie verputzt man eine Innenwand?
Gefragt von: Frau Prof. Elly Lindemann B.Eng. | Letzte Aktualisierung: 10. Februar 2026sternezahl: 4.8/5 (49 sternebewertungen)
Um eine Innenwand zu verputzen, bereiten Sie zuerst den Untergrund vor (reinigen, grundieren), setzen dann Putzprofile (Schnellputzleisten) als Führungsschienen, tragen den Unterputz auf und ziehen ihn mit einer Latte glatt, lassen ihn antrocknen, bringen eine zweite Schicht oder einen Oberputz auf und glätten oder strukturieren die Oberfläche mit einem Filzbrett oder einer Glättkelle, bevor alles gut durchtrocknet.
Wie kann ich meine Innenwand selbst verputzen?
Innenwände selbst zu verputzen ist machbar und umfasst Vorbereitung (Reinigung, Abkleben, Grundieren/Sperren), das Setzen von Putzschienen (für gleichmäßige Dicke), das Auftragen von Unterputz (in 1-2 Schichten mit Abziehen), das Anbringen von Oberputz (z.B. Strukturputz) und das anschließende Glätten oder Filzen, wobei Schutzkleidung (Handschuhe!) und das Befolgen der Herstellerangaben wichtig sind.
Welchen Putz nimmt man für Innenwände?
Innenwandputz dient als glatter, schützender Untergrund für Tapeten oder Farbe, reguliert das Raumklima durch Feuchtigkeitsaufnahme und -abgabe und kann dekorativ wirken, wobei die Wahl des Putzes (z.B. Gips für schnelle Verarbeitung, Kalk für Feuchträume und Schimmelhemmung, Lehm für ein gutes Raumklima) vom jeweiligen Raum und Anspruch abhängt. Wichtige Arten sind Gipsputz, Kalkputz und Kalkzementputz, die je nach Raum (Feuchtraum, Wohnraum) und gewünschter Oberfläche (glatt, strukturiert) zum Einsatz kommen.
Kann man als Laie eine Wand verputzen?
Die gängigsten Putze für Innenräume sind Gips- und Kalkputze, die sich auch von Laien gut verarbeiten lassen, wohngesund und dabei sehr erschwinglich sind.
Welcher Putz eignet sich am besten für Innenwände?
Gipsputz, auch bekannt als Stuckputz , ist eine beliebte Wahl für Innenflächen. Gips ist ein natürlich vorkommendes Mineral, das, mit Wasser vermischt, eine glatte Paste bildet, die schnell trocknet und ein sauberes, poliertes Erscheinungsbild ergibt.
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Was nimmt man als Innenputz?
Die gängigsten Innenputzarten sind Gipsputz, Gips-Kalk-Putz, Kalkputz, Kalk-Zement-Putz und Lehmputz.
Was nimmt man zum Verputzen von Wänden?
Zum Verputzen von Wänden braucht man je nach Untergrund und gewünschter Struktur Putz (z.B. Gips-, Kalk- oder Lehmputz), Grundierung, Spachtelmasse für Unebenheiten, Putzprofile (für gerade Flächen) sowie Werkzeuge wie Kelle, Spachtel, Reibebrett und Mischgerät. Wichtig sind auch Abdeckmaterial, Klebeband, Wasserwaage und ein Mörtelmischer, um den Putz anzurühren und die Wand vorbereitet und sauber zu halten.
Ist es schwierig, eine Wand zu verputzen?
Das Verputzen einer Wand ist nicht schwer. Viele Heimwerker scheuen das Arbeiten mit Kelle und Kartätsche. Das muss nicht sein. Mit Übung und dem richtigen Werkzeug werden Ihre Wände wieder schön.
Welcher Putz ist gut für Anfänger?
Der Putz lässt sich direkt auf die Wand auftragen. Genau deshalb eignet sich Rollputz auch gut für Anfänger, denn das Auftragen funktioniert rasch und einfach. Zusätzlich dazu ist Fertigputz auf Kalkbasis lange haltbar und aufgrund seiner Zusammensetzung auch vor Schimmelbildung geschützt.
Wo fängt man beim Verputzen an?
Zunächst reinigst du gründlich den zu verputzenden Untergrund. Schlage Farbnasen oder hervorstehende Putzreste mit Hammer und Meißel ab und bürste die gesamte Fläche sorgfältig ab. Haftfähiger Putzuntergrund muss frei von losen Teilen und Staub sein, sonst kann es passieren, dass der gesamte Putz wieder abbröckelt.
Was kann man beim Verputzen falsch machen?
Die sechs größten Fehler beim Verputzen
- 1: Falsche oder fehlende Vorbereitung des Putzgrunds.
- 2: Der Putz ist härter als sein Untergrund.
- 3: Falscher Umgang mit den Putzwerkzeugen.
- 4: Transport- und Lagerschäden beim Verputz.
- 5: Zugluft durch unsauber verputzte Ecken.
- 6: Wandverputzen bei Minustemperaturen.
Kann man eine Wand feucht abwischen?
Für hartnäckigen Schmutz und Flecken empfehlen wir eine Nassreinigung. Eine Lösung aus mildem Spülmittel und Wasser kann hier Wunder wirken. Verwenden Sie einen Schwamm oder ein Tuch und wischen Sie die Wand in kreisenden Bewegungen ab.
Welcher Putz lässt sich am leichtesten verarbeiten?
Scheibenputz. Die gängigste Putzart ist gleichzeitig auch am einfachsten zu verarbeiten. Scheibenputz wird in einer Kornstärke von 1,5 bis 4 mm auf den Untergrund aufgetragen und dann mit dem Kunststoffglätter verschoben. Dadurch entsteht die besondere körnige Struktur.
Wie putze ich Wände richtig?
Um Wände zu reinigen, beginnt man mit einer Trockenreinigung (Staubwedel/Besen), gefolgt von einer Nassreinigung mit mildem Spülmittel oder spezieller Malerseife in warmem Wasser, wobei man Schwamm oder Tuch nutzt, bei starken Flecken Pasten aus Natron oder spezielle Fettlöser verwendet und immer von unten nach oben wischt, um Streifen zu vermeiden. Teste die Reinigungslösung zuerst an einer unauffälligen Stelle, um sicherzustellen, dass die Farbe nicht beschädigt wird.
Was ist der beste Putz für Innenräume?
In Deinem privat genutzen Bad kannst Du alle natürlichen Putze wie Kalk-, Kalkzement-, Gips- und Lehmputz verwenden. Diese Putze sind gut fürs Raumklima. Denn sie nehmen die Feuchtigkeit aus der Raumluft auf und geben sie wieder ab, wenn die Luft trocken ist.
Kann ich Putz mit einem Reibebrett glätten?
Die Technik des Glättens und Reibens
Um eine Putzschicht effektiv zu glätten und zu verdichten, wird das Reibebrett in kreisenden Bewegungen über die Oberfläche geführt. Diese Methode hilft, eine gleichmäßige und ebene Oberfläche zu schaffen, was für das Endresultat des Verputzprojektes entscheidend ist.
Was ist der größte Fehler beim Putzen?
Fehler: Erst saugen, dann staubwischen
Wer aber anschließend den Staubwedel zur Hand nimmt, sich an Lampen oder Schränken zu schaffen macht oder Krümel von Tisch und Anrichte wischt, macht etwas verkehrt. Denn es gilt: Immer von oben nach unten putzen, das diktiert die Schwerkraft.
Was ist besser, Zementputz oder Kalkzementputz?
Zementputz ist sehr strapazierfähig und wasserabweisend, ideal für Keller oder Sockelbereiche, aber unflexibel und weniger diffusionsoffen; Kalkzementputz kombiniert die Härte von Zement mit der Diffusionsoffenheit von Kalk, ist robuster als reiner Kalkputz, aber elastischer als Zementputz, und eignet sich daher perfekt für Innen- und Außenwände sowie Feuchträume, da er Feuchtigkeit reguliert und trotzdem mechanisch belastbar ist.
Kann man direkt auf Putz streichen?
Auf den Unterputz oder Grundputz streichen
Generell ist jeder mineralische Mörtel oder Putz ein sehr guter Untergrund für Farbe, denn die kann sich mit der porösen und rauen Putzoberfläche sehr gut verbinden.
Wann darf man nicht verputzen?
Bei zu kalten Temperaturen leidet der Mörtel, doch auch große Hitze wirkt sich negativ auf das Material und die Qualität der daraus hergestellten Putzflächen aus. Ab 30 °C sollte man generell nicht mehr verputzen.
Wie kann ich Innenwände selbst verputzen?
Um eine Innenwand selbst zu verputzen, reinigen und grundieren Sie zuerst den Untergrund, setzen Putzprofile zur Führung, tragen dann Unterputz auf, ziehen diesen mit einer Kartätsche ab und ebnen ihn, lassen ihn antrocknen, tragen Oberputz auf und strukturieren die Oberfläche nach Wunsch, wobei Sie immer Handschuhe tragen und dem Putz Zeit zum Trocknen geben sollten. Für Anfänger ist oft Rollputz eine einfachere Alternative, aber traditionelles Verputzen mit Gips-, Kalk- oder Lehmputz ist mit sorgfältiger Vorbereitung und Geduld machbar.
Was kostet es, eine 100 qm Wand zu verputzen?
Als Preise pro Quadratmeter für den vollständigen Innenputz sollten Sie demnach mindestens Kosten zwischen 30 Euro und 56 Euro einkalkulieren, zuzüglich der Kosten für das Verputzender Decke. Für den vollständigen Außenputz sollten Sie also Kosten zwischen 50 Euro und80 Euro in Ihr Budget einplanen.
Welcher Putz für Anfänger?
Die Antwort ist einfach: Rollputz ist für 95% aller DIY-Anfänger die sicherere Wahl. Er verzeiht Fehler, lässt sich korrigieren und du brauchst dafür absolut gar kein Spezialwissen. Ähnlich wie beim Autofahren: Du musst den Motor verstehen, um sicher anzukommen.
Wie lange dauert Verputzen innen?
Das Verputzen innen dauert je nach Fläche, Vorbereitung und Erfahrung zwischen einem Tag (pro Raum/ca. 20m² für Profis) und mehreren Tagen bis Wochen, wenn man alles selbst macht oder bei großen Flächen; entscheidend ist die lange Trocknungszeit (oft 1-2 Wochen oder mehr für Gipsputz), die den Gesamtprozess verlängert, auch wenn die eigentliche Arbeit nur wenige Stunden dauert.
Welche Putzschienen können im Putz bleiben?
Im Putz bleiben können vor allem Kunststoff (PVC), Edelstahl- und spezielle beschichtete verzinkte Putzschienen, da sie korrosionsbeständig sind und mit den meisten Putzarten (Gips, Kalk, Kunstharz, Lehm) harmonieren. Nicht bleiben dürfen verzinkte Schienen mit PVC-Beschichtung, da diese vor dem Trocknen entfernt werden müssen, um Schäden zu vermeiden.
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