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Wie treibt man ein Kind ab?

Gefragt von: Herr Prof. Dr. Eberhard Großmann  |  Letzte Aktualisierung: 24. April 2026
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Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch („Abtreibung“) ist bis zum Ende der 9. Schwangerschaftswoche (63. Tag) seit Beginn der letzten Monatsblutung möglich. Es werden dazu zwei Medikamente in Tablettenform eingesetzt: eines mit dem Wirkstoff Mifepriston und eines mit einem Prostaglandin.

Was muss ich tun, wenn ich abtreiben will?

Wenn Sie in Deutschland eine Abtreibung planen, müssen Sie zuerst eine staatlich anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatung aufsuchen, um einen Beratungsschein zu erhalten, der den Abbruch bis zur 12. Schwangerschaftswoche straffrei macht; danach müssen Sie eine Ärztin oder einen Arzt finden, der den Abbruch durchführt, der entweder medikamentös oder operativ erfolgen kann, abhängig von der Schwangerschaftswoche. Es gibt zwei Hauptwege: medikamentös (bis ca. 7. SSW) oder operativ (bis ca. 12. SSW), und Sie benötigen dafür eine Bescheinigung der Beratung und müssen sich an eine Praxis oder Klinik wenden. 

Wie viel kostet die Pille zum Abtreiben?

Die Kosten für eine Abtreibungspille (medikamentöser Abbruch) liegen in Deutschland meist zwischen 300 und 600 Euro, da die Medikamente und die ärztliche Betreuung bezahlt werden müssen, aber eine Narkose entfällt. Kostenübernahmen sind bei geringem Einkommen möglich, wenn ein Beratungsschein vorliegt, oder wenn eine medizinische/kriminologische Indikation besteht; die genauen Kosten variieren je nach Praxis und Region.
 

Welche Abtreibungsmethode ist besser?

Es gibt nicht die eine "bessere" Abtreibungsmethode; beide, medikamentös und operativ (meist Absaugung), sind sicher, aber unterscheiden sich in Ablauf, Zeitfenster und Erleben, wobei die Wahl von der Schwangerschaftswoche und persönlichen Präferenzen abhängen sollte, wobei ärztliche Beratung entscheidend ist. Der medikamentöse Abbruch ist oft früher möglich und erfordert keine Narkose, der operative Abbruch (Absaugung) ist ein schneller Eingriff unter Narkose oder örtlicher Betäubung und wird häufiger angewendet, wenn die Schwangerschaft weiter fortgeschritten ist (ab ca. 9-10 Wochen).
 

Wie schmerzhaft ist eine Abtreibung?

Ja, eine Abtreibung kann Schmerzen verursachen, aber das Ausmaß ist je nach Methode (medikamentös oder operativ) und individuell verschieden; operative Abbrüche werden oft unter Vollnarkose durchgeführt, während medikamentöse Abbrüche starke Menstruationskrämpfe und Blutungen auslösen können, die aber gut mit Schmerzmitteln behandelt werden können. 

Schwangerschaftsabbruch: Was Ärzte nicht sagen dürfen | Quarks Exklusiv

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Hat das Baby Schmerzen bei einer Abtreibung?

Untersuchungen hätten demnach den ernstzunehmenden Befund gezeigt, dass das Nervensystem des Babys schon so weit entwickelt ist, dass bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt die Möglichkeit von Schmerzerfahrung besteht. Wenn aber ungeborene Kinder Schmerz empfinden, spüren sie sicher Schmerz in einer Abtreibung.

Kommt man jemals über eine Abtreibung hinweg?

Manche Frauen wissen intellektuell, dass ein Schwangerschaftsabbruch die richtige Entscheidung war und bereuen ihn nicht, empfinden aber gleichzeitig Trauer über das Ende der Schwangerschaft. Mit der Zeit und im Gespräch mit anderen kann sich dies jedoch legen .

Wie viele Frauen bereuen ihren Schwangerschaftsabbruch?

Die meisten Studien zeigen, dass die überwältigende Mehrheit der Frauen einen Schwangerschaftsabbruch nicht bereut; oft empfinden sie Erleichterung, wobei Langzeitstudien (wie die "Turnaway Study" aus den USA) zeigen, dass über 95 % der Frauen ihre Entscheidung als richtig bewerten, selbst Jahre später, während eine kleinere Gruppe (ca. 6 %) negative Emotionen erlebt und eine bessere Unterstützung wünscht. 

Wie schnell ist der Abtreibungstermin?

Ein Abtreibungstermin kann sehr schnell vergeben werden, oft innerhalb weniger Tage nach der ersten Kontaktaufnahme, abhängig vom Bundesland und der gewählten Methode (medikamentös oder operativ), wobei gesetzlich eine 3-tägige Bedenkzeit nach der verpflichtenden Beratung einzuhalten ist; die Frist für einen Abbruch liegt meist bis zur 12. Schwangerschaftswoche (SSW) bzw. 14. SSW (nach letzter Periode), mit unterschiedlichen Fristen für Medikamente (oft bis 9. SSW) und Operationen (oft bis 12. SSW). 

Wie kann man eine frühe Schwangerschaft beenden?

Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch („Abtreibung“) ist bis zum Ende der 9. Schwangerschaftswoche (63. Tag) seit Beginn der letzten Monatsblutung möglich. Es werden dazu zwei Medikamente in Tablettenform eingesetzt: eines mit dem Wirkstoff Mifepriston und eines mit einem Prostaglandin.

Welche Strafe droht bei Abtreibung?

Ein Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland grundsätzlich nach § 218 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bedroht, aber in der Praxis meist strafbar, wenn er innerhalb von 12 Wochen nach der Empfängnis nach einer verpflichtenden Beratung durch einen Arzt durchgeführt wird (Beratungsregelung, § 218a StGB) oder bei medizinischer/kriminologischer Indikation. Wer den Abbruch durchführt (Arzt/Arzthelfer) wird härter bestraft, wenn die Schwangere nicht einwilligt oder die Regeln verletzt, während die Schwangere selbst bei der „Beratungsregelung“ nicht strafbar ist. 

Kann man direkt beim Frauenarzt abtreiben?

Eine Schwangerschaft kann operativ oder mit Medikamenten abgebrochen werden („Abtreibung“). Der operative Schwangerschaftsabbruch (Absaugung) wird in der Regel ambulant in einer Klinik oder Arztpraxis durchgeführt.

Ist die Abtreibungspille rezeptfrei erhältlich?

Die Abtreibungspille nehmen Sie unter ärztlicher Aufsicht bei den Fachleuten ein, die den Schwangerschaftsabbruch durchführen. Denn das Medikament ist nicht frei verkäuflich oder auf Rezept erhältlich.

Was führt zu einem natürlichen Abort?

Medizinische Probleme wie z.B. ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), hormonelle Veränderungen, anatomische Veränderungen der Gebärmutter, Gerinnungsstörungen und Infektionen können eine Rolle spielen.

Was tun, wenn ich schwanger bin und es nicht will?

Wenn Sie ungewollt schwanger sind, gibt es professionelle, anonyme und kostenfreie Beratungsstellen (wie das Hilfetelefon „Schwangere in Not“ oder Pro Familia), die Ihnen bei der Entscheidung helfen – ob Austragen oder Abbruch ( Abtreibung). Die Schwangerschaftskonfliktberatung (Schwangerschaftskonfliktberatung) ist für einen Abbruch in den ersten 12 Wochen verpflichtend, ergebnisoffen und wird mit einer Bescheinigung bestätigt, die für einen straffreien Abbruch nötig ist. Sie können sich auch über Möglichkeiten wie vertrauliche Geburt informieren. 

Wie sage ich meinem Frauenarzt, dass ich abtreiben will?

Wenn die Ärztin oder der Arzt nicht selbst Schwangerschaftsabbrüche vornimmt, kann sie oder er informieren, wo ein Abbruch möglich ist. Auch Beratungsstellen haben meist Listen von Praxen und Kliniken in der Region.

Kann man in der 1. SSW abtreiben?

Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch ist bis zur 9. Schwangerschaftswoche (SSW) möglich. Dazu werden der Wirkstoff Mifepriston (Handelsname des Präparats: Mifegyne®) und ein Prostaglandin (bekannt unter dem Handelsnamen Cytotec®), eingesetzt.

Wann ist es zu spät, um abzutreiben?

Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.
 

Was ist besser, medikamentöse oder operative Abtreibung?

Es gibt keine pauschal "bessere" Methode; sowohl medikamentöse als auch operative Abtreibungen sind sehr sicher, aber sie unterscheiden sich in Ablauf, Dauer und dem Erleben für die Frau, wobei die Wahl oft von der Schwangerschaftswoche und den persönlichen Präferenzen abhängs, betont www.familienplanung.de und www.familienplanung.de. Der medikamentöse Abbruch dauert länger (mehrere Tage), fühlt sich natürlicher an und erfordert keine Narkose, kann aber stärkere Blutungen und Krämpfe verursachen, während der operative Abbruch (Absaugung) schneller unter Narkose abläuft und meist leichtere Blutungen nach sich zieht, aber ein kleinerer Eingriff ist. Die Entscheidung sollte nach ausführlicher ärztlicher Beratung getroffen werden, oft ist bis etwa zur 9. Woche die Wahl zwischen beiden Methoden möglich, danach muss operativ abgebrochen werden. 

Welche Frauen treiben am meisten ab?

Schwangerschaftsabbrüche je 10.000 Frauen nach Altersgruppen in Deutschland (1996-2023) Am häufigsten werden Schwangerschaftsabbrüche bei 25- bis 29-jährigen Frauen vorgenommen, gefolgt von den 30- bis 34-jährigen Frauen.

Was ist der häufigste Grund für Abtreibungen?

100 % der Frauen, die in einem Schwangerschaftskonflikt aufgrund von Einflussnahme durch Familie, Arbeitgeber oder andere Personen standen, 74 % der Frauen in finanzieller Not und 73 % der Frauen mit Problemen in der Partnerschaft, also alles äußere Faktoren, aufgrund derer eine Frau über eine Abtreibung nachdachte, ...

Wie geht es Frauen nach der Abtreibung?

In den ersten Tagen nach dem Schwangerschaftsabbruch können Beschwerden wie Schmerzen und Blutungen auftreten. Ein Abbruch kann eine belastende Situation sein, hat aber meist keine langfristigen körperlichen oder psychischen Folgen. Bei Problemen wendet man sich an die Arztpraxis oder eine Beratungsstelle.

Wie viele Beziehungen scheitern nach einer Abtreibung?

Statistiken zeigen, dass Partnerschaften nach einem Schwangerschaftsabbruch oft unter Druck geraten, wobei neuere Daten darauf hindeuten, dass Frauen, die abtreiben, häufig bereits in instabileren Beziehungen sind und eine höhere Trennungsrate haben als Frauen, die das Kind austragen – manche Studien sprechen von bis zu vier von fünf Partnerschaften, die scheitern, was jedoch stark von der Beziehungsqualität vor dem Abbruch abhängig ist. Während einige Paare durch die Erfahrung enger zusammenwachsen, erleben andere Distanz, insbesondere wenn die Gefühle unterschiedlich verarbeitet werden, was die Entscheidung komplex macht und die bestehende Beziehung belastet. 

Wie lange trauer man nach einer Abtreibung?

Fünf Jahre nach der Abtreibung hatte die große Mehrheit der Frauen (84 %) entweder überwiegend positive oder gar keine Gefühle bezüglich ihrer Entscheidung. Insgesamt 6 % äußerten überwiegend negative Gefühle. Es gab jedoch keinen Hinweis, dass mit der Zeit die negativen oder positiven Emotionen wieder ansteigen.

Wird man nach einer Abtreibung schwieriger schwanger?

Nein, eine medizinisch korrekt durchgeführte Abtreibung hat in der Regel keine negativen Auswirkungen auf die zukünftige Fruchtbarkeit; Sie können oft schon im nächsten Zyklus wieder schwanger werden, da die Fruchtbarkeit meist erhalten bleibt, es sei denn, es kommt zu schweren Komplikationen wie Infektionen. Frühere Studien zeigten möglicherweise ein erhöhtes Risiko für Komplikationen bei späteren Schwangerschaften (z. B. Frühgeburt), aber neuere Forschungen legen nahe, dass dieses Risiko bei komplikationslosen Eingriffen gering ist, auch bei zeitnaher erneuter Schwangerschaft. 

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