Wie sinnvoll ist eine Unfallversicherung für Beamte?
Gefragt von: Corinna Winter B.A. | Letzte Aktualisierung: 3. Februar 2026sternezahl: 4.5/5 (72 sternebewertungen)
Ja, eine private Unfallversicherung ist für Beamte sehr sinnvoll, da der Dienstherr nur bei Unfällen während des Dienstes oder auf dem direkten Weg zur Arbeit leistet, aber nicht bei Unfällen in der Freizeit, die den Großteil ausmachen (ca. 2/3 der Unfälle). Sie schließt die Lücke der Absicherung im privaten Bereich und sichert finanzielle Risiken bei Invalidität ab, wie z.B. Umbaukosten der Wohnung oder Einkommensverlust, was eine gute Ergänzung zur staatlichen Fürsorge darstellt.
Ist eine Unfallversicherung für Beamte sinnvoll?
Bei Unfällen in der Freizeit oder auf privaten Reisen sind Sie damit aber nicht abgesichert. Hier ist es für Beamte sinnvoll, eine private Unfallversicherung abzuschließen, wenn sie Kosten erstattet haben wollen, die über die Leistungen ihrer Krankenversicherung hinausgehen.
Ist eine Unfallversicherung unbedingt nötig?
Ja, eine Unfallversicherung ist für fast jeden sinnvoll, denn die gesetzliche Absicherung deckt nur Unfälle bei Arbeit, Schule/Uni und auf dem direkten Weg dorthin ab, nicht aber die meisten Unfälle im Haushalt, in der Freizeit oder im Urlaub, die über 70 % ausmachen und erhebliche finanzielle Folgen haben können, besonders für Selbstständige, Kinder, Rentner und Hausfrauen/-männer. Eine private Police schließt diese große Lücke, zahlt weltweit und rund um die Uhr bei Invalidität und ergänzt damit die Krankenversicherung.
Ist eine BU als Beamter sinnvoll?
Ja, eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist für Beamte sehr sinnvoll, besonders in den ersten Dienstjahren (als Anwärter, auf Probe oder Widerruf), da hier der staatliche Schutz durch die Pension noch fehlt oder gering ist, und die private Vorsorge die finanzielle Existenz sichert und Versorgungslücken schließt, wobei eine spezielle Dienstunfähigkeitsversicherung (DU-Versicherung) mit echter Klausel ratsam ist. Später sichert sie die Differenz zum Ruhegehalt ab, was eine wichtige Ergänzung zur staatlichen Versorgung darstellt.
Sind Beamte unfallversicherungspflichtig?
Die BG Verkehr gewährt bei Dienstunfällen von Beamtinnen und Beamten, die in einem Mitgliedsunternehmen tätig sind, bestimmte Unfallfürsorgeleistungen. Beamte sind nicht gesetzlich unfallversichert und erhalten keine Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch VII.
Unfallversicherung für Beamte - sinnvoll? Sinn & Unterschied zur klassischen UV | Polizei Tarife
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Erhalten Beamte Vergünstigungen?
Gesundheits-, Wohlbefindens- und Rabattprogramme
Wir bieten eine Reihe von Programmen, Mitgliedschaften und Wellness-Rabatten an , damit Sie sich sowohl im Beruf als auch privat gesund und unterstützt fühlen.
Warum sind so viele Beamte privat versichert?
Obwohl Beamte somit theoretisch die Möglichkeit haben, sich gesetzlich zu versichern, ist die private Krankenversicherung in den meisten Fällen die kostengünstigere Option und somit auch die bevorzugte Wahl.
Welche Versicherungen sind für Beamte wichtig?
Die Versicherungen der Allianz für Beamte und Beamtinnen
- Private Krankenversicherung.
- Pflegeversicherung.
- Berufs- und Dienstunfähigkeitsversicherung.
- Diensthaftpflichtversicherung.
- Rechtschutzversicherung.
Welche Nachteile hat ein Beamter?
Nachteile durch die Verbeamtung
Zum Teil hast du in diesen Berufen lange Arbeitszeiten, wobei Überstunden nicht bezahlt werden. Auch beim Thema „Arbeiten in Teilzeit“ sind die Dienstherren hier oft nicht besonders flexibel. Du kannst nicht streiken, wenn du mit deinen Arbeitsbedingungen unzufrieden bist.
Wann lohnt sich eine BU nicht?
Wenn du beispielsweise monatlich nur zwischen 400 und 600 Euro netto verdienst, macht eine BU eigentlich keinen Sinn, wenn du deinen Nettolohn absichern willst. Denn wenn du dein Nettoeinkommen versicherst, erhältst du kaum mehr als Sozialhilfe.
Was sind die Nachteile einer Unfallversicherung?
Aber es gibt auch einige Nachteile zu beachten: Lückenhafter Schutz: Die gesetzliche Unfallversicherung bietet nur Schutz bei Unfällen im beruflichen Kontext und auf dem direkten Weg zur Arbeit und zurück. Unfälle in deiner Freizeit sind nicht abgedeckt.
Ist ein Sturz zuhause ein Unfall?
Ein Unfall wird dann als Haushaltsunfall gewertet, wenn er direkt im Haushalt und seiner direkten Umgebung (z.B. Garten, Garage, Innenhof) passiert ist. Zu den häufigsten Unfallarten gehören Stürze und Schnittverletzungen.
Wie viel Prozent der Deutschen haben eine private Unfallversicherung?
Immerhin haben über 40 Prozent der Haushalte in Deutschland eine private Unfallversicherung abgeschlossen. Das zeigt eine Auswertung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) .
Warum sind Beamte anders versichert?
Verbeamtete Personen sind – anders als Arbeitnehmer – nicht durch die Sozialversicherung abgesichert. Ihre Absicherung übernimmt der Staat als Dienstherr. Er zahlt nicht nur das Gehalt während der Dienstzeit, sondern auch die Pension danach.
Wie lange ist eine private Unfallversicherung sinnvoll?
Die private Unfallversicherung ist immer sinnvoll, sowohl vor als auch während oder nach dem Berufsleben. Sie leistet ab jedem messbaren Grad der Invalidität. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung hingegen ist während des gesamten Berufslebens sinnvoll.
Wer übernimmt die Kosten bei einem Dienstunfall von Beamten?
Für die Kostentragung bei Unfällen, die rechtlich als Dienstunfall zu qualifizieren sind, ist nicht die Beihilfe bzw. private Krankenversicherung zuständig, sondern vielmehr die Dienstunfallfürsorge des Dienstherrn.
Was für Vergünstigungen haben Beamte?
Beamte haben ein gesichertes Einkommen
Hinzu kommen Familienzuschläge für Ehepartner und Kinder. Und ein ganz wesentlicher Vorteil, den Beamte gegenüber Angestellten haben: Sie zahlen keine Sozialversicherungsbeiträge, wie beispielsweise Arbeitslosen- und Rentenversicherung.
Welche Vergünstigungen gibt es für Beamte?
Beamte genießen Vergünstigungen durch steuerfreie Sachbezüge, spezielle Versicherungs- und Kreditkonditionen, sowie Rabatte bei Reise-, Einkaufs- und Freizeitangeboten, oft über Organisationen wie BSW oder den dbb. Kernvorteile bleiben die sichere Anstellung, planbare Pensionen und die Beihilfe zur Krankenversicherung, was den Zugang zu günstigeren Konditionen erleichtert.
Wird man als Beamter reich?
Als Beamter wird man nicht reich
Je nach Beruf und Position kannst du mit einem Einkommen rechnen, das sich durchaus sehen lassen kann. Als Staatsanwalt oder Staatsanwältin können beispielsweise mehr als 13.000 Euro im Monat schon drin sein. Neben dem Grundgehalt bekommst du eine Reihe an Zuschlägen und Zulagen.
Ist eine Unfallversicherung sinnvoll für Beamte?
Ja, eine private Unfallversicherung ist für Beamte sehr sinnvoll, da der Dienstherr nur bei Unfällen während des Dienstes oder auf dem direkten Weg zur Arbeit leistet, aber nicht bei Unfällen in der Freizeit, die den Großteil ausmachen (ca. 2/3 der Unfälle). Sie schließt die Lücke der Absicherung im privaten Bereich und sichert finanzielle Risiken bei Invalidität ab, wie z.B. Umbaukosten der Wohnung oder Einkommensverlust, was eine gute Ergänzung zur staatlichen Fürsorge darstellt.
Was ist die beste Beamtenversicherung?
In einem Vergleich von 20 Tarifen privater Krankenversicherungen für Beamte durch die Ratingagentur Franke und Bornberg bilden die Deutscher Ring, die Barmenia und Arag das Spitzentrio. Acht weitere Versicherer wurden ebenfalls mit „sehr gut“ bewertet.
Warum sind Beamte privat versichert historisch?
Beamte sind fast immer privat krankenversichert. Nicht, weil sie zu einer privilegierten Klasse gehören, sondern weil der Staat ein Modell gebaut hat, in dem es für Beamtinnen und Beamte wirtschaftlich nur vernünftig ist, sich privat zu versichern.
Wie viel kostet eine Privatversicherung für Beamte?
Die Kosten für die private Krankenversicherung (PKV) für Beamte liegen meist zwischen 220 und 480 € monatlich, stark abhängig von Alter, Gesundheitszustand und Beihilfesatz (oft 50 % für aktive Beamte). Mit steigendem Alter und besseren Leistungen können die Beiträge auch über 400 € steigen, aber ein früher Einstieg ist deutlich günstiger. Ein Vergleich lohnt sich, da die PKV oft günstiger ist als die gesetzliche Krankenversicherung (GKV).
Wo sind die meisten Beamten in Deutschland versichert?
Die PKV ist für Beamtinnen und Beamte traditionell erste Wahl: 93 Prozent von ihnen sind privat versichert. Dafür gibt es gute Gründe. Um die Staatsbediensteten in der Gesetzlichen Kasse zu halten, haben einige Bundesländer nun eine Art Arbeitgeberzuschuss eingeführt.
Soll man sich als Beamter privat versichern?
Die Frage, ob sich ein Beamter in privat absichern lassen muss, lässt sich eindeutig beantworten: Nein, das muss er nicht. Die PKV für Beamte bietet jedoch viele finanzielle und leistungsbezogene Vorteile und ist einer gesetzlichen Versicherung daher in den meisten Fällen vorzuziehen.
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