Zum Inhalt springen

Wie sieht ein sehr gutes Zwischenzeugnis aus?

Gefragt von: Herr Dr. Karl-Heinz Martin  |  Letzte Aktualisierung: 30. Oktober 2026
sternezahl: 4.1/5 (71 sternebewertungen)

Ein sehr gutes Zwischenzeugnis zeichnet sich durch Superlative („stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“, „immer außerordentlich“), positive Adverbien („hervorragend“, „äußerst“, „jederzeit“) und eine aktuelle Formulierung in der Gegenwart aus, die die konstant hohe Leistung, exzellentes Fachwissen, vorbildliches Sozialverhalten und hohe Eigeninitiative hervorhebt. Es beschreibt die Tätigkeit detailliert und enthält eine Schlussformel, die Dank und Wünsche für die Zukunft ausdrückt.

Was steht in einem sehr guten Zwischenzeugnis?

sehr gut: „Frau / Herr XY erledigt die ihm / ihr übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit. “ „Mit XYs Arbeitsergebnissen sind wir stets mehr als zufrieden.

Wie sollte ein Zwischenzeugnis aussehen?

Ein Zwischenzeugnis enthält immer eine Überschrift („Zwischenzeugnis“), persönliche Daten, die Stellenbezeichnung, eine Beschreibung der Aufgaben, eine Beurteilung der Leistung (Arbeitsweise, Erfolg) und des Sozialverhaltens (Kollegen, Vorgesetzte) sowie die Schlussformel (Dank, Bedauern, Zukunftswünsche), Ort, Datum und Unterschrift. Wichtig ist die klare Trennung von einfachen (nur Fakten) und qualifizierten Zeugnissen (mit Beurteilung), die sich formal wie ein Abschlusszeugnis aufbauen, aber den aktuellen Stand der laufenden Beschäftigung darstellen.
 

Wie sieht ein sehr gutes Zeugnis aus?

Sehr gut: „Er/Sie verfügt über ein hervorragendes Fachwissen, das er/sie mit äußerster Effizienz und größter Genauigkeit einsetzte. “ Gut: „Er/Sie verfügt über ein gutes Fachwissen, das er/sie mit großer Effizienz und Genauigkeit einsetzte. “

Wie aktuell sollte ein Zwischenzeugnis sein?

Aber Personaler wissen um die Schwierigkeiten und verstehen, dass ein Zwischenzeugnis nicht immer topaktuell sein kann. Jedes Zeugnis, das nicht älter als zwei bis drei Jahre ist, kannst du guten Gewissens für deine Bewerbung verwenden.

Probleme am Arbeitsplatz: Durchhalten oder neu anfangen? I 37 Grad

25 verwandte Fragen gefunden

Was ist der Ausstellungsgrund in einem Zwischenzeugnis?

Gründe für ein Zwischenzeugnis sind meist Veränderungen im Arbeitsverhältnis wie Vorgesetzten- oder Abteilungswechsel, interne Jobwechsel, längere Auszeiten (Elternzeit, Sabbatical), drohende Unternehmensveränderungen (Insolvenz, Betriebsübergang) oder die Vorbereitung auf einen Jobwechsel, um die eigene Leistung festzuhalten und Sicherheit zu gewinnen, da es oft einen "berechtigten Interesse" gibt, auch wenn kein genereller Rechtsanspruch besteht. 

Was tun gegen ein schlechtes Zwischenzeugnis?

Arbeitnehmer können zunächst das persönliche Gespräch suchen und selbst Widerspruch einlegen. Hilft das nicht, sollten sie einen Rechtsanwalt hinzuziehen. Ein Fachanwalt für Arbeitsrecht kann das Zeugnis prüfen und entscheiden, ob eine Klage bei dem zuständigen Arbeitsgericht sinnvoll ist.

Welche Sätze sind negativ im Arbeitszeugnis?

In Arbeitszeugnissen gibt es viele versteckte negative Formulierungen, die auf mangelnde Leistung, Eigeninitiative oder schlechtes Verhalten hinweisen, wie z.B. „Er/Sie zeigte Interesse“ (statt Ergebnisse), „Arbeitete nach Anleitung“ (mangelnde Selbstständigkeit), „War den Anforderungen gewachsen“ (nur Durchschnitt), oder „Stets bemüht“ (war nicht erfolgreich), da explizit Negative verboten sind, aber die Wahrheit durch Codes transportiert werden muss, um die berufliche Zukunft nicht zu blockieren. 

Was sind Geheimcodes im Arbeitszeugnis?

Geheimcodes in Arbeitszeugnissen sind versteckte, oft negative Bedeutungen hinter scheinbar positiven oder neutralen Formulierungen, die nach § 109 GewO eigentlich verboten sind. Sie verraten durch subtile Sprache, Ironie oder die Reihenfolge der genannten Eigenschaften (z.B. zuerst Vorgesetzte, dann Kollegen), ob die Leistung wirklich gut war, wie z.B. „er zeigte Verständnis für seine Aufgaben“ = faul. Ziel ist es, eine versteckte Kritik zu äußern, was durch das Gebot der Zeugnisklarheit und Wohlwollen eigentlich untersagt ist.
 

Welche Schlussformel sollte ein Zwischenzeugnis auf eigenen Wunsch haben?

Eine Schlussformel für ein Zwischenzeugnis "auf eigenen Wunsch" kombiniert den Ausstellungsgrund ("Wir stellen dieses Zwischenzeugnis auf Wunsch von Herrn/Frau XY aus") mit Dank und Zukunftswünschen für eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit, da es sich noch nicht um eine Beendigung handelt, aber der Wunsch nach einem Zeugnis (oft bei Wechselwunsch) ein Grund ist. Wichtig: Es gibt keinen generellen Anspruch auf die Schlussformel, aber sie ist üblich.
 

Was sollte ein Zwischenzeugnis enthalten?

Ein Zwischenzeugnis sollte die Überschrift „Zwischenzeugnis“ tragen, persönliche Daten, eine kurze Beschreibung des Unternehmens, eine stichpunktartige Auflistung deiner Aufgaben und Tätigkeiten sowie eine Beurteilung deiner Arbeitsleistung und deines Sozialverhaltens enthalten.

Was darf nicht im Zwischenzeugnis stehen?

Was nicht im Arbeitszeugnis stehen darf

  • ehrenamtliche Tätigkeiten.
  • Betriebsratstätigkeit (sofern hierfür keine Freistellung für länger als ein Jahr erfolgte)
  • Schwangerschaft, Mutterschutz ( sofern dadurch keine „erhebliche“ Unterbrechung der Beschäftigung vorlag)
  • Gewerkschaftszugehörigkeit.
  • Parteimitgliedschaft.

Was ist ein wohlwollendes Zeugnis?

Ein wohlwollendes Arbeitszeugnis ist eine positive, aber wahrheitsgemäße Beurteilung der Leistungen und des Verhaltens eines Mitarbeiters, die sein berufliches Fortkommen nicht unnötig erschwert und üblicherweise mindestens die Note "befriedigend" (Note 3) erreicht, oft mit Formulierungen wie "zur vollen Zufriedenheit" oder sogar "stets zur vollsten Zufriedenheit" (sehr gut) und positiven Beschreibungen der Arbeitsweise und sozialen Kompetenz, wobei negative Aspekte fair und nicht entlassungsbegründend dargestellt werden müssen. 

Wie erkenne ich, ob mein Arbeitszeugnis gut oder schlecht ist?

Prüfen: Woran erkennen, ob Arbeitszeugnis gut ist?

  • Tätigkeiten werden ausführlich formuliert: Aufgabenblock.
  • gute oder sehr gute Gesamtnote.
  • im Schlussabsatz: überzeugender Kündigungsgrund.
  • im Schlussabsatz: Dank und Bedauern.
  • im Schlussabsatz: alles Gute und weiterhin Erfolg.

Was sind Gründe für ein Zwischenzeugnis?

Gründe für ein Zwischenzeugnis sind meist Veränderungen im Arbeitsverhältnis wie Vorgesetzten- oder Abteilungswechsel, interne Jobwechsel, längere Auszeiten (Elternzeit, Sabbatical), drohende Unternehmensveränderungen (Insolvenz, Betriebsübergang) oder die Vorbereitung auf einen Jobwechsel, um die eigene Leistung festzuhalten und Sicherheit zu gewinnen, da es oft einen "berechtigten Interesse" gibt, auch wenn kein genereller Rechtsanspruch besteht. 

Welche Formulierungen sollten nicht in einem Arbeitszeugnis stehen?

In ein Arbeitszeugnis gehören keine Geheimcodes, versteckte Kritik, Angaben zum Privatleben, Krankheiten, Schwangerschaft, Elternzeit, Gewerkschafts- oder Parteizugehörigkeit, Straftaten oder der genaue Kündigungsgrund (außer auf Wunsch), da diese die Arbeitssuche erschweren können. Auch widersprüchliche Aussagen oder fehlende Standardformulierungen wie der Dank sind unzulässig und werden negativ interpretiert, wie die IG Metall und der Händlerbund berichten. 

Wie schreibe ich ein gutes Zwischenzeugnis?

Ein korrekt ausgestelltes Zwischenzeugnis muss Folgendes enthalten:

  1. Eine Überschrift: ...
  2. Persönliche Daten des/der Beschäftigten: ...
  3. Beginn des Beschäftigungsverhältnisses: ...
  4. Stellenbezeichnung mit Beschreibung der Tätigkeit: ...
  5. Leistungsbeurteilung mit Angaben zum Sozialverhalten: ...
  6. Begründung für die Ausstellung des Zeugnisses:

Was heißt "stets zu unserer vollen Zufriedenheit"?

"Stets zu unserer vollen Zufriedenheit" ist eine Bewertungsfloskel in Arbeitszeugnissen und bedeutet eine gute Leistung (Note 2), vergleichbar mit "gut" in der Schule. Während "zu unserer vollen Zufriedenheit" noch "befriedigend" (Note 3) bedeutet, signalisiert das hinzugefügte "stets" eine durchgehende, verlässliche gute Leistung. Die Bestnote (sehr gut) wird mit "stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" ausgedrückt, wobei das "vollsten" entscheidend ist. 

Was bedeutet "stets pünktlich"?

Pünktlichkeit: Bemerkungen wie "war stets pünktlich" sind im Klartext so verstehen, dass dem Arbeitgeber nichts außergewöhnlich positives aufgefallen ist, der Arbeitnehmer aber wenigstens immer pünktlich seinen Dienst angetreten hat.

Was darf in keinem Fall in einem Arbeitszeugnis stehen?

Geringfügige Verfehlungen, die nicht charakteristisch für das Arbeitsverhältnis sind, gehören nicht in ein Arbeitszeugnis. Übliche Differenzen am Arbeitsplatz und einmalige oder selten vorkommende negative Vorkommnisse dürfen nicht erwähnt werden. Dazu gehören zum Beispiel: Seltenes Zuspätkommen.

Wie sieht ein positives Arbeitszeugnis aus?

Ein gutes Arbeitszeugnis ist wohlwollend, wahrheitsgemäß und vollständig, enthält eine klare Leistungs- und Verhaltensbeurteilung und nutzt eine spezielle "Geheimsprache", die von Superlativen ("stets zu unserer vollsten Zufriedenheit") für sehr gute Leistungen bis zu Abschwächungen ("zu unserer Zufriedenheit" für "befriedigend") reicht, um die tatsächliche Bewertung zu vermitteln, wobei stets der Wohlwollensgrundsatz zu beachten ist. Es muss die Art der Tätigkeit, Beschäftigungsdauer, eine Leistungs- und Verhaltensbewertung sowie den Schlussabsatz mit Bedauern über den Weggang und Zukunftswünschen enthalten. 

Wie bitte ich um ein besseres Arbeitszeugnis?

Stellt man fest, dass wesentliche Angaben im Arbeitszeugnis unvollständig oder gar falsch sind, kann man eine Zeugnisänderung beim Arbeitgeber einfordern. In diesen Fällen kann der Arbeitnehmer sein Zeugnis ändern lassen: Schreibfehler, falsche Daten oder Bezeichnungen müssen vom Arbeitgeber berichtigt werden.

Wie sieht ein Zwischenbericht aus?

Ein Zwischenbericht ähnelt einem Abschlussbericht, da er eine Zusammenfassung, eine kurze Beschreibung des Fortschritts, die bisherige Bewertung und einen Überblick über die finanzielle Situation enthält . Etwaige Verzögerungen oder Abweichungen vom Plan werden aufgeführt und erläutert, ebenso wie ein Vergleich zwischen Ist- und Soll-Ergebnissen.

Wie wichtig ist ein Zwischenzeugnis?

Die Ausstellung eines qualifizierten Zwischenzeugnisses hat in erster Linie den Sinn, sich seine eigene Leistung von seinen Vorgesetzten beurteilen und bestätigen zu lassen. Dieses Zeugnis ist also eine Bestätigung der Leistungsqualität der Mitarbeiter.