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Wie teuer ist eine kautionsbürgschaft?

Gefragt von: Herr Julian Urban B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 22. Januar 2026
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Eine Kautionsbürgschaft kostet meist zwischen 4 % und 6 % der Kautionssumme pro Jahr, wobei der Betrag je nach Anbieter (Versicherung oder Bank) und Tarif variiert; oft gibt es auch Mindestgebühren. Beispielsweise zahlt man für eine Kaution von 1.500 € bei einem Satz von 4,7 % rund 70 € im Jahr, also etwa 5,80 € monatlich, ohne weitere Kosten.

Wie viel kostet eine Mietkautionsbürgschaft?

Eine Mietkautionsbürgschaft kostet in der Regel zwischen 4 % und 6 % der Kautionssumme pro Jahr, oft als monatlicher oder jährlicher Beitrag, wobei Anbieter wie R+V schon ab ca. 2 % im Jahr starten und Tarife wie 4,7 % üblich sind, sodass bei 1.500 € Kaution beispielsweise 60 € bis 75 € pro Jahr fällig werden können, um sich die Barkaution zu sparen. Die genauen Kosten hängen vom Anbieter und dem Leistungsumfang ab, z.B. ob sie eine „Bürgschaft auf erstes Anfordern“ ist. 

Wie hoch sind die Kosten für eine Bankbürgschaft?

Die Kosten für eine Bankbürgschaft (Aval) liegen meist zwischen 1,5 % und 3 % der Bürgschaftssumme pro Jahr, können aber je nach Bonität und Risiko auch höher (bis zu 11 %) ausfallen. Banken berechnen eine Avalprovision (jährlich), oft zzgl. einer einmaligen Bearbeitungsgebühr, wobei der Satz vom individuellen Ausfallrisiko und der Bürgschaftshöhe abhängt. Versicherungen sind oft eine günstigere Alternative (ab ca. 0,5-1,4 % p.a.) mit geringerem Aufwand.
 

Wie hoch sind die Kosten für eine Mietkautionsversicherung?

Die Kosten einer Mietkautionsversicherung liegen meist bei jährlich 3 bis 5 Prozent der Kautionssumme, oft um die 4,5 % bis 4,7 %, ohne weitere Gebühren wie bei einer Bankbürgschaft. Das bedeutet, bei einer Kaution von 1.800 € zahlt man rund 60 bis über 80 € pro Jahr, wobei es Tarife ab etwa 2 € monatlich gibt, abhängig von Anbieter und Kautionshöhe. 

Welche Nachteile hat eine Mietkautionsbürgschaft?

Nachteile der Mietkautionsbürgschaft sind die laufenden, nicht erstattungsfähigen Jahresgebühren, die Bonitätsprüfung, die sie nicht für jeden zugänglich macht, und dass der Vermieter sie nicht akzeptieren muss, sowie die persönliche Nachschusspflicht im Schadensfall, falls die Bürgschaft nicht als "auf erstes Anfordern" ausgestaltet ist, was die Kosten für Mieter langfristig über die Höhe einer regulären Kaution treiben kann, da Zinserträge entfallen.
 

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Was ist besser, Bürgschaft oder Kaution?

In der Regel ist eine Kautionsversicherung einer Bankbürgschaft klar vorzuziehen. Aufgrund rechtlicher Regelungen ist die Bankbürgschaft zu stark benachteiligt, um mit den deutlich besseren Konditionen einer Kautionsversicherung konkurrieren zu können.

Wird eine Mietbürgschaft in die Schufa eingetragen?

Eine Bürgschaft wird in die jeweilige SCHUFA-Auskunft des Bürgen eingetragen. Zwar beeinflusst dieser Eintrag den SCHUFA-Score des Bürgen nicht negativ. Allerdings kann allein ein Eintrag an sich schon dafür sorgen, dass der Bürge von einigen Banken abgelehnt wird, wenn er selbst mal einen Kredit braucht.

Kann ein Vermieter eine Mietkautionsversicherung ablehnen?

Vermieter dürfen auch alternative Bürgschaften ablehnen

Auch hier gilt: Vermieter müssen die Alternative nicht akzeptieren, so wie sie auch die Mietkautionsversicherung oder die Mietkautionsbürgschaft nicht akzeptieren müssen, bzw. schlicht ablehnen können.

Welche Alternativen gibt es zur Mietkaution?

Eine Bankbürgschaft als Alternative zur Mietkaution ist ein von einer Bank ausgestelltes Dokument, das als Zahlungsversprechen an den Vermieter für den Fall dient, dass der Mieter seinen Verpflichtungen aus dem Mietvertrag nicht nachkommen kann. Im Wesentlichen fungiert die Bank als Bürge für den Mieter.

Was bekommt der Vermieter bei einer Mietkautionsversicherung?

Die von kautionsfrei.de angebotene Mietkautionsversicherung ist eine Mietbürgschaft der R+V Versicherung. Der Vermieter bekommt hier statt der sonst üblichen Barkaution eine Bürgschaftsurkunde der R+V als Absicherung; sie könne das Geld für die Mietkaution behalten.

Wie hoch sind Bürgschaftskosten?

Was Banken für eine Bürgschaft berechnen

Die Kosten variieren zwischen 1,5 % und 3 %. Wird also beispielsweise ein Avalkredit von 1.000 € aufgenommen, liegt die Summe bei 15 bis 30 €. Der ermittelte Betrag muss bis zum Ablauf der Bürgschaft gezahlt werden.

Wie hoch ist die Gebühr für eine Bankbürgschaft?

Die Kosten belaufen sich im Gesamten auf 1,5 bis 6 Prozent. Bei einer Bürgschaft über 100.000 Euro entspricht dies rund 1500 bis 6000 Euro, die für die Bürgschaft jährlich zu entrichten sind. Ein großer Preisunterschied! Die Anzahlungsbürgschaft über eine Versicherungsgesellschaft ist in den meisten Fällen preiswerter.

Welche Nachteile hat eine Kautionsversicherung?

Nachteile der Kautionsversicherung sind vor allem die laufenden Kosten (verlorenes Geld), da die jährlichen Prämien nicht zurückgezahlt werden, die Abhängigkeit von Bonität, die mangelnde Akzeptanz durch manche Vermieter und die bestehende Nachschusspflicht, wenn die Versicherung an den Vermieter zahlt, die der Mieter zurückzahlen muss, oft auch gerichtlich. Zudem gibt es bei manchen Anbietern eingeschränkte Haftung oder komplizierte Schadensregulierungen, was sie langfristig teurer machen kann als eine klassische Barkaution.
 

Was sind die Nachteile einer Bürgschaft?

Die Hauptnachteile einer Bürgschaft liegen im hohen finanziellen Risiko für den Bürgen, der im Ernstfall komplett für die Schulden des Kreditnehmers haftet, bis hin zum eigenen Ruin. Hinzu kommen belastete persönliche Beziehungen, eine Verschlechterung der eigenen Bonität (Schufa-Eintrag), keine direkte finanzielle Gegenleistung für den Bürgen und die Tatsache, dass die Bürgschaft nicht einfach kündbar ist und sogar vererbt werden kann. 

Was tun, wenn man kein Geld für die Kaution hat?

Wenn Sie kein Geld für die Mietkaution haben, gibt es Alternativen wie eine Mietkautionsbürgschaft (Mietkautionsversicherung bei Banken/Anbietern oder durch Familienmitglieder), ein verpfändetes Sparbuch/Depot mit Wertpapieren oder auch ein direkter Antrag auf Mietkautionsbürgschaft über Drittanbieter (wie die Deutsche Kautionskasse) – diese lösen das Problem, ohne dass Sie hohe Einmalbeträge zahlen müssen, aber oft gegen eine jährliche Gebühr oder Zinsen. Eine weitere Möglichkeit ist, mit dem Vermieter zu verhandeln, ob er eine Ratenzahlung oder eine andere Form der Sicherheit akzeptiert. 

Welche Möglichkeiten gibt es, eine Kaution zu hinterlegen?

Üblich sind drei verschiedene Wege, die Kaution zu zahlen. Mieterinnen und Mieter überweisen Vermieterinnen oder Vermietern die Kaution, die den Betrag dann auf ein Kautionskonto einzahlen. Die zweite Option: Die mietende Partei zahlt das Geld auf ein Sparbuch ein und verpfändet es an die vermietende Partei.

Wo kann man sich Geld für eine Kaution leihen?

Geld für die Mietkaution bekommen Sie durch einen Kautionskredit, eine Mietbürgschaft (z. B. über eine Bank oder Versicherung), einen Ratenkredit oder Dispokredit, wobei letzterer teuer ist. Auch das Jobcenter kann bei Bürgergeld-Empfängern helfen, indem es die Kaution als Darlehen übernimmt und direkt an den Vermieter zahlt. Alternativen sind die Ratenzahlung über den Vermieter oder Hilfe von Familie und Freunden.
 

Welche Nachteile hat eine Mietkautionsbürgschaft für Vermieter?

Nachteile für Vermieter:

  • Der Kautionsbetrag steht nicht zur freien Verfügung, sondern muss zu den Bedingungen eines Sparbuches angelegt und verwaltet werden.
  • Die Kaution muss zuzüglich Zinsen nach Beendigung des Mietverhältnisses an den Mieter zurückgezahlt werden (vorausgesetzt der Vermieter stellt keine Forderungen).

Ist eine unbegrenzte Mietbürgschaft möglich?

Mietbürgschaft kann der Höhe nach unbegrenzt sein. Die im Bürgerlichen Gesetzbuch festgelegte Grenze von drei Monatsmieten gilt für die vom Mieter gestellte Kaution, nicht aber für mögliche Mietausfallbürgschaften von Dritten. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.

Wie viel kostet eine Mietbürgschaft?

Die Kosten einer Mietbürgschaft (oft als Mietkautionsversicherung) liegen meist zwischen 3 % und 10 % der Kautionssumme pro Jahr, je nach Anbieter und Tarif, mit Beispielen um die 4-5 %, was bei einer Kaution von 1.500 € jährlichen Kosten von ca. 75-150 € entspricht, aber nicht erstattet wird. Es fallen keine einmaligen Gebühren an, nur die laufenden Beiträge, solange die Bürgschaft besteht. 

Welche Unterlagen brauche ich für eine Mietbürgschaft?

Um eine Mietbürgschaft zu beantragen, benötigen Sie folgende Unterlagen:

  • Personalausweis.
  • Mietvertrag.
  • Belege für Sicherheiten, zum Beispiel einen Einkommensnachweis.

Kann man mit negativer Schufa eine Wohnung mieten?

Ja, eine Wohnung trotz negativer SCHUFA zu mieten ist möglich, aber schwieriger; Sie können Ihre Chancen mit einer Mietbürgschaft, einer Mietschuldenfreiheitsbescheinigung, Mietvorauszahlungen, dem Anbieten anderer Sicherheiten (wie Kontoauszüge/Einkommensnachweise) oder durch die Suche bei privaten Vermietern erhöhen, die nicht immer eine Bonitätsprüfung verlangen. Auch ein schufafreier Hauptmieter kann helfen, aber Offenheit und andere Nachweise über Ihre Zahlungsfähigkeit sind entscheidend. 

Welche Bank macht keine Schufa-Abfrage?

Es gibt Banken und Zahlungsdienstleister (oft Neobanken), die Girokonten ohne SCHUFA-Abfrage anbieten, darunter Monese, Revolut, Trade Republic, Wise und bunq, die sich auf Debitkarten-basierte Konten spezialisieren, bei denen die Bonität weniger im Fokus steht; auch manche Geschäftskonten wie bei Finom sind schufafrei, aber für ein reguläres, vollumfängliches Girokonto in Deutschland ist eine SCHUFA-Prüfung üblich, weshalb Alternativen wie Basis- oder Pfändungsschutzkonten (P-Konto) existieren.