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Wie teuer ist ein Testament beim Notar?

Gefragt von: Herr Dr. Ewald Hesse B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 18. Juni 2026
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Die Kosten für ein notarielles Testament richten sich nach dem Wert Ihres Nachlasses und setzen sich zusammen aus der Notargebühr (abhängig vom Vermögen), einer Pauschale für die amtliche Verwahrung (meist 75 €) sowie Gebühren für die Registrierung im Zentralen Testamentsregister (ca. 15 €), zuzüglich Mehrwertsteuer. Bei 100.000 € Nachlass kostet ein Einzeltestament netto etwa 273 €, ein gemeinschaftliches Testament (z.B. Berliner Testament) entsprechend mehr.

Wie teuer ist ein notariell beglaubigtes Testament?

Testament oder Erbvertrag können Sie beim Notar verwahren lassen. So stellen Sie sicher, dass das Dokument gefunden wird. Unabhängig von Ihrem Vermögen kostet das einmalig 75 Euro. Hinzu kommen 18 Euro für den gesetzlich vorgeschriebenen Eintrag ins Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer.

Wann sollte man ein Testament beim Notar machen?

Ein Testament sollte Sie machen, wenn die gesetzliche Erbfolge nicht Ihren Wünschen entspricht. Auch wenn Sie Einzelheiten der Erbfolge genau regeln wollen und es nicht darauf ankommen lassen wollen, dass sich die Erben schon irgendwie einigen werden.

Was kostet eine Beratung beim Notar wegen Testament?

Dabei darf er für eine Erstberatung 190,00 € und für weitere Beratungstätigkeiten einen Maximalbetrag von 250,00 € zzgl. Umsatzsteuer verlangen (§ 34 RVG).

Wie berechnen sich Notarkosten beim Testament?

Bei einem Einzeltestament eines Erblassers mit einem nach Abzug von Schulden errechneten Vermögen von 152.800,00€ entstehen die folgenden Notargebühren: KV 21200 Beurkundung-Verfahren § 102 Geschäftswert: 250.000€ = 535€ KV 32001 Dokumentenpauschale (s/w) = 1,20€ KV 32005 Post- und Telekommunikationspauschale = 20€

Was kostet ein Testament? Mit Rechtsanwalt & Notar Dr. Lohmeyer

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Was ist billiger, Testament über Notar oder Erbschein?

Da sich die Gebühr für das notarielle Testament nach dem Vermögen bei der Beurkundung und die Kosten eines Erbscheins nach dem Wert des Nachlasses im Todesfall richten, ist das notarielle Testament unterm Strich häufig deutlich günstiger als ein Erbschein.

Was ist besser, handschriftliches Testament oder notarielles Testament?

Das Wichtigste in Kürze: Das notarielle Testament bietet mehr Rechtssicherheit als ein handschriftliches Testament. Ein notarielles Testament verursacht in der Regel keine höheren Kosten als ein handschriftliches Testament (zumindest wenn auch Immobilien vererbt werden).

Wer ist billiger, Rechtsanwalt oder Notar?

Dabei ist Folgendes zu beachten was die Kosten angeht: Gehen zu einem Notar sind die Kosten deutlich niedriger als die Kosten anwaltlicher Beratung, was an den unterschiedlichen Kostengesetzen liegt.

Welches Vermögen muss man beim Notar angeben?

Das Aktivvermögen ergibt sich aus der Summe des Werts aller Vermögensgegenstände wie Immobilien, Gesellschaftsbeteiligungen, Sparguthaben und Wertpapiere. Verbindlichkeiten können nicht abgezogen werden. Als Geschäftswert fließt allerdings nur die Hälfte dieses Werts in die Berechnung ein.

Welche Nachteile hat ein notarielles Testament?

Nachteile eines notariellen Testaments:

  • Kosten. Ein notarielles Testament ist immer mit Kosten verbunden. ...
  • Inflexibilität. Ein privates Testament kann jederzeit und ohne größeren Aufwand abgewandelt, überarbeitet oder vernichtet werden. ...
  • Erhöhter Aufwand.

Ab welchem ​​Alter sollte man ein Testament haben?

Jeder Erwachsene über 18 Jahre sollte die Erstellung eines Testaments in Erwägung ziehen.

Hier der Grund: Ein Testament ist ein rechtsgültiges Dokument, das Anweisungen für die Abwicklung Ihres Nachlasses nach Ihrem Tod enthält. Und ein Testament ist nicht nur etwas für Wohlhabende.

In welchem Alter sollte man ein Testament machen?

Die Testierfähigkeit beginnt mit Vollendung des 16. Lebensjahres. Allerdings kann der Minderjährige sein Testament nur wirksam als öffentliches Testament durch mündliche Erklärung vor einem Notar oder Übergabe einer offenen Schrift errichten. Er bedarf hierfür nicht der Zustimmung seines gesetzlichen Vertreters.

Ist es sinnvoll, ein Testament beim Notar zu machen?

Das notarielle Testament hat den Vorteil, dass der Erbe später nicht extra einen Erbschein beantragen muss, den er ansonsten braucht, wenn Grundstücke vererbt worden sind. Da das Erbrecht kompliziert ist und seine Tücken hat, ist es ohnehin sinnvoll, sich fachkundig beraten lassen.

Was kostet eine Testamentserrichtung beim Notar?

Ein einfaches Testament bei einem Notar oder einer Notarin kostet inklusive Beratung, Hinterlegung und Registrierung im Zentralen Testamentsregister der Notare zwischen 250 und 500 Euro. Bei Notar:innen gibt es immer eine kostenlose Erstberatung, in der Sie das genaue Honorar erfragen können.

Wird ein Testament beglaubigt oder beurkundet?

Ein Testament kann handschriftlich selbst verfasst oder notariell beurkundet werden. Voraussetzungen: Sie müssen das 16. Lebensjahr vollendet haben (unter 18 Jahren geht nur ein notarielles Testament) und es muss die sogenannte Testierfähigkeit vorliegen.

Was verlangt ein Notar für ein Testament?

Die Testamentskosten für die Hinterlegung sind beim notariellen Testament genauso hoch wie beim handschriftlichen privaten Testament: Für die Hinterlegung beim Amtsgericht fallen 75 Euro Gebühr an. Für die Registrierung im Zentralen Testamentsregister fallen 15 Euro Gebühr an.

Was kostet eine Stunde Beratung bei einem Notar?

Der Notar hält für diese Beratung einen Gebührensatz von 0,3 für angemessen. Bei einem Nachlasswert von 100.000,- Euro entstehen so Beratungsgebühren von rund 80,- Euro zuzüglich Auslagen und Mehrwertsteuer.

Haben alle Notare die gleichen Preise?

Die Kosten für notarielle Dienstleistungen in Deutschland sind gesetzlich festgelegt und daher bei allen Notaren gleich hoch. Im Gegensatz zu anderen Dienstleistungen, wie z.B. der eines Rechtsanwalts, sind sie nicht verhandelbar. Auch dürfen Notare z.B. guten Mandantinnen und Mandanten keine Rabatte gewähren.

Wie lange gilt ein handschriftliches Testament?

Testament Gültigkeit ohne Notar? Ein handschriftliches Testament, das zuhause aufbewahrt wird, ist so lange gültig, bis es durch ein neues Testament widerrufen oder vernichtet wird. Probleme tauchen in der Regel auf, wenn der Erblasser mehrere private Testamente verfasst und dabei das alte Testament nicht vernichtet.

Kann ich mein Testament ohne Notar machen?

Ja, ein Testament kann in Deutschland ohne Notar erstellt werden. Ein sogenanntes eigenhändiges Testament (§ 2247 BGB) ist gültig, wenn es vollständig handschriftlich verfasst und unterschrieben ist.

Ist ein Erbschein erforderlich, wenn ein handschriftliches Testament vorhanden ist?

Wenn der Erblasser das Testament selbst geschrieben hat, wird für die Berichtigung eines Grundbuchs ein Erbschein benötigt. Für die Vorlage bei Banken/Versicherungen etc. reicht in der Regel das eröffnete Testament aus. Erkundigen Sie sich bitte bei dem entsprechenden Institut.

Ist ein Erbschein trotz Testament erforderlich?

Das Grundbuchamt darf vom Erben trotz Vorliegen eines notariellen Testaments bzw. Erbvertrages immer dann auch einen zusätzlichen Erbschein als Nachweis für die Rechtsnachfolge verlangen, wenn es Zweifel an der Erbfolge hat und diese Zweifel auch nicht selber ausräumen kann.

Ist ein notarielles Testament sinnvoll?

Wann ist ein Notar erforderlich oder sinnvoll? Der Notar ist vor allem für die formwirksame Gestaltung und Beurkundung zuständig. Er agiert neutral und sorgt dafür, dass rechtliche Erklärungen formgerecht und rechtswirksam festgehalten werden.

Warum sollte man ein Testament machen?

Ohne Testament gilt die gesetzliche Erbfolge

Erbberechtigt sind danach sowohl Ehegatten oder eingetragene Lebenspartner als auch, je nach Konstellation, Kinder oder weitere Verwandte. Mit einem Testament haben Sie jedoch die Möglichkeit, die gesetzlichen Erben von der Erbfolge auszuschließen.

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