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Wie teuer ist eine medikamentöse Abtreibung?

Gefragt von: Andrej Hecht  |  Letzte Aktualisierung: 27. Februar 2026
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Kosten nach der Beratungsregelung Für einen Schwangerschaftsabbruch muss man mit Kosten zwischen 300 und 700 Euro rechnen, je nach gewählter Methode (operativ oder medikamentös) und Narkoseart. Der medikamentöse Abbruch kostet weniger als der operative, da keine Narkose notwendig ist.

Wie viel kostet das Abtreiben von Medikamenten?

Allgemein gilt: Die Kosten für einen ambulanten Schwangerschaftsabbruch (egal, ob mit Tabletten oder per Absaugung) liegen zwischen 350 und 600 Euro. Dabei kostet eine medikamentöse Abtreibung weniger als ein instrumenteller Abbruch.

Wie lange ist medikamentös abtreiben möglich?

Ein medikamentöser Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland bis zum Ende der 9. Schwangerschaftswoche möglich, genauer gesagt bis zum 63. Tag nach Beginn der letzten Menstruation, wobei eine ärztliche Beratung und eine Wartezeit von drei Tagen vorgeschrieben sind. Dabei werden zwei Medikamente (Mifepriston und ein Prostaglandin) eingenommen, die die Schwangerschaft beenden, was sich über mehrere Tage erstrecken kann. Bei älteren Schwangerschaften (ab der 9. Woche) ist oft nur noch der operative Abbruch möglich. 

Ist die Abtreibungspille kostenlos?

Ein Schwangerschaftsabbruch wird von der Krankenkasse übernommen, wenn eine medizinische oder kriminologische Indikation vorliegt. Für einen Schwangerschaftsabbruch auf eigenen Wunsch müssen die Kosten selbst getragen werden.

Wie sicher ist ein medikamentöser Abbruch?

Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch ist eine sehr sichere und effektive Methode, wenn er unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt wird, mit einer Erfolgsquote von etwa 95 bis 98 %. Komplikationen sind selten, können aber starke Blutungen oder unvollständige Abbrüche sein, weshalb eine Nachkontrolle (oft durch einen Schwangerschaftstest nach einigen Wochen) unerlässlich ist, um sicherzustellen, dass die Schwangerschaft vollständig beendet wurde. Auch ein Abbruch zu Hause ist möglich und sicher, solange eine telemedizinische Betreuung vorhanden ist, sagen aktuelle Studien. 

Abtreibung - wie funktioniert ein Schwangerschaftsabbruch mit Tabletten?

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Wie schmerzhaft ist die Abtreibungspille?

Die Abtreibungspille kann für manche Frauen eine unangenehme Erfahrung sein. Die Abtreibungspille verursacht Unterleibsschmerzen, die mehrere Stunden andauern können. Etwa so, wie sehr starke Menstruationskrämpfe. Andere mögliche Nebenwirkungen der Abtreibungspille sind Übelkeit, Erbrechen, Schüttelfrost und Durchfall.

Wann ist eine Spättabtreibung erlaubt?

Ein Spätabbruch ist straffrei, wenn eine medizinische Indikation vorliegt – beispielsweise, wenn pränataldiagnostische Untersuchungen, die erst nach der 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden können, Hinweise auf schwere Fehlbildungen des ungeborenen Kindes geben.

Welche Strafe droht bei Abtreibung?

Ein Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland grundsätzlich nach § 218 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bedroht, aber in der Praxis meist strafbar, wenn er innerhalb von 12 Wochen nach der Empfängnis nach einer verpflichtenden Beratung durch einen Arzt durchgeführt wird (Beratungsregelung, § 218a StGB) oder bei medizinischer/kriminologischer Indikation. Wer den Abbruch durchführt (Arzt/Arzthelfer) wird härter bestraft, wenn die Schwangere nicht einwilligt oder die Regeln verletzt, während die Schwangere selbst bei der „Beratungsregelung“ nicht strafbar ist. 

Wie viel kostet ein Abbruch einer Pille?

für einen ambulanten Schwangerschaftsabbruch liegen in Deutschland zwischen 350 und 800 Euro. Der Preis unterscheidet sich je nach Methode, eventueller Betäubungsart und Praxis. Bei einer stationären Aufnahme kommen die Kosten für den Krankenhausaufenthalt hinzu.

Was ist besser, medikamentöse oder operative Abtreibung?

Es gibt keine pauschal "bessere" Methode; sowohl medikamentöse als auch operative Abtreibungen sind sehr sicher, aber sie unterscheiden sich in Ablauf, Dauer und dem Erleben für die Frau, wobei die Wahl oft von der Schwangerschaftswoche und den persönlichen Präferenzen abhängs, betont www.familienplanung.de und www.familienplanung.de. Der medikamentöse Abbruch dauert länger (mehrere Tage), fühlt sich natürlicher an und erfordert keine Narkose, kann aber stärkere Blutungen und Krämpfe verursachen, während der operative Abbruch (Absaugung) schneller unter Narkose abläuft und meist leichtere Blutungen nach sich zieht, aber ein kleinerer Eingriff ist. Die Entscheidung sollte nach ausführlicher ärztlicher Beratung getroffen werden, oft ist bis etwa zur 9. Woche die Wahl zwischen beiden Methoden möglich, danach muss operativ abgebrochen werden. 

Kann man im 4. Monat abtreiben?

Das bedeutet, dass eine Schwangerschaft innerhalb der ersten drei Schwangerschaftsmonate ohne Vorliegen eines medizinischen Grundes abgebrochen werden kann. Voraussetzung ist, dass vor dem Abbruch ein Aufklärungsgespräch stattfindet und der Abbruch von einer Ärztin oder einem Arzt durchgeführt wird.

Kann jeder Frauenarzt die Abtreibungspille verschreiben?

Nein, nicht jeder Frauenarzt verschreibt die Abtreibungspille, aber grundsätzlich dürfen Ärztinnen und Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, sie verschreiben, da sie nur an zugelassene Praxen oder Kliniken abgegeben wird und nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden darf. Es handelt sich um einen regulären medizinischen Eingriff, der eine ärztliche Betreuung, eine verpflichtende Schwangerschaftskonfliktberatung (meist drei Tage vorher) und eine Nachuntersuchung erfordert. Ärztinnen und Ärzte sind jedoch berechtigt, Schwangerschaftsabbrüche generell abzulehen, auch wenn ein ausreichendes Angebot an Einrichtungen gewährleistet werden muss.
 

Welche Gefühle erleben Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch?

Nach einem Schwangerschaftsabbruch sind die Gefühle sehr individuell und reichen von Erleichterung, Freude oder auch einem Gefühl der Stärke bis hin zu Trauer, Schuld, Angst, Niedergeschlagenheit, Wut und hormonell bedingten Stimmungsschwankungen, die oft auch mit körperlichen Reaktionen wie Schmerzen und Blutungen einhergehen können, wobei die Verarbeitung stark von den persönlichen Umständen (z.B. Druck, Lebenssituation, moralische Einstellung) abhängt. Es gibt keine pauschale "normale" Reaktion, und professionelle Beratung bei Beratungsstellen wie pro familia oder donum vitae ist eine wichtige Anlaufstelle. 

Warum darf man bis zur 12. Woche abtreiben?

In Deutschland erlaubt das Gesetz einen Schwangerschaftsabbruch bis zur 12. Woche (eigentlich Ende der 14. SSW) nach einer verpflichtenden Beratung (§ 218a StGB), weil in dieser frühen Phase die Abwägung zwischen dem Grundrecht der Schwangeren auf Selbstbestimmung und dem Schutz des ungeborenen Lebens eine Straffreiheit ermöglicht, da das Fötus noch nicht als voll entwickelt gilt und die Risiken für die Mutter in dieser Phase geringer sind als später. Eine weitere Option besteht bei medizinischer Indikation (Gefahr für Leib/Leben der Mutter) oder kriminologischer Indikation (z.B. Vergewaltigung) auch über die 12. Woche hinaus, da hier die Notlage der Frau im Vordergrund steht. 

Was tun bei ungewollter Schwangerschaft?

Bei einer ungewollten Schwangerschaft solltest du dich umgehend an eine ärztliche Beratungsstelle (z.B. Pro Familia, AWO) oder deinen Gynäkologen/ Hausarzt wenden, um alle Optionen (Schwangerschaftsabbruch, Austragen mit Unterstützung) zu besprechen und einen notwendigen Beratungsschein zu erhalten; auch anonyme Hilfe gibt es beim Hilfetelefon 0800 40 40 020. Die Beratung ist kostenfrei, vertraulich und ergebnisoffen, um dir bei der Entscheidungsfindung zu helfen, bevor du ggf. eine Abtreibung in Betracht ziehst, die in Deutschland meist innerhalb der ersten 12 Wochen straffrei möglich ist.
 

Ist die erste Abtreibung gratis?

Nein, eine erste Abtreibung ist in Deutschland grundsätzlich nicht automatisch kostenlos, aber die Kosten können für Frauen mit geringem Einkommen übernommen werden; die ärztliche Beratung und Nachsorge zahlt die Krankenkasse immer. Die Kosten für den Eingriff selbst (ca. 300–800 €) trägt man selbst, wenn das Einkommen über einer bestimmten Grenze liegt (oft < 1.500 € netto/Monat), aber man kann eine Übernahme beantragen, wenn man bedürftig ist, wobei dann das Bundesland oder die Krankenkasse zahlt. 

Was kostet die Tablette zum Abtreiben?

Die Kosten eines Schwangerschaftsabbruchs

Die von Ihnen zu tragenden Kosten belaufen sich auf ungefähr 300 bis 800 € je nach Praxis, Methode und Versicherung.

Wie schmerzhaft ist eine medikamentöse Abtreibung?

Ein medikamentöser Schwangerschaftsabbruch verursacht Schmerzen, die oft mit starken Menstruationskrämpfen (Regelschmerzen) vergleichbar sind, ausgelöst durch die Kontraktionen der Gebärmutter, begleitet von starken Blutungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Schüttelfrost, wobei Schmerzmittel zur Linderung bereitgestellt werden. Die Intensität variiert, aber Krämpfe und Blutungen können mehrere Stunden bis Tage andauern und sind ein normaler Teil des Prozesses.
 

Wer zahlt die medikamentöse Abtreibung?

Die Kosten für einen medikamentösen Schwangerschaftsabbruch werden in Deutschland meist von der Krankenkasse übernommen, wenn eine medizinische oder kriminologische Indikation vorliegt; bei einem Abbruch auf eigenen Wunsch müssen die Kosten in der Regel selbst getragen werden, es sei denn, es besteht ein geringes Einkommen, dann können die Länder oder Sozialämter einspringen. Es ist wichtig, vorab bei der Krankenkasse oder einer Beratungsstelle (z.B. Pro Familia) einen Antrag zu stellen, da die Übernahme nicht automatisch erfolgt. 

Wann ist die Spättabtreibung?

Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.
 

Wann ist Abtreibung illegal?

In Deutschland ist ein Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich rechtswidrig, aber straffrei bis zur 12. Schwangerschaftswoche (gerechnet ab der letzten Regelblutung), wenn eine obligatorische Beratung bei einer anerkannten Stelle erfolgt und eine mindestens dreitägige Wartezeit zwischen Beratung und Eingriff eingehalten wird, so das Bundesverfassungsgericht und Bundestag. Ohne diese Frist und Beratung bleibt er strafbar, außer bei medizinischer (Lebens- oder Gesundheitsgefahr) oder kriminologischer Indikation (z.B. nach Vergewaltigung). 

Was muss ich tun, wenn ich abtreiben will?

Wenn Sie in Deutschland eine Abtreibung planen, müssen Sie zuerst eine staatlich anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatung aufsuchen, um einen Beratungsschein zu erhalten, der den Abbruch bis zur 12. Schwangerschaftswoche straffrei macht; danach müssen Sie eine Ärztin oder einen Arzt finden, der den Abbruch durchführt, der entweder medikamentös oder operativ erfolgen kann, abhängig von der Schwangerschaftswoche. Es gibt zwei Hauptwege: medikamentös (bis ca. 7. SSW) oder operativ (bis ca. 12. SSW), und Sie benötigen dafür eine Bescheinigung der Beratung und müssen sich an eine Praxis oder Klinik wenden. 

Kann man im 4. Monat noch abtreiben?

Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch („Abtreibung“) ist bis zum Ende der 9. Schwangerschaftswoche (63. Tag) seit Beginn der letzten Monatsblutung möglich.

Wie viel kostet eine Spättabtreibung?

Kosten nach der Beratungsregelung

Für einen Schwangerschaftsabbruch muss man mit Kosten zwischen 300 und 700 Euro rechnen, je nach gewählter Methode (operativ oder medikamentös) und Narkoseart. Der medikamentöse Abbruch kostet weniger als der operative, da keine Narkose notwendig ist.

Was gibt es für Alternativen zur Abtreibung?

Wir haben Informationen über Pflegefamilien für Dich gesammelt!

  • Adoption.
  • Anonyme Geburt.
  • Babyklappe/Babynest.
  • Abtreibung.